Hallo Ralph,
hast Du dran gedacht, dass wegen des Buchweizens und wegen der Milch die ganze Chose ewig lang und immer wieder gehen muss?
Die Wirtin von der Trojka in Oberhof hat uns folgendes mitgegeben, was seither auch ganz ordentlich funktioniert hat:
75g Buchweizenmehl
300g Weizenmehl
25g frische Hefe
1 1/4 Glas lauwarmes Wasser
2 1/2 Glas lauwarme Milch (mit Wasser verdünnen, wenn sie lockerer werden sollen)
3 Eigelb
3 Eiweiß steif geschlagen
250g zerlassene abgekühlte Butter
1 TL Zucker
1/2 TL Salz
1/2 l saure Sahne
Wenn man mehr Buchweizenmehl statt Weizenmehl verwenden will, muss mehr Hefe dran.
Hefe im Wasser mit bissel Zucker und bissel Weizenmehl auflösen und etwa 20min warm und in Ruhe stehen lassen (bis das Volumen etwa doppelt so groß ist).
Die Hälfte des Buchweizenmehls und das Weizenmehl in eine Schüssel schütten. Eine Mulde hineindrücken. Hefelösung und die Hälfte der Flüssigkeit hineingeben, mit einem Holzlöffel von innen nach außen vorgehend vermischen bis der Teig glatt ist. Schüssel mit einem Tuch abdecken und etwa drei Stunden an einem warmen ruhigen Ort gehen lassen.
Dann umrühren und den Rest Buchweizenmehl hineinrühren. Nach nochmal zwei Stunden die restliche Flüssigkeit und alles andere darangeben, unterrühren, noch ein letztes Mal 30min stehen lassen.
Sehr kleine Pfanne nehmen (klassisch: 8cm Durchmesser) - meine alte Alufissler hat ungefähr das Doppelte. Wenn man eine richtige Eisen- oder Duraluminiumpfanne hat, vor dem Gebrauch mit Salz heiß ausbrennen und mit einem Tuch ausreiben.
Mit Öl, Butter oder Speck ausreiben und furchtbar heiß machen. Schnell ausbacken, indem man mit einer Portionskelle je einen Blin in die Pfanne packt und gleich wendet, sobald er unten bräunlichgelb ist - geht schnell. Bissel Butter oder öl draufgepinselt, gestapelt, bei 100° (Celsius!) im Ofen warmhalten.
Nicht vergessen: Mindestens „zweihundert Gramm“ pro Nase gehören dazu. Gibts denn in den Staaten einen gescheiten Wodka?
Ferner (beschrieben von einem früheren NVA-Grenzer, der im Dienst viel mit Russen zusammen war): „Die Deutschen können nicht trinken. Die trinken immer bloß, um besoffen zu werden. Ein Russe trinkt zügig und hemmungslos, aber nur, bis ihm die erste Träne ins Schnapsglas fällt. Dann steht er auf und singt!“
Schöne Grüße
MM