Blitzschaden

Hallo,

wir hatten im August beim Herannahmen eines Gewitters alle Geräte vom Netz getrennt, den PC heruntergefahren und alle Stecker aus den Telefondosen gezogen und nahmen an, hiermit der Sorgfaltspflicht zu genügen.

Durch einen Einschlag vermutlich in das Stromnetz fiel die Stromversorgung in der ganzen Stadt für etwa 3 Stunden aus.

Als alle Lampen wieder brannten, probierten wir alle Geräte aus und diese funktionierten auch, nur der Computer ließ sich nicht mehr einschalten. Naja gut. Von einer Firma hab ich mich belehren lassen müssen, dass das Herunterfahren nicht ausreicht, weil das Netzteil im Standbybetrieb weiterarbeitet. Es wurde ein Reparaturkostenvoranschlag in Höhe von 1.100,00 EUR (beinh. Arbeitslohn, Netzteil, Stromversorgung [ist das nicht das Gleiche?] Grafikkarte, Motherboard, CPU, RAM, Festplatte, DVD- und CD Laufwerke usw. ) erstellt, in dem man mir von der Reparatur ab- und einem Neukauf (1.100 EUR mit LCD-Monitor - so´n Zufall) zuriet. Zuzüglich 200,00 EUR für die Rettung der Daten von der alten Festplatte, die durch das Ereignis beschädigt sei.

Auf die Datenrettung haben wir verzichtet, es ist ein ausschließlich privat genutzes Gerät zum Briefeschreiben und Internetsurfen. Ich habe dort für 550,00 EUR einen etwas preiswerteren PC ohne Monitor gekauft, mit dem ich übrigens noch nicht drucken kann und in´s Internet komme, sodass ich beim Bekannten meine Onlinestunden abhalten muss, aber das wäre dann schon die zweite Geschichte, um die ich mich später mal kümmern muss…

Auf alle Fälle: Der Versicherung kam das plötzlich wohl nicht koscher vor und sie schaltete einen eigenen Sachverständigen ein. Der kreuzte nach Vorankündigung bei uns auf und nahm das Gerät zur Prüfung mit, nachdem wir es von der Firma wieder aushändigen ließen.

Der Sachverständige kam zu dem Ergebnis, dass nur das Motherboard defekt sei und das auch nicht durch Blitz oder Überspannung [ist das nicht das Gleiche?], sondern vielmehr durch Alterung von „Elektrolytkondensatoren“, somit es für die Versicherung keinen Grund zur Bezahlung des Schadens gäbe. Sämtliche anderen Baugruppen seien in Ordnung, nur bei dem CD-Laufwerk habe man Leseprobleme festgestellt, was ebenfalls auf Alterung zurückzuführen ist. Festgestellt wurde auch, dass wir das Gerät an dem Tag des Gewitters um 19:10 Uhr letztmalig benutzt haben [Das stimmt auf die Minute - Wie geht das eigentlich? - und wieso gibt es dann jetzt noch ein Problem?]. Weiter wurde festgestellt, dass das Gerät für etwa 250,00 € reparabel ist.

Jetzt steh´ ich vor 2 Aussagen und zwei Preisen, hab mir einen Computer andrehen lassen, den ich hätte nicht gebraucht und der nicht nach meinem Willen funktioniert, sondern ich hätte mir eine PC-Service-Ich-AG gesucht, die mir das Mainboard für 150 € getauscht hätte und gut wär´s gewesen.

Nun kann ich nicht nachvollziehen, warum eine Nichtfunktion nach einem Gewitter kein Gewitterschaden gewesen sein soll. Allerdings - in der Nachbarschaft habe ich Erkundigungen eingezogen - es gibt dort keine weiteren Schäden, was wiederum auch merkwürdig ist…

Mein Bekannter ist zwar in einer artverwandten Branche tätig, konnte (oder wollte) aber auch keinen stichfesten Rat geben. Alterungsbedingt könnte schon sein, vor allem wenn das Netzteil noch in Ordnung ist, worüber es aber auch eine anderslautende Aussage gibt.

Was kann ich jetzt tun? Wollte die Versicherung sich um die Zahlung drücken? Selbst einen Gutachter einschalten? Wo findet man den ? Wieviel kostet der? Wer hatte schonmal einen solchen oder ähnlichen Fall?

Danke und Grüße
MP

Hallo Mario,

Was kann ich jetzt tun?

Ziemlich wenig fürchte ich. Der Gutachter der Versicherung hat festgestellt, dass kein versicherter Schaden vorliegt. Damit ist die Sache erledigt, es sei denn, Du könntest das Gegenteil beweisen.

Wollte die Versicherung sich um die Zahlung drücken?

Nein, sie will nur nicht über den Tisch gezogen werden (womit ich nicht sage, dass Du das versucht hast).

Selbst einen Gutachter einschalten? Wo findet man den ? Wieviel
kostet der?

Wird bei Deiner Schadenssumme nicht lohnen. Da der Gutachter der Versicherung die Regulierung abgelehnt hat, würdest Du um einen Prozeß nicht herum kommen.

Gruß

Nordlicht

Hallo,
vielleicht war es tatsächlich kein Blitzschaden, sondern nur ein unglückliches Zusammentreffen von Gewitter und Schadensereignis. Auch ein anderer Gutachter wird da wahrscheinlich nichts anderes feststellen können. Ein Zweitgutachten in Auftrag zu geben würde nur zusätzliche Kosten verursachen und wenig bringen, wenn Du nicht gewillt bist, auch damit vor Gericht zu gehen. Wobei selbst dort die beiden Gutachten nur gegeneinander stünden, ein drittes eingeholt werden müsste…
Sei einfach zufrieden mit dem neuen PC (sind eh’ nach drei Jahren veraltet, die Dinger) und wenn Du Deiner Versicherung nicht traust, such Dir eine andere.

Auf jeden aber würde ich mir einen anderen Händler suchen. Das war kein Kostenvoranschlag für eine Reparatur, sondern eine Frechheit. Nicht mal den Monitor mal eben an einem anderen PC ausprobiert hat der Kerl.

Gruß
Axel

Danke Euch!
Zwischenzeitlich habe ich mich noch einmal bei einem Fachmann befragt; der hält es grundsätzlich nicht für ausgeschlossen, dass die vorgefundenen Defekte altersbedingt entstanden sind und sobald weitere Teile unbeschädigt sind, kann das keine Überspannung gewesen sein.

Der Versicherung habe ich klargemacht, dass da unsererseits keine böse Absicht bestand, was durch den Nachweis der letzten Nutzung untermauert würde.
Kulanzhalber erhalte ich von der Versicherung die Reparaturkosten von 250 Euro. Geht doch.

Den neuen Rechner, den ich unnützerweise anschaffte, werde ich zurückgeben. Meine diesbezügliche Ankündigung der Firma gegenüber wurde mit dem Worten „Dann müssen sie unseren Kostenvoranschlag zahlen. 80 EUR.“. Ich glaube, ich sollte den Jungs klarmachen, wer wieviel an wen bezahlen wird …

Danke nochmals für die Antworten

MP

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Mario,

aufgrund der Äußerung der Leute nach der Rückgabe des Gerätes würde ich mal der Polizei einen kleinen Tipp geben. Streng betrachtet ist das unterstützter Versicherungsbetrug der Firma. Und sicherlich warst du nicht der erste.

Ich selber hatte neulich einen Stromschlag durch Überspannung… Blitz oder sonstwas… keine Ahnung.
Nun hab ich aber auch die Gabe, zumindest halbwegs bewerten zu können, as getauscht werden muss. Und siehe da… Netzwerkkarte war noch ganz und ein CD-Laufwerk. Der Monitor hatte gar keinen Schaden.
Und das ist auch das übliche Schadensbild. Es ist nie alles kaputt und selten der Monitor. Grund: Die Transistoren im Monitor können eine deutliche höhere Belastung ab, wie die im PC und auch dort gibt es meist Teile, die eben eine höhere Belastung aushalten.
Zudem ist es so, dass dein PC sicherlich in der Güte nicht mehr zu haben ist. Insofern hätten dir die guten Leute das auch sagen sollen und dir nur das Einstiegsmodell (und damit ein besseres Modell als du hattest) verkaufen dürfen…

In diesem Sinne.
Gruß
Marco

Hallo,

wir hatten im August beim Herannahmen eines Gewitters alle
Geräte vom Netz getrennt, den PC heruntergefahren und alle
Stecker aus den Telefondosen gezogen und nahmen an, hiermit
der Sorgfaltspflicht zu genügen.

Durch einen Einschlag vermutlich in das Stromnetz fiel die
Stromversorgung in der ganzen Stadt für etwa 3 Stunden aus.

Als alle Lampen wieder brannten, probierten wir alle Geräte
aus und diese funktionierten auch, nur der Computer ließ sich
nicht mehr einschalten. Naja gut. Von einer Firma hab ich mich
belehren lassen müssen, dass das Herunterfahren nicht
ausreicht, weil das Netzteil im Standbybetrieb weiterarbeitet.
Es wurde ein Reparaturkostenvoranschlag in Höhe von 1.100,00
EUR (beinh. Arbeitslohn, Netzteil, Stromversorgung [ist das
nicht das Gleiche?] Grafikkarte, Motherboard, CPU, RAM,
Festplatte, DVD- und CD Laufwerke usw. ) erstellt, in dem man
mir von der Reparatur ab- und einem Neukauf (1.100 EUR mit
LCD-Monitor - so´n Zufall) zuriet. Zuzüglich 200,00 EUR für
die Rettung der Daten von der alten Festplatte, die durch das
Ereignis beschädigt sei.

Wirklich erstaunlich, wie sich einige Fachhandelskollegen „sanieren“. 3 oder 4 Blöde im Monat reichen aus und der kann leben.

Auf die Datenrettung haben wir verzichtet, es ist ein
ausschließlich privat genutzes Gerät zum Briefeschreiben und
Internetsurfen. Ich habe dort für 550,00 EUR einen etwas
preiswerteren PC ohne Monitor gekauft, mit dem ich übrigens
noch nicht drucken kann und in´s Internet komme, sodass ich
beim Bekannten meine Onlinestunden abhalten muss, aber das
wäre dann schon die zweite Geschichte, um die ich mich später
mal kümmern muss…

Warum nimmst Du nicht dein altes Modem her? Hier bei mir verschimmeln Steckkarten Modem und ISDN Termialadapter.

Auf alle Fälle: Der Versicherung kam das plötzlich wohl nicht
koscher vor und sie schaltete einen eigenen Sachverständigen
ein.

Vollkommen richtig. Bei 1.100 Euro käme mir auch etwas koscher vor, besonder wenn ein neuer PC 800 Euro kostet, Markensystem von HP oder Lenovo oder Siemens Fujitsu.

Der kreuzte nach Vorankündigung bei uns auf und nahm das
Gerät zur Prüfung mit, nachdem wir es von der Firma wieder
aushändigen ließen.

Es ist dein Computer, in dieser Firma hat er nichts zu suchen. Und dieser Computer hat sicher noch eine Wert.

Der Sachverständige kam zu dem Ergebnis, dass nur das
Motherboard defekt sei und das auch nicht durch Blitz oder
Überspannung [ist das nicht das Gleiche?], sondern vielmehr
durch Alterung von „Elektrolytkondensatoren“,

Selten so eine Scheiße gelesen. Dies kann der Herr Sachverständige gar nicht feststellen, er hat gar nicht die technischen Voraussetzungen diese Urteil zu fällen.

Und: akzeptiere nie!! eine Sachverständigen der Versicherung, die den Schaden zahlen wird. Hat mich vor kurzem 700 Euro gekostet.

somit es für die
Versicherung keinen Grund zur Bezahlung des Schadens gäbe.
Sämtliche anderen Baugruppen seien in Ordnung, nur bei dem
CD-Laufwerk habe man Leseprobleme festgestellt, was ebenfalls
auf Alterung zurückzuführen ist.

Das ist korrekt, dass sehe ich auch so.

Festgestellt wurde auch, dass
wir das Gerät an dem Tag des Gewitters um 19:10 Uhr letztmalig
benutzt haben [Das stimmt auf die Minute - Wie geht das
eigentlich? - und wieso gibt es dann jetzt noch ein Problem?].

Log Dateien im PC.

Weiter wurde festgestellt, dass das Gerät für etwa 250,00 €
reparabel ist.

Das ist gut gerechnet, damit kommst Du locker über die Runden.

Jetzt steh´ ich vor 2 Aussagen und zwei Preisen, hab mir einen
Computer andrehen lassen, den ich hätte nicht gebraucht und
der nicht nach meinem Willen funktioniert, sondern ich hätte
mir eine PC-Service-Ich-AG gesucht, die mir das Mainboard für
150 € getauscht hätte und gut wär´s gewesen.

Es gibt in allen Bereichen „Schweine“ auch bei den kleine Firmen. Aber oft sind diese doch besser.

Nun kann ich nicht nachvollziehen, warum eine Nichtfunktion
nach einem Gewitter kein Gewitterschaden gewesen sein soll.
Allerdings - in der Nachbarschaft habe ich Erkundigungen
eingezogen - es gibt dort keine weiteren Schäden, was wiederum
auch merkwürdig ist…

Nein. Wenn der Blitz in der Nähe einschlägt und der PC an der „richtigen“ Stelle steht, dann hast Du Pech.

Mein Bekannter ist zwar in einer artverwandten Branche tätig,
konnte (oder wollte) aber auch keinen stichfesten Rat geben.
Alterungsbedingt könnte schon sein, vor allem wenn das
Netzteil noch in Ordnung ist, worüber es aber auch eine
anderslautende Aussage gibt.

Netzteil schießt normalerweise als erstes.

Was kann ich jetzt tun? Wollte die Versicherung sich um die
Zahlung drücken? Selbst einen Gutachter einschalten? Wo findet
man den ? Wieviel kostet der? Wer hatte schonmal einen solchen
oder ähnlichen Fall?

Wie danach: kassiere die 250 Euro, die sind reel und lasse bei einer guten Firma ein Mainboard, ein Netzteil und einen DVD Brenner einbauen. Ach ja: CPU nicht vergesse :smile:.

Danke und Grüße
MP

P.S.: Die 80 Euro kann der andere Fachhändler vergessen, aber wenn er die bei der Rückgabe des PC’s abzieht: dann akzeptiere das, ein Prozess kostet Nerven und wegen 80 Euro findest du kaum einen Anwalt.
Tip: Drohe in mit der Fachpresse (zum Beispiel heise)

Anmerkung leicht o.T.
Hallo,

Der Sachverständige kam zu dem Ergebnis, dass nur das
Motherboard defekt sei und das auch nicht durch Blitz oder
Überspannung [ist das nicht das Gleiche?], sondern vielmehr
durch Alterung von „Elektrolytkondensatoren“,

Selten so eine Scheiße gelesen. Dies kann der Herr
Sachverständige gar nicht feststellen, er hat gar nicht die
technischen Voraussetzungen diese Urteil zu fällen.

Warum nicht? Wenn der auch die ct’ liest, sind ihm evt. die aufgequollenen Elkos aufgefallen?

Abgesehen davon könnte man, wenn man keinen Aufwand scheut, die Elkos austauschen, dann wüsste man Bescheid. Dazu gehört keine große technische Ausrüstung.
Wobei ich aber bezweifle, daß es das gemacht hat - ein Motherboard kostet grad mal 50Euro.

Aber vielleicht hat er ja auch die einzelnen Komponenten in einem anderen Board gestestet und ist davon ausgegangen, daß nicht sein kann, daß ein MB durch Überspannung stirbt, der Prozessor aber nicht?

Und: akzeptiere nie!! eine Sachverständigen der Versicherung,
die den Schaden zahlen wird. Hat mich vor kurzem 700 Euro
gekostet.

Naja. Weiter unten schreibst Du:

P.S.: Die 80 Euro kann der andere Fachhändler vergessen, aber
wenn er die bei der Rückgabe des PC’s abzieht: dann akzeptiere
das, ein Prozess kostet Nerven und wegen 80 Euro findest du
kaum einen Anwalt.

Den Sachverständigen hat die Versicherung selber bezahlt. Also lass sie doch.

Netzteil schießt normalerweise als erstes.

Nicht unbedingt. Wenn der Rechner im Standby vor sich hin dämmert, kann er z.B. über die Standbyversorgung gekillt werden. Oder über unterschiedliche Massen / Phasen zwischen zwei Steckdosen. Ohne daß das Netzteil was abbekommt.

Gruß
Axel

Warum nicht? Wenn der auch die ct’ liest, sind ihm evt. die
aufgequollenen Elkos aufgefallen?

Trotzdem müßter er diesen durchmessen. Und die meinsten Sachverständigen haben da keine Ahnung.
Des weiteren: die ganzen Elkos sind ja dafür da, dass die niedrigeren Spannungen im PC erzeugt werden und: Ein Elko kann auch bei Überspannung schießen.

Abgesehen davon könnte man, wenn man keinen Aufwand scheut,
die Elkos austauschen, dann wüsste man Bescheid. Dazu gehört
keine große technische Ausrüstung.
Wobei ich aber bezweifle, daß es das gemacht hat - ein
Motherboard kostet grad mal 50Euro.

Ja, dann soll er das machen, wenn er wirklich ein qualifiziertes Urteil erreichen will.

Aber vielleicht hat er ja auch die einzelnen Komponenten in
einem anderen Board gestestet und ist davon ausgegangen, daß
nicht sein kann, daß ein MB durch Überspannung stirbt, der
Prozessor aber nicht?

Es ist ein Sachgutachten. Es ist nicht davon auszugehen sondern, es soll etwas bewiesen werden (Überspannung oder nicht). Und dass kann der Gutachter nach „Augenschein“ nicht.

Und: akzeptiere nie!! eine Sachverständigen der Versicherung,
die den Schaden zahlen wird. Hat mich vor kurzem 700 Euro
gekostet.

Naja. Weiter unten schreibst Du:

Die Versicherung muß den Gutachter ja bezahlen, weil es ein zweites Gutachten will. Dazu müßte ich auch einen eigenen Gutachter wählen dürfen.

P.S.: Die 80 Euro kann der andere Fachhändler vergessen, aber
wenn er die bei der Rückgabe des PC’s abzieht: dann akzeptiere
das, ein Prozess kostet Nerven und wegen 80 Euro findest du
kaum einen Anwalt.

Den Sachverständigen hat die Versicherung selber bezahlt. Also
lass sie doch.

Netzteil schießt normalerweise als erstes.

Nicht unbedingt. Wenn der Rechner im Standby vor sich hin
dämmert, kann er z.B. über die Standbyversorgung gekillt
werden. Oder über unterschiedliche Massen / Phasen zwischen
zwei Steckdosen. Ohne daß das Netzteil was abbekommt.

Habe geschrieben: normalerweise.
Viel öfter findest Du eine Blitzschaden aber über eine defekte Ethernetkarte, falls vorhanden.

Gruß
Axel

Grüße,

Roland

Hallo Axel,

Mb defekt über Ethernetkarte/Netzteil und Prozessor war okay… hat mich auch gewundert, war aber so. :smile:

Gruß
Marco

Hi,

Selten so eine Scheiße gelesen. Dies kann der Herr
Sachverständige gar nicht feststellen, er hat gar nicht die
technischen Voraussetzungen diese Urteil zu fällen.

Nunja, warum nicht ? Sachverständige sind in aller Regel Leute der Praxis, die mit beiden Beinen im Elektrolyt stehen. Warum sollte dieser die technischen Voraussetzungen zu einer solchen Feststellung nicht haben ? Ich habe keine Ahnung von Computern, doch es ist immer zu sehen, ob ein Elko, die auch noch in einigen anderen Geräten zu finden sind, vor sich hin vergammelt ist und dabei das Elektrolyt verloren hat o d e r eine Überspannung ihn zum Platzen brachte. Diese Überspannung wiederum müsste erheblich sein und auf der Strecke noch einiges anderes mitnehmen, was im vorliegenden Fall wohl durch das intakte Netzteil ausgeschlossen zu sein scheint.

Wenn man sich einmal echte Blitz/Überspannungsschäden betrachtet, hat man Defekte an Halbleitern, niederohmigen Widerständen, natürlich den Schmelzsicherungen und in einigen Fällen Leiterbahnabbrände. Einen dadurch defekten Elko habe ich, wenn ich mich recht erinnere, noch nie gesehen.

Es kommt auch immer darauf an, aus welche Weise die Überspannung in das Gerät gelangt. Schlägt der Blitz irgendwo in 2km Entfernung in eine Freileitung, kommt sie tatsächlich über das EV-Netz. In aller Regel hat man dann aber noch mehr kaputte Geräte. Sehr häufig: Schnurlostelefone, Telefonanlagen, irgendwelche Radiowecker und -recorder, Videorecorder (weil die ja meist immer im Stby. betrieben werden), aber niemals nur den PC.

Anders sieht es aus, wenn der Blitz in unmittelbarer Nähe z.B. über einen Baum in das Erdreich gerät. Durch den Fundamenterder deines Hauses haben alle an ihn angeschlossenen Abschirmungen, Potenzialausgleiche usw. in dem Moment das Blitzpotenzial. Hier sieht man dann schön z.B. im Fernseher eine Schmauchspur von der Sekundär- auf die Primärseite, wenn die Sekundärmasse über die Antennenleitung mit der Erde verbunden war.

Wenn der behandelte PC an einer Telefonanlage, DSL-Modem oder was weiß ich angeschlossen gewesen ist, hätten auch Defekte an diesen Geräten vorliegen müssen, wenn tatsächlich der Blitz schuld am Tod des Mainboards ist. Natürlich ist das jetzt nicht ganz ausgeschlossen, wenn er schreibt, dass er nicht in das Internet kommt. Ich würde diese Geräte mal auf Funktion prüfen lassen, aber bitte nicht der Firma mit dem günstigen Kostenvoranschlag :smiley:

Und: akzeptiere nie!! eine Sachverständigen der Versicherung,
die den Schaden zahlen wird. Hat mich vor kurzem 700 Euro
gekostet.

Wie das `?

Netzteil schießt normalerweise als erstes.

Nicht unbedingt !

P.S.: Die 80 Euro kann der andere Fachhändler vergessen, aber
wenn er die bei der Rückgabe des PC’s abzieht: dann akzeptiere
das, ein Prozess kostet Nerven und wegen 80 Euro findest du
kaum einen Anwalt.
Tip: Drohe in mit der Fachpresse (zum Beispiel heise)

Das geht wirkungsvoller :smiley: Es geht nicht um den Streitwert von 80 EUR , sondern wohl nachgewiesenermaßen (ich nehme an, der Kostenanschlag liegt schriftlich vor) um eine Fehlleistung nach den Regeln der Technik u n d versuchten Versicherungsbetrug. Hier würde ich argumentativ ansetzen. Vorausgesetzt natürlich, der Sachverständige hatte Recht.

Hallo,

Warum nicht? Wenn der auch die ct’ liest, sind ihm evt. die
aufgequollenen Elkos aufgefallen?

Trotzdem müßter er diesen durchmessen.

Wozu? Gehst Du auch mit Hammer und Streichholz ins Bett wie ein im Norden Deutschlands siedelnder Volksstamm? (Mit dem Hammer das Licht ausschalten durch Zerschlagen der Birne, mit dem Streichholz nachschauen, ob das Licht auch wirklich aus ist.)
Ein aufgequollener Elko IST defekt.

Und die meinsten
Sachverständigen haben da keine Ahnung.

Klar. Deshalb nennt man sie ja ‚Sachverständige‘.

Des weiteren: die ganzen Elkos sind ja dafür da, dass die
niedrigeren Spannungen im PC erzeugt werden und: Ein Elko kann
auch bei Überspannung schießen.

Ja sicher. Und natürlich sind Elkos da wesentlich empfindlicher als ein Halbleiter.
Oder doch nicht?

Abgesehen davon könnte man, wenn man keinen Aufwand scheut,
die Elkos austauschen, dann wüsste man Bescheid. Dazu gehört
keine große technische Ausrüstung.
Wobei ich aber bezweifle, daß es das gemacht hat - ein
Motherboard kostet grad mal 50Euro.

Ja, dann soll er das machen, wenn er wirklich ein
qualifiziertes Urteil erreichen will.

Schonmal was von ‚verhältnismäßig‘ gehört? Was glaubst Du, wieviel das Gutachten gekostet hat bei einem 250Euro-Schaden?

Aber vielleicht hat er ja auch die einzelnen Komponenten in
einem anderen Board gestestet und ist davon ausgegangen, daß
nicht sein kann, daß ein MB durch Überspannung stirbt, der
Prozessor aber nicht?

Es ist ein Sachgutachten. Es ist nicht davon auszugehen
sondern, es soll etwas bewiesen werden (Überspannung oder
nicht). Und dass kann der Gutachter nach „Augenschein“ nicht.

Es soll erstmal gar nichts bewiesen werden. Vor Gericht war der Fall nämlich gar nicht. Es sollte erstmal etwas begutachtet werden. Deshalb auch ‚Gutachten‘.
Was der Gutachter kann oder nicht, wirst Du wohl kaum beurteilen können. Du hast das Motherboard nicht gesehen und den Rest auch nicht. Vielleicht ein wenig mehr Zurückhaltung?

Die Versicherung muß den Gutachter ja bezahlen, weil es ein
zweites Gutachten will. Dazu müßte ich auch einen eigenen
Gutachter wählen dürfen.

Die Versicherung muß mit Sicherheit den ersten Gutachter bezahlen, denn der wurde von der Versicherung beauftragt. Den zweiten Gutachter bezahlt die Versicherung nur dann, wenn sie einen entsprechenden Gerichtsprozess verliert. Wer bestellt, bezahlt.

Habe geschrieben: normalerweise.

Genau: normalerweise. Reicht das für Dich dann schon als Beweis für die Unfähigkeit des Sachverständigen und die Schlechtigkeit der Welt im allgemeinen?

Viel öfter findest Du eine Blitzschaden aber über eine defekte
Ethernetkarte, falls vorhanden.

Tja. Und sagt uns das dann, daß es immer so ist und deshalb auch zwangsläufig in diesem Fall?

Gruß
Axel