Hallo,
bei uns ist jemand in der Familie, der es absolut nicht einsieht, bei einem Neugeborenen kein Blitzlicht zu verwenden,auch auf Bitte der Eltern nicht. Alle anderen halten sich daran. Es mag umstritten sein, wie schädlich es nun wirklich ist, aber allein der Wunsch der Eltern müsste doch Grund genug sein, es zu lassen. Da es die Großeltern sind, kann man sie auch schlecht vom Kind fern halten . . . .
Womit könnte man sie noch überzeugen?
Die andere Großmutter Aurikel
Danke!
Hallo,
also ich hätte das Thema eher unter Familie > Eltern-Kinder gelegt.
Denn aus medizinischer Sicht gibt es keinen Grund, das nicht zu tun.
(Außer die machen es direkt vor den Augen des Kindes oder 30mal am Tag) Bei Fotografie in durchschnittlichem Abstand ist es nicht schädlich. Dafür ist der Blitz zu kurz.
Es hilft hier wohl nur die Argumentation das es nicht die Kinder der Großeltern sind. Sondern die der Eltern. Es liegt in deren Verantwortung. Irgendwo so muss argumentiert werden.
Aber dafür bin ich der falsche Hengst. 
Gruß
Merrick
Hallo,
wie man die Großeltern überzeugen könnte weiss ich nicht. Man könnte aber den Eltern folgendes zu lesen geben:
vielen Dank für Ihr Anfrage, dich ich gerne ganz pragmatisch beantworten möchte.
Blitzlicht ist ein sehr helles Licht und trifft, weil man es meist in der Dunkelheit gebraucht, auf Augen mit weiten Pupillen. Kinderpupillen sind weiter als Erwachsenenpupillen. Es kommt also eine recht große Lichtmenge in die Augen des abzulichtenden Säuglings, da besteht kein Zweifel, aber nur für einen extrem kurzen Zeitraum.
Die Pigmentschicht des Säuglingsauges ist weniger intensiv gefärbt, absorbiert also weniger Strahlen als die eines älteren Auges. Die Dauer der Lichtexposition ist extrem kurz. Diese beiden Faktoren limitieren die Gefährdung für die Säuglingsaugen.
Bei Augenoperationen, besonders, wenn die Netzhaut angegangen wird, muss man mit sehr grellem Licht arbeiten, welches der Helligkeit von Blitzlicht entspricht. Eine Operation dauert zwischen 30 und 90 Minuten. Einen Dauerschaden wegen zu langem und zu hellem Licht können wir nach solchen Operationen nicht beobachten, obwohl die Lichtmengen 1000fach größer sind als bei einer Blitzlichtaufnahme. Kurze, blitzartige Lichtmengen können durchaus die Augen schädigen. Dann muss das Licht aber noch 100-500mal stärker sein als Blitzlicht. Dies ist der Fall bei Laserlicht.
In der Augenheilkunde benutzen wir Laserlicht um punktförmige Verbrennungen an der Netzhaut zu erzeugen, die eine Heilwirkung haben. Die Energie des Laserlichtes ist 100 bis 500mal stärker als das Fotoblitzlicht. Man hat viele und gute Erfahrungen,
welche Lichtmengen notwendig sind, um eine Verbrennung an der Netzhaut zu erzeugen. Solche Lichtmengen werden von Blitzlichtgeräten nicht erzeugt. Sie können Ihren Säugling also mit ruhigem Gewissen auch mit Blitzlicht fotografieren. Wenn Sie sehr vorsichtig sein wollen, benutzen Sie am besten eine Digitalkamera, die mit geringeren Lichtmengen auskommt und mit der Sie auch in der Dämmerung noch ohne Blitzlicht recht gute Bilder machen können.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Arndt Gutzeit
Leiter des Ressorts Strabologie und Neuroophthalmologie
(Schielen und Augenbewegungsstörungen)
des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands e. V.
Gefunden hier: http://www.dslr-forum.de/showpost.php?p=905397&postc…
grüße
Raoul
Danke!
Ganz lieben Dank für die beruhigenden Antworten!
Aurikel