Bitte Zeugnisbewertung

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Zeugnis

Frau Vorname XY,geboren am XY, war in der Zeit vom 14.0.1.2008 bis zum 14.04.2009 in unserem Unternehmen als kaufmännische Mitarbeiterin tätig.

Zu ihren wesentlichen Aufgaben gehörte:

  • Abrechnung Datensätze mit unseren Kunden
  • Rechnungsstellung
  • Datenabgleiche mit unseren Kunden
  • Betreuung des Maklerpools
  • Datenerfassung- und Pflege
  • Erstellung Maklerverträge
  • Versand Infomaterial
  • Ablage

Frau XY identifizierte sich mit Ihren Aufgaben und zeigte ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft und Eigeninitiative. Sie setzte ihre Fachkenntnisse jederzeit adäquat und ergebnisorientiert in ihrem Tagesgeschäft um. Hervorzuheben ist ihr Planungs- und Organisationsgeschick, aufgrund dessen sie auch in Problemfällen und bei hoher Belastung stets gute Arbeitsergebnisse erbrachte.

die ihr übertragenen Aufgaben führte sie selbständig, effizient und zu unserer vollen Zufriedenheit aus.

Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Mitarbeitern und Geschäftspartnern war freundlich, kooperativ und jederzeit vorbildlich. Für ihre fachliche Leistung und ihre teamfähige durchsetzungsstarke Persönlichkeit wurde Frau XY sehr geschätzt. Diese auszeichnenden Eigenschaften führten zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit ihren Kunden und Geschäftspartnern.

Frau XY verlässt unser Unternehmen, die die Befristung des Arbeitsverhältnisses mit dem heutigen Tage endet.

Wir danken Frau XY für die stets gute Zusammenarbeit und wünschen ihr für Ihren weiteren Berufs- und Lebensweg alles Gute.

Sind die Fehler echt?

die ihr übertragenen Aufgaben …

Satzbeginn klein geschrieben?

vorbildlich. Für ihre fachliche Leistung und ihre teamfähige
durchsetzungsstarke Persönlichkeit

Kein Komma nach „teamfähige“?

Frau XY verlässt unser Unternehmen, die die Befristung des
Arbeitsverhältnisses mit dem heutigen Tage endet.

Doppel-„die“?

wünschen ihr für Ihren weiteren Berufs- und Lebensweg alles Gute.

Keine Unterschrift?

Nur zur Sicherheit, bevor ich etwas dazu sage.
Gruß,
Michael

Also, hatte gestern schon müde Augen und schlappe Finger. Der Satzanfang wurde Groß geschrieben, habe ich soeben kontrolliert.
Tatsächlich, hier liegt ein Kommafehler vor.
Doppel-die war mein Tippfehler. Eine Unterschrift ist drunter.

Von wem?

Eine Unterschrift ist drunter.

Teamchef, Personalchef, CEO?

Vom GF

Prinzipiell…
Fehlt ja leider die Position des Unterschreibenden.
Die hat auch noch eine Auswirkung.

Frau Vorname XY,geboren am XY, war in der Zeit vom 14.0.1.2008 bis zum 14.04.2009

ist also fristlos gekündigt worden - oder warum am Samstag den 14.?

in unserem Unternehmen als kaufmännische Mitarbeiterin tätig.

Nur so als Idee: Makleragentur, Bank oder was? 2 oder 200 Mitarbeiter?

Zu ihren wesentlichen Aufgaben gehörte:

  • Abrechnung Datensätze mit unseren Kunden

Häää? Hat das Unternehmen Datensätze an die Kunden verkauft? Was für welche?
Und: Was heißt „mit unseren Kunden“?
Unklar. Unbrauchbar.

  • Rechnungsstellung

Qualifizierte Rechnungserstellung mit System - oder einfach nur ein Wisch „Sie schulden uns X€ zahlbar zum Y!“
Gab’s kein Buchhaltungssystem?
Unklar. Unbrauchbar.

  • Datenabgleiche mit unseren Kunden

Ooh, Datenabgleich. Ein schönes Medienschlagwort :smiley:
Das Problem ist, das kann alles und Nichts heißen. Was für Daten wurden denn abgeglichen: „Hallo hier ist Müller. Laut unseren Daten sind Sie unter dieser Nummer erreichbar. Stimmt das?“
Schwammig. Unbrauchbar.

  • Betreuung des Maklerpools

Hö? Geht es hier um personelle Zusammenarbeit oder um eine datentechnische Aufgabe? Um 2 oder um 200 Einträge?
Schwammig. Unbrauchbar.

  • Datenerfassung- und Pflege

Notizblock, Excel, SAP?
Unklar. Unbrauchbar.

  • Erstellung Maklerverträge

Was heißt das nun? Wurden in ein Template Name und Vorname eingegeben und dann das Ganze zum Drucker geschickt?

  • Versand Infomaterial

Oho, sie wußte also sogar, wo die nächste Poststelle ist…

  • Ablage

Anders ausgedrückt: Was bei Frau XY gelandet ist, war Ablage - da Frau XY nichts Wichtiges gemacht hat?

Die gesamte Tätigkeitsbeschreibung ist aufgrund ihrer Unklarheit bestenfalls als belanglos anzusehen, schlimmstenfalls als „Wenn wir hier eindeutiger würden, wäre klar, dass Frau XY eigentlich nichts Wichtiges gemacht hat“

Frau XY identifizierte sich mit Ihren Aufgaben und zeigte ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft und Eigeninitiative.

Der Wert dieser Aussage hängt von der Tätigkeitsbeschreibung ab.
Wenn schon Tätigkeiten wie „Post wegbringen“ explizit aufgelistet stehen, kann man sich ja denken, wie weit die Eigeninitiative wirklich ging.

Sie setzte ihre Fachkenntnisse jederzeit adäquat und ergebnisorientiert in ihrem Tagesgeschäft um.

Was heißt hier adäquat? Ist das eine Relativierung oder Negation von „korrekt“?
Und warum hat sie ihre Fachkenntnisse umgesetzt, statt sie „einzusetzen“ oder „anzuwenden“?
Das Holpern gibt der Aussage einen faden Beigeschmack.

Hervorzuheben ist ihr Planungs- und Organisationsgeschick, aufgrund dessen sie auch in Problemfällen und bei hoher Belastung stets gute Arbeitsergebnisse erbrachte.

Note 2.

[D]ie ihr übertragenen Aufgaben führte sie selbständig, effizient und zu unserer vollen Zufriedenheit aus.

Einerseits spricht von von Eigeninitiative und Selbständigkeit, andererseits von übertragenen Aufgaben, was in sich ein Passivstatus ist. Was denn nun?

Wenn man schon explizit ihre Eigeninitiative hervorhebt, drängt sich die Frage auf: Wie führte sie denn die nicht übertragenen Aufgaben aus, daß man sie gar nicht erwähnen darf ohne zu riskieren, kein wohlwollendes Zeugnis zu erstellen?

Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Mitarbeitern und Geschäftspartnern war freundlich, kooperativ und jederzeit vorbildlich.

Wenn es jederzeit vorbildlich war, warum muss man dann die Freundlichkeit und Kooperation nochmal schreiben und dann auch noch ohne ein „jederzeit“?

Für ihre fachliche Leistung und ihre teamfähige durchsetzungsstarke Persönlichkeit wurde Frau XY sehr geschätzt.

Komische Attributisierung, insbesondere der Begriff „teamfähig durchsetzungsstark“ der auf eine Relativierung des zweiten Terms und somit des Worts Persönlichkeit hindeutet klingt verwunderlich.

Diese auszeichnenden Eigenschaften führten zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit ihren Kunden und Geschäftspartnern.

Was heißt denn nun „erfolgreiche Zusammenarbeit“? Und in ihrer Position hatte sie eigene Kunden? Wow! Was hat sie denen denn verkauft?

Frau XY verlässt unser Unternehmen, [da] die Befristung des Arbeitsverhältnisses mit dem heutigen Tage endet.

Was wir in keinster Weise bedauern - sonst würden wir das sagen.

Wir danken Frau XY für die stets gute Zusammenarbeit und wünschen ihr für Ihren weiteren Berufs- und Lebensweg alles Gute.

Aber keinen Erfolg, denn den verdient sie einfach nicht!

Wenn jetzt noch ein „kleiner Manager“ unterschrieben hat, ein rundum nicht-so-tolles Zeugnis.

Das war mit Absicht negativ interpretiert.
Gruß,
Michael

Fehlt ja leider die Position des Unterschreibenden.
Die hat auch noch eine Auswirkung.

Es gibt nur noch den Geschäftsführer. Der hat selbst unterzeichnet.

Frau Vorname XY,geboren am XY, war in der Zeit vom 14.0.1.2008 bis zum 14.04.2009

ist also fristlos gekündigt worden - oder warum am Samstag den
14.?

Nee, das war ein Montag der 14.01.08 und endete auf einem Dienstag. Ich habe mich Freitags vorgestellt und bin direkt am Montag zur Arbeit.

in unserem Unternehmen als kaufmännische Mitarbeiterin tätig.

Nur so als Idee: Makleragentur, Bank oder was? 2 oder 200
Mitarbeiter?

Mir passt das Wort kfm. Mitarbeiterin nicht. Ich würde hier kaufmännische Angestellte verlangen wollen.

Es wurden Provisionen für Makler abgerechnet. Es wurden durch Makler Kunden akquiriert, weitergeleitet und durch die Fa. dann zu beiden Seiten gegen ein Honorar abgerechnet. Sollte also klarer rausgearbeitet werden. Man könnte auch sagen, dass es eine Abrechnungsfirma war. Ich kann nicht mehr dazu sagen, da es das in dieser Branche nur einmal gibt. Und da weiß dann jeder, der die Fa. kennt, wer gemeint ist.

Zu ihren wesentlichen Aufgaben gehörte:

  • Abrechnung Datensätze mit unseren Kunden

Häää? Hat das Unternehmen Datensätze an die Kunden verkauft?
Was für welche?
Und: Was heißt „mit unseren Kunden“?
Unklar. Unbrauchbar.

  • Rechnungsstellung

Qualifizierte Rechnungserstellung mit System - oder einfach
nur ein Wisch „Sie schulden uns X€ zahlbar zum Y!“
Gab’s kein Buchhaltungssystem?
Unklar. Unbrauchbar.

*Ironiean* Buchhaltung hatte ich leider nicht inne. Die war auch ein Witz.*Ironieaus*

  • Datenabgleiche mit unseren Kunden

Ooh, Datenabgleich. Ein schönes Medienschlagwort :smiley:
Das Problem ist, das kann alles und Nichts heißen. Was für
Daten wurden denn abgeglichen: „Hallo hier ist Müller. Laut
unseren Daten sind Sie unter dieser Nummer erreichbar. Stimmt
das?“
Schwammig. Unbrauchbar.

  • Betreuung des Maklerpools

Hö? Geht es hier um personelle Zusammenarbeit oder um eine
datentechnische Aufgabe? Um 2 oder um 200 Einträge?
Schwammig. Unbrauchbar.

  • Datenerfassung- und Pflege

Notizblock, Excel, SAP?
Unklar. Unbrauchbar.

  • Erstellung Maklerverträge

Was heißt das nun? Wurden in ein Template Name und Vorname
eingegeben und dann das Ganze zum Drucker geschickt?

  • Versand Infomaterial

Oho, sie wußte also sogar, wo die nächste Poststelle ist…

  • Ablage

Anders ausgedrückt: Was bei Frau XY gelandet ist, war Ablage -
da Frau XY nichts Wichtiges gemacht hat?

Nee, nicht so ganz. Ich habe eine Vollzeitkraft in TZ ersetzt und das komplette Büro neustrukturiert.

Die gesamte Tätigkeitsbeschreibung ist aufgrund ihrer
Unklarheit bestenfalls als belanglos anzusehen,
schlimmstenfalls als „Wenn wir hier eindeutiger würden,
wäre klar, dass Frau XY eigentlich nichts Wichtiges gemacht
hat“

Frau XY identifizierte sich mit Ihren Aufgaben und zeigte ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft und Eigeninitiative.

Der Wert dieser Aussage hängt von der Tätigkeitsbeschreibung
ab.
Wenn schon Tätigkeiten wie „Post wegbringen“ explizit
aufgelistet stehen, kann man sich ja denken, wie weit die
Eigeninitiative wirklich ging.

Sie setzte ihre Fachkenntnisse jederzeit adäquat und ergebnisorientiert in ihrem Tagesgeschäft um.

Was heißt hier adäquat? Ist das eine Relativierung oder
Negation von „korrekt“?
Und warum hat sie ihre Fachkenntnisse umgesetzt, statt
sie „einzusetzen“ oder „anzuwenden“?
Das Holpern gibt der Aussage einen faden Beigeschmack.

Hervorzuheben ist ihr Planungs- und Organisationsgeschick, aufgrund dessen sie auch in Problemfällen und bei hoher Belastung stets gute Arbeitsergebnisse erbrachte.

Note 2.

[D]ie ihr übertragenen Aufgaben führte sie selbständig, effizient und zu unserer vollen Zufriedenheit aus.

Einerseits spricht von von Eigeninitiative und
Selbständigkeit, andererseits von übertragenen Aufgaben, was
in sich ein Passivstatus ist. Was denn nun?

Wenn man schon explizit ihre Eigeninitiative hervorhebt,
drängt sich die Frage auf: Wie führte sie denn die nicht
übertragenen Aufgaben aus, daß man sie gar nicht erwähnen darf
ohne zu riskieren, kein wohlwollendes Zeugnis zu erstellen?

Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Mitarbeitern und Geschäftspartnern war freundlich, kooperativ und jederzeit vorbildlich.

Wenn es jederzeit vorbildlich war, warum muss man dann die
Freundlichkeit und Kooperation nochmal schreiben und dann auch
noch ohne ein „jederzeit“?

Für ihre fachliche Leistung und ihre teamfähige durchsetzungsstarke Persönlichkeit wurde Frau XY sehr geschätzt.

Komische Attributisierung, insbesondere der Begriff „teamfähig
durchsetzungsstark“ der auf eine Relativierung des zweiten
Terms und somit des Worts Persönlichkeit hindeutet klingt
verwunderlich.

Ja, ist mir klar. Denn meine Kollegin, die das verzapft hat, hält sich für oberschlau. Sie meint, ich würde dieses Zeugnis so hinnehmen und nicht prüfen lassen…

Diese auszeichnenden Eigenschaften führten zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit ihren Kunden und Geschäftspartnern.

Was heißt denn nun „erfolgreiche Zusammenarbeit“? Und in ihrer
Position hatte sie eigene Kunden? Wow! Was hat sie denen denn
verkauft?

Ja, die Kunden die auch Makler waren und ich betreut habe.

Frau XY verlässt unser Unternehmen, [da] die Befristung des Arbeitsverhältnisses mit dem heutigen Tage endet.

Was wir in keinster Weise bedauern - sonst würden wir das
sagen.

Wir danken Frau XY für die stets gute Zusammenarbeit und wünschen ihr für Ihren weiteren Berufs- und Lebensweg alles Gute.

Aber keinen Erfolg, denn den verdient sie einfach
nicht!

Wenn jetzt noch ein „kleiner Manager“ unterschrieben hat, ein
rundum nicht-so-tolles Zeugnis.

Nein, der Big-Boss persönlich.

Das war mit Absicht negativ interpretiert.
Gruß,
Michael

Das größte Problem…
Wenn das Unternehmen relativ klein ist, kann so mancher Lapsus in den Formulierungen mit der Nicht-Geschultheit der Zeugnisaussteller entschuldigt werden.

Was jedoch unentschuldbar ist, dass die Tätigkeitsbeschreibung soo gummiartig formuliert ist, dass man sich nichts Greifbares darunter vorstellen kann, was im Gegenzug den Eindruck vermittelt, dass auch nichts Reelles gearbeitet wurde.

Die Erläuterungen, die Du jetzt zu den Tätigkeiten machst, lassen für mich als erstes mal den Gedanken hochkommen, dass Du diesen Abschnitt als erstes mal gründlich überarbeiten lassen solltest.
Hierbei die üblichen Regeln: von wichtig nach unwichtig, hinreichend präzise dass es interpretierbar ist und keine „achja kaffeekochen kann sie auch“ Tätigkeiten mit reinnehmen.
Lieber nur 4, aber dann sinnvolle, Tätigkeitsbeschreibungen als etwas a la „Post wegbringen und Akten sortieren“ zum Seitefüllen.

Es gibt nur noch den Geschäftsführer. Der hat selbst unterzeichnet.

Das ist schonmal positiv, also ich meine dass der unterzeichnet hat.

Man sollte explizit irgendwie erwähnen, dass das Ende der Beschäftigung bedauert wird und in der Zukunft auch weiterhin Erfolg gewünscht wird.

Persönlich würde ich raten, einen Gegenvorschlag mit genau jenen Punkten vorzubereiten, kurz von einem Fach(!)anwalt prüfen zu lassen und dann zur Unterschrift vorzulegen.

Gruß,
Michael