ich traniere regelmäßig Krafttraining. Da ich Kreislaufprobleme habe, wollte ich auf Ausdauertraining umsteigen - Gestern habe ich trainiert: 15 Min. Cross-Trainer, 15 Min. Fahrrad und 15 Min Laufband. Dann habe ich Brust und Schulter traniert 3 Sätze je 30 Wiederholgungen mit leichtem Gewicht.
Das Erstaunliche: Mein Kreislauf bewegt sich normal um 150 -100 (trotz Beta-Blocker, die Hälfte einer 5g Tablette). Wo ich nach Hause kam, waren die Werte 130 - 75 !So einen Wert habe ich nie gehabt. Ich dachte, das Gerät ist defekt und sofort neu gemessen und mit kleinem Unterschied fast derselbe Wert. Wie passiert so was? Diese Werte habe ich seit 6 Monaten nicht gesehen - ich messe regelmäßig mehrmals meinen Blutdruck. Unter 140 war es sehr selten und unter 90 (kleiner Wert) nie.
Hat jemand eine Erklärung dafür?
Danke und Grüße
Edgar
Bewegung reguliert den Blutdruck - bei Dir wird also hoher Blutdruck normal. Wenn jemand immer zu niedrigen hat, wird er bei genügend Bewegung dann im Normbereich sein. Fazit: Mach weiter!
da bereits auf deine Ursprungsfrage eingegangen wurde, nehme ich das zum Anlass ein klein wenig abzuschweifen:
Schön, wenn dein Blutdruck vom Sport besser wird, allerdings scheint er mir generell nicht richtig eingestellt zu sein. Wenn Werte unter 140 bei dir sehr selten vorkommen, ist er auf Dauer viel zu hoch für Herz und Gefäße (das sage ich jetzt, ohne deine weitere Vorgeschichte zu kennen; wenn das mit deinem behandelnen Arzt so abgesprochen ist, werde ich natürlich nicht in die aktuelle Therapie reinreden).
danke für deine Antwort. Du hast recht. Mein Blutdruck ist zu hoch. Ich nehme die Hälfte einer 5g Tablette. Mein Arzt fand auch den Blutdruck nicht richtig eingestellt und empfahl eine 3/4 oder die ganze Tablette. Wenn ich aber so mache (habe schon getestet), dann muss ich den ganzen Tag zu Hause bleiben bzw. schlafen und nicht arbeiten gehen, weil ich dann so müde und abgeschlagen bin. Der Bluthochdruck hat momentan bei mir eigentlich einen pychischen Hintergrund.
Da ich noch jung bin (38 Jahre, aber nicht mehr der Jüngste) und sportlich aussehe (ich habe früher regelmäßig Sport getrieben), hätte mein Arzt nichts gegen Krafttraining. Er sagt nur, dass ich nicht übertreiben soll, was bei mir leider der Fall ist.
Heute habe ich auch traniert, nach dem Plan wie gestern! Als ich aber dann zuhause war, zeigte mein Gerät 180-100 (
Mein Arzt fand auch den Blutdruck nicht richtig eingestellt und empfahl eine
3/4 oder die ganze Tablette. Wenn ich aber so mache (habe
schon getestet), dann muss ich den ganzen Tag zu Hause bleiben
bzw. schlafen und nicht arbeiten gehen, weil ich dann so müde
und abgeschlagen bin.
Wie lange hast du der neuen Dosierung denn eine Chance gegeben?
Natürlich ist man anfangs sehr schlapp, da sich der Körper zunächst auf den niedrigeren Blutdruck einstellen muss.
Wenn die Umstellung erfolgt ist, wird es dir dein Körper danken (z.B. indem er keinen Schlaganfall bekommt). Hat dir das dein Arzt nicht mitgeteilt?
danke für deinen Hinweis. Es ist so: Ich hatte seit etwa 2 Jahren Kreislaufprobleme gahabt, denke ich. Ich wurde mehrmals daraufhin untersucht, es kam nichts raus. Im August letzten Jahres ist mir besonders schlecht gegangen. Es war an einem Freitag. Ich ging zum Arzt, die BelastungsEKG war sehr schlecht und die Blutdruckwerte auch. Ich hatte Atembeschwerden bzw Atemnot. Da ich leider - wie schon erwähnt - sehr gesund und astark aussehe, wurde ich vom Arzt nicht in Ernst genommen und auf die darauffolgende Woche vertröstet, wodurch ich in der Nacht vom Freitag auf Samstag in der Notfallambulanz landen musste. Ich wurde immer auf die Lungen, Schilddrüse etc. hin untersucht. Obwohl ich meinen Arzt darauf hingewiesen habe, dass ich meine Eltern an Herzinfarkt verloren habe.
Die höhere Dosierung habe ich etwa eine Woche probiert. Ich war zum Glück im Urlaub! Ich musste den ganzen Tag schlafen. Das ist nicht alles, ich wurde zudem depressiv. Da ich momentam auch noch psychische Belastungen habe, wollte ich unterbrechen und weiterhin die niedrige Dosis einnhmen und das war meinem Arzt - ehrlich gesagt - absolut egal. Er sagte mir nur, dass ich unbedingt Sport machen muss, da ich langsam Fettleber kriege - ich bin aber nicht übergewichtig. Das fand er gefährlicher als mein Kreislaufproblem.
Müdigkeit kann häufig mit Depressionen einhergehen. Wie gesagt: Das geht vorbei - wenn auch nicht schon nach einer Woche. Was sind schon ein paar Wochen Mattigkeit im Vergleich zu ein paar Jahren qualitativ hochwertigen Lebens mehr? Du müsstest es gerade durch deine Eltern besser wissen.
Die Medikation als medizinischer Laie eigenhändig zu ändern ist ebenso falsch wie das offene Desinteresse deines Arztes.
Wie dem auch sei: Ich an deiner Stelle würde meinem behandelnden Arzt - sofern noch nicht geschehen - mitteilen, dass ich mich nicht ernst genommen fühle. Wenn sich das Arzt-Patienten-Verhältnis daraufhin nicht signifikant bessert, würde ich mir jemand anderen suchen, vorzugsweise einen Internisten.
danke für deine Ratschläge, du hast vollkommen recht, aber manchmal sind die Dinge im Leben nicht so einfach
Seit vorgestern nehme ich eine höhere Dosis, 1/2 tagsüber nach dem Aufstehen und 1/4 bevor ich ins Bett gehe - also insgesamt 3/4 von einer 5g Tablette. Obwohl ich seit Sonntag nicht traniert habe und zurzeit beruflich und privat relativ stressfreie Tage habe, liegt mein Blutdruck bei 160-105, sogar vor einer Stunde 185-110. Der kommt einfach nicht runter.
Seltsamerweise spüre ich selbst nix davon, ich habe nur das Gefühl, mir gehts nicht gut. Ich bin der Ansicht, dass die Ärzte nur bis zu einem gewissen Grade weiterhelfen, alles andere liegt an dem Menschen selbst. Ich bin mir sicher, wenn ich nochmal zum Arzt gehe, dann werden nochmal das gleiche Prozedere durchgeführt und ohne ein konkretes Ergebnis muss ich die Dosis erhöhen.
Könntest du mir vielleicht sagen, wie man Beta-Blocker am besten selbst einstellen kann? Ist es eine gute Idee, die Einnahme auf morgens und abens zu verteilen oder sollte man die Dosis auf einmal einnehmen?
Ich bin der Ansicht, dass die
Ärzte nur bis zu einem gewissen Grade weiterhelfen, alles
andere liegt an dem Menschen selbst.
Ja, da liegst du richtig. Man kann jemandem nur helfen, der sich helfen lassen möchte. Wenn man jemanden erst bekehren muss, damit derjenige sich dazu entschließt, etwas für seine Gesundheit zu tun, ist das in aller Regel vergebene Liebesmüh, deren Anstrengungen man besser auf die Patienten anwenden würde, die Hilfe wollen und bereit sind, etwas dafür zu tun.
Man spricht von der Compliance - das kooperative Verhalten des Patienten, ohne das es eben nicht geht.
Ich bin mir sicher, wenn
ich nochmal zum Arzt gehe, dann werden nochmal das gleiche
Prozedere durchgeführt und ohne ein konkretes Ergebnis muss
ich die Dosis erhöhen.
Es gibt nur einen Weg, das herauszufinden ; )
Vielleicht wäre die Einnahme anderer Blutdrucksenker auch eine Möglichkeit, da du auf deine jetzige Medikation offenbar nicht wie gewünscht reagierst.
Das zu beurteilen, obliegt allerdings anderen.
Könntest du mir vielleicht sagen, wie man Beta-Blocker am
besten selbst einstellen kann?
Kann ich: Gar nicht. Die Ärzte haben doch nicht umsonst so lange studiert, damit die Patienten sich die Medis dann selbst nach Lust und Laune einstellen, um es einmal polemisch zu formulieren.
Das ist ein sehr empfindlicher und mitunter langwieriger Prozess. Wenn du mit eigenen Bemühungen „dazwischenpfuschst“, kannst du die Therapie um Monate zurückwerfen.
Wenn du mit deinem Arzt nicht zufrieden bist, ist das in Ordnung. Man kann mit ihm sprechen oder zur Not auf einen der vielen anderen umschwenken. Zu deinem eigenen Wohl empfehle ich dir jedoch, nicht selbst Dosierung und deren Intervall zu ändern.
danke für deine gut gemeinten Äußerungen, aber ich habe leider allgemein schlechte Erfahrungen mit den Ärzten und ehrlich gesagt, halte ich nicht viel Medizinern. Sie sind für mich keine gottähnliche Gestalt trotz eines langen Studiums, die für die Gesundheit eines Menschen entscheiden können. Das ist ja gerade mein Problem. Meine Krankheiten musste ich immer wieder selbst diagnostizieren können. Mein jetziger Arzt bzw die Ärztin ist mit Abstand die beste, aber leider nur die beste unter den schlechten Es gibt sicherlich gute Ärzte, die ihre Arbeit gut tun, wo der Mensch im Vordergrund steht; jedoch so einen konnte ich bisher nicht treffen. Von mir aus sollte das Medizin-Studium heutzutage als ein Fach unter den Wirtschaftswissenschaften studiert werden…