Servus!
Also, ich hab mir jetzt sämtliche Antworten durchgelesen - und sehe, ehrlich gesagt, schon ein Problem darin, daß Dein Sohn Dich mit Schimpfwörtern tituliert. Noch ist er in einem Alter, wo man sagen kann, „Kinderkram“, aber wenn er sich das angewöhnt, Dich wie seine Freunde zu behandeln, wirst Du ihm das nicht mehr austreiben können.
Es ignorieren, wie einige vorgeschlagen haben, gibt ihm den Eindruck, es sei o.k., weil ja nix passiert ist als Folge.
Daß Du „drüber“ stehst, das kann er mit 5 Jahren noch nicht realisieren, denke ich.
Mit ihm sprechen, ihn mit den Folgen seines Tuns zu konfrontieren, alles o.k.
Aber mit ihm darüber diskutieren, das überfordert einen 5jährigen, glaub ich. Was ihn nicht überfordert, ist eine Diskussion darüber, WARUM Du Deine Entscheidung getroffen hast - nicht direkt in der „Hitze des Gefechts“, aber schon noch „ereignisnah“, damut er auch die richtigen Assoziationen macht.
Nicht in dem Augenblick, wo er turnt und sich gegen´s Bettgehen wehrt, sondern beim Küsschengeben mit ihm drüber sprechen, so was mein ich.
Meines Erachtens solltest Du ihm schon auch klarmachen, daß es Wörter gibt, für die die Mutter ganz einfach tabu ist. „Blöd“ ist so eins.
Der Mama weh tun, sollte ebenfalls strikt tabu sein.
Voraussetzung ist, daß die Mama ihm auch nicht weh tut. Stichwort „Kochlöffel tanzen lassen“. Völlig daneben.
Wie man in den Wald reinschreit…
Mir steht die Erziehungsarbeit ja erst bevor, so daß meine Auslassungen hier alle nur theoretischen Anspruch haben - im Unterschied zu den andern Postern, die alle praktische Erfahrungen haben.
Ich hab´s nur in meiner Erziehung so erfahren, daß Beschimpfen der Eltern ein „no go“ war - mit dem Erfolg, daß meine Eltern halt immer was Besonderes waren. Was sie allerdings durch ihr Tun auch immer gerechtfertigt haben.
Einem Kind müssen auch Grenzen gezeigt werden, die werden vom Kind auch ausgelotet. Ich find´s gut, daß Du Deinem Kind in dem Moment klar gemacht hast, daß hier eine Grenze überschritten wurde.
Daß Du eine Entscheidung „Spongebob anschauen o.k.“ revidiert hast, weil sich ja auch das Verhalten Deines Sohnes geändert hat - diesen Zusammenhang solltest Du ihm schon klarmachen.
Eine Grundregel, die ich mir vorgenommen habe: Die Entscheidungen der Eltern müssen klar sein, für die Kinder nachvollziehbar.
VG
Christian