Blickkontakt

Hallo,

ich habe schon lange Zeit ein Problem und ich glaube dass es andere nicht haben. Ich frage mich woher das kommt und was ich tun kann da es lästig ist und mich sehr stört. Vielleicht hört es sich komisch an aber ich versuche es zu erkären.

Es ist dass ich andere Menschen nicht anschauen kann wenn jemand mit mir redet. Das ist mit jedem so, sowohl wenn ich mit jemandem direkt an einem Gespräch beteiligt bin als auch wenn ich einem Referenten/Referentin folgen muss.

Ich kann demjenigen nicht in die Augen sehen sonst werde ich unruhig. Deshalb muss ich immer irgendwoanders hin sehen, manchmal bewusst auf den Mund, neben den Kopf, auf den Boden und wirke nervös. Das irritiert dem Gegenüber merklich. Manchmal wirkt der Gesprächspartner dann wie ein Spiegel, er verhält sich auch so aber nur bei mir. Ich traue mich nicht in die Augen zu sehen weil es dann häufig so ist dass ich demjenigen in die Augen starre, bzw. den Blick nicht loslassen kann, was dann wieder irritierend wirkt. Zu dem denke ich dann auch, was der oder die von mir denkt. Bei manchen kommt das dann verkert an z.B. dass derjenige denkt ich mache ihn an oder so. Ich bemühe mich um gelegentlichen Blickkontakt um zu zeigen dass ich aufmerksam zuhöre aber das wirkt ungewöhnlich. Es ist schlimm weil ich dann so die Kommunikation immer indirekt abblocke. Normalerweise kuckt ja jeder einfach ohne sich Gedanken zu machen. Ich mache mir Gedanken, würde das nicht wenn ich könnte.
Mit meinen Augen ist übrigens alles in Ordnung.

So, ich hoffe nun auf Antworten von euch.
Vielen Dank

MfG

Welcher Art sind deine Gedanken? Das hängt mit dem Denken zusammen.

Ein ruhiger Geist könnte dir dabei helfen, ein starkes Nervensystem zu entwickeln. Vermeide was dieses schwächt. Atemübungen, Entspannungsübungen, gute Musik, keine Rockmusik…ect. Suche die Gemeinschaft, wo du diesen ruhigen Blick entwickeln kannst. Dann fällt es leichter bei fremden Personen.

Außerdem möchte ich dich warnen, es könnte auf die Dauer auch die Gesundheit deiner Augen beeinträchtigen.

gruß
rolf

Hallo,

ich glaube, das ist gar nicht so unnormal. Ich sehe meinem Gesprächspartner auch meistens auf den Mund, das hat den Vorteil, dass man die Worte besser versteht, wenn man sie auch sieht…

Was mir jetzt gerade einfällt: Wenn man zuhört schaut man dem Gesprächspartner eigentlich nur ab und zu kurz in die Augen, wenn man selbst redet, macht man das öfter.

Ich würde mir da gar keine großen Gedanken machen und einfach instinktiv handeln.

Gruß
Cantharellus

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Schreibkontakt
Ich finde es herrlich, dass jemand das thematisiert, bin allerdings der Ansicht, dass dieses Verhalten etwas ist, was so persönlich ist und so viel ändern kann an einem selber und an der Lage, in der man sich befindet, dass es für fremde Leute äusserst schwierig wird, einen gerechten und guten Vorschlag für das Vorgehen zu machen.

Im allgemeinen aber meine ich: Back to the roots. Suche Deine beste Freundin auf, falls Du eine hast, einen Bruder, die Eltern, oder sonst jemand, der Dir nahesteht, und führe ein oder zwei ruhige Gespräche mit diesem Menschen.

Wenn sich dann nichts normalisiert, bist Du in einer tiefgreifenden Veränderung und solltest Dir eine Vertrauensperson suchen, die viel mehr Erfahrung mit der Sache hat als ich; normalisiert sich Dein Verhalten bei „eigenen“ Leuten aber doch, dann bist Du wohl eher mit den anderen, „neuen“ Leuten noch nicht genügend klar gekommen; wahrscheinlich sind das so viele auf einmal, dass Du kaum mehr weiter weisst. Da gibt es nur eines: Eine grosszügige Einteilung, bei der Du ein paar Leute als Dir künftig verbunden oder nahestehend betrachtest, und bei denen leiste es Dir dann, mit dem Blickkontakt Versuche zu machen; bei allen anderen heisst es: Abgrenzung, weiter wie bisher, im Zweifel auf die eigenen Hände schauen und nur zuhören. Es kann ein ganz brauchbarer Schutz für einen selber und für andere sein, wenn man wegschaut. Achte insbesondere darauf, ob Du vielleicht etwas mehr Einsamkeit brauchst -sei es mit Abstand zu bestimmten Menschen, sei es aber vor allem mit Abstand zur Masse überhaupt.

Achte ferner darauf, dass Du in diesem Vorgehen wiederum nicht allzu stur bist - es ist nur ein Versuch, vorgeschlagen von einem freundschaftlichen Internetsurfer. Gruss
Michael

Hallo Deep Sea
In anderen Kulturen ist der Blickkontakt ungefähr so verpönt wie bei uns das Nicht-in-die-Augen-Schauen.
In einigen afrikanischen Ländern wird es z.B. als Provokation und Aggression empfunden.
Wenn der Andere Dir unbedingt in die Augen schauen will, kann e das ja kund tun:
„Schau mir in die Augen, Kleines.“
(„Here’s lookin’ at you, kid.“)
Also mach Dir nicht zuviel daraus. Andere haben auch ihre „Macken“.
Gruß,
Branden

Aggression

In einigen afrikanischen Ländern wird es z.B. als
Provokation und Aggression empfunden.

stimmt! und zudem gibt es ja auch in unserem kulturkreis ein zeitliches limit,
wie lange man jemandem in die augen schauen kann, ohne dass es von dem anderen
als bedrohung wahrgenommen wird. wenn ich mich recht entsinne, sind das so ca. 3
sekunden.

viele grüße,
cachoo

Hi,

zum einen: ich schaue auch nicht jedem minutenlang in die Augen.
Das ist glaub ich ziemlich normal, am einfachsten ist es bei Menschen, die mir sehr nahe stehen.

Wenn du allerdings ständig nervös mit den Augen durch die Gegend zuckst, versuch mal den Trick, dem Gesprächspartner direkt zwischen die Augen zu sehen. Für ihn wirkt es, als sähest du ihm in die Augen, für dich ist es einfacher. Ist ein einfacher Trick z. B. für Vorstellungsgespräche.

Wenn dus nicht glaubst, teste es vorher mit einem Freund, es klappt!

Grüße
Cess

Hallo,

Blickkontakt ist sehr wichtig für den persönlichen Kontakt. Wie Branden schon richtig schrieb, ist das Maß an Blickkontakt, das als angemessen empfunden wird, kulturabhängig. Es kommt also darauf an, je nach Situation und Gegenüber das richtige Maß zu finden. Zu wenig Blickkontakt kann als Ausdruck von Schüchternheit wahrgenommen werden, zu viel Blickkontakt als aufdringlich. Ein Gespür dafür zu bekommen, unter welchen Bedingungen wem gegenüber wieviel Blickkontakt angemessen ist, kann man lernen. Dies ist ein wesentlicher Aspekt in Trainings Sozialer Kompetenzen. Was darunter verstanden wird, kannst Du hier nachlesen:

http://www.verhaltenswissenschaft.de/Psychotherapie/…

Solche Trainings werden nicht nur im Rahmen von Therapien angeboten, sondern auch als Kurse z.B. an Volkshochschulen.

Beste Grüße,

Oliver Walter

umgekehrt!
Hiho,

Dazu muß ich mich jetzt doch mal kurz einmischen:

Was mir jetzt gerade einfällt: Wenn man zuhört schaut man dem
Gesprächspartner eigentlich nur ab und zu kurz in die Augen,
wenn man selbst redet, macht man das öfter.

Ich habe mich bei mir selbst nämlich schon öfter gefragt, woran das liegt, daß ich beim Zuhören mein Gegenüber unverwandt anschaue, beim Sprechen jedoch nur immer wieder mal kurzen Blickkontakt suche…

also genau umgekehrt. Ich hab noch nie nachgefragt, weil ich dachte, dies sei bei jedem so. Hm. :smile:

Sicher gibt’s auch dafür irgend eine psychologische Erklärung. :wink:

Liebe Grüße,
Nike

Hallo Deep Sea,

Ich kann demjenigen nicht in die Augen sehen sonst werde ich
unruhig. Deshalb muss ich immer irgendwoanders hin sehen,

Auch von meiner Seite: Branden und Oliver haben
angeführt, dass es sich um ein soziokulturelles
Phänomen handelt, „wer wem wo und wie lange“ in
die Augen schauen darf und soll - dies ist teil-
weise angeboren und teilweise erlernt.

Ich selbst meine, dass es sich bei Deinem „Problem“
um ein „Ducken innerhalb der Rangordnung“ handelt,
welches durch die Erziehung bedingt ist (wie in Japan).

Grüße

CMБ

Hallo Nike,

Ich habe mich bei mir selbst nämlich schon öfter gefragt,
woran das liegt, daß ich beim Zuhören mein Gegenüber
unverwandt anschaue ansehe, beim Sprechen jedoch nur immer
wieder mal kurzen Blickkontakt suche…

Wenn jemand etwas zu sagen hat oder sich so
gebärdet, sagt man, er hätte Ansehen.

Alles klar? Du weisst schon, Führerprinzip :wink:

Grüße

CMБ

selbstverstärkende Rückkopplung
Hi,

sicherlich ist das alles richtig, was dir bereits geantwortet wurde über die kulturabhängige „erlaubte“ Dauer von Blickkontakten. Auch, daß es unterschiedliche Gewohnheiten des Blickes in die Augen gibt beim Zuhören und beim Ansprechen.

Es scheint mir aber nicht das Problem zu treffen, das dich bewegt und zu schildern versucht hast…

ich habe schon lange Zeit ein Problem und ich glaube dass es
andere nicht haben.

Im Gegenteil, es ist sehr bekannt, allerdings für die meisten, die es als unangenehm erleben, schwer exakt zu beschreiben, was du auch an deinem Posting siehst. Ich weiß daher auch nicht, ob es in der Fachliteratur Erwähnung gefunden hat. Wenn mich die Erinnerung nicht täuscht, ist eine verwandte Erscheinung von Robert Musil, einem der sensibelsten Beobachter und subtilsten sprachlichen Darsteller menschlicher Regungen in der Literaturgeschichte, einmal beschrieben worden …

Was hier passiert, ist eine sich selbst verstärkende Resonanz des sich selbst beobachtenden Gedankenganges. Es hat eine strukturelle Analogie sowohl im Gebiet der Mathematik (für den Interessierten: „Fixpunktsatz“, „rekursive Funktionen“, „Chaostheorie“) als auch im Bereich der Technik, die dafür den Ausdruck „Rückkopplung“ hat: Wenn du ein Mikrophon auf einen Lautsprecher richtest, der den aktuellen Input des Mikrophons wiedergibt, dann bekommst du eine solche Rückkopplung (Jeder kennt diese schrillen ggf. immer lauter werdenden Töne bei der Einstellung der Tonanlage vor einem Rockkonzert).

Oder wenn du eine Kamera auf einen Monitor richtest, der das Bild der Kamera wiedergibt …

Was in deinem Beispiel passiert (falls ich dein Anliegen verstanden habe), ist Folgendes: Du fokussierst im Gespräch (zunächst kurzzeitig) nicht auf den Inhalt des von dir Gehörten (ganz symmetrisch geht es mit dem von dir Gesprochenen, aber das lassen wir grad mal weg, sonst wird es zu kompliziert), sondern auf die Tatsache, daß du hörst. Dabei verschwindet der Inhalt des Gehörten an den Rand der Aufmerksamkeit.

Zusätzlich wird dich der Andere beim Sprechen auch ansehen. Du wirst bemerken, daß du das entstehende Problem nicht hast, wenn der Andere seinerseits dich nicht ansieht, während er spricht, richtig?

Da du nun deinerseits siehst, daß der Andere dich ansieht, wird dein Gedankengang in einen Zirkel eingefangen und dein gleichzeitig stattfindender innerer Dialog wird etwa so aussehen: „du sieht, daß ich dich ansehe und dein Denkinhalt wird also sein, daß ich dich ansehe. Du wirst dadurch meinen Denkinhalt erkennen, der allein darin besteht, daß ich denke, daß du mich mich ansiehst. Das wiederum erkenne ich in deinem Blick (in diesem Augenblick wirst du nicht daran zweifeln), daß du das erkennst, und das wirst du bemerken. Und folglich wirst auch du in meinem Blick erkennen, daß ich sehe, daß du siehst, daß ich sehe, daß du siehst … ad infinitum“.

So ähnlich schreibst du ja auch:

Manchmal wirkt der Gesprächspartner dann wie ein Spiegel, er
verhält sich auch so aber nur bei mir. Ich traue mich nicht in
die Augen zu sehen weil es dann häufig so ist dass ich
demjenigen in die Augen starre, bzw. den Blick nicht loslassen
kann, was dann wieder irritierend wirkt. Zu dem denke ich dann
auch, was der oder die von mir denkt.

So ist es. In diesem Zirkel verfangen sich nun die Blicke, bzw. verfängt sich der eigene Blick mit seinem vermeintlichen Ausdruck in den Blick des anderen mit dessen vermeintlichem Ausdruck: Die Blicke intensivieren sich selbst UND gegenseitig - vor allem, weil der andere eben dieses dann spätestens tatsächlich ebenfalls bemerkt. Der „Flow“ des Gesprächs wird stocken und gegenseitige Irritation bleibt übrig. Zumindest fürchtet das der, der diese Rückkopplung zuerst bemerkt …

So etwa auch die Zusammenfassung der Schilderung von Menschen, die dieses Phänomen erleben. Auch in anderem Gewand ist es bekannt, etwa wenn einem Gesprächspartner plötzlich bewußt wird, wie interessant doch dieses gerade stattfindende Gespräch ist und er nun seinen Gedanken darauf fokussiert, ob er es dem Anderen sagen wird oder nicht, oder daran denkt, OB der Andere es ebenfalls bemerkt, oder ob der Andere bemerkt, daß man selbst es bemerkt usw. usw. (und damit den Flow des Gespräches unterbricht). Der "Gesichts"ausdruck wird sich verändern und er kann ggf. erleben, zu hören: „Was ist mit dir? Hörst du mir noch zu?“

Eine weitere Verstärkung besteht nun darin, daß man wiederum die Tatsache, daß man diese Irritation bei Gesprächen erlebt, in den Brennpunkt seiner Selbstbeobachtung beim Gespräch verlegt. So entsteht ein zweiter Rückkopplungskreis, der den ersten antreibt: Es wird zum einzigen Gedankeninhalt bei jedem Gespräch.

Ich frage mich woher das kommt und was ich
tun kann da es lästig ist und mich sehr stört. Vielleicht hört
es sich komisch an aber ich versuche es zu erkären.

Was du tun kannst: Trainiere dich darauf, einzig und allein den ausgetauschten Gesprächinhalt in den Fokus der Aufmerksamkeit zu nehmen. D.h. entwickle Interesse allein am Gehörten (und auch am eigenen Gesprochenen). Die Rückbesinnung auf die Tatsache, daß man im Gespräch ist (das hätte die Analogie in einem Automaten, dessen Output wieder im nächsten Schritt sein Input wird), kann man bewußt ignorieren, wenn man durchschaut hat, wie diese Selbstaufschaukelung funktioniert.

Vermeiden kann man diese Rückbesinnung nämlich nicht. Wenn du wo auch immer bist, siehst du nicht nur, was du siehst, sondern hast auch eine Bewußtsein davon, daß du dort bist (sonst würdest du die Orientierung verlieren). Wenn du konzentriert in einem spannenden Krimi eingefangen bist, wird dir zwischendurch immer mal wieder bewußt, daß du einen spannenden Krimi siehst, und daß du das genießt. In diesem Augenblick bist du „raus“. Aber du kannst dich wieder hineinversenken. Es kommt nicht selten vor, daß es Menschen eine ganze Zeit lang nicht gelingt, aus dieser Selbstreflektion der Situation herauszukommen … meist verleirt sich das von allein irgendwann.

Ist das ungefähr das, was du meintest?

Gruß

Metapher

Hallo Metapher,

Was hier passiert, ist …

Da du nun deinerseits siehst, …
Zirkel eingefangen … innerer Dialog …

Du wirst dadurch meinen Denkinhalt erkennen,
der allein darin besteht, daß ich denke, daß
du mich mich ansiehst. Das wiederum erkenne ich in
deinem Blick (in diesem Augenblick wirst du
nicht daran zweifeln), daß du das erkennst, und das
wirst du bemerken. Und folglich wirst auch du in
meinem Blick erkennen, daß ich sehe, daß du siehst,
daß ich sehe, daß du siehst …

Deine Deutung liest sich nicht schlecht, ich halte
sie aber dennoch (natürlich :wink: für falsch - oder
zumindest für „unzweckmäßig“.

Letzlich ist es doch so - wir haben zwei Individuen mit
je einer Konzeption von sich selbst (Selbstwahrnehmung)
und einer Konzeption des Gegenübers.

Das „Problem“ ensteht dann (und nur dann imho), wenn
das Individuum fühlt oder meint, dass es „betrachtet wird“
aber gleichzeitig fühlt oder meint, dass es in genau diesem
Kontext nicht in Betracht kommt. –
z.B. aus Gründen der Erziehung (Du kommst nicht in
Betracht gegenüber einem Erwachsenen).

Unsere schöne deutsche Sprache ist hier sehr expressiv :wink:

Grüße

CMБ

Salü,

Ich kann demjenigen nicht in die Augen sehen sonst werde ich
unruhig. Deshalb muss ich immer irgendwoanders hin sehen,
manchmal bewusst auf den Mund, neben den Kopf, auf den Boden
und wirke nervös.

kann es sein, dass Du Dich im Gespräch mit anderen nicht wohl fühlst? Bist Du Dir unsicher, wie Du Dich anderen gegenüber verhalten sollst? Beobachtest Du Dich im Gespräch selbst und fängst an, über Dich und die Situation nachzudenken? Es klingt für mich so.

Ich bemühe mich um gelegentlichen Blickkontakt um zu
zeigen dass ich aufmerksam zuhöre aber das wirkt ungewöhnlich.

Auf Dich wirkt es ungewöhnlich, ja? Das gibt sich mit der Zeit langsam, wenn Du es immer und immer wieder versuchst. Aller Anfang ist schwer.

Liebe Grüße

Nimrodel

Vielen Dank für Eure Beiträge

Es sind eine ganze Menge guter Ansatzpunkte dabei die mir weiterhelfen, somit glaube ich daß ihr mich schon richtg verstanden habt. Danke für die einfach umsetzbaren Tipps so wie für die ausführlichen Erläuterungen!

Folglich von mir die grob zusammengefassten Resultate:

Ich werde mich und mein Umfeld beobachten um Anhaltspunkte für das richtige Maß an Blickkontakt zu finden.
Sei es dass ich beim Zuhören nur ab und zu kurz in die Augen schaue und beim Selbstreden öfters als auch umgekehrt. Es hilft, dem Gegenüber zwischen die Augen zu sehen oder auf die eigenen Hände (habe das schon ausprobiert!).
Abgrenzung und Abstand sind okay und kann zum Schutz sein für einen selber so wie für andere. Anscheinend ist das notwendig und möglicherweise rührt das auf innerlicher Veränderung hin.
Als Limit für Blickkontakt sind 3 Sekunden ein guter Anhaltspunkt auch wenn das Maß variiert oder sich wie in anderen Kulturen ganz anders verhält.
Manche schauen Freunden länger in die Augen doch selbst das kann problematisch sein. Zu wenig Blickkontakt gilt als Schüchternheit, zu viel Blickkontakt kann aufdringlich wirken. Allzuleicht kommt der Flow eines guten Gesprächs ins Stocken wenn man sich darüber Gedanken macht wie man wirkt und der Gesprächsinhalt in den Hintergrund gerät. Wie in einem Zikel kann es weitergehen. Selbst daß schon am Anfang eines nächsten Gesprächs das mulmige Gefühl aufkommt nicht zu wissen wie man sich verhalten soll und dies es auch am Gegenüber fühlt.
Ich denke es ist alles in allem ein Ausdruck von Unsicherheit der etwas weiter reicht als nur die Konflikte im momentanen Gespräch. So ist es sinvoll an den sozialen Kompetenzen zu arbeiten, mit anderen zu üben, Entspannungstechniken einzusetzen, gute Musik zu hören -im Grunde sehe ich es als wichtig im Geist ruhig zu werden. Mit der Zeit gibt sich das bestimmt wieder. Andere haben zum Glück auch ihre Macken:wink:

MfG