BKK und freiwillige Versicherte?

Hallo zusammen,

gestern führte ich ein Gespräch mit einem Hausarzt. Was ich da zu hören bekam, ließ mich aufschrecken.

Ich, als freiwillig Versicherter bei der Techniker Krankenkasse, will zum 1. Juni 03 zur günstigeren BKK Taunus (11,9%) wechseln. Der Arzt meinte, wenn die BKK irgendwann einmal Probleme irgendwelcher Art bekommt, oder ich durch eine Anhebung des Beitragssatzes wieder zurück in eine andere Krankenkasse möchte, wäre keine Krankenkasse verpflichtet mich wieder aufzunehmen!

Ich kann mir das gar nicht vorstellen, möchte mich aber vor dem Stichtag auf jeden Fall erkundigen.

Kann mir jemand eine Quelle zum Theman nennen? Ich wäre um jeden hilfreichen Tipp froh, da die Zeit drängt.

Vielen Dank im vorraus!

Gruß
Georg

Hallo,
also da würde ich mir keine Gedanken machen - bis 1996 stand in den
meisten Satzungen (Versicherungsbedingungen) der Krankenkassen, dass
die Mitgliedschaft als freiwillig Versicherter der Zustimmung der
Kasse bedarf, also die Kasse konnte ablehnen ohne Gründe zu nennen.
Heute ist das nicht mehr so - im Gegenteil - als freiwillig
Versicherter, der den Höchstbeitrag zahlt und ggf. sogar noch ein
oder zwie Kinder mitversichern will, bist du genau die Zielgruppe,
die die Kassen sich gegenseitig abjagen wollen.
Von daher kannst Du die TK ruhig verlassen.
Wenn ich dir trotzdem davon abreate, liegt es daran, dass die TK
einfach eine gute Kasse ist (sag ich als Mitarbeiter der Konnkurrenz),
die man nicht wegen ein paar Euro verlässt.
Service und Leistung hat eben seinen Preis (schau Dein Auto an,
sieh Dir deine Bank an usw.)

Gruss

Günter

Unterschiede GKV
hallo, Ihr beiden,

worin bestehen denn Unterschiede zwischen gesetzlichen Kassen? 99% der Leistungen sind doch gesetzlich festgelegt? Und ob ich einen Sitzball bekomme, oder AOK-Werbung zur besten Sendezeit sehen kann, ist mir egal.

Andreas

Hallo!
Das mag ja alles schön und gut sein. Aber wenn die Aussage des Arztes stimmt, habe ich bei einem Wechsel zur alten Krankenkasse ein Problem. Wenn die GKV wirklich nicht verpflichtet sind mich als freiwillig Versicherten zurückzunehmen, bleibt mir wohl nur als Ausweg eine teure Private Versicherung. Dies möchte ich aber vorerst ausschließen!

Georg

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warum nicht PKV?
Hallo Georg,

so ganz habe ich nicht verstanden, warum Du nicht sofort in eine PKV wechselst. Bist Du schon so alt oder hast Du einige Kinder? Selbst die „teueren“ Privaten sind ja billiger als GKV und bieten dabei mehr Leistung.

Andreas

Hallo Georg,

das ist richtig, sie muss es nicht machen, aber aufgrund der von Günter beschriebenen Thematik wird sie es in nahezu 100% der Fälle machen. Außerdem… warum solltest du wieder zurückwechseln?

Die GKV wird nicht Pleite gehen, sie würde in eine andere Firma übertragen werden und dadurch entsteht in meinen Augen dein Problem nicht.

Gruß
Marco

Billig ist nicht immer gut…
Hallo,

habe gerade Dein Posting gelesen - leider kann ich nicht Deine Frage beantworten, aber vielleicht kann ich Dir einen Tip geben.
Bisher war ich auch bei der Techniker versichert (und das eigentlich immer sehr zufrieden), habe jetzt aber gekündigt (wegen den hohen Beiträgen) und einen Antrag auf Mitgliedschaft bei der Taunus BKK gestellt. Seit meinem Antrag hat mich die „Zusammenarbeit“ mit der neuen Kasse allerdings nur genervt: teilweise unkompetente, teilweise sogar falsche Auskünfte, ewig lange Warteschlangen in Telefon-Hotlines usw… Mittlerweile bin ich von dem Antrag zurückgetreten und stelle nun einen Neuen bei der BKK Mobil Oil. Kostet ein bisschen mehr im Monat, aber der Service ist, wie ich von zwei Bekannten weiss, sehr gut und das kann wohl kaum schaden…

Gruss,
Heike

Hallo Andreas,

gelegentlich lassen PKV einen ihrer Tarife „vergreisen“. Das bedeutet, sie nehmen in diesem Tarif niemanden mehr auf. Wenn dann nur noch Rentner darin sind, kann die PKV von denen locker über 1000 Euro im Monat verlangen, da sie die Kosten gegenüber der Aufsichtsbehörde problemlos nachweisen kann. Dafür hat sie dann einen neuen rentnerfreien Tarif mit konkurrenzlos günstigen Beiträgen. Dieser Fall passiert regelmäßig und zurück in die gesetzliche Kasse kommen diese Rentner nicht mehr. Leid tuen sie mir allerdings auch nicht, da sie sich in jungen Jahren der Solidargemeinschaft entzogen haben.

gruß
Tilo

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Hallo Tilo,

auch hier gibt es Möglichkeiten der Abhilfe. Geholfen werden kann allerdings nur dem, der den Mund aufmacht und sich beschwert. Z.B. gibt es den Standardtarif und Tarifwechseloptionen.

Gruß
Marco

hallo Tilo,
viel Ahnung von KV hast Du nicht gerade!
Also: es gibt Tarife, die überaltern. Das ist richtig. Hier hört aber Dein Wissen schon auf.
Jeder VN darf in einen anderen vergleichbaren Tarif innerhalb der Gesellschaft ohne Risikoprüfung wechseln. Damit ist die Freude der Privaten an hohen Einnahmen schon mal weg.
Dazu kommt, dass jede Gesellschaft ab dem 55. LJ des Versicherten einen Standardtarif zur Verfügung stellen muss, der nicht teuerer ist als die Kasse. allerdings auch nicht mehr leistet.
Doch dieses Thema hatten wir schon x-fach. Schau mal ins Archiv.
Grüße
Raimund
P.S.: aus Deinem Nachsatz kann ich entnehmen, dass Du ziemlich neidisch auf die Privatversicherten bist. Dass diese die Wirtschaft in D wesentlich mehr ankurbeln, als die Kasse, das hast Du noch nicht überlegt, oder? Die Kasse schmeisst das Geld, das sie einnimmt sofort wieder raus. Die Privaten, die ein ganz anderes Finanzierungssaytem haben, investieren das Geld in der Wirtschaft und schaffen und erhalten so Arbeitsplätze… was man von den Kassen nicht gerade sagen kann (ausser zur Selbstverwaltung)

gleiches problem
hab grad die ganze historie durchgelesen und habe eigentlich das gleiche vorgehabt wie, wie hies er nochmal gleich, naja der, der den anfangsartikel geschrieben hat: von der techniker zur bkk wechseln…ich hab aber noch weniger ahnung als mein kollege, also ich werde bald bei einem un anfangen entweder als praktikant (gehalt 500€) oder festanstellung auf probe (ca 1300€), deswegen muss ich jeden cent zweimal umdrehn…lieg ich da richtig, dass ich bei einem gehalt von 550€ dann 60 € beitrag monatlich zahlen muss?..bitte um hilfe!!!

gruss flo

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Hallo Flo,

bei dieser Gehaltsgröße stellt sich die Problematik nicht, weil du pflichtversichert bist. Du wirst also in jeder offenen Kasse angenommen werden müssen (Kontrahierungszwang). Du kannst nur sparen, wenn du dir eine günstige Kasse aussuchst. Dann errechnest einfach: Bruttolohn (kommt erst ab 400 Euro zum Tragen): * Prämiensatz der Kasse und dann durch 2 (Arbeitgeber zahlt die Hälfte).

Gruß
Marco

guten morgen marco,

erstmal danke für deine antwort.hast du mit den bereits benannten versicherungen taunus bkk und bkk mobil oil schon erfahrungen gemacht?wollte eigentlich auch zur taunus bkk wechseln, da sie die günstigste ist und ich bei dem lohn jeden cent gebrauchen kann. jetzt hat aber die eine dame (entschuldigung die ausdrucksweise)von ihren problemen mit dieser versicherung erzählt (2.posting)und, dass freunde von ihr mit der bkk mobil oil recht zufrieden waren. mir geht es eigentlich nur darum, dass die leistungen relativ gleich sind, da ich bei der techniker krankenkasse auch wenig kontakt hatte außer es ging um die befreiung der zuzahlungen bei arzneimittelrechnungen, was bei meiner finanziellen lage natürlich auch wichtig ist. meine bedenken bezüglich der günstigeren versicherungen schliessen zu 95% aus meiner laienhaften kenntnis bezüglich des themas und deren unbekanntheit im vergleich zu den grossen wie techniker oder aok. also steh ich vor der entscheidung: bei der bekannten tk bleiben und dann ca 14% beitragssatzzahlen, aber kein risiko eingehen oder zu einer der günstigeren wechseln, weniger beitragssatz zahlen, aber nicht wissen, was auf mich zukommt.

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hallo heike,

frage: bist du inzwischen bei der bkk mobil oil? wenn ja, kannst du mir von deinen erfahrungen berichten? ich selber stehe vor der gleichen entscheidung wie der autor des ursprungsartikels (bin bei tk und will zu einer günstigeren wechseln).

gruss (nach asien?) flo

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