vielleicht eine Dummerchenfrage, aber was solls, ist vielleicht nicht ganz uninteressant:
Schickt man eine Mail an Otto Normalverbraucher (Schau mal in den tollen Shop…), dann ist das Spam und bäh.
Schickt man aber eine ähnliche Mail an zB einen Online-Saftladen (Schauen Sie doch mal in den Shop xyz. Vielleicht könnten Sie die Werbung auf Provisionsbasis in Ihre geschäftliche HP einbauen und somit Ihr Geschäftsfeld erweitern.), dann ist das kein Spam - sondern ein Angebot zur Zusammenarbeit.
ODER IRRE ICH MICH DA???
Echt???
Wie soll denn dann zB die Firma A zu neuen Geschäftspartner / Kooperationspartnern B, C, D kommen, wenn er anderen Firmen kein Angebot machen darf?
Per Snail-Mail wäre das sicher kein Problem. Wieso also nicht per E-Mail?
Sorry, aber irgendwie verstehe ich da nicht so ganz den Sinn…
Sind wirklich Regelungen zum Schutz der Verbraucher 1:1 auf den Geschäftsbetrieb zu übertragen???
Ja. Das ist Werbung, und die darf nur verschickt werden, wenn der Empfänger ausdrücklich oder mutmaßlich (durch bereits bestehende Geschäftsbeziehung o.ä.) eingewilligt hat. Verstößt sonst gegen deutsches Recht, und kann ziemlich unangenehme Folgen haben.
Wie soll denn dann zB die Firma A zu neuen Geschäftspartner /
Kooperationspartnern B, C, D kommen, wenn er anderen Firmen
kein Angebot machen darf?
Das ist A’s Problem - _so_ jedenfalls nicht.
Per Snail-Mail wäre das sicher kein Problem. Wieso also nicht
per E-Mail?
Weil dadurch z.B. Kosten auf Empfängerseite entstehen, und der Geschäftsbetrieb gestört wird. Gilt ebenso für unerwünschte Werbung per Telefon und Telefax. Personalisierte Werbung per Post ist zwar noch nicht nach diesen Regeln verboten, es besteht allerdings ein Unterlassungsanspruch - der Empfänger kann also verlangen, nie wieder damit belästigt zu werden. Unpersonalisierte Postwurfsendungen werden schon durch einen simplen Aufkleber am Briefkasten verhindert.
Sind wirklich Regelungen zum Schutz der Verbraucher 1:1 auf
den Geschäftsbetrieb zu übertragen???
Echt???
Wie soll denn dann zB die Firma A zu neuen Geschäftspartner /
Kooperationspartnern B, C, D kommen, wenn er anderen Firmen
kein Angebot machen darf?
Per Post. Telefon- oder Emailwerbung ist nur dann möglich wenn eine Geschäftsbeziehung bereits besteht oder der Empfänger dieser ausdrücklich zugestimmt hat. Sonst kann er den Absender abmahnen (lassen). Warum meinst Du das es soviel Gewinnspiele gibt? Der Sinn ist meistens nur der, dass du bei der Teilnahme zugleich im Kleinbedruckten bestätigst mit künftigen Werbesendungen dieser Firma einverstanden zu sein.
Per Snail-Mail wäre das sicher kein Problem. Wieso also nicht
per E-Mail?
Der Gesetzgeber ist der Meinung, dass man Menschen vor Telefonwerbung und Emailwerbung besser schützen muß als vor Briefwerbung.
Über die Gründe kann ich jetzt nur spekulieren aber ich glaube es lag daran dass man hier einen höheren Mißbrauch oder eine höhere Störung gesehen hat. Schließlich ist es ja tatsächlich viel einfacher, und vor allem viel billiger, mal schnell 1000 Emails zu versenden als 1000 Briefe. Insofern bekommst Du auf diesen Weg viel schneller unerwünschte Post als über den Briefkasten. Weiterhin waren zu dem Zeitpunkt als das Gesetz erlassen wurde auch die Mailboxen hinsichtlich ihres Speicherplatzes viel mehr beschränkt als heute und wurden nicht so oft abgefragt, so dass man davon ausging, dass eine volle Mailbox auch dazu führen würde, dass die eigentlich wichtigen Emails vom Server dann abgelehnt werden könnten, weil ja das max. Speichervolumen überschritten ist.
Werbung am Telefon hat wohl den Faktor, dass sie den anderen ganz einfach sehr viel Zeit kostet und er sich auch den Zeitpunkt nicht aussuchen kann wann er das Gespräch entgegennimmt, wie es bei der Briefpost der Fall ist.
Sind wirklich Regelungen zum Schutz der Verbraucher 1:1 auf
den Geschäftsbetrieb zu übertragen???
Hallo Andre bäh
wie ich schon an anderer Stelle sagte: Dumm darf man sein, man muss sich nur zu helfen wissen.
Streng genommen ist das in beiden Fällen SPAM, denn keiner von beiden hat erlaubt, die Mail mit direktem kommerziellen Inhalt an diese zu senden.
Jedes eMail-Programm bietet die Möglichkeit, seiner eMail eine sog. „Signatur“ beizufügen.
Und wenn dir sonst nicht vernünftiges für deine Signatur einfällt, dann kannst du problemlos dem Otto-Normalverbraucher, wie auch dem Saftladen ohne Spambestanderfüllung mitteilen, dass es bei dir einen „tollen Shop mit tollen Angeboten“ gibt und zum Hereinschauen einladen.
Spam hat i.d.R. einen gewollten, hauptsächlichen kommerziellen Inhalt zum Gegenstand und klassifiziert sich, falls ungefragt erhalten, als SPAM. Eine „Signatur“ hat nichts mit dem Inhalt der Mail zu tun, sondern ist dauerhafter, selbständiger „Fussnoten“-Bestand.
Fussnoten oder Signaturen sind bei einer Mail problemlos als solche auch zu erkennen und sind in der Regel auch unabhängig von hauptinhalt einer Mail und bestehen entweder aus einen reinen Infotext oder einer URL im entweder html-Format oder plain Text-Format.
Überigens: es gibt eigentlich keine „dummen Fragen“ sondern nur dumme Antworten
In diesen Sinne noch einen angenehmen Wochenanfang,
Pierre
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