Blattflecken - Spinnenmilben?

Hallo miteinander,

ich habe folgendes Problem:
Viele meiner Küchenkräuter bekommen trockene Flecken an den Blätter, die sich auf die Pflanzen ausbreiten.
Betroffen sind Estragon, Basilikum, teilweise Petersilie, Schnitt- & Knoblauch, aber auch junge Sonnenblumen zum Teil.

Ignorieren tun dies: Thymian, Oregano, Koriander (noch sehr jung)

Möglicherweise tritt es auf bei: Minzen&Melisse

Die Töpfe teilen sich:
Minzen & Melisse (groß, tönern, draußen), mehrjährig aus Garten
Thymian,Oregano, Estragon (groß, tönern, draußen), mehrjährig aus Garten
Basilikum (klein, plastik, drinnen), gezogen
Knoblauch (klein, draußen wie drinnen), frisch gezogen
Schnittlauch,Thymian (drinnen), mehrjährig aus Garten
Petersilie,Koriander (d&d), zT 1Jahr alt, auch frisch gezogen
Basilikum (groß, drinnen), ganz frisch gezogen, „gesund“

Zu den Flecken: rostbraun, breiten sich aus, schwarze Punkte an Blattunterseite.

Eltern meinten, dass das Spinnenmilben sein könnten. Hab bei wikipedia nur gefunden, dass sie sehr klein seien und nur mit Lupe erkennbar. Hab 3 Vorsatzlinsen der Kamera aufeinander geschraubt, was eine sehr starke Vergrößerung zur Folge hat, konnte aber nicht genaues erkennen.
Nun sagten mir Bekannte, dass Spinnenmilben Gespinste produzieren, was ich ganz klar ausschließen kann.

Hat irgenjemand ne Idee, was das sein könnte. Das Basilikum letztes Jahr war absolut unbrauchbar, Estragon hatte letztes Jahr nur schwache Symptome. Ich hab die großen Triebe geköpft und entsorgt, weil die Flecken zu stark vorangeschritten waren…

Hallo,

also mein Ostbalkon leidet jedes Jahr ab Ende Juni schrecklich unter Spinnmilben, kenne die Viecher daher.
Mit einer anständigen Lupe kannst Du die Tierchen gut sehen, zumal einige von ihnen rot sind. Und die gehen an alles. Manches fressen sie früher und wohl lieber, aber sie lassen am Ende nichts aus.

Wenn Deine Kräuter draußen stehen sind Spinnmilben unwahrscheinlich, da sie meist erst später im Jahr ein Problem werden, es sei denn, eventuell, ihr habt das optimale Spinnmilbenklima (trockene, stehende Luft). In der Wohnung kann es anders sein.
Aber wenn auch das Gespinnst fehlt, würde ich eher auf Versorgungsfehler tippen.

Manche Kräuter sind total genügsam, andere brauchen schon mal bestimmte Mineralien wie z.B. Eisen. Überdüngung ist daher auch eine Möglichkeit. Gekaufte Blumenerde ist z.B. immer gedüngt.
Notfalls würde ich eines der Pflänzchen mal einem Gärtner zeigen.

Gruß, Hovke

Hallo,

wie Hovke schon geschrieben hat, sind Spinnmilben auch mit unbewaffnetem Auge bzw. mit Lupe ausgestattet ganz gut erkennbar, wenn man erstmal weiss, wonach man sucht.

Bei Spinnmilbenbefall weisen die betroffenen Blätter eher silbrige oder weißliche winzige Punkte aus. Rötliches oder Bräunliches läßt mich auch eher an Pflegefehler denken, eventuell auch an Pilzbefall.

Google mal nach Spinnmilbe, dann findest du neben Beschreibungen auch Photos, die dir weiterhelfen bei der Entscheidung, ob sie Ursache für deine Sorgen sein können.

LG Barbara

Hallo und vielen Dank für die Antworten :smile:

aber sie lassen am Ende nichts aus.
wenn auch das Gespinnst fehlt, würde ich eher auf
Versorgungsfehler tippen.

Gut, dann kann ich Spinnenmilben definitiv ausschließen. Zumal die Invasionen, die man im Netz findet, schwer übersehen kann.

Manche Kräuter sind total genügsam, andere brauchen schon mal
bestimmte Mineralien wie z.B. Eisen. Überdüngung ist daher
auch eine Möglichkeit. Gekaufte Blumenerde ist z.B. immer
gedüngt.

Über Blumenerde hab ich auch nachgedacht. Was mich halt auf eine „Krankheit“ schließen lässt, ist das willkürliche Auftreten. Die einen Sonnenblumen strotzen vor Saft & Kraft und die anderen bekommen plötzlich Flecken auf den Blättern und verkümmern. Genauso beim Basilikum. Und der Estragon fing Ende März an auszutreiben, aus den 3 Trieben im letzten Jahr, wurden 14, wuchs und wuchs und als er 25cm hoch war, bekam er plötzlich Punkte auf den Blättern, die zu großen trockenen Flecken wurden mit schwarzen Punkten/Kügelchen (hab ja auch Insektenkot vermutet, aber man sieht da einfach nix weiter) und tatsächlich auch gelegentlich silbrigen Glanz…

Eine Überdünnung würde ich ausschließen, da die Erde in einigen Töpfen ja schon 1 Jahr lang „ausgesaugt“ wurde und Thymian es lieber mager mag.

Ich werde einfach mal ein Stäbchen auf der Estragonseite versenken. Allerdings bin ich allgemein doch noch auf dem Krankheitspfad.

Viele Grüße und danke,
peargroup