Blutdruck schwankt normal?ß

Hallo,

ich habe folgende Frage:

Also ich bin 28 Jahre alt und wegen Angstzuständen in Psychotherapie. Mein Problem ist das ich öfter Blutdruck messen.

Nun meine Frage, ich habe im Sitzen einen Blutdruck von ca 137/80 was ja ziemlich normal ist. Im Liegen Abends im Bett so ca 115/70.

Aber wenn ich arbeite, und dann Messe habe ich meistens einen Bltudruck von 140/110. Dies ist doch sehr hoch oder? Müsste nicht der Obere Wert steigen und der Untere Relativ niedrig bleiben??

Setzte ich mich dann wieder 5 Minuten hin ist er wieder bei 130/85.

Ich hatte letzes Jahr im März schoneinmal eine 24 Std Blutdruckmessung, die Unauffällig war.
Im Mai hatte ich eine Kardiologische untersuchung die ebenfalls unauffällig war.
Mein Hausartzt nimmt mich nicht für voll.

Ist es normal das der diastolische wert so hoch ansteigt und sich dann auch wieder so schnell normalisiert??

Soll ich nochmal zum doc gehen oder was denkt Ihr??

schöne Grüße

Flow

Blutdruck muss schwanken!
Hallo,

der Blutdruck schwankt über den Tag.
Das ist nicht nur normal, es muss so sein!

Dein Herz-Kreislauf-System muss schließlich immer eine optimale Versorgung mit Sauerstoff gewährleisten!

Wenn du dich körperlich betätigst, steigt der Blutdruck.
Abends, ohnehin niedriger als tagsüber, sinkt er, weil dein Körper in den „Ruhemodus“ geht. Schleißlich sollst du ja schlafen.

Mach dir also keine Sorgen. Dein Körper macht das genau richtig!

Grüße
Ayse

Hi,

misst du mit so einem Handgelenk-Gerät oder richtig mit Manschette und Stethoskop?

GDA

ich Messe mit einem elektronischen Oberarmmessgerät. ZB heute Morgen war er im Bett im liegen 109/65 und jetz bin ich aufgestanden ein bisschen gelaufen dann hatte ich am Früshtück 135/105. Das ist doch nicht Normal oder?

Das ist doch nicht Normal oder?

Doch, eigentlich schon…
Lediglich der untere Wert ist etwas hoch. Aber das sei der Messtoleranz geschuldet. Wichtig ist es, immer dieselben Messmethoden, - das heißt, nicht nur mit dem selben Gerät, sondern auch immer in der selben Sitz/liege- Position, das Gerät sich immer in ca. Herzhöhe befindend - als Referenz heranzuziehen.

Gruß
rolli

Versuch mal eine Messreihe …
Nun, ich glaube nicht, dass Dein Problem darin besteht, dass Du öfter Deinen Blutdruck misst *schmunzel*. Eher schiene mir Dein Problem darin zu liegen, dass Du in Begleitung Deiner Angstzustände versuchst, Dir über die Messungen ein Bild über Dich zu machen. Ist aber normal. man versucht halt eine Menge …

Und normal ist es, dass der Blutdruck schwankt. Und das tut er mächtig, je nachdem, ob man sich verausgabt oder halt still vor sich hindümpelt.

Ich glaube nicht, dass Dein Hausarzt Dich nicht für voll nimmt. Er sieht Dich in Deiner Gesamtheit. Wenn Du Dir ein wirkliches „Bild“ von Dir machen willst, dann objektiviere Deine Messungen. Schreibe Dir Deine Werte nebst Datum und Uhrzeit auf und ergänze sie mit den Angaben zu gerade erledigten Tätigkeiten oder Ruhezuständen. Und ergänze sie um die Angaben, wie es zum Messzeitpunkt um Deine „Angst“ steht. Versuche sie zu kategorisieren, beispielhaft: Keine, erste Anzeichen, mittel, hoch und sehr stark.

So bekommst Du mit der Zeit eventuelle Zusammenhänge heraus. Soll heißen: Körperreaktionen können Angst auslösen und umgekehrt. Vielleicht erkennst Du Zusammenhänge oder kannst sie mit Hilfe der Liste mit Deinem Hausarzt diskutieren. Dies wäre gegebenenfalls sogar eine Hilfestellung bei Angstzuständen, weil sie etwas erklärbar wären.

Ach, und noch etwas: Hast Du bei Deinem Hausarzt im Labor schon mal einen Gegentest gemacht? Lass doch einfach mal die Schwester Deinen Blutdruck messen und messe ihn dann selbst mit Deinem Messgerät. Ich habe dabei mal festgestellt, dass mein Messgerät gegenüber der Quecksilbersäule im zweiten Wert deutlich höher lag. Teste das mal.

Liebe Grüße
Cristall

OT Blutdruckmessen und Panik
Huhu!

Ich fände das mit der Angststörung im Kopf glaub ich nicht besonders sinnvoll. Der Trend sollte meiner Meinung nach dahin gehen, weniger zu messen. Und nicht noch kontrollierter. Aber ich denke, dass das Messen sicher ein Thema in der Therapie ist.

Ich möchte übrigens mal behaupten, dass das Messen an sich schon die Ergebnisse beeinflusst. Wenn die UP misst und es kommt ein abweichendes Ergebnis, dann wird sicherheitshalber nochmal gemessen - und man macht sich schon solche Sorgen, dass das Ding automatisch hoch geht.

Und das wird auch nicht besser, wenn hier die Leute jetzt was dazu sagen. Sagt jemand „Das ist normal“, behält die UP ein „ja, aber vielleicht…“ im Kopf. Sagt jemand „Diese Schwankung da abends ist aber komisch“ denkt sie sich „Ich habs gewusst!“
Und auch ein Tagebuch wird nicht überzeugen. Denn wenn aus 30-Tage-Wertungen 2 herausstechen, dann wird auf die geschaut und nicht auf die 88 anderen, die normal sind.

Ich schreibe das nicht herablassend, ich hoffe, das kommt nicht so rüber. Ich bin selber Panikpatientin und hab allerlei Rituale, die keiner Logik standhalten. Da hilft nur, die eigenen Denkmuster zu ändern, in Kombination mit „ins kalte Wasser springen“. In dem Fall für die UP z.B. mal einen Tag nicht messen (also das Gerät WEGSCHMEIßEN wäre noch sinnvoller, aber das ist sicher noch nicht machbar). Das ist sehr hart, aber hinterher ist man NICHT UMGEKIPPT/KEIN HERZINFARKT/KEIN SCHLAGANFALL usw.

Ich hab einmal zu Hause meinen Blutdruck gemessen mit so einem Gerät, nur aus Spaß, weil alle aus der Familie machten. Und schon dieses eine Mal hat mich der Wert so wahnsinnig gemacht, dass ich mich nun weigere, sowas privat noch mal zu machen. Damit ich nicht in den Teufelskreis von Kontrolle und Sorge komme, wie es die UP nun ist.

Liebe UP, wenn du das Ding zur Hand nimmst, frage dich jedes Mal wieder: „Muss ich das nun wirklich wissen? Kann ich nur dieses eine mal darauf verzichten? Nur um mal zu testen, wer hier eigentlich die Kontrolle hat - ich oder das Messgerät?“ Wenn das nur einmal in zwei Wochen klappt und du es wieder weglegst oder sogar einen ganzen Tag ohne schaffst, dann ist das ein riesen Erfolg!

Wenn mein Eindruck mich getäuscht hat und du sowieso nur alle paar Wochen mal misst, wenn du dich komisch fühlst, dann nehme ich alles zurück.

Liebe Grüße
Lockenlicht

Ein Huhu zurück!

Danke für Deine Hinweise! (Ist ernst gemeint!)

Schau, ich bin selber mit Angststörungen „behaftet“, wusste also, wovon ich schrieb. Mag sein, dass meine Ausbildung zum Physiker in puncto Messtechnik mir hier eine andere Herangehensweise ermöglicht. Ich nehme die Werte so, wie sie sind. Und ich habe im Laufe der Jahre mit meinen Messungen erkannt, dass ich körperliche Symptome zur Angsterzeugung „verwendet“ habe. Das änderte sich aber, als ich die Zusammenhänge sah. Und so habe ich mir ein ganz schönes Stück helfen können. Und so wollte ich es auch vermitteln.

Ich möchte übrigens mal behaupten, dass das Messen an sich
schon die Ergebnisse beeinflusst.

Sorry, jetzt kommt der Physiker in mir durch: Du hast Recht, das besagt schon die Heisenbergsche Unschärferelation. Wir beeinflussen, was wir messen.

Wenn die UP misst und es
kommt ein abweichendes Ergebnis, dann wird sicherheitshalber
nochmal gemessen - und man macht sich schon solche Sorgen,
dass das Ding automatisch hoch geht.

Da hast Du aber sehr Recht, aber - es ist unsere Entscheidung, wie wir damit umgehen. Und wenn bei 90 Messungen 2 von den anderen 88 abweichen: Dafür gibt es den Begriff Ausreisser. Einfach akzeptieren, diese Werte …

Und auch ein Tagebuch wird nicht überzeugen. Denn wenn aus
30-Tage-Wertungen 2 herausstechen, dann wird auf die geschaut
und nicht auf die 88 anderen, die normal sind.

Doch, das wird es, denn schau: Schau, nehmen wir die Werte auf, so zeigen sie uns im Zusammenhang mit den Anmerkungen auf, was da abgehen könnte. Dies kann dem Arzt helfen, hier etwas zu erkennen, dies kann dem Betroffenem zeigen, was da abläuft. So meinte ich das.

Ich bin Diabetiker und bei (fast) allen Messungen des Blutzuckers messe ich auch meinen Blutdruck (bin auch bluthochdruckgeplagt). Dabei lasse ich mich aber nicht in Panik jagen, ich nehme es halt zur Kenntnis und versuche zu begreifen, was mein Körper mir da vermittelt. Und das ist schon eine ganze Menge …

Ich hab einmal zu Hause meinen Blutdruck gemessen mit so einem
Gerät, nur aus Spaß, weil alle aus der Familie machten. Und
schon dieses eine Mal hat mich der Wert so wahnsinnig gemacht,
dass ich mich nun weigere, sowas privat noch mal zu machen.
Damit ich nicht in den Teufelskreis von Kontrolle und Sorge
komme, wie es die UP nun ist.

Ja, aber, wenn uns unsere Erwartungshaltung so aufpeitscht, dann können Werte auftreten, die jenseits von Gut und Böse sind. Ich wünsche Dir, dass Du die Messung wiederholen kannst und Dich dabei einfach nur darauf einstellst zu sehen, was gemessen ist. Der Einmalwert ist „belanglos“, die Serie macht es.

Liebe Grüße + Danke
Cristall

Moinmoin,

den Spruch:

Wer viel misst, misst Mist.

kennst Du vielleicht.

Ich denke, es währe besser, wenn du deine Blutdruckmessungen ganz weglassen würdest und dich lieber um deine anderen Probleme kümmerst.

LG
pep-it