Hallo Chrissie
Freak hin oder her. Du hast dich gefälligst nach dem
Chef/Kundschaft zu richten.
Dem muss ich widersprechen. Ein reines ‚nach dem Kunden richten‘ ist Bullshit.
Schon als ich noch in die Lehre ging (ich habe Verkäufer gelernt, als Papeterist, Spezialgebiet Mal- und Zeichenbedarf…) wurde uns in der Berufsschule etwas beigebracht, was ich bis heute sinnvoll finde:
Der Spruch ‚Der Kunde ist König‘ ist veraltet und sollte nicht mehr gelten. Der Kunde ist vielmehr ein Partner.
Der Kunde teilt mir mit, was er gerne haben möchte. Und ich versuche, seinen Wünschen so gut wie möglich zu entsprechen. Aber mir als demjenigen, der sich mit der Materie auskennt, obliegt es auch, dem Kunden Vorschläge zu unterbreiten, ihn auf allfällige Irrtümer oder Unmöglichkeiten hinzuweisen.
Es geht also darum, mit dem Kunden gemeinsam zu bestimmen, was von seinen Wünschen machbar ist und was nicht. Und der Kunde muss ggf. auch gewisse Abstriche in Kauf nehmen. Wenn etwas technisch nicht machbar ist, dann muss er das akzeptieren.
Natürlich muss man das möglichst so gestalten, dass der Kunde das verstehen und nachvollziehen kann. Und wo immer möglich sollte man ihm mögliche Alternativen aufzeigen. Dazu gehört bei einer Webseite auch, dass man ihm irgendwie verklickert, dass er im Endeffekt froh ist, lieber eine Version zu wählen, die mit mehr Browsern funktioniert, weil dadurch weniger potentielle Kunden vergrault und zur Konkurrenz getrieben werden.
Ein guter Konfektions-Verkäufer sagt Dir auch, wenn eine bestimmte Krawatte farblich absolut nicht zu Hemd und Anzug passt. Und er sagt Dir auch ehrlich, ob Dir ein Anzug steht oder nicht bzw. ob man ihn allenfalls etwas anpassen muss. Wenn er das nicht tun würde, wäre er ein schlechter Verkäufer. Warum sollte das selbe nicht auch für Webdesign gelten?
CU
Peter