Hi,
bei der Blockflöte gibt es beim „f“ zwei Spielarten: normal und barock. Worin liegt der Unterschied, und welcher Ton wird im Normalfall für Anfänger genutzt?
Alexander
Hi,
bei der Blockflöte gibt es beim „f“ zwei Spielarten: normal
und barock. Worin liegt der Unterschied, und welcher Ton wird
im Normalfall für Anfänger genutzt?
das kommt auf die Flöte an! Bei der „normalen“ C-Blockflöte wird das f gespielt, indem alle Löcher bis auf die unteren drei geschlossen werden. Bei der Barockflöte (die mit den beiden Doppellöchern unten) ist beim f nur das dritte Loch von unten geöffnet.
Hmmmmm, ist jetzt ziemlich laienhaft ausgedrückt, aber mein Blockflötenunterricht (barock übrigens) ist auch schon 24 Jahre her. 
lemmy
Hi Alexander,
welche Griffweise benutzt wird, hängt, wie Lenny schon gesagt hat, von deiner Flöte ab. Das kann man aber auch hören: Wenn man ein barockes f auf einer „normalen“ - ich kenne dafür den Begriff „deutsche Griffweise“ - Blockflöte spielt, ist der Ton viel zu hoch.
Soweit ich weiß, werden bei Anfängern heute hauptsächlich barocke Blockflöten genutzt.
Es gibt zu diesem Thema übrigens eine ganz gute Homepage, die Adresse ist http://www.fjkastl.de/finger.htm. Die können das besser erklären als ich *g*
Gruß, Annegret
Hi,
bei der Blockflöte gibt es beim „f“ zwei Spielarten: normal
und barock. Worin liegt der Unterschied, und welcher Ton wird
im Normalfall für Anfänger genutzt?
Alexander
Hi,
bei der Blockflöte gibt es beim „f“ zwei Spielarten: normal
und barock. Worin liegt der Unterschied, und welcher Ton wird
im Normalfall für Anfänger genutzt?
Das hängt davon ab, wie alt der Anfänger ist und wie groß seine Hände sind. Wie ja schon gesagt, unterscheiden sich die beiden Flöten hauptsächlich in der Griffweise, wobei bei der barocken Flöte der sogenannte Gabelgriff benutzt wird. Die beiden Fs hören sich übrigens gleich an. Ein weiterer Unterschied ist, dass Flöten mit deutscher Griffweise (normal) üblicherweise nur für Anfänger hergestellt werden und daher auch nur eine geringe Lebenserwartung (ein bis zwei Jahre) haben, da das Holz nicht so gut ist wie das von Barockflöten, das Holz arbeitet und wächst und der Klang wird mit der Zeit tiefer. Barockflöten sind zwar meist teurer, aber aus besserem Material und mit der richtigen Pflege sehr lange haltbar (Meine erste Barockflöte ist jetzt etwa 20 Jahre alt und noch brauchbar).
Am besten gehst du in ein Musikgschäft, lässt dir verschiedene Modelle zeigen und probierst einfach, die Finger drauf zu legen - oder lässt den, für den die Flöte ist, diese Übung machen. Wenn er den Gabelgriff für das f hinkriegt (alle Finger auf der Flöte außer dem rechten Mittelfinger; oben greift die linke Hand, unten die rechte) würde ich die Barockflöte nehmen. Wenn es sich allerdings ausdrücklich nur um ein Einstiegsinstrument handelt, um später was anderes zu lernen, ist es ziemlich egal. Wenn es um ein Kind geht, das Flöte lernen soll, bieten sich zum Anfangen auch die Flöten, deren Mundstück aus Plastik ist und bei denen nur der Körper aus Holz besteht, an, da Kinder noch ziemlich viel „spucken“ beim Blasen. Wenn du eine Flöte für ein größeres Kind oder einen Erwachsenen suchst, der lange spielen will, würde ich auch zu einer Altflöte raten (ist ne halbe Oktav tiefer als die Sopran- oder c-Flöte), die klingt nicht so schrill und es gibt viel mehr Noten dafür.
Ich hoffe, das war jetzt nicht zu viel auf einmal, aber das ist halt alles, was mir zu dem Thema einfällt und was ich für wichtig halte (unterrichte selbst Flöte).
Bis dann
die Elbin
Hi,
bei der Blockflöte gibt es beim „f“ zwei Spielarten: normal
und barock. Worin liegt der Unterschied, und welcher Ton wird
im Normalfall für Anfänger genutzt?
Alexander
Hallo Alexander!
Man unterscheidet grundsätzlich bei den Sopranblockflöten (mit der man normalerweise zu lernen beginnt) solche mit barocker und solche mit deutscher Griffweise.
Als Blockflötistin kann ich Dir nur raten die barocke Bauweise bei Blockflöten zu verwenden. Die normale (=deutsche) Griffweise wurde einmal erfunden, um Anfängern das Blockflötenspiel zu erleichtern. Allerdings sind diese Blockflöten nicht so gut in sich gestimmt und historisch einfach falsch. Es gab in der Spätrenaissance Blockflöten mit ähnlichen Griffweisen wie die „normale“ Blockflöte heute hat - aber das waren eben Renaissanceflöten und keine Barockflöten wie sie in den Schulen heute verwendet werden.
Anscheinend hat der Erfinder der deutschen Griffweise sich mittlerweile davon distanziert.
Ich habe Kinder (ab 5 jahren) nur die barocke Griffweise gelehrt und niemand hatte damit Probleme. Allerdings habe ich auch Blockflöten verwendet,die das Greifen (vor allem bei kleinen Händen) leichter machen.
mfg Ilse
Danke
Danke an alle, es werden Sopranblockflöten mit barocker Griffweise verwendet. Meinte zumindest diejenige, die es wissen wollte.
Alexander