Blitzerapp gesucht

Hallo zusammen,
wer kennt ein zuverlässige Blitzerapp für feste und Mobile Blitzer für IOS ?

Du weißt, dass diese Apps in D illegal sind?

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Ich kann blitzer.de PLUS empfehlen, das gibt es auch für IOS heißt da aber PRO. Wobei die freie Version bei IOS besser bewertet ist.

https://portal.blitzer.de/download-blitzer-de-iphone/

Ob die Nutzung einer Blitzer-App rechtlich gesehen zu Problemen führen könnte, ist gerichtlich noch nicht völlig geklärt. Benutzt ein Beifahrer sie, ist die Blitzer.de-App nicht verboten . Unter diesen Umständen müssen Sie während der Fahrt bei Verwendung der Blitzer.de-App keine Strafe erwarten.

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Wäre eventuell die weitgehende Beachtung der Verkehrsregeln eine Option für Dich?

Nur mal so als Frage.

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Okay, dann ist das Ziel der App vermutlich gar nicht so schlecht, nämlich eine bessere Auslastung des Autos mit mindestens zwei Personen attraktiver zu machen.

Wegen dem Umweltschutz!!1el!f!

Etwas off-topic in diesem Brett, bei Bedarf gerne verschieben: Hast Du vielleicht noch einen Tipp für eine App, mit der man Cum-Ex-Geschäfte einfach machen kann?

Danke,

Sebastian

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Die App warnt dich vor allem möglichen: Stauenden, Baustellen, Unfällen, Gefahrenstellen, Sperrungen, Glatteis, Sichtbehinderungen und Blitzern. Gefüttert wird sie durch die Community und sagt dir alles per Sprachausgabe an. Solange du bei der Fahrt also nichts einträgst, also die App nicht bedienst, kann dir keiner was wegen der Handy-Nutzung. Allerdings ist die Anzeige der Blitzer problematisch/ nicht erlaubt, denn:

Wer ein Fahrzeug führt, darf ein technisches Gerät nicht betreiben oder betriebsbereit mitführen, das dafür bestimmt ist, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzuzeigen oder zu stören. Das gilt insbesondere für Geräte zur Störung oder Anzeige von Geschwindigkeitsmessungen (Radarwarn- oder Laserstörgeräte). (§ 23 Abs. 1b StVO)

Das Bußgeld dafür beträgt 75€ und ich weise explizit darauf hin , dass die Blitzerwarnfunktion in der von mir genannten App abschaltbar ist, damit man sich an geltendes Recht halten kann. Der reine Besitz einer solchen App bzw. der Funktionalität ist aber erlaubt (solange in der App deaktiviert).

Eigentlich dürfte man dann auch kein Radio hören bzw. anschalten, da dort ja auch vor Radarfallen gewarnt wird. o_O
Also ist ein Radio ein nicht erlaubtes Gerät bzw. das hören eines Senders mit Blitzerwarnung verboten?

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Spannend. Ich setze mal gegen die mutige Aussage eines Herstellers einer entsprechenden App ein Zitat aus meinem Link:

Allerdings entschieden beispielsweise sowohl das Oberlandesgericht (OLG) Celle als auch das OLG Rostock , dass Blitzer-Apps als illegal zu bewerten seien (Az. 2 Ss OWi 313/15 sowie Az. 21 Ss OWi 38/17).

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Nein, die Warnungen im Radio sind legal, da dort nicht der genaue Standort genannt wird. Oder andersrum: wenn der genaue Standort des Blitzers abhängig Auto sichtbar ist, ist es illegal
Finde allerdings den Link, der das erklärte nicht mehr, war ne Seite vom ADAC

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Zuverlässigkeit und mobile Blitzgeräte schließen sich aus. Bevor die Anlagen in der App auftauchen, muß die erst einmal jemand melden (wahrscheinlich müssen es sogar mehrere Benutzer sein, damit nicht Leute aus Quatsch überall Meßgeräte melden). Nun ist auch die Polizei nicht blöd und wechselt genau aus dem Grund gelegentlich den Standort. Mit anderen Worten: nur, weil ein Blitzer gemeldet ist, steht dort einer und dort, wo keiner steht, steht nicht zwangsläufig keiner.

Zuverlässig ist also nur dieser, neulich veröffentlichte Trick:

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Die App ist trotzdem nicht verboten, weil es keine reine Blitzer-App ist sobald du die Funktion deaktivierst, sondern lediglich eine Warn-App. Sprich die App ist nur dann illegal/verboten wenn du die Blitzerwarnfunktion aktiviert hast. Nun könnte man Urteilen das die App ja vorbereitet und mitgeführt ist ( § 23 Abs. 1b StVO), allerdings ist genau das die Grauzone ohne entscheidende Urteile. Wenn dein Beifahrer die App anschmeißt kann dir auch keiner was, da der nicht fährt und anmachen kann was er will, genau das ist dann die zweite Grauzone.

Sobald du sie einsetzt, also die Blitzer-Warnfunktion verwendest, ist die App auch nicht verboten, sondern nur der Einsatz der Warnfunktion bzw. potentielle Nutzung dieser. Wenn er die App in irgendeinem anderen Land einsetzen will, sieht die Gesetzeslage halt auch schon wieder anders aussehen.

Hast du nicht noch eine ziemlich lange Bugliste abzuarbeiten? Oder kümmert sich jetzt discourse komplett darum?
Will sagen, deine Antwort war nicht hilfreich und mit dieser, aktuellen Antwort redest du dich gerade um Kopf und Kragen. Bin mal gespannt, wie der UP argumentiert, wenn er mit dieser App erwischt wird. Ja, aber der ftv mike hat gesagt, das wäre in Ordnung, weil ja mein Beifahrer die App angemacht hat und nicht ich. Mann, mann, mann.

Soon

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Eigentlich nicht.
Ein Smartphone ohne App, die vor Kontrollen warnt, ist erlaubt.
Kommt eine App dazu, die genau dies macht, aber gar nicht aktiviert wurde,
oder kommt eine App hinzu, die das machen kann und aktiv ist, deren Kontroll-Warnfunktion aber deaktiv ist,
was gilt dann?

Wer ein Fahrzeug führt, darf ein technisches Gerät nicht betreiben oder betriebsbereit mitführen, das dafür bestimmt ist, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzuzeigen oder zu stören.

Das Smartphone ist für sich NICHT „dafür bestimmt“.
Die App ist es - und es ist unstrittig, dass ein Gerät, auf dem eine eigens dafür gedachte Software läuft, (dann) auch „dafür bestimmt“ ist.
Wenn die Software installiert ist, der Nutzer sie auf dem Rastplatz aktiviert, sich Kontrollstellen anzeigen lässt, danach die App schließt und weiterfährt, was unterscheidet dann (während der Fahrt) die Funktion dieses Smartphones von der eines anderen Telefons, bei dem die App nicht installiert ist?

Die Gemeinsamkeit beider Telefone: Sie eignen sich zur Warnung vor Kontrollen. Beim ersten nach dem Anklicken und Starten der App (ca. 3-5 Sekunden), beim zweiten nach Installation und Öffnen der App (bei normaler LTE Versorgung dauert das etwa 15 Sekunden).

Die hier beschriebene „Blitzer App“ kann zudem so eingestellt werden, dass vor Stauenden, Baustellen, Gegenständen auf der Fahrbahn, … gewarnt wird, ohne jemals überhaupt eine Warnung vor Kontrollen auszugeben. Sie hätte dann den Charakter einer absolut der Verkehrssicherheit dienenden Anwendung.

Wie @jxl83 aber schon sagte: Die Rechtslage ist absolut unsicher. Hätte man Urteile dazu, vielleicht sogar solche höherer Instanzen, wüsste man mehr.

„Verboten ist die App nicht.“ - Richtig. Verboten ist die Nutzung durch den Führer des Fahrzeugs.

Beifahrer dürfen die App nutzen. Bemerkt der Fahrer diese Nutzung, so nutzt er die App dadurch auch (meine persönliche Meinung).

Die App mit deaktivierter Kontrollstellen-Warnfunktion ist bei oberflächlicher Betrachtung, wie sie durch Polizeibeamte wohl durchgeführt würde, nicht von der App mit aktiver, nicht legaler Funktion zu unterscheiden.

Vermutlich würde es ein Richter als lebensfremd bezeichnen, wenn jemand diese App ausschließlich für den Nebenzweck nutzen würde. Daraus würde faktisch eine Beweispflicht für den Benutzer der App folgen, die Legalität seiner Benutzung beweisen zu müssen. Schwierig, wenn man alleine im Auto ist und der Beamte weder die Zeit noch die Lust dazu hat, sich gemeinsam mit dem Betroffenen die aktiven Einstellungen anzuschauen.

Nachtrag:
In diesem Urteil des OLG Celle gibt es diese Definition:

„Zwar kann ein Mobiltelefon in Gestalt eines Smartphones für viele verschiedene Zwecke genutzt werden. Wenn der Benutzer aber auf seinem Smartphone eine entsprechende Blitzer-App installiert oder installieren lässt und diese Blitzer-App während der Fahrt aufruft, um vor mobilen und/oder stationären Geschwindigkeitsmessanlagen gewarnt zu werden, gibt er seinem Smartphone durch dieses Verhalten aktiv und zielgerichtet die neue Zweckbestimmung,“

Das OLG Celle definiert hier, ab wann ein Geröt als „dafür bestimmt“ gilt:

  • eine entsprechende App zur Blitzerwarnung ist installiert
  • diese App wurde „während der Fahrt aufgerufen“ (Was natürlich Quatsch ist. Die App muss „während der Fahrt laufen“ und ich bin mir sicher, dass das auch so gemeint war! Ob man sie vor oder während der Fahrt aufgerufen hat, ist wohl uneheblich!)

Die Intention des Fahrers, während der Fahrt standortbezogene Warnungen vor Blitzern anzeigen zu lassen, ist also letztlich ausschlaggebend dafür, dass das Smartphone diesen Zweck bekommt.

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Here Map, dort gibt man die Route ein die man fährt und lässt sich Routen, wenn man die Geschwindigkeit überschreitet gibt es ein Warnton. Das ist dann sogar legal.

Jorunalistendeutsch.

In den Urteilen wurde die

  • Anwendung
  • durch den Fahrzeugführer
  • während der Fahrt

als ordnungswidrig beurteilt.

Die App bleibt weiter legal, Besitz und Erwerb sind nicht verboten, lediglich die Benutzung unter obigen Bedingungen.

Wobei sich das wohl noch ändern wird, da Verstöße gegen dieses Verbot schwer erkennbar und beweisbar sind.

Messer sind erlaubt, insbesondere bleiben Küchemesser wohl immer erlaubt.
Messer besonderer Bauart, bei denen man den Zweck man auf Grund dieser besonderen Bauart als verwerflich und besonders für Straftaten geeignet ansieht, sind dagegen komplett verboten.
So ähnlich könnte man solche Apps auch komplett verbieten (Herstellung, Werbung, Verkauf, Besitz, Aktualisierung, Lieferung von Datensätzen). Es wäre ein logischer Schritt!

@Sporadisch und @jxl83: Ihr redet aneinander vorbei. Sporadisch verkürzt das „Verbot der Nutzung als Fahrzeugführer“ auf „ist illegal“. Zu Hause am Küchentisch ist die App legal, auch in einem geparkten Fahrzeug fällt man nicht unter die Bedingungen des §23 StVO.

Das habe ich glatt überlesen in deiner ersten Antwort. Und ich habe wohl auch überlesen, dass der @mistercooldown wohl nur eine App mit Warnfunktion vor plötzlich auftauchenden Kurvenenden und umherstreunenden Schulkindern suchte und eine eventuelle Blitzerwarnfunktion auf jeden Fall ausschalten wollte.

Gibt es irgendeine moralische Ebene aus der heraus solche Apps empfohlen und verwendet werden?
Sebastian

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Ja für andere Länder als Deutschland. In Norwegen werden sogar vor jedem Blitzer Warnschilder aufgestellt :joy:

Ich wäre schon glücklich, wenn neben oder an jedem Blitzer die dort geltende Begrenzung wiederholt würde.
Bei unbekannten Strecken hat man vor einem Blitzer immer das ungute Gefühl, ein Tempolimit übersehen zu haben.
Viele Ortsfremde bremsen dann nochmal, obwohl sie nicht zu schnell waren.

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Man kann http://www.blitzer.de/karte von jedem Browser gemütlich zu Hause aufrufen.

Scheiß Disskussion, ob diese Apps nun legal sind oder nicht… Sollte eigentlich jeder wissen, bzw. der gesunde Menschenverstand schon davon ausgehen, das sie nicht legal sind.

Ich empfehle die Bezahlversion von Blitzer.de, läuft gut und funktioniert. Wobei meistens, wenn es drauf ankommt, hat man sie sowieso aus. Ich schalte sie gern ein, wenn ich in Gegenden fahre, in denen ich mich nicht auskenne. Wobei ich mich in der Regel an die vorgeschriebene Geschw. halte. Meistens ist es aber so, wenn man lange Strecken fährt wird man etwas unaufmerksam, und schon passierts.
Letztens ist es mir auch wieder passiert, ich wusste, das irgendwo auf der 3km langen Strecke (Vmax30) ein Blitzer ist, mehrfach kontrolliert aber promt vor dem Kasten hatte ich doch eine 43 drauf…