nachdem wir in der Familie etwas Pech hatten mit irgendwelchen Überspannungen, die das Netzteil vom PC zum Himmel geschickt haben, habe ich mich entschlossen, mir einen „Überspannungs- und Blitzschutz“ zu kaufen, genauer hier: http://www.brennenstuhl.de/content.php?seite=shop/pr…
Nun wollte ich einmal fragen, ob es denn irgendwelche Probleme oder eine Beeinträchtigung des Schutzes gibt, wenn ich nun an diesen einen Steckplatz eine Verteilersteckdose anschließe, um meinen gesamten Computer inklusive der 6 anderen Geräte, die Strom benötigen, zu schützen. Schließlich steht ja mittlerweile auf allen Verteilersteckdosen immer drauf „Nicht hintereinanderstecken!“…
Nun wollte ich einmal fragen, ob es denn irgendwelche Probleme
oder eine Beeinträchtigung des Schutzes gibt, wenn ich nun an
diesen einen Steckplatz eine Verteilersteckdose anschließe, um
meinen gesamten Computer inklusive der 6 anderen Geräte, die
Strom benötigen, zu schützen.
Nein. Solange Du nicht mehrfach kaskadierst.
Dieser Zwischenstecker soll ja für 16A geeignet sein. Manche Steckdosenleisten halten nur 10A lt. Typenschild aus, manche verwandeln sich schon ab 6A in eine Mischung aus elektrischer Heizung und Feuerzeug
Ich hätte aber was anderes gekauft.
So eine Master-Slave Leiste mit Ü-Spanungsschutz und Netzfilter.
Vergiss bitte nicht die Datenleitungen (DSL, Netzwerk, Modem…) abzusichern.
Phönix Contact bietet dazu Kombi-Geräte an.
Telefon und solch Zeugs haben wir nicht (es lebe das WLAN). Warum wäre denn deiner Meinung nach so ein Master-Slave-Ding besser? Gut, es wäre bequemer, weil ich mit einem Gerät alles anschalten kann, aber dass will ich eigentlich gar nicht. Und ist dieser Netzfilter nicht eher etwas esoterisch, was sich High End Audio Freaks kaufen, damit ihre 10.000€ Geräte noch einen Tick besser klingen - weil sie daran glauben? Was konkret bedeutet das denn für mich und meinen Computer?
Und, ich war damals in Physik wirklich schlecht in Elektronik, was bedeutet das, dass sich andere Geräte schon bei 6A zerlegen. Wann tritt denn das auf, bzw. über den Daumen gepeilt wieviel liegt denn so pro PC oder was weiß ich an?
multipliziere die Netzspannung 230 Volt mit dem Strom, z.B. 6 Ampere, so ist das Ergebnis die Leistung, hier 1380 Watt.
Angenommen Dein PC-Netzteil ist für 350 Watt ausgelegt und Du nutzt es maximal aus, dann kannst Du an einer Steckdosenleiste, die für 6 Ampere Maximalstrom ausgelegt ist ohne Probleme 3 PC’s betreiben (genau 3,9). Aus Sicherheitsgründen geht man nicht bis ans letzte Maximum!
Würdest Du an oben besagter Steckdosenleiste ein Bügeleisen mit 2000 Watt betreiben, dann ist zu erwarten, dass die Leiste heiß wird und schmilzt, vielleicht auch einen kleinen Brand entfacht. Das Bügeleisen müsste dann aber dauerhaft heizen.
Das Netzfilter wirkt auch in beide Richtungen, hält somit auch Schaltstörungen von angeschlossenen Geräten davon ab ins Netz zurück zu gelangen und so die Nachbarumgebung zu stören. Alle modernen Netzteile zur Stromversorgung arbeiten als Schaltnetzteile und könnten Störfrequenzen erzeugen, die ins Netz gelangen. Vorschrift ist allerdings, dass der Hersteller dieser Baugruppen schon Vorkehrungen trifft, damit das nicht passiert.
Fundiertes Halbwissen:
Eine einfach abgesicherte Steckdosenleiste hilft nicht gegen Blitzeinschlag, nur gegen Überspannungen.
Gegen Blitzschlag hilft nur ein 3-Stufiges Schutzsystem, das im Schaltkasten (Überspannungsableiter) beginnt und an der Steckdose aufhört.
Die Installation darf und kann allerdings nur ein Elektriker machen. Am besten mal ungezwungen beraten lassen.
Fundiertes Halbwissen:
Eine einfach abgesicherte Steckdosenleiste hilft nicht gegen
Blitzeinschlag, nur gegen Überspannungen.
Naja, letzlich werden durch den Blitz bzw. durch den EMP des
Blitzes (=elektomagn. Puls) auch nur Überspannungen in den
Leitungen induziert.
Gegen direkten Blitzschlag hilft so’n fusseliges Ding eh nicht.
Da müßte man schon schwere Kaliber auffahren, was aber einigen
Aufwand und kosten verursacht.
Gegen Blitzschlag hilft nur ein 3-Stufiges Schutzsystem, das
im Schaltkasten (Überspannungsableiter) beginnt und an der
Steckdose aufhört.
Aufhören tut’s mit dem Feinschutz, der eigentlich im Gerät
eingebaut ist. Dieser Schutz der da zwischengeschaltet
wird, ist vermutlich auch nur Feinschutz. Sowas hilft nur
bei Geräten wirklich, die selbst keinen Feinschutz haben
(also der ganz billige Elektrokram aus China, der eh nie durch
eine reale EMV-prüfung käme).
Die Installation darf und kann allerdings nur ein Elektriker
machen. Am besten mal ungezwungen beraten lassen.
Warum wäre denn deiner Meinung nach so ein Master-Slave-Ding
besser? Gut, es wäre bequemer, weil ich mit einem Gerät alles
anschalten kann, aber dass will ich eigentlich gar nicht.
OK, es ging mir darum, dass man so alles auf einmal aus hat (auch wegen Stromkosten).
Und
ist dieser Netzfilter nicht eher etwas esoterisch, was sich
High End Audio Freaks kaufen, damit ihre 10.000€ Geräte noch
einen Tick besser klingen - weil sie daran glauben?
Du sprichst mir aus der Seele. Aber nein, ich meine echte Netzfilter. Die sorgen dafür, dass hochfrequente Störungen gedämpft werden.
Ob man’s braucht? Na, bei meiner Leiste war’s schon dabei.
Was
konkret bedeutet das denn für mich und meinen Computer?
Der Computer stört das Netz und das Netz stört den Computer. Mit Filter werden Störungen in beiden Richtungen unterdrückt.
Und, ich war damals in Physik wirklich schlecht in Elektronik,
was bedeutet das, dass sich andere Geräte schon bei 6A
zerlegen.
Es gibt fernöstliche Steckdosenleisten mit hauchdünnen Blechstreifen drin. Es gab in einer Fachzeitung einen Test, da wurde so ein Ding dauerhaft mit 6A belastet. Der Versuch endete nach einigen zig Minuten mit einem kleinen Feuerchen. Die Leiste hatte sogar ein GS-Zeichen vom TÜV. Nur wusste das dieser TÜV gar nicht. Nichts wird so gerne gefälscht wie Sicherheitszeichen!
Und dann fahr doch mal nach China und verklage Li Cheng Inc. auf Schadenersatz für Dein abgebranntes Haus. OK, seit dem Produkthaftungsgesetz kannst Du Dich auch an den Inverkehrbringer in D wenden. Wenn der dann noch existiert.
Eine einfach abgesicherte Steckdosenleiste hilft nicht gegen
Blitzeinschlag, nur gegen Überspannungen.
Gegen Blitzschlag hilft nur ein 3-Stufiges Schutzsystem, das
im Schaltkasten (Überspannungsableiter) beginnt und an der
Steckdose aufhört.
Die Installation darf und kann allerdings nur ein Elektriker
machen. Am besten mal ungezwungen beraten lassen.
Vielleicht schreibt Peter(Too) noch was dazu.
Uwi darf aber auch
Was du da an Schutzeinrichtungen beschreibst, hilft nur gegen Störungen welche über die Netzzuleitung zu dir gelangen.
Das Stichwort EMP wurde von Uwi schon genannt.
Wenn also ein Blitz irgendwo einschlägt fliesst ein sehr hoher Strom, welcher kurzzeitig ein einsprechend starkes Magnetfeld erzeugt, also diesen E lektro M agnetischen im P uls (englisch schreibt es sich Pulse, deshalb das P).
Nun, ein veränderliches Magnetfeld und irgendein Leiter ergibt zusammen einen Transformator.
Wenn also der Blitz nahe genug einschlägt, wird jedes Kabel, welches z.B. am Computer angeschlossen ist, zur Wicklung eines Transformators. Das kann auch schon das Telefonkabel zum Modem sein, welches dann einen Hochspannungsimpuls ans Modem sendet…
Solche Dinge werden aber nur bei militärischen und meist bei industriellen Geräten wirklich berücksichtigt.
Da Geiz halt geil ist, will im provaten Bereich keiner dafür etwas mehr Geld ausgeben, und zudem zahlt ja meist die Versicherung den Schaden …
Oje, das ist wiedereinmal erschreckender als ich es gehofft hatte. Aber ich denke mal, ob Geiz geil ist oder nicht, ich bin ein armes Würstchen und kann mir keinen Elektriker leisten, schon gar nicht was auch immer er dann einbauen würde und ganz auf hört es schon, weil ich nicht furchtbar lange hier leben werde…
Aber danke für euer Fachwissen. Ich nehme das jetzt mal so für mich: So ein Gerät was ich mir gekauft habe macht sich bei Überspannung durch Blitze, die irgendwo in der Ferne sind ganz gut. Auch muss ich keine größere Angst haben, wenn ich an das Gerät per Verteilersteckdose sechs Dinge gleichzeitig anschließe. Nur eben im Falle eines direkten Biltzeinschlages oder auch nur der näheren Umgebung lässt sich da nicht viel machen ohne finanziellen Aufwand. Nun, ein wenig ist besser als nichts, und deswegen werde ich wohl mich zurücklehnen mit meinem Gerät und hoffen, dass schlimmeres vobeizieht…
Oje, das ist wiedereinmal erschreckender als ich es gehofft
hatte. Aber ich denke mal, ob Geiz geil ist oder nicht, ich
bin ein armes Würstchen und kann mir keinen Elektriker
leisten, schon gar nicht was auch immer er dann einbauen würde
und ganz auf hört es schon, weil ich nicht furchtbar lange
hier leben werde…
Das ist ja das Problem !
Für einige 10€ könnte man die Geräte serienmässig mit (besseren)Schutzschaltungen versehen.
So aber musst du das alles nachträglich einbauen lassen, was dann wesentlich teurer wird.
Aber danke für euer Fachwissen. Ich nehme das jetzt mal so für
mich: So ein Gerät was ich mir gekauft habe macht sich bei
Überspannung durch Blitze, die irgendwo in der Ferne sind ganz
gut.
Spannungsspitzen entstehen nicht nur durch Blitze. Es genügt schon wenn du z.B. deine Niedervolt-Halogenlampen ausschaltest.
Wenn du ein Radio mit Zimmerantenne oder ein kleines Transistor-Radio nimmst und auf Mittel- oder Kurzwelle so einstellst, dass da kein Sender ist, kannst du, unter anderem, die Netzstörungen hörbar machen. Schalt mal das List ein und aus. Im Radio wirst du es knacken hören.