Die Bremsen wurden schon in der Werkstatt gereinigt und die Bremsbacken abgeschliffen. Das Problem war damit aber nicht beseitigt.
Liegt ja vielleicht doch am billigen Material.
Betsell dir einfach ne Scheibe aus Keramik oder Titan und
schon bist du die probleme los
Hallo
Ein MTB ist kein Formula Una Fahrzeug.
Stahl Bremsscheiben sind Stand der Technik und die Hitzeentwicklung eine gewollte physikalische Folge des Bremsvorganges. Man denke mal an den Physikunterricht zurück: „Energie kann nicht erzeugt oder vernichtet sondern nur umgewandelt werden“. In diesem Fall also: Bewegungsenergie in Wärmeenergie.
Das Problem dürfte die Erwärmung der Bremsflüssigkeit und die damit einhergehende Ausdehnung der Flüssigkeit sein. Diese kann durch den wahrscheinlich fehlenden Ausgleichsbehälter der Giant Bremse nicht aufgefangen werden. Stelle die Bremse anders ein, damit mehr Spiel am Hebel (System) ist. Überprüfe ob die Bremsbeläge richtig von der Scheibe gelöst werden wenn du nicht mehr bremst. Wäre möglich das sie durch die Hitze am Sattel verkanten. Abhilfe könnte auch noch ein Tausch der Beläge sein. Z.B. Organische gegen Metallische.
Ein Ablassen von Flüssigkeit ist nicht zu empfehlen, es sollte aber überprüft werden ob Luft im System ist, ggf. entlüften. Die Probleme könnten aber auch bei der hauseigenenen Giant Bremse Systembedingt sein. Du hast noch nicht geschrieben welche Bremse eigentlich verbaut ist. Deshalb nur allgemeine Hinweise.
reine keramik-scheiben sind bei der geringen dicke und der exponierten lage am bike ungeeignet da zu stoßempfindlich.
titanscheiben gibt es, die bremsen aber deutlich schlechter als herkömmliche stahlscheiben, anwender berichten da von funkenflug und wenig bremsleistung.
alu-scheiben mit keramikbeschichtung gelten als modellbau (=extreme form des leichtbaus, der die tauglichkeit des rades extrem einschränkt), es gibt aber mittlerweile anbieter, deren scheiben bei trockenheit halbwegs an stahlscheiben rankommen.
aus carbon fiber reinforced carbon wie in der formel 1 existieren wohl prototypen oder einzelstücke an irgendwelchen messe-showbikes, die dann in der tat recht unbezahlbar sind und von denen niemand weiß, ob man sie am bike annähernd auf eine temperatur bekommt, bei der sie annehmbare bremsleistung entwickeln.
modellbau in reinster form sind scheiben, die aus stinknormalen quasiisotropen cfk-platten rausgefräst sind. auch das habe ich schonmal gesehen, gottseidank nciht in freier wildbahn.
offensichtlich werden deine scheiben zu heiß und erhitzen dann das ganze system. die wärmeausdehnung des bremsmediums führt dann zur blockade. öl aus dem ausgleichbehälter ablassen bringt überhaupt nichts und ist unter umständen sogar gefährlich. bremsklötze abschleifen bringt sowieso nichts, da die bremse vermutlich über automatischen belagsverschleißausgleich verfügt. außen reinigen ist ja schön und gut, behebt das problem aber auch nicht.
mit scheibenbremsen braucht man eine andere bremstechnik. kurz und heftig bremsen ist angesagt, dauerhaftes schleifenlassen der bremse führt schnell zu überhitzung. sonst helfen nur größere scheiben - mehr material bedeutet mehr wärmekapazität - und scheiben, die durch eine geschickte anordnung von löchern durch den fahrtwind gekühlt werden.
einen größeren scheibendurchmesser kann man mittels adapter anpassen, die nachrüst-bremsscheibe darf nicht dicker als die alte sein. ansonsten kann man da ziemlich wild kombinieren. wenn du die bremse häufig heißbremst, empfehle ich trickstuff rsr beläge, die sollten das mitmachen.