Bloß Geplauder

Gehts euch manchmal auch so?

Ich habe heute wohl insgesamt drei Stunden auf die Zubereitung meines Abendmahls aufgewendet - Geschnetzelte Leber mit Gemüserisotto und Schikoree-Möhrensalat - und da ich jetzt fertig bin, habe ich keinen Appetit mehr.
Und ich esse dieses köstliche Mahl aus reinem Pflichtgefühl.

Ach, da habe ich doch noch eine Frage:

Pilze zu Leber! Geht das?

Guten Appetit wünscht Fritz

Servus Fritz,

ad (a): Es ist ratsam, bei der Wahl und bei der Menge des Satteltrunkes Sorgfalt walten zu lassen. Ein-zwei Halbe verstärken die Vorfreude auf das Essen, aber ab ca. fünfen kommts zum gegenteiligen Effekt. Sehr problematisch kann sich auch ein tanninbetonter Roter auswirken: Er macht satt. Aber auch im Rieslingfall täte ich zwei Viertele nicht überschreiten.

ad (b): An Dorschleber scheint mir diese Composition ein bissel gewagt, aber sonst: Warum nicht?

Wohl bekomms!

MM

Servus, Martin,

Schwarzbier ist wohl auch nicht so gut, oder?

Wohl bekomms!

Danke!
Fritz

Mahlzeit, Fritz,

Gehts euch manchmal auch so?

Ich habe heute wohl insgesamt drei Stunden auf die Zubereitung
meines Abendmahls aufgewendet -

Sag bloß - du warst drei Stunden nicht im w-w-w???

Geschnetzelte Leber mit
Gemüserisotto und Schikoree-Möhrensalat

Klingt gut …

  • und da ich jetzt
    fertig bin, habe ich keinen Appetit mehr.

Hat nicht auch einst Till Eulenspiegel sich nur am Dufte sättigen dürfen?

Und ich esse dieses köstliche Mahl aus reinem Pflichtgefühl.

Naja - ich hülfe dir gern. Warum bist du so weit weg?

Pilze zu Leber! Geht das?

Mundet’s?
Dann geht’s.
So einfach ist das!

Guten Appetit wünscht Fritz

Bei mir war das Mahl frugaler:
Chinesische Knoblauchknolle auf Vollkornbrot.

Ist der Knoblauch zu stark, bist du zu schwach!

Mit mordsmäßigem Mundgeruch
Barney

Hmmm -

Schwarzbier

wurde von einem schon eine Weile in D lebenden Freund, der aus Kamerun stammt und Bier gemeinhin als „flüssiges Brot“ bezeichnet, beim ersten Kennenlernen als „flüssiger Pumpernickel“ klassifiziert.

Ich entsinne mich bloß an eine Situation, wo es uns als Aperitif in ziemlicher Menge eingenommen nicht den Appetit auf die darauf folgenden thüringischen Reichhaltigkeiten genommen hat: Im Berghotel „Ebertswiese“, nach einer Rennsteigetappe von gut 30km mit vollem Gepäck.

Fazit: Jedes Getränk kennt die ihm angemessene Form der Begegnung (leicht verkürzt aus einem Stücklein aus Blochs „Spuren“)…

Schöne Grüße

MM

Mahlzeit, Fritz,

Danke, Barney, auch dir.

Sag bloß - du warst drei Stunden nicht im w-w-w???

So darfst du dir das nicht vorstellen. Der PC läuft und ich habe LSD oder DSL oder wie das Ding heißt.

Und da gehe ich dann schon immer mal wieder aus der Küche an den PC. Nicht nur ins Forum. Ich richte gerade einige Texte ein.

Mit mordsmäßigem Mundgeruch

Wirst noch weggehen?
Sonst ist es doch egal.

Fritz

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Diesen Ausdruck „Satteltrunk“ verwendest du wie selbstverständlich für das, was man an Kochwein/bier/xyz so während des Kochens zu sich nimmt, man muss ja sicher sein, dass man den rechten Trank verwendet.
Aber der Ausdruck kommt doch sicher aus der Reiterei?
Was ist seine ursprüngliche Bedeutung?

Das weißt du doch sicher, Martin.

Gruß Fritz

Das klingt lecker! Vermutlich ist schon alles verputzt! :wink:

Gestern habe ich in einer Zeitschrift geblättert und plötzlich Lust auf Milchreis bekommen! Da war nämlich ein Rezept drin! „Zubereitung lt. Packungsaufdruck“. Irgendwo hatte ich noch eine ganze Tüte?! Also freudig herausgekrustelt und den Topf gefüllt. Gaaaah, 40 Min.!! (Geht das auch im Schnellkopftopf??)

Also, habe ich mich dem Schicksal gebeugt und im Wohnzimmer in Geduld geübt. Sehnsüchtig das „Märchenbild“ in der Zeitschrift angeguckt. Plötzlich die Erlösung! Was für ein herrlicher Duft! Das Ergebnis sah gar nicht wie der übliche Milchreis aus (?), war aber recht lecker! Mit etwas Honig, diverse Gewürzen, Rosinen, Orange, Walnüsse …

Schleck, ich habe noch eine zweite Portion Reis im Kühlschrank! Sogar auch Chicoree und Gelbe Rüben! Wie hast du den Salat zubereitet? Ich mache Chicoree gerne mit etwas Jogurt und Obst. :smiley:

Ach nur Geplauder! Ich setze gern alles auf und lasse es eine Weile friedlich vor sich hinköcheln. Danach wiesle ich in die Küche, würze es je nach Lust und Laune und richte es an. Ich finde, ständig in der Küche herumzustehen, macht keinen großen Spaß. Außerdem ist es sicher für meine Nachbarn beunruhigend, keine schwarze Rauchschwaden von mir zu sehen. :wink:

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Das klingt lecker! Vermutlich ist schon alles verputzt! :wink:

Es klang nicht nur, es schmeckte auch so, Sylvia, und inzwischen ist alles verputzt. Eben gabs den Rest

gefüllt. Gaaaah, 40 Min.!! (Geht das auch im Schnellkopftopf??)

Bestimmt!

war aber recht lecker! Mit etwas Honig, diverse Gewürzen, Rosinen, Orange, Walnüsse …

Süße Hauptspeisen gibt es bei mir selten. Ich müsste mal wieder …

Sogar auch Chicoree und Gelbe Rüben! Wie hast du den Salat zubereitet? Ich mache Chicoree gerne mit etwas Jogurt und Obst. :smiley:

Ganz normal, nur dass ich weniger Essig und mehr Zitronensaft verwende.
Joghurt und ein bisschen Senf auch noch. Aber gut flüssig.
Ich habe hier ja schon einmal gestanden, dass ich am Ende des Essens die Salatsoße trinke.

Weiterhin guten Apprtit!

Gruß Fritz

Hi Fritz,

Ich habe hier ja schon einmal gestanden, dass ich am Ende des
Essens die Salatsoße trinke.

Darfst du doch auch.
Solange du nicht vor versammelter Mannschaft die
Salatschüssel an die Lippen setzt.

auch: 'n Guude

Elke

Hmm, nein: Wie der Begriff von der berittenen Jagd in die Küche geraten ist (und ob er da überhaupt allgemein verbreitet ist oder eher von Einzelnen scherzhaft verwendet wird, also bloß aus persönlicher Umgebung eingebürgert ist), entzieht sich meiner Kenntnis. Auch, welchen Hintergrund der Satteltrunk bei der berittenen Jagd hat - außer diesem, daß dort, wo rechte Mannen unter sich sind, nicht so leicht nüchtern geblieben wird.

Schöne Grüße

MM

Diesen Ausdruck „Satteltrunk“ verwendest du wie
selbstverständlich für das, was man an Kochwein/bier/xyz so
während des Kochens zu sich nimmt, man muss ja sicher sein,
dass man den rechten Trank verwendet.
Aber der Ausdruck kommt doch sicher aus der Reiterei?

ja - aus der Jagdreiterei

Was ist seine ursprüngliche Bedeutung?

das ist der Schnaps / klare / obstler / hochprozentige, der den Reitern vor Beginn der Jagd gereicht wird, wenn sie schon auf dem Pferd sitzen (deswegen Sattel… bzw. Bügel… )

Grund dafür :

  1. nimmt so ein kleiner Hochprozentiger ein wenig die Spitzen der Nervosität - wirkt also etwas beruhigend auf die Reiter und damit auch auf die Pferde, die meist eh schon wissen um was es geht und dementsprechend vom „jagdfieber“ gepackt und aufgeregt genug sind

  2. zweitens fand die traditionelle Jagd eher „im Frühtau“ statt, war also recht frostig und der Satteltrunk wärmte so ein wenig vor

  3. den ängstlicheren Reitern, die sonst ihre Pferde (und die anderen) vor lauter ohGottohGottohGott behindern (und damit gefährden würden) nahm es ein klein wenig die Angst ;o)

Heutztage gibts die Querfeldeinstrecken über Steinmauern ,durchs Unterholz etc. nicht mehr in dieser Form aber der Sattel- bzw. Bügeltrunk hält sich „traditionell“ ;o) genauso wie sich die vielen ungeschrieben Gesetze hartnäckig halten (sofern sie was mit Alkohol zu tun haben *g*)

Gruß H.
die Jagden lieber ohne Satteltrunk mitritt/reitet, damit sie den betrunkenen Herrenreitern besser ausweichen konnte/kann ;o)

Hi, Fritz!

Ich habe heute wohl insgesamt drei Stunden auf die Zubereitung
meines Abendmahls aufgewendet - Geschnetzelte Leber mit
Gemüserisotto und Schikoree-Möhrensalat - und da ich jetzt
fertig bin, habe ich keinen Appetit mehr.
Und ich esse dieses köstliche Mahl aus reinem Pflichtgefühl.

Da gibt’s doch ein uraltes Anekdötle von einer jungen schwäbischen Hausfrau, die auch viel Zeit auf die Zubereitung einer schönen Mahlzeit verwendet hatte, und als sie fertig war, meint sie resigniert:
„Jedsd han-e-s 'kocht, soll-e-s jedsd au no essa?!“

Pilze zu Leber! Geht das?

Klar, zwischen Leber und Milz paßt immer noch ein Pils/z :wink:)

Grüßle
Regina