Blisterpackungen sind sinnvoll, wenn die Einnahme kontrollierbar sein soll, wie z. B. bei Antibabypillen, oder bei Tabletten, die empfindlich gegen Luftfeuchtigkeit sind.
Warum aber bekommt man Tabletten fast nur noch in Blisterpackungen? Ich finde die Herausdrückerei lästig, vor allen wenn ich mehrere Tabletten einnehmen muss. Außerdem kostet es viel Kraft in den Fingerspitzen, manche alten Leute sind sicher gar nicht in Lage, die Tabletten alleinn zu entnehmen.
Was waren das doch für herrliche Zeiten, als man eine Tablette sich einfach aus einem Röhrchen in die Hand schütten konnte!
Hi Carsten
Ich sehe das ähnlich wie du. Diese Blister nerven tierisch. Wie oft ist mir schon eine Tablette herunter gefallen, als ich sie herausdrücken wollte oder ich habe mich an der Folie geschnitten.
Auch gerade für uns Ärzte, die wir das oft machen, sind die Blister ein Ärgernis!
Aber die Industrie hat sich noch nie groß für die Ansicht der Verbraucher und der Fachleute interessiert, insofern habe ich wenig Hoffnung, dass sich da etwas ändert.
Gruß,
Branden
Aber die Industrie hat sich noch nie groß für die Ansicht der
Verbraucher und der Fachleute interessiert, insofern habe ich
wenig Hoffnung, dass sich da etwas ändert.
Warum sollte sich die Industrie auch um den Verbraucher kümmern? Entweder er braucht die Medikamente, dann nimmte er das, was im „vorgeworfen“ wird oder eben nicht und riskiert aus Trotz seine Gesundheit, wer macht das?
naja, also wir nehmen Medikamente aus dem Sortiment, wenn sie zB teurer werden. So kann man was dagegen tun und muss eben nicht das nehmen, was einem vorgeworfen wird.
Aber es stimmt schon: die Blisterpackungen sind extrems nervig. Vor allem dann, wenn man für über 30 Patienten Medikamente stellen muss.
Danach kannst du deine Fingerspitzen in den Müll werfen.
Aber es stimmt schon: die Blisterpackungen sind extrems
nervig.
Beschwert euch nicht. Ich wäre froh, wenn es meine Tabletten als normalen Blisterpack gäbe. Meine Tabletten werden aber auch für den englischsprachigen Markt hergestellt und sind so, wie bei den Pillen, mit Mo, Di, Mi … markiert. Nur eben mit Mon, Tue, Wed, Thu etc. (wobei das schon blödsinnig ist, weil man einfach jeden Tag eine Tabletten nehmen muss, die Tabletten sind jeden Tag gleich). Und weil man deutschsprachigen Patienten offensichtlihc nicht zutraut, die englischen Tagesbezeichnungen zu verstehen, hat man dann ein extram klebriges Papier darüber geklebt (eben mit Mo, Di, Mi…). Jetzt geht es nochmal schwerer. ABziehen kann man den Sticker auch nicht, weil da reißts alle Tabletten auf (und meist fallen dabei einige runter).
Warum aber bekommt man Tabletten fast nur noch in
Blisterpackungen? Ich finde die Herausdrückerei lästig, vor
allen wenn ich mehrere Tabletten einnehmen muss.
Die meisten Antworten gehen wieder mal in Richtung „böse Pharmaindustrie“. In diesem Fall stimmt das m.E. nicht. Die Anwender werden im Schnitt immer älter und die jungen Anwender immer nachlässiger, sag ich mal. Tabletten in Röhrchen können beim Entnehmen herausfallen (nicht nur eine wie in der Blisterpackung !) der Patient sammelt sie wieder ein oder nicht, verwechselt die Röhrchen (wenn er die verlorene Tablette übermorgen doch noch findet), Feuchtigkeit kann bei mehrfachem Öffnen die Funktion beeinträchtigen und die Verwendungsdauer nach dem öffnen verkürzen. Durch Schütteln können sie zerbrechen etc. Die Einfallsvielfalt von Patienten ist so groß, dass Blisterpackungen in der Hand von Laien einfach sicherer sind.
Udo Becker
Ich muss da Udo zustimmen!
Tabletten, Kapseln, Dragees etc in Blistern haben eine längere Haltbarkeit als welche in Röhrchen. Ich möchte das Geschrei hören, wenn die Haltbarkeit der Tabletten mal eben um die Hälfte reduziert werden würde (dann muss man ja mehr Geld ausgeben, wenn sie mal verfallen…)
Das Verpacken in Röhrchen ist technisch aufwendiger, was bedeutet, dass die Tabletten wahrscheinlich NOCH teurer werden würden, was widerum Geschrei auslösen würde…
Wir hatten mal ein Medikament in Röhrchen, was ganz böse Antworten von Seiten der Ärzte UND der Patienten hervorgerufen hat, denn das wäre ja für alte Leute zu schwer zu öffnen…
stimme dir und udo da zu, wie man’s macht isses falsch. Beide Verpackungsarten haben ihre Vor- und Nachteile: Wohin mit meiner halben Ibuprofen aus der Blisterpackung? Den Deckel der Dose Schilddrüsenhormone krieg ich manchmal nicht auf.
Allerdings hat die Dose wenigr Abfall. Mit dem öffnen einer Blisterpackung hatte ich noch nie Probleme - Fingernagel als Stichwaffe, voila! Egal, ob Kunstnagel oder eigener nagel.