Hallo, Gernot,
Fallen vielleicht dir oder anderen hier noch weitere Beispiele
ein, bei denen ein deutsches Adverb über Suffigierung mittels
~lich aus einem entsprechenden Adjektiv
abgeleitet werden?
Adelung schreibt zur Silbe -lich:
III. 2. Hat diese Sylbe auch die Kraft, Nebenwörter aus Beywörtern zu bilden, und zwar solche, welche als eine Figur der vorigen Bedeutung, eigentlich eine Art und Weise bedeuten, aber hernach auch sehr häufig für die adverbische Form des Beywortes selbst gebraucht werden. Klärlich, auf eine klare Art, und hernach auch klar, d.i. deutlich, selbst. So auch höchlich, gütlich, sichtbarlich, bitterlich weinen, treulich, gänzlich, erstlich, wahrlich, säuberlich, sicherlich, mißlich, freylich, kühnlich, leichtlich, schwerlich u.s.f. Wo denn dieses lich zuweilen auch solchen Beywörtern angehänget wird, welche vermittelst der Endungen ig, bar, sam und haft zu Beywörtern gebildet worden; gleichfalls in der Absicht, Nebenwörter daraus zu bilden. Ewiglich, inniglich, gnädiglich, listiglich, gehorsamlich, dankbarlich, sichtbarlich u.s.f. Im Hochdeutschen sind diese Nebenwörter größten Theils veraltet, wenigstens in der edlern Schreibart, weil man dafür lieber das Beywort in der adverbischen Form selbst gebraucht; ewig, gnädig, listig, u.s.f.
http://www.zeno.org/Adelung-1793/A/-Lich
Gruß
Kreszenz