Blutabnahme Probleme

Hallo Experten,
blöde Frage heute, aber ich muss sie stellen.
Mein Arzt wollte etwas Blut von mir. War vielleicht jetzt mein Fehler, ich habe die Schwester vorgewarnt. Zwei Versuche und nichts ging. Doch, beim Rausziehen der zweiten Kanüle lief das Blut in Dimensionen.
Ok, also Doc ran. Der auch zwei Versuche gemacht, nicht mal ein Tröpflein Blut, sogar das Pflaster gespart.
Wie oft muss ich mich stechen lassen? Wann beginnt die Körperverletzung?
In der Hoffnung aug auf Eure Antworten
Zeulino

[MOD Volker]Titel ersetzt

Moin,

Wie oft muss ich mich stechen lassen?

so oft wie Du willst.
Du möchtest eine Untersuchung und wenn Du nicht mehr möchtest, ist eben schluss, ansonsten, bis eine ausreichende Menge Blut gewonnen wurde.

Wann beginnt die Körperverletzung?

Formaljuristisch ist schon der erste Stich eine Körperverletzung. Allerdings ist nach Abwägung der therapeutisch/diagnostische Nutzen größer als der Schaden der Körperverletzung.

Gandalf

Hallo,

Wie oft muss ich mich stechen lassen?

Wie schon gesagt wurde, hast du wohl das größte Interesse daran, gesund zu sein (Arzt und Schwester hingegen dürfte das halbwegs egal sein). Also dient diese Untersuchung dir, deinem Wohlbefinden, deiner Lebenserwartung usw.
Wenn du das nicht willst, lass es sein und geh das Risiko ein, dass etwas sein könnte, das nicht entdeckt wird. Ansonsten hast du sicher einen funktionierenden Mund, mit dem du deutlich machen kannst, dass du nicht mehr möchtest.

Wann beginnt die Körperverletzung?

Du hast vorher dein Einverständnis gegeben. Das ist vergleichbar mit einem Besuch beim Friseur, wo auch mit deiner Erlaubnis an deinem Körper manipuliert wird, oder einvernehmlichen Sexualpraktiken z.B. aus dem SM-Bereich.

Grüße
Liete

Vielleicht solltest du klären (lassen), warum man bei dir so schlecht die Venen trifft. Sind sie schlecht sichtbar? Sind es vielleicht „Rollvenen“ - die wegrollen, wenn man sie anstechen will? Ich kenne Problemfälle, bei denen holen die Ärzte immer direkt aus dem Handrücken das blut. Das sind die Venen am weitesten oben und sichtbar - zumindest bei den Personen. Die Helferinnen „dürfen“ da gar nicht mehr ran.

Hallo Maren,

das

Die Helferinnen „dürfen“ da gar nicht mehr ran.

stimmt so nicht.

Wenn „die Helferinnen“ das Blutabnehmen können, dürfen sie da sehr wohl dran (ebenso z.B. die Rettungsdienstler).

Viele wollen da aber gar nicht ran,
weil 1. die Stelle echt super schmerzhaft ist und 2. die Venen teilweise so dünn dass sie schnell platzen und 3. das dann oftmals schöne große Blutergüsse gibt…

Aber dürfen dürften sie schon!

LG

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Hi,

Körperverletzung beginnt bereits beim ersten Stich. Sei es beim Blutentnehmen oder bei einer subkutanen Injektion. Wenn man wirklch pingelig sein will, dann lässt man denjenigen ein Formular ausfüllen, was den Eingriff erlaubt.

Da dies nun wirklich sehr mühsam ist, hat man sich geeinigt das eine mündliche Einverständniserklärung (oder das zurückschlagen der Bettdecke, das hochziehen des Hemdes für eine Injektion) ausreichend ist. Gestochen werden kann solange Blut kommt, ich persönlich steche zweimal zu, kommt dann nichts, macht es ein Arzt.

Wenn ein Patient schlechte Venenverhältnisse hat, dann ist das für ihn natürlich sehr ärgerlich (und frustrierend für den Abnehmer), da kann man manchmal einfach nichts machen. Solche Leute wird es immer geben.

Ansonsten musst du demjenigen selber sagen, dass du genug hast. Dafür hat man ja den Mund. Es ist bloß unfair immer brav zu nicken, während jemand 10x zusticht um dann hinterher zu sagen, dass man eigentlich nach dem 2ten Mal schon genug hatte.

GDA

Wann beginnt die Körperverletzung?

Formaljuristisch ist schon der erste Stich eine
Körperverletzung.

Das ist richtig.

Allerdings ist nach Abwägung der
therapeutisch/diagnostische Nutzen größer als der Schaden der
Körperverletzung.

Das spielt so zunächst keine Rolle.

Wichtig ist lediglich, ob in die Körperverletzung eine Einwilligung vorliegt, konkludent erfolgt oder vermutet werden kann. Ersteres bspw. bei einer schriftlichen OP-Einwilligung, zweiteres, in dem du als Patient den Arm zur Blutabnahme hinstreckst (und in dem konkreten Fall dort belässt bzw. es immer wieder tust!), letzteres bei bewusstlosen Patienten, die nicht mehr einwilligen können.

Der Arzt könnte sich also nicht darauf berufen, wenn er einem Patienten zur Blutabnahme oder Injektion die Spritze in den Arm setzt, egal wie groß der Nutzen ist: sollte der Patient vorher artikuliert haben, dass er das nicht will, dann ist das Körperverletzung.

Und da war da noch die Geschichte vom PJler, der unter den Patienten berüchtigt war, dass er gefühlte quadratmetergroße, schillernde, plastische Flecken auf den Unterarmen hinterließ, weil bei ihm (nur bei ihm) wirklich jeder Patient urplötzlich Rollvenen hatte, was dazu führte, dass mehrere Patienten „Stechverbot“ für eben diesen PJler erteilt und im Stationszimmer zur Kenntnis gegeben hatten. Als dieser eines Morgens bei einer halbschlafenden Patientin dennoch versuchte, seinen „Geschicken“ nachzugehen, flog das Besteck (nur dieses) durchs Zimmer. Der vom entrüsteten PJler („tätlicher Angriff der Patientin“) herbei gerufene Chef musste sich dann unter Hinweis auf die obigen jur. Gegebenheiten eine Standpauke anhören, wie sich das mit der Körperverletzung im Allgemeinen und im Besonderen verhält… und ward auf der Station nicht mehr zur Blutabnahme gesehen :wink:

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Nein, dürfen sie nicht - weil der Arzt gesagt hat, dass sie bei diesen Patienten nicht mehr Blut abnehmen sollen. Oder kennst du den Arzt und weißt mehr als ich??? :wink:

Gruß Maren

P.S. Bei mir haben Helferinnen mal durchgestochen, als kein Blut kam sich gewundert. Dann wurde der ganze Arm blau und lila und schmerzte tierisch. Daraufhin hat der Arzt auch erstmal nur persönlich Blut abgenommen. Das hätte ja auch Langzeitfolgen nach sich ziehen können.

Wir dürfen als „Helferin“ aus der Hand Blut abnehmen…das ist Quatsch, dass man das als Helferin nicht darf.

Willst du nicht verstehen? Der ARZT hat seinen Helferinnen in den Fällen VERBOTEN, bei diesen Patienten Blut abzunehmen! Weil er eben keine Lust auf Stress hat, wenn es bei diesen schwierigen Fällen wiederholt nicht klappt.

Das habe ich in dem Beitrag weiter unten schon ausführlich erläutert geahbt. :wink:

Oh, werd´doch nicht gleich zickig liebe Maren!

Ist doch alles gut!!!

Wer wurde denn zunächst zickig mit „Quatsch“ - ohne die Antwort richtig verstanden zu haben? *lol*