Hallo zusammen,
ich habe jetzt schon mehrfach in Büchern von „blinkfreien Schrauben“ im Zusammenhang mit Kampfschiffen, speziell schwereren Einheiten, gelesen. Es handelt sich dabei um die Antriebsschrauben, das ist mir klar. Aber wie macht man die „blinkfrei“ bzw. was hat es mit „blinkenden Schiffsschrauben“ überhaupt auf sich? Es hat wohl irgendwas mit Tarnung bei Nachtfahrt zu tun. Im WK2 im Pazifik waren z.B. die US-Schiffe insofern den japanischen überlegen. Danke schon mal im voraus!
Bernhard
Warum sollten Unterwasser die Propeller blinkfrei sein??? Propeller liegen weit weg vom Heck zu mittschiffs hin. Man wird sie unmöglich von oben sehen.
Blinkfrei werden Propeller sowieso, wenn sie erstmal eine Zeitlang im Wasser sind.
Ein Fachmann redet immer von Propellern, nie von „Schrauben“!!
mfgConrad
Ahoi Ihr Seebären,
ich habe mal etwas über die Frage nachgedacht.Den begriff könnte ich zwar nirgends finden. Ich habe aber vielleicht eine Erklärung.
Es hat wohl irgendwas mit Tarnung bei
Nachtfahrt zu tun. Im WK2 im Pazifik waren z.B. die US-Schiffe
insofern den japanischen überlegen.
Gerade große Schiffe ziehen eine weithin sichtbare Spur von aufgewirbeltem „weißem“ Wasser hinter sich her. Bei Nacht kann man diese, z.B. vom Aufklärungsflugzeug sehr gut sehen (eher als das abgedunkelt fahrende Schiff).
Die blinken förmlich in der sonst dunklen See.
Ich vermute das man je nach Bauart der Schrauben/Propellerflügel Einfluss auf das Ausmaß dieses Kielwassers nehmen kann.
Es kann auch sein das die einzelnen Flügel verstellbar waren, nachts weniger Vortrieb aber auch weniger weißes Kielwasser.
Ahoi
Wenn man die Propellerflügel verstellen kann (Verstellpropeller), ändert sich auch die Geschwindigkeit des Schiffes. Aber gerade nachts will man große Distanzen zurücklegen.
Das Heckwasser nachts unsichtbar zu machen, wäre nur bei Luftaufklärung sinnvoll gewesen. Von Schiff zu Schiff ist ein Heckwasser nicht zu sehen. Es sei denn, man fährt in Kiellinie.
Es gibt keine „blinkfreien Schraubenwasser“, was immer damit gemeint ist.
Die Propeller der Kriegsschiffe sind/waren so hochtourig, dass niemand sich den Kopf darüber zerbrach, sie umzukonstruieren. Sie ruhiger zu machen. Wichtig für ein Kriegsschiff ist der Wirkungsgrad des Propellers. Er soll die maximal höchste Geschwindigkeit erzeugen. Er soll den minimalsten Slip (Schlupf) erreichen. Und der ist bei einem Kriegsschiff sehr hoch. Er ist ein Schaumschläger und dabei bleibt ein unruhiges Heckwasser nicht aus.
Ein v-förmiges Heckwasser hat jedes Schiff und ist auch bei Mondlicht von Flugzeugen sehr gut zu erkennen. Und nur bei Mondschein könnte man „blinkendes Schraubenwasser“ sehen. Kein Mond, kein Blinken.
mfgConrad
Moin Bernhard,
die Betrachtung des Wortes „blinken“ hat nichts gebracht; daraufhin hab ich mal nachgesehen, was „to blink“ im Englischen heißt, weil vieles aus der Seefahrt ja aus England kommt. Auch da bin ich nicht wirklich fündig geworden, wenn ich die eine Bedeutung „ignorieren, Augen vor etwas verschließen“ mal ausklammere.
Daraufhin fiel mir folgendes ein: bei der Konstruktion der neuen U-Boot-Generation für die Bundeswehr wurden neue Propeller entwickelt, die kavitationsarm sind, also weniger Geräusche machen als die üblichen Schrauben.
Zur Kavitation dies hier: http://209.85.135.104/search?q=cache:4pj-Oh7_S0AJ:ww…
forschung/huber/huber_d.pdf+Kavitation&hl=de&ct=clnk&cd=6&gl=
de&lr=lang_de
Wikipedia hätte ich natürlich auch verlinken können, aber das tue ich aus Prinzip nicht. Da kommst Du auch von selber drauf.
Bei U-Booten ist es natürlich wichtig, mit möglichst wenig Geräusch unter Wasser fahren zu können; dies mag für Überwasserschiffe wichtig werden, wenn es darum geht, Torpedos auszuweichen oder zu vermeiden, die ihr Ziel aufgrund akustischer Ortung suchen. Doch auch da gibt es inzwischen modernere Methoden.
Wenn die Frage Dich wirklich um,treibt, dann ruf doch mal bei einer Werft an. Meyer in Papenburg fällt mir da gerade ein. Laß Dich mit einem Mann für den Antrieb verbinden - der kann Dir beswtimmt antworten.
Gruß - Rolf
Wenn man die Propellerflügel verstellen kann
(Verstellpropeller), ändert sich auch die Geschwindigkeit des
Schiffes. Aber gerade nachts will man große Distanzen
zurücklegen.
Gerade in der Nacht möchte man aber auch nicht mit voller Fahrt auf ein Korallenriff rauschen.
Das Heckwasser nachts unsichtbar zu machen, wäre nur bei
Luftaufklärung sinnvoll gewesen.
Es gab auch im WK2 schon sehr leistungsstarke Fernaufklärer (z.B.Flugboote). Das beide Seiten diese Art der Aufklärung auch nutzten ist ja wohl unbestritten.
Es gibt keine „blinkfreien Schraubenwasser“, was immer damit
gemeint ist.
Aber „Blinkarm“ dürfte besser sein als „Leuchtwasser“
Die Propeller der Kriegsschiffe sind/waren so hochtourig, dass
niemand sich den Kopf darüber zerbrach, sie umzukonstruieren.
Gerade die USA sind aber dafür bekannt das sie lieber Geld+Material investieren (für Neukonstruktionen ? ), als Ihre Soldaten unnötiger Gefahr auszusetzen.Ich denke da besonders an die „heldenhaften“ Luftangriffe vom WK2 bis Afganistan/Irak.
Ein v-förmiges Heckwasser hat jedes Schiff und ist auch bei
Mondlicht von Flugzeugen sehr gut zu erkennen. Und nur bei
Mondschein könnte man „blinkendes Schraubenwasser“ sehen. Kein
Mond, kein Blinken.
In wie vielen Nächten gibt es den garkein Mondlicht ? Schon früher gab es gute Nacht-Fern-gläser!
Den Tip mit dem Anruf bei einer Werft finde ich gut, man könnte es auch einmal bei einer Marinekameradschaft versuchen.
Vieleicht gibt es ja sogar beim Verteidigungsministerium jemand der sich damit auskennt.
Viel glück ,
informiere uns wenn Du etwas herausbekommst
MFG bernd
Ich denke da besonders an die „heldenhaften“ Luftangriffe vom WK2 bis
Afganistan/Irak.
Lieber Bernd,
verzeih mir - aber diese Bemerkung fand ich äußerst unnötig: erstens hat niemand behauptet, diese Angriffe seien heldenhaft gewesen, zweitens erübrigen sich damit Deine Anführungszeichen, die Ironie und Distanzierung signalisieren sollen, und drittens scheint es (mindestens zu gewissen Zeiten) eine Eigenart deutscher Strategie geworden zu sein, lieber Menschen statt Material zu opfern.
Material ist ersetzbar, für die „Produktion“ eines kriegstauglichen Soldaten braucht man mindestens 18 Jahre! Das ist doch ein krasses Mißverhältnis. Und jede Art von Hohn und Häme gegenüber der Haltung, die lieber Material als Menschen einsetzt und gefährdet, erscheint mir inhuman. Aber so läßt sich natürlich das Bild des großartigen deutschen Soldaten nicht aufrecht erhalten.
Gruß - Rolf
Gerade in der Nacht möchte man aber auch nicht mit voller
Fahrt auf ein Korallenriff rauschen.
Aha, sie machen also eine Tour durch die Südsee.
Es gibt keine „blinkfreien Schraubenwasser“, was immer damit
gemeint ist.Aber „Blinkarm“ dürfte besser sein als „Leuchtwasser“
„Blinkalarm“, nie gehört in 40 Jahren Marine und Seefahrt.
Die Propeller der Kriegsschiffe sind/waren so hochtourig, dass
niemand sich den Kopf darüber zerbrach, sie umzukonstruieren.Gerade die USA sind aber dafür bekannt das sie lieber
Geld+Material investieren (für Neukonstruktionen ? ), als Ihre
Soldaten unnötiger Gefahr auszusetzen.Ich denke da besonders
an die „heldenhaften“ Luftangriffe vom WK2 bis
Afganistan/Irak.
Ganz bestimmt die USA. Siehe Material in Irak.
Ein v-förmiges Heckwasser hat jedes Schiff und ist auch bei
Mondlicht von Flugzeugen sehr gut zu erkennen. Und nur bei
Mondschein könnte man „blinkendes Schraubenwasser“ sehen. Kein
Mond, kein Blinken.In wie vielen Nächten gibt es den garkein Mondlicht ? Schon
früher gab es gute Nacht-Fern-gläser!
Aber ohne Mond kein Licht am Heck. Oder kommt das durch die Hecklaterne?
.
Aha, sie machen also eine Tour durch die Südsee.
In der ursprünglichen Frage ging es doch um den Kampf Japan -USA im Pazifik, oder ? Wenn es zwischen Australien,Hawaii und Asien keine Korallenriffe gibt habe ich wohl in der Schule nicht aufgepasst.
Aber „Blinkarm“ dürfte besser sein als „Leuchtwasser“
„Blinkalarm“, nie gehört in 40 Jahren Marine und Seefahrt.
Blinkalarm wurde gelesen , aber nicht geschrieben!
Gerade die USA sind aber dafür bekannt das sie lieber
Geld+Material investieren (für Neukonstruktionen ? ), als Ihre
Soldaten unnötiger Gefahr auszusetzen.Ganz bestimmt die USA. Siehe Material in Irak.
hä ?
Ein v-förmiges Heckwasser hat jedes Schiff und ist auch bei
Mondlicht von Flugzeugen sehr gut zu erkennen. Und nur bei
Mondschein könnte man „blinkendes Schraubenwasser“ sehen. Kein
Mond, kein Blinken.In wie vielen Nächten gibt es den garkein Mondlicht ? Schon
früher gab es gute Nacht-Fern-gläser!Aber ohne Mond kein Licht am Heck. Oder kommt das durch die
Hecklaterne?
Also wegen einiger ganz dunkler Nächte eine mögliche Verbesserung für den Rest des Jahres ausser Acht lassen ?
Auch nach 40jahren Seefahrt gibt es sicher noch Sachen die einem noch unbekannt sind.
Gruß Bernd
Ich denke da besonders an die „heldenhaften“ Luftangriffe vom WK2 bis
Afganistan/Irak.Lieber Bernd,
verzeih mir - aber diese Bemerkung fand ich äußerst unnötig:
erstens hat niemand behauptet, diese Angriffe seien heldenhaft
gewesen, zweitens erübrigen sich damit Deine
Anführungszeichen, die Ironie und Distanzierung signalisieren
sollen,
Mit „heldenhaft“ wollte ich darauf hindeuten wie sich die USA und ihr Militär gerne nach außen darstellen.
und drittens scheint es (mindestens zu gewissen
Zeiten) eine Eigenart deutscher Strategie geworden zu sein,
lieber Menschen statt Material zu opfern.
Material ist ersetzbar, für die „Produktion“ eines
kriegstauglichen Soldaten braucht man mindestens 18 Jahre! Das
ist doch ein krasses Mißverhältnis. Und jede Art von Hohn und
Häme gegenüber der Haltung, die lieber Material als Menschen
einsetzt und gefährdet, erscheint mir inhuman. Aber so läßt
sich natürlich das Bild des großartigen deutschen Soldaten
nicht aufrecht erhalten.
Wer schreibt den vom Deutschen Soldaten ?
Ich meinte den einzelnen Bauer auf den Feld der von Tieffliegern gejagt wurde,Großstädte (nicht nur Deutsche) die in Schutt und Asche gelegt wurden. Atombomben auf Städte ohne Militär oder Rüstung.
Reisbauern in Vietnam ,brennende Kinder weil vielleicht ein Vietkong mal im Dorf war.
Wieviele Zivilisten starben schon im Irak und Afganistan weil es sicherer war Flieger zu schicken als Bodentruppen.
Also auch der großartige Deutsche Soldat hat sich nicht nur mit Ruhm gekleckert, auch da war reichlich Sch… dabei !
Gruß - Rolf
Aha, sie machen also eine Tour durch die Südsee.
In der ursprünglichen Frage ging es doch um den Kampf Japan
-USA im Pazifik, oder ? Wenn es zwischen Australien,Hawaii und
Asien keine Korallenriffe gibt habe ich wohl in der Schule
nicht aufgepasst.
Aber, aber, es gibt Seekarten. Kein Schiff fuhr damals a la Nelson, lotend, durch die Gegend.
Du kriegst da die Schreiber durcheinander!!!
Hallo,
Conrad wie ich jetzt bei einigen Deiner Beiträge zu anderen Fragen gesehen habe bist Du ja der einzig allwissende hier.
Als ungebildeter Wurm werde ich mich daher nichtmehr in Deine geistigen Ergüsse einmischen.
Gruß nach Rom, es gibt zwei Unfehlbare auf dieser Welt!
MFG Bernd
Na ja, wenn man nur Hornblower kennt, ist es kein Wunder.
Hallo Conrad,
so ganz stimmt das nicht.
Der Propeller wurde 1836 von J. Ericson entwickelt, vorher sprach man von Schrauben, nachdem J. Ressel auf der CIVETTA 1829 erstmals den Schraubenantrieb - abgeleitet von der archimedischen Schraube - erprobt hatte. Obwohl es bei dem heutigen Vortriebsmittel für See- Binnenfahrzeuge, Torpedos und Scooter der Kampfschwimmer sich um Propeller-Antrieb handelt, wird häufig noch vom Schraubenantrieb bzw. von der Schiffsschraube gesprochen, selbst bei Fachleuten!
Was die eigentliche Frage angeht:
Um den Propeller Wirkungsgrad zu erhöhen und die Geräuschbildung zu verringern, werden auf Kriegsschiffen langsamlaufende und mehrflüglige Propeller sowie propulsionsverbessernde (der durch den propeller erzeugte Vortrieb) Vorrichtungen angewendet.
Gruß Mirko
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
–Scooter der Kampfschwimmer sich um Propeller-Antrieb handelt,
wird häufig noch vom Schraubenantrieb bzw. von der
Schiffsschraube gesprochen, selbst bei Fachleuten!–
Ich bin fast 40 Jahre zur See gefahren. Von Schraube hörte ich nur
immer, wenn die Hafenrundfahrtbarkassen vorbei fuhren. Oder wenn
wieder mal Meyers Traumschiffe im TV beschrieben werden.
Im Schriftverkehr mit
Behörden, Reederei, Werften, Gl usw ist nur von Propeller die Rede.
– die eigentliche Frage angeht:
Um den Propeller Wirkungsgrad zu erhöhen und die
Geräuschbildung zu verringern, werden auf Kriegsschiffen
langsamlaufende und mehrflüglige Propeller sowie
propulsionsverbessernde (der durch den propeller erzeugte
Vortrieb) Vorrichtungen angewendet.–
Was verstehst Du unter langsamlaufend?? Ich war auf Marineschiffen mit
einer Propellerdrehzahl von fast 2000 U/min.
Normale Frachter haben zwischen 150 bis 200.
Wenn Ressel vor 150 Jahren das Ding Schraube nannte, hat es doch mit
der heutigen Bezeichnung nichts zu tun. Das, was er erfand, war ja
auch die Arch.Schraube als Antrieb.
mfgConrad
Hallo Rolf,
Sorry, ich habe beim ersten Abschicken meiner Antwort auf Deine Meinung das abschließende Gruß Rolf nicht gelöscht.
Ich denke da besonders an die „heldenhaften“ Luftangriffe vom WK2 bis
Afganistan/Irak.
Lieber Bernd,
verzeih mir - aber diese Bemerkung fand ich äußerst unnötig:
erstens hat niemand behauptet, diese Angriffe seien heldenhaft
gewesen, zweitens erübrigen sich damit Deine
Anführungszeichen, die Ironie und Distanzierung signalisieren
sollen,Mit „heldenhaft“ wollte ich darauf hindeuten wie sich die USA
und ihr Militär gerne nach außen darstellen.
und drittens scheint es (mindestens zu gewissenZeiten) eine Eigenart deutscher Strategie geworden zu sein,
lieber Menschen statt Material zu opfern.Material ist ersetzbar, für die „Produktion“ eines
kriegstauglichen Soldaten braucht man mindestens 18 Jahre! Das
ist doch ein krasses Mißverhältnis. Und jede Art von Hohn und
Häme gegenüber der Haltung, die lieber Material als Menschen
einsetzt und gefährdet, erscheint mir inhuman. Aber so läßt
sich natürlich das Bild des großartigen deutschen Soldaten
nicht aufrecht erhalten.Wer schreibt den vom Deutschen Soldaten ?
Ich meinte den einzelnen Bauer auf den Feld der von
Tieffliegern gejagt wurde,Großstädte (nicht nur Deutsche) die
in Schutt und Asche gelegt wurden. Atombomben auf Städte ohne
Militär oder Rüstung.
Reisbauern in Vietnam ,brennende Kinder weil vielleicht ein
Vietkong mal im Dorf war.
Wieviele Zivilisten starben schon im Irak und Afganistan weil
es sicherer war Flieger zu schicken als Bodentruppen.Also auch der großartige Deutsche Soldat hat sich nicht nur
mit Ruhm gekleckert, auch da war reichlich Sch… dabei !
Gruß Bernd