Blech abkanten?

Hallo Experten,

ich müsste 4 etwas seltsam geformte Blechteile anfertigen. Dazu will ich dünnes (

Hi
ich nehm dafür eine schöne, scharfkantige rechtwinklige Stahlplatte (30x40x6) die ich mal irgendwo abgestaubt hab. die hat auch noch ein paar langlöcher mit rundende die schön für versteifungen treiben benutzen kann. überhaupt mein universal-amboss. kann man zu 2t bequem tragen :smile:

vor meiner platte nahm ich 2 Schraubstöcke, 2 winkelstähle und spannte das zu faltende Bölech ein. bis 40, 50 cm ging das gut, länger musste man noch ein paar klemmen setzen.

ansonsten: frag mal die örtliche Schlosserei oder dachdecker.

HH

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

p.s.
alu bricht gern…

Hallo Helge,

ich nehm dafür eine schöne, scharfkantige rechtwinklige
Stahlplatte (30x40x6) die ich mal irgendwo abgestaubt hab. die
hat auch noch ein paar langlöcher mit rundende die schön für
versteifungen treiben benutzen kann. überhaupt mein
universal-amboss. kann man zu 2t bequem tragen :smile:

*beneid*

vor meiner platte nahm ich 2 Schraubstöcke, 2 winkelstähle und
spannte das zu faltende Blech ein. bis 40, 50 cm ging das
gut, länger musste man noch ein paar klemmen setzen.

Ok, das ist sowieso nicht das Problem - bei den schmalen Streifen, die ich „knicken“ muss, reicht mein 15er Schraubstock locker aus. Aber: mit was legst Du das überstehende, nicht eingespannte Teil um? Da fehlt mir irgendwie der zündende Gedanke. Bei der Kantbank drückt man ja dann die zweite Stahlplatte am Gelenk dagegen. Aber so freihändig? Beim Umhämmern geht die glatte Oberfläche kaputt, man hat dann mehr einen „Hammerschlageffekt“.

Das mit der Brüchigkeit von Alu ist mir bekannt, und ursprünglich wollte ich auch V2A nehmen, aber die fertigen Teile sollen später in Berührung mit einer Alu-Fensterbank kommen - und bevor es da Probleme gibt von wegen Spannungsreihe…

Da das sowieso das erste Mal ist, dass ich mit Metall arbeite (bin sonst eher auf Holz abonniert), rechne ich mit Schwund und Lehrgeld.

ansonsten: frag mal die örtliche Schlosserei oder dachdecker.

Das wäre unsportlich!

Gruß
Stefan

He, Stefan,
versuche es doch einmal mit einem oder zwei Winkelprofilen, zwischen die Du das Blech einlegst und die Du dann mit dem Schraubstock zusammenspannst.
Nur so eine Idee, weiß nicht of es funktioniert.
Gruß
Eckard

Hi
nicht mit dem Hammer direkt aufs Blech, auch irgendwas in der richtigen länge dazwischenhalten und da mit dem Hammer drauf, wenns sauber aussehen soll. Bei Schweissteilen fürs Auto mach ivj mir allerdings nicht so ne Mühe.
HH

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Hallo,

alu bricht gern…

Kommt auf die Legierung an !!
Anticorrodal kannst du fast nur warm biegen biegen, weil es bricht.
Peraluman kann man Poblemlos biegen und umformen.

MfG Peter(TOO)

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Hallo Stefan,

vor meiner platte nahm ich 2 Schraubstöcke, 2 winkelstähle und
spannte das zu faltende Blech ein. bis 40, 50 cm ging das
gut, länger musste man noch ein paar klemmen setzen.

Ok, das ist sowieso nicht das Problem - bei den schmalen
Streifen, die ich „knicken“ muss, reicht mein 15er
Schraubstock locker aus. Aber: mit was legst Du das
überstehende, nicht eingespannte Teil um? Da fehlt mir
irgendwie der zündende Gedanke. Bei der Kantbank drückt man ja
dann die zweite Stahlplatte am Gelenk dagegen. Aber so
freihändig? Beim Umhämmern geht die glatte Oberfläche kaputt,
man hat dann mehr einen „Hammerschlageffekt“.

Einspannen sollte jetzt klar sein.

Deine ALU-Streifen kanns du eigentlich mit einem Finger umknicken, also die Kraft ist nicht das Problem.

Zum „Umknicken“ nimmst du ein Stück Holz, eine Metalplatte oder ein Stück Kunstoff. Damit dann den Blechstreifen wie mit der Abkantbank umfalten und mit ein paar Hammerschlägenauf die Biegekannte, immer nocht mit der Platte zwischen Hammer und Blech, etwas „nachhelfen“.

Wie ich weiter unten geschrieben habe ist es wichtig die richtige ALU-Legierung zu verwenden.

MfG Peter(TOO)

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Moin Peter,

Deine ALU-Streifen kanns du eigentlich mit einem Finger
umknicken, also die Kraft ist nicht das Problem.

Wobei ich nicht weiss, ob ich wirklich so dünnes Material bekomme. Ich wollte mir das eigentlich nicht beim Metallhändler besorgen, sondern irgendwo als Reststück oder über ebay.

Zum „Umknicken“ nimmst du ein Stück Holz, eine Metalplatte
oder ein Stück Kunstoff. Damit dann den Blechstreifen wie mit
der Abkantbank umfalten und mit ein paar Hammerschlägenauf die
Biegekannte, immer nocht mit der Platte zwischen Hammer und
Blech, etwas „nachhelfen“.

Ok, ich werd’s mal ausprobieren.

Wie ich weiter unten geschrieben habe ist es wichtig die
richtige ALU-Legierung zu verwenden.

Das wiederum dürfte bei den Abfallstücken eher ein Problem werden. Ausserdem blicke ich da eh’ nicht durch (ich habe mir mal diesen Katalog angeschaut: http://www.ami.ch/Bilder/Downloads/00_LegKat_d_eBook…) . Wenn ich wirklich die falsche Legierung erwischt haben sollte, dann mache ich das Teil eben mit dem Heissluftgebläse warm, bevor ich es umknicke.

Gruß und Danke
Stefan

Moin,

Bei Schweissteilen fürs Auto mach
ivj mir allerdings nicht so ne Mühe.

Soll ja auch nicht ans Auto, sondern an den Wintergarten. Und da gucken nicht nur die Nachbarn, sondern vor allem die Regierung!

Gruß und Danke
Stefan

HH

Hi,

versuche es doch einmal mit einem oder zwei Winkelprofilen,
zwischen die Du das Blech einlegst und die Du dann mit dem
Schraubstock zusammenspannst.

Ich bin mir sicher, damit bekäme man einen rechten Winkel in das Alu geknickt - die Frage ist nur, ob dieser Knick dann an der Stelle wäre wo man ihn haben wollte. Ich denke, ich probiere mal die freihändige Methode mit dem dazwischengehaltenen Flachstahl aus.

Gruß und Danke
Stefan

Nur so eine Idee, weiß nicht of es funktioniert.
Gruß
Eckard

Hallo Stefan,

Zum „Umknicken“ nimmst du ein Stück Holz, eine Metalplatte
oder ein Stück Kunstoff. Damit dann den Blechstreifen wie mit
der Abkantbank umfalten und mit ein paar Hammerschlägenauf die
Biegekannte, immer nocht mit der Platte zwischen Hammer und
Blech, etwas „nachhelfen“.

Ok, ich werd’s mal ausprobieren.

Wie ich weiter unten geschrieben habe ist es wichtig die
richtige ALU-Legierung zu verwenden.

Das wiederum dürfte bei den Abfallstücken eher ein Problem
werden. Ausserdem blicke ich da eh’ nicht durch (ich habe mir
mal diesen Katalog angeschaut:
http://www.ami.ch/Bilder/Downloads/00_LegKat_d_eBook…) .

Schau mal in Kapitel 6 rechts die Spalte „Kaltbiegen/Abkanten/Falzen“ ist dein Freund :wink:)

Wenn ich wirklich die falsche Legierung erwischt haben sollte,
dann mache ich das Teil eben mit dem Heissluftgebläse warm,
bevor ich es umknicke.

Also 300-400°C dürfens schon sein.

MfG Peter(TOO)

Hallo Stefen,

versuche es doch einmal mit einem oder zwei Winkelprofilen,
zwischen die Du das Blech einlegst und die Du dann mit dem
Schraubstock zusammenspannst.

Ich bin mir sicher, damit bekäme man einen rechten Winkel in
das Alu geknickt - die Frage ist nur, ob dieser Knick dann an
der Stelle wäre wo man ihn haben wollte. Ich denke, ich
probiere mal die freihändige Methode mit dem
dazwischengehaltenen Flachstahl aus.

Also ich mache das immer so wie oben beschrieben mit 2 Winkelprofilen.
Habe es aber schon lange nicht mehr gemacht.

Wenn ich das noch richtig im Kopf habe musst du pro 90° Falz eine halbe Blechdicke an der Länge zugeben.

Und noch was:
Immer die Innenseite mit der Reissnadel anzeichnen, nie aussen, sonst reisst es beim Biegen. Ob’s woh desshalb Reissnadel heisst :wink:)

MfG Peter(TOO)

Hi,

Schau mal in Kapitel 6 rechts die Spalte
„Kaltbiegen/Abkanten/Falzen“ ist dein Freund :wink:)

Jahaaa, aaaber: wenn ich das richtig lese, gibt es ja nicht nur „Anticorodal“ und „Peraluman“, sondern innerhalb dieser Bezeichnungen auch noch unterschiedliche Legierungen und innerhalb der Legierungen noch Härtungsstufen… *ächz*
Bevor ich irgendwo Abfallstücke mit derartig genauer Spezifikation bekomme, könnte ich mir die 4 Stücke wirklich beim Schlosser machen lassen.

Wenn ich wirklich die falsche Legierung erwischt haben sollte,
dann mache ich das Teil eben mit dem Heissluftgebläse warm,
bevor ich es umknicke.

Also 300-400°C dürfens schon sein.

Kleine Fische! :wink:
Mein Pusterich schafft 600°C und mehr. Da muss ich eher aufpassen, dass sich das Blech nicht freiwillig umlegt…

Gruß
Stefan

Hallo Stefan,

Jahaaa, aaaber: wenn ich das richtig lese, gibt es ja nicht
nur „Anticorodal“ und „Peraluman“, sondern innerhalb dieser
Bezeichnungen auch noch unterschiedliche Legierungen und
innerhalb der Legierungen noch Härtungsstufen… *ächz*

Nö nö, Peraluman ist immer „weich“ und deshalb biegbar.
Die Legierungen ober und unterhalb von Peraluman, sind eine andere Legierung, gehören aber zur gleichen Gruppe.

Bevor ich irgendwo Abfallstücke mit derartig genauer
Spezifikation bekomme, könnte ich mir die 4 Stücke wirklich
beim Schlosser machen lassen. Wenn die eine Ahnung haben was sie machen, wissen die auch mit Peraluman etwas anzufangen !

Frag einfach ob das Zeugs kaltbiegbar ist, die Festigkeit spielt ja bei deiner Anwendung keine Rolle.

Anticorodal ist für deine Anwendung sowieso die falsche Legierung, es bildet eine Oxydhaut und wird mit der Zeit dunkelgrau.

MfG Peter(TOO)

Moin,

Frag einfach ob das Zeugs kaltbiegbar ist, die Festigkeit
spielt ja bei deiner Anwendung keine Rolle.

Gestern war ich wegen einer anderen Sache im Baumarkt und lief zufällig am Regal mit den Blechen vorbei. Nach dem Motto „denkste mal frägste mal“ wurde ich die Frage nach der Kaltbiegbarkeit an den dort grade einräumenden Kundenbetreuer los - was hektisches Blättern in diversen Prospekten des Herstellers auslöste.

Anticorodal ist für deine Anwendung sowieso die falsche
Legierung, es bildet eine Oxydhaut und wird mit der Zeit
dunkelgrau.

Die Zusatzfragen nach der Art der Legierung („Na, Aluminium halt…“)und dem Oxidations-Verhalten („ähhhh…?!“) brachten dann die ersten Schweissperlen auf die Stirn von Mr. Baumarkt - sowie die (zumindest ehrliche) Kapitulationserklärung. (Hach, was kann ich für ein Schwein sein, wenn ich will…)

Werde aber am WE in ein richtiges Fachgeschäft gehen und mir halt ein paar (teure) Versuchsbleche holen - und einfach mal loslegen.

Gruß und Danke
Stefan

Hallo Stefan,

Die Zusatzfragen nach der Art der Legierung („Na, Aluminium
halt…“)und dem Oxidations-Verhalten („ähhhh…?!“) brachten
dann die ersten Schweissperlen auf die Stirn von Mr. Baumarkt

  • sowie die (zumindest ehrliche) Kapitulationserklärung.
    (Hach, was kann ich für ein Schwein sein, wenn ich will…)

Vieleicht sollten wir mal im Psychobrett nachsehen ob sich da einer ausweint ?

MfG Peter(TOO)