Blähungen

Guten Tag zusammen,
mein Anliegen ist etwas komisch, dennoch erhoffe ich mir hier bitte seriöse und ernstgemeinte Antworten. Vielen Dank dafür.

Ich habe eine sehr gesunde Ernährung. Heißt, viele Eier, viel Vollkornbrot, viel Obst und Gemüse und viele Nüsse, viel mageres Fleisch und Fisch, viel Milch usw…
(habe diese Ernährung u.a. da ich seit Jahren Krafttraining mache)

Bedingt durch das viele Vollkornbrot und Müsli, etc. habe ich Blähungen. -ich denke mal, bzw. hoffe ich das dies soweit noch kein Problem darstellt. Quasi einfach nur der Verdauungsprzess ist.
Aber, wenn ich den ganzen Tag unterwegs bin (Studium) oder den Tag mit meiner Freundin verbringe (also unter Leuten bin), verkneife ich mir immer das „furzen“. Warum dürfte wohl jedem klar sein?!?
Nun ist es so, dass wenn ich dann auf dem Stillen Örtchen bin, ich gepflegt richtig einen oder auch mehrere gehen lasse. Als Ausgleich
Soweit so gut.
Nun gibt es aber auch Tage und das sind nicht wenige, an denen ich so extrem einhalte, dass ich schwache bis sehr starke Bauchschmerzen kriege. Wenn ich dann ein paar mal Luft entweichen lasse, reguliert sich das wieder ein.

Frage nun: Ist dieses einhalten schlimm? Bzw. kann mir da innerlich was passieren? Und kann man eventuell was dagegen tun?

Hallo,
zu deiner eigentlichen Frage kann ich dir leider nichts sagen.
Aber bist du sicher, dass es von den Vollkornprodukten kommt? Ich hätte da jetzt eher die Milch im Verdacht.

MfG

Frage nun: Ist dieses einhalten schlimm? Bzw. kann mir da
innerlich was passieren?

Beide Fragen: Nein

Und kann man eventuell was dagegen
tun?

Kann man. Es gibt ein Medikament namens Lefx bzw. Enzym-Lefax. Ich empfehle es aber ausdrücklich nicht, da ich nichts davon halte, in natürliche Prozesse einzugreifen.

Wenn du das Getreide in Verdacht hast- lass es doch mal eine Weile weg und schau, ob es dann besser ist. Wäre sicher auch vom gesundheitlichen und Wohlfühl-Aspekt besser, Dinge wegzulassen, die einem nicht bekommen.

Hi!

Wenn du das Getreide in Verdacht hast- lass es doch mal eine
Weile weg und schau, ob es dann besser ist. Wäre sicher auch
vom gesundheitlichen und Wohlfühl-Aspekt besser, Dinge
wegzulassen, die einem nicht bekommen.

Ich würde noch weiter gehen:
Manche vertragen Vollkorn und blähendes Gemüse gut, andere gar nicht - und dann gibts noch welche irgendwo dazwischen :wink:

Daher sollte man alle verdächtigen Speisen erst ganz rausnehmen, dann immer nur eine Speise ausprobieren, aber zuerst nur in kleinen Mengen. Anschließend langsam die Mengen steigern. Verträgt man es gut, dieselbe Prozedur mit der nächsten Speise ausprobieren.

Bei mir ist es z.b. auch so, daß ich Vollkorn- und Milchprodukte vertrage - aber eben nur bis zu einer gewissen Grenze. Nur mich davon ernähren (bzw. davon größere Mengen verzehren) könnt ich auch nicht.

Gruß,
Sharon

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Wenn’s nicht schlimm ist, wieso aufhören?
Also von der Milch kommt es definitiv nicht. Ich denke schon, dass es die Vollkormprodukte sind. Aber ich lasse die bestimmt nicht weg!

Und wie Priamos gesagt hat: Wenn’s nicht schlimm ist, warum dann aufhören?
Lefax… Okay, hätte eh keine Chemischen Produkte zu mir genommen. Halte da ebenfalls nichts von.
Dann werde ich halt damit weiter leben. Solange es nicht schädlich ist :wink:

Dann soweit vielen dank.

Hi!

Also von der Milch kommt es definitiv nicht. Ich denke schon,
dass es die Vollkormprodukte sind. Aber ich lasse die bestimmt
nicht weg!

Nochmal ich!
Du mußt die auch nicht unbedingt völlig weglassen - wie gesagt, manche vertragen es nur bis zu einer gewissen Menge.
Und auch das läßt sich „trainieren“ - ich hab früher z.b. überhaupt kein Vollkorn vertragen. Ich habe dann mit sehr wenig angefangen und die Menge über Wochen gesteigert - plötzlich gings!

Gruß,
Sharon

Hallo Christian,

ich würde es auch mal damit versuchen weniger Vollkornprodukte zu essen. Drei Scheiben Vollkornbrot reichen völlig am Tag.

Du kannst es auch mal mit Tees versuchen. Z.b Fencheltee wirkt auch gegen Blähungen. Es gibt auch spezielle Tees für Babys (die haben leider sehr oft Blähungen) die gegen Blähungen helfen. Da ist dann z.B. Kümmel mit drin und der hilft auch sehr gut.
Und dann gibt es noch verschiedene Öle (Bäuchleinöl) die auch helfen.

Ich hab das immer bei meinem Kind gemacht und das hilft prima.

Es ist sicher sehr unangenehm und belastet ja auch sehr.
Und bevor ich mit Medikamenten an dich Sache gehe, würde ich es doch lieber auf die sanfte Methode versuchen.

Alles Gute,

Gruß

Also von der Milch kommt es definitiv nicht. Ich denke schon,
dass es die Vollkormprodukte sind. Aber ich lasse die bestimmt
nicht weg!

Warum? Weil alle behaupten, daß es gesund sei?

http://www.swr.de/odysso/-/id=1046894/nid=1046894/di…

Gruß S

Hallo,

ich habe mal gehört, dass man zu vollkornprodukten viel trinken soll, damit sie „quellen“ können - man bekäme ansonsten blähungen…

ob das stimmt - keine ahnung, aber probieren kostet ja nix, viell. trinkst du zu der vollkornmahlzeit nicht genug…

lg

Hallo,

also - wenn ich mir so überlege, was Dein Darm im Lauf des Tages schaffen muß:

Viele Eier, viel
Vollkornbrot, viel Obst und Gemüse und viele Nüsse, viel
mageres Fleisch und Fisch, viel Milch und Müsli usw…

Die Frage ist, wieviel Zeit zwischen Deinen „Mahlzeiten“ ist.
An dem ganzen stört mich die „viele Milch“, ist kein Getränk sondern ein Nahrungsmittel. Vollkornbrot, hinterher Milch. Obst, Gemüse, hinterher Milch. Nüsse und hinterher Milch.

Da Du Sportler bist, wie ist es mit Kohlehydraten? Reis, Kartoffeln, Nudeln? Sind besser verdaulich als Vollkornbrot und geben Power.

Frag Deinen Sporttherapeuten dazu. Es gibt ein Buch „Fit for life“, Verfasser weiß ich nicht, oder andere Bücher zum Thema Ernährung für Sportler.

Aber, wenn ich den ganzen Tag unterwegs bin (Studium) oder den
Tag mit meiner Freundin verbringe (also unter Leuten bin),
verkneife ich mir immer das „furzen“. Warum dürfte wohl jedem
klar sein?!?

Ja!
Viel Glück!

Karin

Hallo,

als PS hier nochmal die Buchinfo:

„Fit for Life“ von Harvey Diamond

http://www.amazon.de

Gruß
Karin

Also von der Milch kommt es definitiv nicht.

Was macht Dich da so sicher?

Ich denke schon,
dass es die Vollkormprodukte sind.

Warum glaubst Du das?

Aber ich lasse die bestimmt
nicht weg!

Also Du müßtest schon die Ursache tilgen, um das Symptom loszuwerden. Kuhmilch ist für Kälber. Du bist keins. Wer hat Dir eingeredet, sie ei gut für Dich? Wenn es Dir ums Protein geht, davon bekommst Du genug aus Deiner übrigen Ernährung und den Shakes, die ich Dir einfach mal unterstelle. Quark ist proteinreicehr als Milch und bekömmlicher. Die Shakes schmecken auch gut mit Sojamilch.

Und wie Priamos gesagt hat: Wenn’s nicht schlimm ist, warum
dann aufhören?
Lefax… Okay, hätte eh keine Chemischen Produkte zu mir
genommen. Halte da ebenfalls nichts von.
Dann werde ich halt damit weiter leben. Solange es nicht
schädlich ist :wink:

Ständige Blähungen sind bestimmt nicht der Soll - Zustand. Spätestens wenn´s weh tut, ist es doch ein deutliches Alarmzeichen.
Probier mal Fenchel - Anis - Kümmel - Ree.

Lieber Christian, das Problem mit den Blähungen hatte ich,nachdem ich mit dem RAuchen aufgehört haben, trotz gesunder ERnährung. Mir hat der gute Rat einer Ärztin geholfen: Artischockendragees. Die gibt es in jedem Supermarkt (sogar bei Ali und Lidl) , sie sind rein pflanzlich und bei mir haben sie nach ca. 3 Wochen begonnen zu wirken. Mittlerweile rauche ich schon 5 Jahre nicht mehr und irgendwannn habe ich einfach die Dragees wieder abgesetzt (nach ca. 2 Jahren) und jetzt läuft alles wieder normal.
Ich hoffe, ich konnte Dir damit helfen.
Liebe Grüße
Katinka71

hi,

wie ich gestern, erfahren habe gibt es einen magen-darm-ruh tee
der soll wohl sehr gut helfen…

lg

Tach,

Zitat:
Unangenehme Blähungen, die für den Einstieg in die Vollwertkost meist typisch sind, zählen zu den eher harmlosen Nebenwirkungen der Antinutritiva. Über einen längeren Zeitraum konsumiert können sie gar eine intestinale Autointoxikation hervorrufen, also eine Selbstvergiftung, die vom Darm ausgeht. Der Grund: Sobald Amylaseinhibitoren aus dem Vollkorn körpereigene Enzyme regelmäßig an der Stärkeverdauung hindern, bleibt diese den Darmbakterien überlassen. Dadurch kommt eine regelrechte „Zuckerfabrikation” in Gang, die schließlich zur Bildung von giftigen und stark riechenden Stoffen bzw. Gasen führt, unter anderem von Gärungsalkoholen, Fuselölen und Fäulnisstoffen wie Indol, Kresol oder Skatol sowie jeder Menge biogener Amine. Die mutagenen und zytotoxischen Verbindungen schädigen Schleimhaut, Drüsen, Muskeln, Nerven und Immunsystem des Darmes.
Dass stetiger Vollkornverzehr den Verdauungstrakt langfristig überfordert, liegt auf der Hand. Schließlich hat der Mensch im Vergleich zu typischen Pflanzenfressern wie Rindern oder Federvieh weder Pansen noch Kropf, die ihm dabei helfen, Körner aufzuschließen und be- kömmlich zu machen. Er nutzt Getreide erst seit rund 10 000 Jahren in nennenswerter Menge als Nahrungsmittel und musste aufwändige Verarbeitungsmethoden wie Mahlen, Fermentation und Backen entwickeln, um es verdauen und seine Nährstoffe verwerten zu können. Im Gegensatz zum modernen Rohköstler haben sich selbst unsere frühen Vorfahren nicht mit rohen Getreidekörnern verköstigt. Zu den Prozeduren, denen bereits einfache Breie und Fladen – also die Vorstufen des Brotes – unterworfen waren, gehörten das Rösten und Zerstoßen der Körner. Dazu griff der Mensch in der Stein- und Bronzezeit auf einfache Mahlsteine bzw. Mörser zurück. Der Röstvorgang verbesserte die Verdaulichkeit der Produkte, indem er einen erheblichen Teil der sekundären Pflanzenstoffe zerstörte. Auch die Römer rösteten ihr Getreide. Damit erleichterten sie nicht nur das Marschgepäck der Legionäre, sondern schützten das Gut zudem vor Schimmel und Fäulnis.

Gesamter Artikel:

http://www.das-eule.de/html/eu_l_e_n-spiegel_ausgabe…

http://www.optipage.de/streitumskorn.html

http://www.optipage.de/pirlet.html

http://www.daserste.de/wwiewissen/beitrag_dyn~uid,0c…

Strubbel
8:open_mouth:)

Hallo priamos,

natürlich kann sehr viel passieren duch Vollkornkost.

Die folgende Liste zeigt die problematischen Inhaltsstoffe von Getreide auf. Sie erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit – weder im Hinblick auf die Verbindungen noch auf deren Effekte. Die aufgeführten Stoffe spiegeln den evolutionären Wettlauf zwischen den ausgefeilten Abwehrtechniken von Pflanzen und den spezialisierten Verdauungssystemen ihrer Fraßfeinde wider.

Lektine

  • stark toxische und schwer abbaubare Eiweiße, die insbesondere in
    Getreide und Hülsenfrüchten ent­halten sind. Besonders problematisch
    ist das so genannte Weizenkeimlektin WGA.

  • gelangen durch die Darmwand in den Blutkreislauf bzw. in das
    Lymphsystem und ermöglichen die Translokation von Antigenen bzw.
    Bakterien. WGA kann die Blut-Hirn-Schranke passieren und ist in der
    Lage, Viren ins Gehirn zu transportieren.

  • reagieren mit Kohlenhydraten auf der Oberfläche von Körperzellen. Da
    diese wichtige immunologische Funktionen erfüllen, sind gesund-
    heitliche Folgen zu erwarten.

  • Im Tierversuch lagerte sich WGA in den Blutgefäßen ab und führte zu
    Schäden der Darmschleim-haut (Overgrowth-Syndrom), Wachstum-
    störungen, Thymusatrophie und einer vergrößerten Bauchspeichel-
    drüse.

  • WGA kann vermutlich entzündliche Darmerkran­kungen (Morbus
    Crohn, Zöliakie) und Allergien auslösen. Daneben wird es als Ursache
    von Autoimmunerkrankungen wie Rheumatoider Arthritis und Diabetes
    mellitus diskutiert.

  • Im Gegensatz zu Lektinen in Hülsenfrüchten ist WGA hitzestabil.
    Während es in Vollkornprodukten erhalten bleibt, wird es bei weißem
    Mehl weitgehend mit dem Keimling abgetrennt.

vgl. EU.L.E.n-Spiegel 2001/H.1/S.9, 2002/H.2-3/S.10ff;
Concon JM et al: Lectins in wheat gluten proteins. Journal of Agricultural and Food Chemistry 1983/31/S.939-941 Cordain L: Cereal Grains: Humanity´s double-edged sword. World Review of Nutrition and Diet 1999/84/S.19-73;
Cordain L et al: Modulation of immune function by dietary lectins in rheumatoid arthritis. British Journal of Nutrition 2000/83/S.207-217; Pusztai et al: Antinutritive effects of wheat-germ agglutinin and other N-acetylglucosamine-specific lectins. British
Journal of Nutrition 1993/70/S.313-321

Gliadin

  • ist Bestandteil des Eiweißes von Weizen, Roggen, Hafer, Dinkel und
    Gerste.

  • löst bei genetischer Disposition Zöliakie (eine schwere Darmer-
    krankung) aus, wobei Lektine an der Entstehung beteiligt sein können.

  • Diskutiert wird seine Rolle bei der Ätiologie weiterer Autoimmun-
    erkrankungen wie Dermatitis, Diabetes oder Rheumatoider Arthritis,
    sowie neurologischer Krankheiten wie Epilepsie, Demenz oder
    Schizophrenie.

  • Ein vollständiger Abbau des Gliadins ist nur durch eine traditionelle
    Sauerteigführung möglich. Dies gilt auch für weizenhaltige Mischbrote.
    Die Wirksamkeit des Sauerteigs wird bei Verwendung von Vollkorn-
    schrot oder ganzen Körner vermindert bzw. aufgehoben.

  • Die Enzyminhibitoren des Vollkorns hemmen die Stärkeverdauung,
    was ist eine massive Freisetzung von Glucose durch die Darmflora im
    Colon zur Folge hat. Bei regelmäßigem Konsum kann es dabei zu
    Verpilzungen kommen. Namentlich Candida albicans wird als Auslöser
    für das Entstehen von Zöliakie angesehen, weil sein Zellwandprotein
    HWP1 mit den allergenen Abschnitten (Epitopen) von Gliadin identisch
    ist. Da sich der Pilz mit HWP1 an die Darmwand anheftet, reagiert der
    Organismus mit der Bildung von Antikörpern.

vgl. EU.L.E.n-Spiegel 2002/H.2-3/S.38;

Cordain L: Cereal Grains: Humanity´s double-edged sword. World Review of Nutrition and Diet 1999/84/S.19-73;

Di Cagno R et al: Sourdough bread made from wheat and nontoxic flours and started with selected Lactobacili is tolerated in celiac sprue patients. Applied and Environmental Microbiology 2004/70/S.1088-1096;

Hydjivassilou M: The humoral response in the pathogenesis of gluten ataxia. Neurology 2002/58/S.1221-1226;

Nieuwenhuizen WF et al: Is Candida albicans a trigger in the onset of coeliac disease? Lancet 2003/361/S.2152-2154

Enzyminhibitoren

a -Amylase-Hemmer

  • An der gesamten Albuminfraktion des Weizens haben die unver-
    daulichen a -Amylase-Inhibitoren einen Anteil von bis zu 80 (!) Prozent.

  • sind häufig Auslöser von Allergien (insbesondere gegen Mehlstaub).

  • führen im Tierversuch langfristig zu einer Hypertro­phie des Pankreas.

  • können beim Menschen eine intestinale Autointoxi­kation hervorrufen.

  • Wie WGA sind auch sie hitzestabil, lassen sich also nur mechanisch entfernen.

Lipase-Hemmer

  • kommen vor allem in Aleuronschicht und Keimling von Weizen- und
    Hirsearten vor.

  • Da sie die Fettverdauung beeinträchtigen, sind sie vermutlich für die
    „Normalisierung” der Blutfette durch Vollkorn verantwortlich.

  • werden bei der Weißmehlherstellung weitgehend abgetrennt und
    zusätzlich durch den Backprozess abgebaut.

Protease-Hemmer

  • Alle Getreidearten enthalten Protease-Inhibitoren, die irreversibel an
    das aktive Zentrum der entspre­chenden Verdauungsenzyme binden.

  • Wie (alpha)-Amylase-Inhibitoren rufen auch sie im Tierversuch lang-
    fristig eine Hypertrophie des Pankreas hervor.

  • In Triticale waren die Gehalte an Trypsininhibitoren so hoch, dass er
    intensiv züchterisch bearbeitet werden musste, bevor er als Futter-
    mittel eingesetzt werden konnte.

vgl. EU.L.E.n-Spiegel 2001/H.1/S.8;
Cordain L: Cereal Grains: Humanity´s double-edged sword. World Review of Nutrition and Diet 1999/84/S.19-73

Phytinsäure

  • kommt vor allem im Getreidevollkorn, in Leguminosen und in Nüssen
    vor.

  • bindet unter anderem Zink, Eisen, Calcium sowie Magnesium und
    verhindert deren Absorption im Darm. Kann neben Calcium- auch
    Zinkmangel hervorrufen.

  • reagiert mit Verdauungsenzymen und stört so zusätzlich die Nährstoff-
    verwertung.

  • löst im Rattenversuch Hyperinsulinämie und Hypo­thyreose aus.

  • führt nicht nur im Tierversuch zu Rachitis, sondern auch beim
    Menschen: Der Ersatz von hellem Mehl durch Vollkorn hatte in Irland
    während des Zweiten Weltkriegs die Erkrankung zahlreicher Kinder zur
    Folge.

  • wird bei der traditionellen Brotherstellung mit Sauerteig nahezu voll
    ständig abgebaut.

vgl. EU.L.E.n-Spiegel 2001/H.1/S.10, 2003/H.1/S.3ff, 1996/H.5/S.5; Robertson I et al: The role of cereals in the aetiology of nutritional rickets: the lesson of the irish national nutrition survey 1943-8. British Journal of Nutrition 1981/45/S.17-22

Nicht-Stärke-Polysaccharide (NSP)

  • Dazu zählen vor allem Pentosane und Glucane, die meistenteils den
    „löslichen” Ballaststoffen zugeordnet werden. Sie bestehen aus
    Pentosen wie Xylose und Arabinose.

  • Die ß-Glucane der Gerste verursachen beim Geflügel Verdauungs-
    probleme, stören die Nährstoffab­sorption (insbesondere von Fett),
    verändern die Darmfunktion und beeinträchtigen das Wachstum.

  • Die Pentosane im Roggen (Arabinoxylate) führen bei Schweinen zu
    Gedeihstörungen. Pentosanreiche Weizensorten schränken die
    Energieverwertung des Futters ein – sogar bei Masthähnchen, die
    besser an Körnerkost angepasst sind als der Mensch.

vgl. EU.L.E.n-Spiegel 2001/H.1/S.7;
Cheeke PR: Natural Toxicants in Feeds, Forages, and Poisonous Plants. Interstate Publ., Danvile 1998

Alkylresorcine

  • Phenolische Stoffe, die vor allem in den Randschichten von Roggen-
    und Weizenkörnern stecken.

  • Bei reichlicher Verfütterung von Roggen an Rinder, Schafe, Schweine,
    Pferde und Federvieh bewirken sie eine Wachstumsdepression, die auf
    einem appetitdämpfenden und direkt toxischen Effekt beruht. Dabei
    können auch Lähmungen und Tod auftreten.

  • In vitro sind sie zellschädigend und zerstören z. B. Erythrozyten.

  • lösen bei empfindlichen Personen eine Dermatitis aus.

  • wirken als Enzyminhibitoren und stören vor allem die Eiweißverdauung

  • werden durch Backvorgang und Sauerteigführung fast vollständig
    abgebaut.

vgl. EU.L.E.n-Spiegel 2001/H.1/S.7-8;
Cordain L: Cereal Grains: Humanity´s double-edged sword. World Review of Nutrition and Diet 1999/84/S.19-73;
Winata A, Lorenz K: Effects of fermentation and baking of whole wheat and whole rye sourdough breads on cereal alkylresorcinols. Cereal Chemistry 1997/74/S.284-287

Mykotoxine

Es gibt zahlreiche Mykotoxine, die im Getreide nach-gewiesen werden können. Dabei sind die Rand-schichten in der Regel stärker kontaminiert als der Mehlkern. Zu den bedeutendsten Vertretern gehören die Aflatoxine. Sie führen häufig zu Leberschäden und schwächen das Immunsystem.

Ochratoxin A

  • Getreide ist der wichtigste Lieferant dieses Mykoto­xins. Es entsteht
    vor allem während der Lagerung. Durch Abschälen der äußeren
    Kleieschicht lässt sich der Gehalt um die Hälfte senken.

  • verhält sich im Tierversuch bei allen bisher getesteten Tierarten
    nierentoxisch, immunsuppressiv, kanzerogen und teratogen.

  • verursacht beim Menschen Nierenschäden (Nie­renversagen) und
    steht im Verdacht, Krebs im Urogenitaltrakt zu erzeugen.

Deoxynivalenol (DON)

  • ist wahrscheinlich das häufigste Mykotoxin in der menschlichen
    Nahrung. Es findet sich bevorzugt im Getreide.

  • Im Vergleich zu anderen Spezies reagiert der Mensch besonders
    empfindlich auf DON. In der Fachliteratur sind bis in die jüngste
    Vergangenheit zahlreiche akute Vergiftungen beschrieben.

  • Rund 60 Prozent des gesamten DON-Gehaltes einer Weizenpflanze
    befinden sich in der Kleie. Auf diesem Wege reichert es sich im
    Schwein an, welches das Mykotoxin im Gegensatz zum Wiederkäuer
    nicht metabolisieren kann.

T-2-Toxin

  • Es sind zahlreiche akute Vergiftungen des Menschen durch
    schimmligen Weizen dokumentiert. T-2-haltiges Getreide spielt eine
    wichtige Rolle bei der Alimentären Toxischen Aleukie, die vor allem
    während des Zweiten Weltkriegs in der Sowjetunion zahlreiche
    Todesfälle zur Folge hatte.

  • verursacht beim Menschen neurologische Probleme wie die
    Beeinträchtigung von Reflexen, Ataxie und neuropsychiatrische
    Probleme.

  • wurde auch als Ursache von Pellagra identifiziert.

  • Während das Schwein T-2 metabolisieren kann, reichert es sich über
    Futtergetreide im Geflügel an.

  • Mit der Kleie werden etwa 70 Prozent des T-2-Gehaltes entfernt.

D´Melo JPF (Ed): Handbook of Plant and Fungal Toxicants. CRC, Boca Raton 1997;
Miler JD, Trenholm HL (Eds): Mycotoxins in Grain;
Eagan Press, St. Paul 1994;
Peraica M et al: Toxic effects of mycotoxins in humans, Bulletin of the World Health Organisation 1999/77/S.754-766;
Samar MM et al: Distribution of deoxynivalenol in wheat, wheat flour, bran, and gluten, and variability associated with the test pro­cedure. Journal of AOAC International 2003/86/S.551-556; Weidenbörner M: Encyclopedia of Food Mycotoxins.
Springer, Berlin 2001
http://www.das-eule.de/html/eu_l_e_n-spiegel_ausgabe…

Strubbel
3:open_mouth:)

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also ich schwöre seit Jahren auf kanne-brottrunk. der wird aus speziell gebackenem bio-vollkornbrot hergestellt und enthält viele brotbakterien und enzyme. mit hat´s super geholfen. einfach 2 x am tag ein glas á 200 ml - das reicht meist schon …

lieben gruß