Blutfarbstoff

Hallo

Ich hoffe ich hab das richtige Brett erwischt, denn eigentlich gehört das hier zum Thema Sci-Fi und teilweise auch Bio, aber eben mit chemischem Bezug.

Der Mensch hat rotes Blut, da das Hämoglobin durch eine Eisenverbindung rot ist.
Wirbellose haben teilweise blaues Blut, interessanter Link dazu
http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/…

das Memory-Alpha, die Wikipage zu StarTrek behauptet nun, dass die außerirdische Rasse Romulaner grünes Blut hätte, weil sie Sauerstoff mithilfe eines Moleküls mit Kupfer transportieren können.

Jetzt ist aber schon das blaue Blut mit einem Kupfer-enthaltenden-Molekül.

Geht das überhaupt, dass man so ein sauerstofftransportierendes Molekül mit Kupfer grün erscheinen lassen kann?

eine Frage an die super Chemie-Cracks :smiley:

Grüße

laralinda

Huhu!

Der Mensch hat rotes Blut, da das Hämoglobin durch eine
Eisenverbindung rot ist.
Wirbellose haben teilweise blaues Blut, interessanter Link
dazu
http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/…

Regenwürmer haben rotes Blut.
Insekten haben gar keinen Blutfarbstoff (bzw. eigentlich gar kein Blut).

das Memory-Alpha, die Wikipage zu StarTrek behauptet nun, dass
die außerirdische Rasse Romulaner grünes Blut hätte, weil sie
Sauerstoff mithilfe eines Moleküls mit Kupfer transportieren
können.

Naja, Tintenfische haben grünes Blut, und deren Blutfarbstoff basiert auch auf Kupfer.

Kuperverbindungen können grün oder blau sein, das kommt drauf an, auch wenn ich mir gerade nicht sicher bin, warum sie unterschiedliche Farben haben - die Oxidationsstufe scheint laut Wikipedia nicht der Punkt zu sein.

Geht das überhaupt, dass man so ein
sauerstofftransportierendes Molekül mit Kupfer grün erscheinen
lassen kann?

S.o.

eine Frage an die super Chemie-Cracks :smiley:

Eher eine Frage an die Biochemie-Cracks :wink:

Viele Grüße!
Ph.

Hallo!

eine Frage an die super Chemie-Cracks :smiley:

Eher eine Frage an die Biochemie-Cracks :wink:

Eher doch die Chemiker :wink:
Die Farbigkeit von Komplexen kann relativ gut erklärt werden mit der Ligandenfeldtheorie. Nähern sich Liganden einem Zentralion spalten die Energielevel der d-Orbitale auf. Diejenigen Orbitale, in denen Elektronen dann den Liganden nahe kommen werden energetisch angehoben, die entfernten werden energetisch abgesenkt. Die Koordination einer Komplexverbindung bestimmt damit u.a. wie stark diese Absenkungen und Anhebungen sind. Elektronen halten sich in den energetisch abgesenkten Energieniveaus auf. Springen sie rauf und wieder runter entspricht das einer Farbigkeit. (Mitunter halten sich Elektronen aber auch dauerhaft in den hohen Niveaus auf zum Ziele der Spinmaximierung. Das wären dann high spin Komplexe.)
Außerdem spielt eine Rolle wie stark positiv geladen das Zentralkation ist und wie stark die Liganden sind. Eisenkomplexe mit starken Liganden wie dem Cyanid sind zB etwa rötlich. D.h. energiereiches (blaues) Licht wird absorbiert. Schwache Komplexe sind eher Blau oder grün.
Kupfer(II)ionen bilden normalerweise eher oktaedrische oder tetraedrische Komplexe aus meine ich und die sind i.d.R. bei Kuperionen recht schwach.
Mehr kann ich momentan leider nicht mehr sagen.

Gruß, Stefan

Hi,

neben der Komplexbildung des Übergangsmetalls (siehe Erklärung meines Vorredners) hängt die Farbe eines (organischen) Farbstoffes außerdem ganz häufig auch von von der Art der Verknüpfung innerhalb des Moleküls ab.

So kann man je nach Aufbau verschiedene Farben erzeugen, je nachdem, welche Chromophore Verwendung finden (z.B. die Zahl und Anordnung der konjugierten Doppelbindungen etc.).

Es ist also durchaus denkbar, dass eine Kupfer-Verbindung grün erscheint, grünes Blut muss aber umgekehrt nicht auf Kupfer-Blut hinweisen. So könnte in einem Außerirdischen auch ein ganz anderes System (z.B. unter der Verwendung anderer Aminosäure oder gar „Proteine“ auf Siliziumbasis) zu grünfarbigem Blut führen.
(Alles rein spekulativ, aber wir reden ja auch von Sci-fi, nicht wahr?)