Blasenentzündung und Teebaumöl

Hallo an alle Hausmittel-Kenner(innen),

ich habe (seit heute morgen) eine Blasenentzündung und -keine Angst- auch schon einen Termin beim Arzt für heute nachmittag. *brav!*

Dennoch hätte ich da eine Frage zu einem mir von einer Kollegin empfohlenen Hausmittel:
Sie sagte, ich solle zusammen mit Seife o.ä. zwei bis drei Tropfen Teebaumöl auf einen Waschlappen geben und mich damit im Intimbereich waschen. Das wäre auch zur Vorbeugung gut, wenn man es in blasenentzündungsfreien Zeiten einmal in der Woche anwendet, sagt sie.

Also ich habe ja schon viel gehört, das eindeutig gegen Blasenentzündung hilft bzw. unterstützend/schmerzlindernd zusätzlich zu Antibiotika eingesetzt wird: viel trinken etwa, Johannesbeersaft, eine Wärmflasche in Blasengegend, oft und regelmäßig das WC besuchen, …

Aber Teebaumöl auf empfindlicher Schleimhaut?! Aua.
Nun gut, es sind nur zwei mit Shampoo verdünnte Tropfen. Aber wenn mir hier nicht jemand erklären kann, warum das helfen soll (meine Kollegin konnte es nicht erklären, meint aber, sie mache das auch), dann trau ich mich nicht…

Hat hier jemand Erfahrung mit Teebaumöl? :wink:
Liebe Grüße,
Tanzerl

Hallo Tanzerl,

Sie sagte, ich solle zusammen mit Seife o.ä. zwei bis drei
Tropfen Teebaumöl auf einen Waschlappen geben und mich damit
im Intimbereich waschen. Das wäre auch zur Vorbeugung gut,
wenn man es in blasenentzündungsfreien Zeiten einmal in der
Woche anwendet, sagt sie.

Was damit erreicht werden soll ist, daß die entzündungsfördernden Bakterien beseitigt werden.

Also ich habe ja schon viel gehört, das eindeutig gegen
Blasenentzündung hilft bzw. unterstützend/schmerzlindernd
zusätzlich zu Antibiotika eingesetzt wird: viel trinken etwa,
Johannesbeersaft, eine Wärmflasche in Blasengegend, oft und
regelmäßig das WC besuchen, …
Aber Teebaumöl auf empfindlicher Schleimhaut?! Aua.

Exakt! Nicht nur auf der Schleimhaut, auch auf normaler Haut kann Teebaumöl sehr reizend wirken.

Hierzu: http://www.bfr.bund.de/cm/206/verwendung_von_unverdu…

Auch verdünnt kann es noch die Haut reizen. Hinzu kommt die Empfindlichkeit des Teebaumöls. Es wird sehr schnell alt durch Sauerstoff und Licht und bildet dann weitere ungesunde Stoffe.

Nun gut, es sind nur zwei mit Shampoo verdünnte Tropfen. Aber
wenn mir hier nicht jemand erklären kann, warum das helfen
soll (meine Kollegin konnte es nicht erklären, meint aber, sie
mache das auch), dann trau ich mich nicht…

Wie gesagt wirkt es in gewisser Weise desinfizierend. Ich kann mir aber nicht recht vorstellen, daß das Teebaumöl zwischen „bösen“ und „guten“ Bakterien unterscheiden kann. Das Risiko, daß das gesunde und nötige Bakterienmilieu auch verschwindet wäre mir zu groß.

Wenn es ihr bisher geholfen hat: Glückwunsch. Ich würde es nicht ausprobieren. Ordentliches „normales“ waschen und die korrekte Verwendung von Toilettenpapier nach dem Stuhlgang halte ich für ausreichend. Jedenfalls geht dieses Mittel nicht der Ursache auf den Grund (wie Antibiotikagaben auch nicht, aber das ist ein anderes Thema).

Hat hier jemand Erfahrung mit Teebaumöl? :wink:

Meine Erfahrungen bei Teebaumöl sind miterlebte Kontaktdermatiden bei Mensch und Hund.

Liebe Grüße

Avera

Hallo Avera,

danke für Deine Antwort und vor allem für den Link zum BfR. Der kommt mir aber gar nicht so negativ vor, wie Dir scheinbar.

Was damit erreicht werden soll ist, daß die
entzündungsfördernden Bakterien beseitigt werden.

Was ja scheinbar auch funktioniert, denn auf besagter Seite des BfR steht: „Die antibakterielle Wirkung von Teebaumöl konnte in vitro nachgewiesen werden.“

Auch verdünnt kann es noch die Haut reizen. Hinzu kommt die
Empfindlichkeit des Teebaumöls. Es wird sehr schnell alt durch
Sauerstoff und Licht und bildet dann weitere ungesunde Stoffe.

Auf der Seite steht aber auch, dass bei verdünntem Teebaumöl (1%) das Risiko von Hautirritationen minimiert wird.

Wie gesagt wirkt es in gewisser Weise desinfizierend. Ich kann
mir aber nicht recht vorstellen, daß das Teebaumöl zwischen
„bösen“ und „guten“ Bakterien unterscheiden kann.

Das kann ich mir allerdings auch nicht vorstellen.

Aber nehmen wir nun an, dass meine Haut nicht irritiert wird und ich das Teebaumöl nur verdünnt und nur einmal verwende, und dass ich kein altes Teebaumöl verwende:
Dann töte ich doch böse Bakterien - nunja, auch gute - aber dann trinke ich ja auch viel und es tut vielleicht nicht mehr so weh? Und dann können die guten Bakterien ja wieder nachwachsen, während ich die bösen von innen ausschwämme und mit Medikamenten bekämpfe, die ich hoffentlich nachher verschrieben bekomme…
Oder ist der Gedankengang jetzt Unsinn?

Ordentliches „normales“ waschen und die
korrekte Verwendung von Toilettenpapier nach dem Stuhlgang
halte ich für ausreichend. Jedenfalls geht dieses Mittel nicht
der Ursache auf den Grund (wie Antibiotikagaben auch nicht,
aber das ist ein anderes Thema).

Ja, ein leidliches. Ich habe jedes Jahr mind. eine Blasenentzündung, und das obwohl ich mich ordentlich wasche, dabei sogar auf den richtigen PH-Wert achte, mich immer warm kleide, viel trinke…
Scheint Veranlagung zu sein, meine Schwester und meine Mutter leiden auch darunter. Aber es hat noch kein Arzt was genaues dazu sagen können :frowning:

Dennoch liebe Grüße,
Tanzerl

Hallo,

Dann töte ich doch böse Bakterien - nunja, auch gute - aber
dann trinke ich ja auch viel und es tut vielleicht nicht mehr
so weh?

Bei einer äußerlichen Anwendung? So hatte ich dich jedenfalls verstanden…

also ich verstehe nciht wirklich, was das bringen soll. Die Bakterien sind IN der Harnröhre und IN der Blase, vielleicht auch ein paar äußerlich… aber die innen wirst du kaum damit tot kriegen.

Zum Schmerz lindern beim Wasser lassen kannst du dir besser Kamillosan oder so holen.

Ja, ein leidliches. Ich habe jedes Jahr mind. eine
Blasenentzündung,

da bist du nicht allein, das ist ein weit verbreitetes Problem.
Frag mal beim Urologen… da wirst du belächelt, wenn du erzählst „einmal im Jahr“. Es gibt Frauen, die seit Jahr und Tag alle paar Wochen eine bekommen (ich hab da mal dazu gehört…).

Damit will ich das jetzt bei dir nicht verharmlosen. ABer du bist halt echt noch gut dran.

So ungern du es vielleicht hören magst, aber Blasenentzündungen haben durchaus auch was mit der psyche zu tun. Hinzu kommen Keime, die beim GEschlechtsverkehr in die Harnröhre gelangen, die Entzündugen verursachen können (auch Pilze). Es gibt so viele Gründe für Blasenentzündugen, dass man bzw. frau sich schon sehr intensiv mit sich beschäftigen muss, um auf die tatsächlichen Ursachen zu kommen.

Ich bin jetzt seit einem Jahr entzündungsfrei (vorher hatte ich 3, 4, 5 Entzündungen im Jahr bzw. Dauerbeschwerden), bin heilfroh drüber, hat aber auch ein wenig „Arbeit“ und viel Geduld gekostet.

Gute Besserung (und schau mal ins Archiv, da dürften einige Tips zu finden sein, wie du das Problem eindämmen kannst) -
Demenzia

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Hi!
Mit Teebaumöl kenne ich mich kaum aus, wundere mich allerdings auch, wie eine äußere Anwendung im inneren des Körpers wirken soll.

Ich habe jedes Jahr mind. eine Blasenentzündung

Das kenne ich, bei mir war´s im Winter ganz schlimm, da hatte ich früher recht häufig Entzündungen. Das hat mich aber sensibel gemacht, schon die ersten Anzeichen, das erste Zwicken zu merken, sofort einen Wasserkocher aufzusuchen und so schnell wie nur irgend möglich 2 Kannen Tee zu trinken. Am besten hat mir Rooibush-Tee geholfen, der angeblich Harntreibend wirkt. Ich sag dir: seit ich das perfektioniert habe, hatte ich keine Blasenentzündung mehr!
Viel Glück und schnelle Heilung! Olga

Hallo an alle Hausmittel-Kenner(innen),

Ein gutes Hausmittel sollen die sauer schmeckenden
Cranberrys aus der Familie der Preiselbeeren sein.
Sie sind bekannt für ihre heilende Wirkung auf Blasen,Harnwegs-
und Mageninfektionen.
Die roten Beeren können Bakterien zwar nicht abtöten,aber sie können verhindern
dass sich schädliche Keime an den Schleimhäuten festsetzen.
Im übrigen ist sie reich an gesunden Inhaltsstoffen:Antioxidantien,Mineralien und viel VitaminC usw.
Wenn man mehr VitaminC zu sich nimmt,als der Körper
gerade benötigt,wird es ausgeschieden und desinfiziert dabei
die Harnröhre.Dabei in der Dosierung aber jetzt bitte nicht übertreiben.
Cranberry gibt es in Saft,diese Form würde ich bevorzugen
oder auch Tabletten oder Kapseln usw.
PS: Der Satz: Vorbeugen ist besser als heilen passt
hier noch ganz gut rein.
Gruß Kai

Danke
… für die Tipps, die über das, was im Archiv stand hinaus gingen.

Es geht mir wieder gut. Vielleicht profitiert aber noch jemand vom Ergebnis meiner Untersuchung:
Der Arzt hat mir tatsächlich kein Atibiotikum verschrieben, sondern mich in die Apotheke geschickt, damit ich mir Bärentraubenblätter besorge. Daraus mache ich mir jeden Tag Tee. Der säuert dann den Harn an und die Bakterien können sich in der Blasenschleimhaut nicht mehr vermehren. Das geht aber nur, weil es sich lediglich um eine ganz leichte Entzündung handelt. Und wenn ich heute immernoch Beschwerden hätte, dann wären in jedem Fall Antibiotika zum Einsatz gekommen.

Das Teebaumöl habe ich übrigens nicht eingesetzt, obwohl der Arzt sagte, dass eine einmalige Anwendung nicht schädlich wäre. Aber es ging mir schon viel besser und bei so vielen Meinungen :wink:

Viele liebe Grüße,
Tanzerl