Bittersalz für Rhododendron?

Hallo Rhododendron-Spezialisten,

wir haben auf der Südseite unseres Gartens vor einem zwei Meter hohen Holzzaun (also im Halbschatten) mehrere Rhododendron-Sträucher in unterschiedlichem Alter.

Mit einigen davon (zumindest den älteren) bin ich nicht ganz zufrieden: sie „mickern“ vor sich hin, haben keine satt-grüne Blätter usw.(aber tragen immer einige Blüten).

Bei der Suche nach Ursachen bin ich darauf gestoßen, dass es am Boden liegen könnte, der relativ schwer ist, vielleicht auch zu hohen ph-Wert hat.
Es gibt Fachleute, die plädieren dafür, Bittersalz (150 g auf 10 Liter Wasser) aufzubringen, andere warnen vor der Verwendung von Bittersalz.

Gibt es zu dieser Frage ein eindeutiges „richtig“ bzw. „falsch“??

Für sachdienliche Hinweise danke ich im Voraus.

Gruß Walter VB

Guten Tag,

Wenn Du ganz sicher gehen willst,kannst Du eine Bodenuntersuchung einschließlich Spurennährstoffe machen lassen.
Wenn im Ergebnis Schwefel und Magnesium unterversorgt sind, dann wäre auf jeden Fall eine Bittersalzdüngung angebracht.
Ich hatte mal ein ähnliches Problem mit Rosen.
Habe dann Ende Winter die Rosen herausgenommen, die Steine im Unterboden entfernt ca. 1 meter tief gelockert und Pferdemist plus Kornkali in der Boden eingebracht.
Anschließend die Rosen wieder eingepflanzt und gut eingeschlämmt.
Seit dem sind die Rosen eine wahre Pracht.

Hi,

Rhododendron sind so ziemlich die einzigen Pflanzen, die einen richtig sauren Boden mögen, daher würde ich meinem Vorschreiber zustimmen: Erstmal eine Bodenprobe machen (das geht bspw. beim LUFA für rel. kleines Geld; einfach die Bodenprobe einschicken und Du bekommst eine umfangreiche Analyse incl. einer Düngeempfehlung) und dann die Empfehlungen berücksichtigen. Einfach mal Bittersalz zu geben finde ich persönlich bei Rhodos, die ja doch recht teuer sind, nicht optimal.

Viele Grüße