Blattläuse ?

Hallo Ihr Gärtner :smile:

In meinem Wohnzimmer steht eine Palme. Nicht groß, aber schön und zudem ein Andenken an jemand.

Als ich mir gestern abend zufällig die Erde näher angesehen habe, krabbelten so winzige kleine weiße Tierchen in mannigfacher Anzahl auf dem Erdboden herum - nicht jedoch auf der Pflanze selbst !

Auf der Erde der benachbarten Birkenfeige kriechen dieselben Viecher auch herum, aber nicht in einer so großen Anzahl.

Einen halben Meter daneben habe ich zum Zwecke der Vervielfältigung „Töchter“ der besagten Palme in kleinen Töpfchen eingepflanzt. Deren Erde ist nicht betroffen, ebenso die Erden meiner ganzen anderen Grünpflanzen.

Können das auch irgendwelche Milben sein , woher stammen sie und wie kann man sie dazu überreden, genau nach dorthin zurückzugehen ?

Vielen dank für Euere Antworten !

HM

Hallo Herr Meyer,

Als ich mir gestern abend zufällig die Erde näher angesehen
habe, krabbelten so winzige kleine weiße Tierchen in
mannigfacher Anzahl auf dem Erdboden herum - nicht jedoch auf
der Pflanze selbst !

Das spricht gegen Blattläuse. Springen die Viecher hoch, wenn man die Erde nass macht? Dann sind es Springschwänze (Collembolae), die eiegntlich keinen Schaden anrichten, sondern nur Pflanzenreste auf/in der Erde knabbern.

Oder fliegen sie herum? abner auch weisse Fliege würde an der Pflanze sitzen und nicht nur auf der Blumenerde, also ich tippe auf Springschwänze.

Einen halben Meter daneben habe ich zum Zwecke der
Vervielfältigung „Töchter“ der besagten Palme in kleinen
Töpfchen eingepflanzt. Deren Erde ist nicht betroffen, ebenso
die Erden meiner ganzen anderen Grünpflanzen.

Sieht so aus, als wären entweder noch nicht genug Springschwänze in die neuen Töpfe übergesprungen oder mitverpflanzt worden, oder Du giesst die Pflanzenkinder weniger, sodass es trockener ist als im Muttertopf, oder die Erde ist (noch) unattraktiv für die Springschwänze.

Gegen Springschwänze hilft: Giessen von unten (wenn das die Pflanze verträgt).

Können das auch irgendwelche Milben sein ,

Naja, es könnten Wurzelläuse sein, aber die sitzen eiegntlich an den wurzeln/Knollen usw, nicht auf der Erde…

woher stammen sie
und wie kann man sie dazu überreden, genau nach dorthin
zurückzugehen ?

Aus der Erde. Erde wechseln, von unten giessen… (?)
Gruss,
K’König

Springschwänze ?
Was es nicht alles gibt :smile:

Das spricht gegen Blattläuse. Springen die Viecher hoch, wenn
man die Erde nass macht?

das habe ich noch nicht beobachtet. Heute abend aber werde ich mal einen Schwanz springen lassen :smile:

Dann sind es Springschwänze
(Collembolae), die eiegntlich keinen Schaden anrichten,
sondern nur Pflanzenreste auf/in der Erde knabbern.

Oder fliegen sie herum? abner auch weisse Fliege würde an der
Pflanze sitzen und nicht nur auf der Blumenerde, also ich
tippe auf Springschwänze.

Fliegen tun sie nicht, an der Pflanze selbst lässt sich keines der süßen Tiere sehen…

Sieht so aus, als wären entweder noch nicht genug
Springschwänze in die neuen Töpfe übergesprungen oder
mitverpflanzt worden, oder Du giesst die Pflanzenkinder
weniger, sodass es trockener ist als im Muttertopf, oder die
Erde ist (noch) unattraktiv für die Springschwänze.

Also begünstigt zu häufiges oder zu heftige Gießen die Attraktivität ?

Gegen Springschwänze hilft: Giessen von unten (wenn das die
Pflanze verträgt).

Ja, das werde ich versuchen. Gibt es Pflanzen, die das nicht abkönnen ?

Können das auch irgendwelche Milben sein ,

Naja, es könnten Wurzelläuse sein, aber die sitzen eiegntlich
an den wurzeln/Knollen usw, nicht auf der Erde…

woher stammen sie
und wie kann man sie dazu überreden, genau nach dorthin
zurückzugehen ?

Aus der Erde. Erde wechseln, von unten giessen… (?)

Hm, demnächst werde ich die Erde aller Palmen, sowohl mama und Töchter ( Söhne ? ) komplett austauschen. Werde Topf und Wurzeln gründlich abspülen.

Gruss,
K’König

Danke für die ausführliche Antwort !
Ich wollte nicht vor Ratschlag herumpfuschen, etwa mit Spülmittelwasser sprühen usw …

Gruß

HM

Hallo Herr Meyer,

das habe ich noch nicht beobachtet. Heute abend aber werde ich
mal einen Schwanz springen lassen :smile:

Damit die richtigen Springschwänze (… nette Vorstellung…:wink:))) springen, hier mal ein Foto:
http://www.blumenduelli.ch/SCHÄDLINGE/springschwänze…
Hier wird auch gesagt, dass sie bei Futtermangel an die Faserwurzeln gehen. Und bekämpfen kann man sie mit einer Tauchkur und anschliessendem Abgiessen (bleiben aber bestimmt welche am Topf hängen… aber vielleicht hilft es bei starkem Befall).

Also begünstigt zu häufiges oder zu heftige Gießen die
Attraktivität ?

Jo.

Ja, das werde ich versuchen. Gibt es Pflanzen, die das nicht
abkönnen ?

Naja, kommt eben auf den Befall an und den Vorrat an Pflanzenmaterial in der Erde, der zum Futtern bereit steht, ansonsten geht’s wohl an die Faserwurzeln. Ich weiss nicht, was das für Konsequenzen für Deine Palmenkinder und deren Ausbildung von (Faser)Wurzeln hat. Halt einfach ein auge auf die Pfolanzen, wenn sie gedeihen, ist ja alles bestens; Du sagtest ja auch, dass in den Kindtk-t-öpfen keine Springschwänze sind, oder? dann ist ja gut. Aber unterschätze nicht die Sprunggewalt (= weite) von diesen Springschwänzen.

Ich habe mal in einem Institut gearbeitet, da wurden die Springschwänze nur mit Haferflocken (ich galube, den zarten) gefüttert. Also, wenn Du sorge um Deine Faserwurzeln hast, dann streu Haferflocken auf die Töpfe, wechsle sie aber reglemässig aus, damit sie nicht zu schimmeln anfangen. Damit lockst Du zwar die springschwänze von den Faserwurzeln weg, ziehst Dir aber eine immerwährende Brut an…

Hm, demnächst werde ich die Erde aller Palmen, sowohl mama und
Töchter ( Söhne ? )

Nee, ich weiss jetzt nicht, ob Palmen (bzw. Deine Art) ein- oder zweihäusig ist (bedeutet, weibliche Narbe und männliche Pollen befinden sich auf unterschiedlichen Palmbäumen), aber ich nehme doch an, dass Du die Kinder vegetativ gewonnen hast (http://www.pflanzen.onlinehome.de/pflege/vvermehr.htm), also quasi Klonen der Ursprungspflanze, dann sind es bei zweihäusigen Pfalnzen entweder Töchter oder Söhne. ich vermute aber, dass Palmen einhäusig sind, und dann hast Du auch einhäusige Kinder, also „Zwitter“ (naja, dann gibt es getrennt geschlechtliche Pflanzen, wo männliche Pollenstände und weibliche Narben getrennt voneinander auf der selben Pflanze hervortreten (z.B. Mais: Kolbenansatz unten, fadenförmige Pollenstände weiter oben), oder beides in einer Blüte zu finden ist wie man es von heimischen Obstbäumen kennt.

komplett austauschen. Werde Topf und
Wurzeln gründlich abspülen.

Nun, wenn die Springschwänze in der (neuen) erde sitzen, wird das abspülen nicht viel helfen. Sei vorsichtig, dass nicht zuviele Wurzeln beschädigt/abgerissen werden, sonst ist dieser Schaden grösser als der durch die Springschwänze.

Ich wollte nicht vor Ratschlag herumpfuschen, etwa mit
Spülmittelwasser sprühen usw …

*hilfäää*

…ausser es wären Blattläuse oder andere üble Gesellen…

Schönes WE,
K’König (sorry für das Du, Herr Meyer):

HM

Hallo Herr Meyer,

das habe ich noch nicht beobachtet. Heute abend aber werde ich
mal einen Schwanz springen lassen :smile:

Damit die richtigen Springschwänze (… nette
Vorstellung…:wink:))) springen, hier mal ein Foto:
http://www.blumenduelli.ch/SCHÄDLINGE/springschwänze…
Hier wird auch gesagt, dass sie bei Futtermangel an die
Faserwurzeln gehen. Und bekämpfen kann man sie mit einer
Tauchkur und anschliessendem Abgiessen (bleiben aber bestimmt
welche am Topf hängen… aber vielleicht hilft es bei starkem
Befall).

Also begünstigt zu häufiges oder zu heftige Gießen die
Attraktivität ?

Jo.

hallo, Euere Majestät :smile:

da ich gestern nicht in der Lage war ( *ggg ) , mich um meine Palme zu kümmern, habe ich selbige soeben in Augenschein genommen.- Vorgestern hatte ich die Erde ein wenig umgerührt, da sich auf ihrer Oberfläche leicht Schimmel bildet, der bei mir allergische Reaktionen ( Augenjucken bis Naselaufen ) hervorruft. - Jetzt sah ich keins der Tiere mehr ! Vielleicht ist die Erde nun hinreichend ausgetrocknet ?

Ja, das werde ich versuchen. Gibt es Pflanzen, die das nicht
abkönnen ?

Naja, kommt eben auf den Befall an und den Vorrat an
Pflanzenmaterial in der Erde, der zum Futtern bereit steht,
ansonsten geht’s wohl an die Faserwurzeln. Ich weiss nicht,
was das für Konsequenzen für Deine Palmenkinder und deren
Ausbildung von (Faser)Wurzeln hat. Halt einfach ein auge auf
die Pfolanzen, wenn sie gedeihen, ist ja alles bestens;

ja, sie wachsen wie verrückt *freu*

Du
sagtest ja auch, dass in den Kindtk-t-öpfen keine
Springschwänze sind, oder? dann ist ja gut. Aber unterschätze
nicht die Sprunggewalt (= weite) von diesen Springschwänzen.

Ich habe mal in einem Institut gearbeitet, da wurden die
Springschwänze nur mit Haferflocken (ich galube, den zarten)
gefüttert. Also, wenn Du sorge um Deine Faserwurzeln hast,
dann streu Haferflocken auf die Töpfe, wechsle sie aber
reglemässig aus, damit sie nicht zu schimmeln anfangen. Damit
lockst Du zwar die springschwänze von den Faserwurzeln weg,
ziehst Dir aber eine immerwährende Brut an…

Hm, demnächst werde ich die Erde aller Palmen, sowohl mama und
Töchter ( Söhne ? )

Nee, ich weiss jetzt nicht, ob Palmen (bzw. Deine Art) ein-
oder zweihäusig ist (bedeutet, weibliche Narbe und männliche
Pollen befinden sich auf unterschiedlichen Palmbäumen), aber
ich nehme doch an, dass Du die Kinder vegetativ gewonnen hast

Die Mama bildet Triebe an ihrem Stamm. Diese habe ich abgebrochen und erstmal paar Wochen in´s Wasser gestellt, bis sich schöne Wurzeln bildeten. Danach habe ich sie eingetopft. Ich hörte mal, dass das möglichst bei zunehmenden Mond geschehen sol. Hab mich mal vorsichtshalber danach gerichtet.

(http://www.pflanzen.onlinehome.de/pflege/vvermehr.htm), also
quasi Klonen der Ursprungspflanze, dann sind es bei
zweihäusigen Pfalnzen entweder Töchter oder Söhne. ich vermute
aber, dass Palmen einhäusig sind, und dann hast Du auch
einhäusige Kinder, also „Zwitter“ (naja, dann gibt es getrennt
geschlechtliche Pflanzen, wo männliche Pollenstände und
weibliche Narben getrennt voneinander auf der selben Pflanze
hervortreten (z.B. Mais: Kolbenansatz unten, fadenförmige
Pollenstände weiter oben), oder beides in einer Blüte zu
finden ist wie man es von heimischen Obstbäumen kennt.

komplett austauschen. Werde Topf und
Wurzeln gründlich abspülen.

Nun, wenn die Springschwänze in der (neuen) erde sitzen, wird
das abspülen nicht viel helfen. Sei vorsichtig, dass nicht
zuviele Wurzeln beschädigt/abgerissen werden, sonst ist dieser
Schaden grösser als der durch die Springschwänze.

Ich habe zu diesem Behufe ganz neue Erde gekauft und werd mich morgen einmal der Angelegenheit bemächtigen.

Ich wollte nicht vor Ratschlag herumpfuschen, etwa mit
Spülmittelwasser sprühen usw …

*hilfäää*

…ausser es wären Blattläuse oder andere üble Gesellen…

Schönes WE,
K’König (sorry für das Du, Herr Meyer):

HM

Jo, Euere Majestät, vielen Dank für Euere geschätzte Aufmerksamkeit und die wertvollen Ratschläge ! :smile:

HM