Blinde Stellenanfrage

Hallo zusammen!

Ich würde mich gerne bei einer anderen Firma bewerben, nur suchen die zurzeit niemanden laut ihrer Website. Jetzt würde ich gerne eine Anfrage für einen Job stellen der erst im Frühjahr ist also April oder Mai.
Mein Problem ist jetzt das ich nicht weiß wie ich das formulieren soll und was in so einer anfrage drinstehen sollte.

Würde mich freuen wenn mir jemand helfen könnte.

Servus,

vor einiger Zeit waren bei mir zwei Zimmerergesellen auf Walz im Quartier, die mir berichtet haben, dass sie wegen ihrer Kluft die seltsamsten Fragen gestellt bekommen, wenn sie in D unterwegs sind („Seid Ihr Juden?“ etc.).

Während die Kluft (obwohl es sie nur noch in D und örtlich in F gibt) in den USA wohl bekannt ist, und ein ehrbarer Zimmermann in Kluft dort kaum an einer Baustelle langschieben kann, ohne dass einer nach ihm pfeift „Hi, komm man röwer, ich hab da was für Dich!“.

Wenn eine Blindbewerbung so wirkt wie eine deutsche Zimmererkluft auf einen Kapo in den Staaten, ist sie gut: Der Kapo kennt den Mann nicht, aber er ist sicher, dass das sein Mann ist. - Ungefähr so kann man sie verfassen.

Wie genau, hängt von der Stelle, von Dir und auch von Deinem Ansprechpartner ab. Aber lass das Bild mal wirken.

Schöne Grüße

MM

Was hat denn das mit meiner frage zu tun?

Es kommt drauf an…
hallo Gixxer,

es kommt schon drauf an, wo (welche Branche, welche Firma) Du Dich bewerben möchtest. Welchen „Style“ hat die Bude? ist das eher die Familienfirma, wo der Opa patriarchisch das Sagen hat und Mutti die Buchhaltung macht?

Oder ist es ein Unternehmen, in dem es flache Hierarchien, einen weltoffenen Geschäftsführer und ein vielschichtiges Team´gibt.

Ich denke schon, dass auch das - unter vielen anderen Kritierien - ein Gesamtes ergibt, aus dem man ableiten kann, wie man als Bewerber auftreten sollte… Wie kann ich diesen Menschen davon überzeugen mit wenigen Worten, dass ich für ihn interessant bin?

Ein Beispiel: Aus Langeweile habe ich vor einigen Jahren aus einem sicheren und öden Job heraus Initiativbewerbungen geschrieben. Auf knallgelbem Kopierpapier (das lag da im Büro rum…). Dann habe ich die Geschäftsführer von den mich interessierenden Firmen herausgesucht (es handelte sich um Unternehmen der eher kreativen Firmensparte) und habe eine ziemlich rotzfreche kurze und knackige Bewerbung mit einem Kurzlebenslauf verfasst (also insgesamt nicht mehr als 2 DIN A 4 Seiten).

Eigentlich habe ich tatsächlich geschrieben, wir mir gerade das Gemüt stand. Nämlich, dass ich hoffnungslos unterfordert bin und dass ich endlich dorthin möchte, wo ich meine, mich zu Hause zu fühlen.

nach einer Woche hatte ich zwei Angebote von Top-Unternehmen in Deutschland und vier Wochen später habe ich meinen neuen Job angetreten und man hätte für mich sogar eine Ablöse gezahlt.

Manchmal kommt frech weiter, manchmal muss es aber auch eine andere Ansprache sein. Vielleicht ist es das, was Martin auch meint.

Viele Grüße
Aquilegia A.

Servus,

es ist ein Hinweis, wie Du eine Initiativbewerbung gestalten und verfassen kannst. Das wolltest Du doch, wenn ich mich recht entsinne?

Alternativ gibts natürlich die Möglichkeit:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

da ich auf der Suche nach einer neuen Herausforderung bin, hat Ihr Unternehmen mein Interesse geweckt. Ich bin fasziniert von der Perfektion, mit der Sie - ganz im Sinn von „Global denken, lokal handeln“ - weite Teile Thüringens mit Spanplatten versorgen. Auch die technologischen Anforderungen an die Position eines Staplerfahrers reizen mich außerordentlich. Selbstverständlich bin ich bereit, das Projekt Staplerschein mit großem Engagement in Angriff zu nehmen, falls dafür keine Samstage aufgewendet werden müssen etc. etc."

Aber da kann man sich dann das Porto sparen, denke ich.

Schöne Grüße

MM

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