Hallo, so viele Fragen.
Mann und Freund ist gleichgestellt, aber in meinem Leben hatte ich schon andere Männer als meinen jetzigen Freund, deshalb hatte ich es wohl getrennt?.
Wie ist es mit den Infektionen, wenn Dein Partner ein Kondom
benutzt?
Genauso, auch mit Gleitgel oder Schaumzäpfchen - weder besser noch verschlimmert.
Du schreibst „miteinander schlafen“, „Geschlechtsverkehr“,
„Liebe machen“ - vermeidest Du - unbewusst oder bewusst - das
Wort „Sex“?
Ich habe das Wort Sex in einer Antwort geschrieben, aber Du hast recht, es ist mir ein sehr unangenehmes Wort. Schlimmer ist nur noch Beischlaf.
Fühlst bzw. fühltest Du Dich zum Sex
„verpflichtet“, obwohl Du selbst das gar nicht wolltest oder
hattest Du selbst Lust darauf?
Ich weiß es nicht. Mein erstes Mal war erzwungen, ich war 14. Ich war so dumm und hab mich nicht gewehrt, also hatte Angst. Danach gab es zwei längere Partnerschaften, in denen ich sehr oft keine Lust hatte, aber trotzdem x - x - x- Mal Sex mit meinem jeweiligen Freund hatte. „Das muss so sein, als richtige Frau“ - na ja ich war 15, 16, 17, 18 und konnte mich nicht abgrenzen. Nachher kam ich mir so beschmutzt vor, dass ich mich gehasst und mich selbst verletzt habe, nicht schlimm, aber als Strafe (äh, für was eigentlich??). Das mache ich zum Glück nicht mehr. Den beiden Freunden war das egal, es hat sie nur genervt. Ich hab sie beide verlassen, nach jeweis 2 Jahren - ewigbrauch… +.+
Später war ich auch sehr verliebt und es war klar und fühlbar, dass ich Sex wollte, sehr. Es war auch of schön, aber das änderte nichts an den sich einstellenden Schmerzen. Ich bin nur immer wieder im Zweifel - auch, wenn es schön war ( wahrscheinlich von den vielen erzwungenen Jahren?): „Hab ich vorhin wirklich gewollt oder mich wieder nur benutzen lassen? Merk ich das nicht mehr??“
Wie ist es denn nach Sex ohne
Penetration, also wenn der Penis gar nicht eingeführt wurde -
oder gibts sowas nicht.
Doch, aber danach habe ich noch nie Schmerzen gehabt.
Wie ist es, wenn Du Dich selbst
befriedigst? Ist danach auch „Alarm“ oder ist das okay?
Nein, danach gabs auch noch nie Alarm, das war immer positiv.
Wie
wirkt sich auf Eure Beziehung aus, dass Du „seit drei Jahren
den Geschlechtsverkehr aufgegeben“ hast? Hat Dein Partner den
auch aufgegeben?
Ja, er hat auch aufgegeben. Ach, es ist alles ziemlich traurig. Er traut sich nichts mehr und ich auch nicht. Zärtlichkeiten werden en masse ausgetauscht, aber Sex ist weg.
Akzeptiert er das (kann er das) oder fühlst
Du Dich unter Druck gesetzt? Gibt es (auch) ohne
Geschlechtsverkehr Nähe zu Deinem Partner oder wird (ggf. aus
„Vorsicht“) auch darauf verzichtet?
Nähe gibt es, ja. Ich glaube, er akzeptiert, was ist, er hat oft genug neben mir in irgendwelchen Notaufnahmen gesessen. Aber… ich fühle mich als „schlechte Freundin“ und denke oft: „Was versaust Du ihm alles… könnte ich doch…“ - - aber ich mach es lieber nicht.
Bist Du mit Deinem
Partner/in Deiner Beziehung glücklich (unabhängig von Deinem
Leiden)?
Nein. Und zwar total deshalb, weil es keine, null Diskussionen über solche und andere Seelen - Herzens - Körper - Dinge gibt. Er ist ein notorischer Weggucker, der sich ständig in Arbeit stürzt. Ich versuche oft, über mich und irgendwelche Gedanken oder Gefühle zu reden und möchte auch sehr gern wissen, was er fühlt und denkt und will. Seine Standardantworten sind: Habe ich vergessen" oder „Weiß ich nicht“, „Ich wollte es sagen, aber es ist grade weg“ oder „Ich kann das eh nicht ausdrücken“. Und: „Wenn Du fragst, weiß ich erst recht nichts“. Ja, aber wenn ich nicht frage, kommt auch nichts.
Das ist auf Dauer für mich genauso deprimierend wie der fehlende Sex, nein, eigentlich noch eine ganze Ecke mehr. Deshalb gab (und gibt) es meine Trennungsgedanken.
Lieber Gruß
Malna