die Hauptstraße im Ort ist komplett kaputt, hunderte Schlaglöcher, über die Jahre mehrfach geflickt, dadurch Flickenteppich und Huckelpiste, dazu teilweise Straßenrand abgesackt.
Nun fuhr ein Reparaturfahrzeug durch den Ort, eine sogenannte Blow-Patching-Maschine, namentlich Strassmayr STP 1008 auf einem MAN. Es wird flüssiger Asphalt auf die Straße gespritzt und dann Split draufgerieselt.
Nun frage ich mich was von so einer Straßenreparatur zu halten ist. Es ist das erste Mal, das ich sowas sehe. Seit wann werden solche Verfahren verbreitet angewendet? Wie verhält es sich mit der Qualität (wenig Unebenheiten für darüber fahrende Fahrzeuge) und der Haltbarkeit der Reparatur verglichen mit anderen Verfahren?
Das Loch wird nicht wirklich bis zur Oberkante gefüllt, dafür ist dann zusätzliches Material um die Kante herum.
Lose Asphaltbrocken müsste man vorher entfernen, ich rate mal, dass das nicht gemacht wird.
Oft hat man Asphaltbrocken, die nur noch so halb fest sind. Darunter ist gerne mal Feuchtigkeit, die dann da eingeschlossen wird. Bald lösen sich diese Brocken richtig.
Im Endeffekt ist das, wie wenn du mal eben mit nem Farbpinsel über rostige Stellen gehst, ohne den rost zu entfernen…
Frühzeitig eingesetzt, kann das Verfahren geeignete, kleinere oberflächliche Beschädigungen recht gut so sichern, dass zunächst keine größeren Schäden entstehen. Und dies schnell, ohne große Verkehrsbehinderungen und zudem günstig. Das hält dann auch gut und recht lang. Dabei ist gerade der Sicherungsaspekt nicht zu unterschätzen, weil kleinere Risse sich durch eindringende und gefrierende Nässe schnell zu größeren Schäden entwickeln können.
Je größer die Schäden bereits sind, um so weniger ist ein solches Verfahren geeignet.
Hallo,
deiner Beschreibung des Straßenzustands nach taugt der Untergrund wohl nicht mehr viel und muss grundhaft erneuert werden.
Alles andere ist nur vorübergehende Schadensbegrenzung.