Hallo ihr Lieben,
kürzlich habe ich gelesen, woher der Ausdruck „Blauer Montag“ angeblich kommt:
In der Zeit, als Stoffe noch mit Färberwaid blau gefärbt wurden, wurde diese Tätigkeit meistens Montags durchgeführt. Mittags war man dann schon damit fertig und hatte den Rest des Tages frei. Wer „Blau machte“ arbeitete also nur einen halben Tag.
So richtig glaubhaft kommt mir das nicht vor.
Konnten denn die „normalen“ Arbeiter einfach einen Tag zu Hause bleiben zum Färben? Wenn aber das Färben eher von selbständigen Handwerkern gemacht wurde, dann werden die doch wohl kaum danach frei gehabt haben? Sondern, wie jeder selbständig Tätige heute auch, noch genug anderen Kram zu tun?
Weiß jemand von Euch genaueres zu dieser Interpretation?
Oder hat jemand andere Informationen, wo der Ausdruck „blau machen“ herkommt?
Hallo Martina,
Du liegst garnicht so falsch, siehe hier:
http://www.farbenundleben.de/blaumachen.htm
Gruß
Dirk m.
Hallo !
Es gibt noch eine andere Version, als die der Färber :
Blauer Montag hieß bei den Arbeitnehmern jeder Montag, an dem man nicht arbeitete.
Der Name soll daher rühren, dass in früheren Zeiten am Montag vor Fastnacht die Kirchen mit blauem Tuch ausgeschlagen wurden und dass an diesem Montag nicht gearbeitet wurde, sondern vor dem Fasten tüchtig gezecht und geschmaust wurde.
Das Blaumachen an anderen Montagen galt bei den Arbeitnehmern als Wiedergutmachung für den Sonntag davor, an dem man bis Mittag arbeiten mußte.
Gruß max
Hallo Max
Die gleiche Version etwas anders formuliert
http://trachtenverband-bayern.de/forum/forum2.php?th…
Gruss
Tony
Hallo auch!
Eine weitere Variante:
_ blau, blau sein, blau machen, Blauer Montag, blaue Bohne, blauer Dunst
leiten sich sämtlich vom jiddischen b´lo oder b´low = ohne …, mit nichts her.
Das Wort „blau“ deutet einfach die Negierung einer Tatsache oder eines Wertes an.
aus Salcia Landmann, Jiddisch Das Abenteuer einer Sprache_
Fritz