Blinddarmentzündung ?

Hallo,

Ich bin 32 Jahre alt (weiblich) und habe seit 48 Stunden folgende Probleme. Vor 2 Tagen hatte es mit einem Ziehen in der rechten Bauchhälfte (Leistengegend) angefangen. Es war kein richtiger Schmerz sonden das Ziehen war wirklich nur leicht und nur wenige Male. Gestern war das Ziehen ständiger aber nicht schmerzhafter. Im Netz habe ich gelesen, dass man Temparatur unter den Achseln und rektal messen sollte (Blinddarmentzündung). Da hatte ich den Unterschied von 1,8 Grad(35,7 Achseln- 37,5 rektal). Keine Übelkeit nur leichte Appetitlosigkeit. Ansonsten war alles im Normalen. Heute Morgen hatte ich wieder Temp. gemessen und der Unterschied war nur 0,6 Grad. Befinden normal, kaum Ziehen in der Leiste. Über den Tag soweit normal. Einmal habe ich das leichte Ziehen verspürt - mehr nicht. Zum Abend hin ging es mir schlechter. Übelkeit, Appetitlosigkeit, Druck im Oberen Bauchraum. Temparaturunterschied von 2 Grad und fühle mich nicht gut. Aber kein Ziehen in der Leiste mehr!

Mich verunsichert folgendes: Ich hatte vor 10 Jahren eine Eileiterschwangerschaft (rechts). In der 8 SSW wurde ich ins KH eingeliefert dabei hatte ich bis zur letzten Min. auf dem OP-Tisch keine Schmerzen und kein Ziehen, was sehr ungewöhnlich bei einer Eileiter-SS sei. Grund für diese Schwangerschaft war wohl eine nicht behandlete Eierstockentzündung in meiner TeeneeZeit (sagen die FÄ).

Und für eine Blinddarmentzündung habe ich nach meinem Gefühl zu wenig Schmerzen. Oder ist das normal. Empfinde ich vielleicht nicht so starke Schmerzen im Bauchraum wie andere Frauen. Ich kann mich auch nicht ein die besagte Eierstockentzündung erinnern.

Und noch ne Frage: Was sagt eigentlich noch der Temparaturunterschied aus? Sind 2 Grad zu viel?

Ich werde morgen erst zum Doc fahren. Ich wollte über das WE nicht in die Klinik wegen diesen Symptomen, die meiner Meinung nicht sehr schlimm sind. Aber wenn ich diesen Text lese, dann denke ich auch wieder anders.

Sorry, mache mir Sorgen und ich habe 2 Kleinkinder zuhause, die auch noch versorgt werden müssen.

Vielleicht noch eine kleine Info vorab: Ich hatte insgesamt 4 Bauch-OP’s: 2mal Bauchspieglung, 2 Kaiserschnitte.

Gruß

Cinzia

Hallo Cinzia,

ich hatte auch erst in den 30ern meine Blinddarmentzündung (bin allerdings männlich).

Ich kann Dir mal beschreiben, wie es bei mir ablief:

Vorabend: keinerlei Symptome, an nichts böses gedacht, völlig normal gegessen, verhalten, schlafen gegangen.
Morgen (es war ein Arbeitstag): Gegen 6 Uhr aufgestanden - Übelkeit aber kein Brechreiz, keine Schmerzen, einfach nur ein „Bäh“-Gefühl.
Vormittag: keine Schmerzen, aber immer größere Übelkeit, kein Brechreiz.
Mittagspause: leichte Schmerzen in der rechten Leistengegend. Stechend. Nicht dauernd. Obwohl es Sommer war, bekam ich so eine Art Schüttelfrost. Habe mich in der Mittagspause in den Krankenraum gelegt(völlig entgegen meiner sonstigen Angewohnheit).
Nachmittag: bis 14.30 Uhr habe ich noch die Zähne zusammen gebissen. Aber dann war mein Frieren nicht mehr auszuhalten. Weiterhin unregelmäßiger, aber zunehmend häufigerer Stechschmerz in der re Leistengegend. Blähbauch. Oberbauch total hart.
Dann bin ich zur Hausärztin und sie (da ich selbst schon den Verdacht auf Blinddarm hatte) hat dann nur die beiden Temperaturen gemessen: Unterschied (wenn ich mich recht erinnere 1.5°) und mich sofort ins Krankenhaus überwiesen. Ich bin dann zwar noch ca. 8 km mit dem Fahrrad nach Hause gefahren und dann (nach dem Packen meiner Krankenhaustasche) nochmals ca. 8 km mit dem Auto zur Klinik (was nach Aussagen des Pflegepersonals ziemlich leichtsinnig war), aber das alles wirklich unverzüglich. Dort in der Notaufnahme gemeldet. 5 Minuten später vom Fachpersonal nochmals die beiden Temperaturen gemessen (wenn ich mich recht erinnere war dann der Unterschied schon 2.5°), 10 Minuten später war ich auf dem OP und gerade so richtig am Einschlafen…

und draußen war er.

Also, Du siehst, viel anders als bei Dir war es bei mir auch nicht.
Nun hört man immer mal wieder auch von „Blinddarmreizung“. Ich kann nicht beurteilen, wann es „nur“ eine „Reizung“ ist (die offenbar wieder ohne OP vergeht) und wann es eine „echte“ Blinddarmentzündung ist. Da es sich jedoch um einen Routinesache handelt, kann man da den Ärzten schon vertrauen (wenn sie nicht gerade ein Skalpell in der Operationswunde vergessen und mit einnähen… Kleiner Scherz am Rande, ist aber auch schon vorgekommen…)

Wichtig ist halt, dass Du wirklich rechtzeitig Dich in ärztlich Hand gibst. Zur Not noch heute Abend. Wenn Du gleich in eine Klinik fährst, rufe vorher am besten an.

Schnelle Besserung wünscht

Alexander

Hi,

ich war heute bei 3 Ärzten und jeder sagt was anderes.

Arzt Nr. 1: Hausarzt und Internist (in meiner Hausarztpraxis) Bauch abgetastet, US gemacht alles weist auf einen entzündeten Blinddarm hin. Soll Urin abgeben, hab ich auch macht, dann ruft mich die Arzthelferin zur Anmeldung, drückt mir ein Rezept in die Hand und sagt ich soll dieses Antibiotikum nehmen. Im Urin wären Spüren einer Harnwegsentzündung zu sehen. Das wars! Ich wollte eigentlich wieder den Arzt sprechen aber ich wurde abgewiesen.

Also bin ich zu meinem Hausarzt:
Arzt Nr. 2: Er konnte nach Abtasten auch den Blinddarm nicht ausschließen, erklärt mir, dass eine Harnwegsinf. eine Begleiterkrankung der BD-Entzündung sein könnte usw. Bekomme eine Einweisung fürs KH (nur für den Notfall) und schickt mich vorher zu meiner Frauenärztin (evt. Eierstockentzündung?) Das Antibiotikum soll ich nehmen. Es könnte sein, dass es mir dadurch schon besser ginge oder wenn es schlimmer wird soll ich ins KH (deswegen schon mal die Einweisung).

Meine F-Ärztin (Nr. 3)
Sie konnte alles ausschließen, was mit den meinem weibl. Unterleib zu tun hätte. Aber Blinddarm schließt sie auch nicht aus. Allerdings sei er nicht akut. Der Enddarm könnte sich aber auch entzündet haben. Leistenbruch könnte es auch sein. Soll morgen wieder anrufen und übermorgen wieder in die Praxis kommen und das Antibiotikum soll ich nicht nehmen. Meine Blase hat nix.

Was soll man davon halten?

Hallo,
was du davon halten sollst? Gute Frage…
Ins Krankenhaus fahren, Blut abnehmen lassen, Leukozyten (glaub ich waren das) zählen lassen und die stellen dann fest ob es Blinddarm ist oder nicht. War bei meinem Bruder auch so, obwohl der schon gekotzt hat wie ein Reiher und sich nicht mehr auf die rechte Seite drehen konnte. Es ist mir neu das man an Urin feststellen kann ob jemand ne Blinddarmentzündung hat. Das geht meines Wissens nach nur über das Blut. Aber ich lass mich gern eines besseren belehren :smile:

LG Angie