Bluthochdruck

Hallo,

bei mir wurde mit 18 chronischer Bluthochdruck festgestellt und daraus resultieren Beeinträchtigungen meiner Nierenfunktion. Hatte diverse Medikamente versucht, wovon ich ständig Herzstechen und andere Nebenwirkungen bekam. Lange Rede kurzer Sinn, ich hatte mich dann nicht mehr getraut weiter zum Arzt zu gehen, mittlerweile bin ich 23 und immer wieder beschäftigt mich die Frage, womöglich wird sich jetzt der ein oder andere Mediziner halb tot lachen, ob es nicht möglich ist, durch „Anderlass“ seinen Blutdruck zu senken, klingt halt für mich, rein physikalisch gesehen, plausibel.

Vielen Dank im Voraus,
Daniel

Hallo,

das wird auf kurz oder lang garnichts nutzen, weil das durch den Aderlass verlorene Blut in sehr kurzer Zeit (besonders bei jungen Leuten) wieder hergestellt wird und man wieder direkt am Anfang des Problems steht.

Wenn man nicht zum Arzt geht und den Blutdruck mittels Medikamente einstellt, dann wird dieser auch nicht verschwinden. Eine der Langzeitschäden des Bluthochdruckes haben Sie ja schon selber genannt.

Daher: wenn Sie sowieso mit dem Aderlass geflirtet haben und sowieso zu einem Arzt gehen müssen, dann gehen Sie zum richtigen und zwar zu einem Internisten.
Dort wird dann eine vernünftige Diagnostik erstellt (EKG, Herzecho, Langzeit-RR etc) und dann die Medikamente dafür entsprechend angeordnet. Das wäre eine elegantere Lösung, anstatt Oldschool Aderlass zu machen.

GDA

Hallo,

erstmal danke für die Antwort. Aber das Problem war ja eben, das ich die bisher verschriebenen Medikamente nicht vertragen hatte.
Das langfristig wohl kein Weg an der medikamentösen Behandlung vorbeiführen wird, ist mir soweit auch klar.

Mir geht es hier nur mal um die Grundsatzfrage, ob eine Blutdrucksenkung durch Aderlass möglich ist, oder eben nicht?

Danke & Grüße,
Daniel

Hallo,

eine längerfristige Blutdrucksenkung mittels Aderlass ist nicht möglich.
Es muss ein Medikament gefunden werden, was Sie vertragen.
Auch durch sportliche Betätigung kann der Blutdruck reguliert werden, aber das richtet sich auch erst an die Diagnose.

GDA

ob es nicht

möglich ist, durch „Anderlass“ seinen Blutdruck zu senken,
klingt halt für mich, rein physikalisch gesehen, plausibel.

Rein physikalisch gesehen ist das unmöglich und alles andere als plausibel.
Der Blutdruck ist eine Funktion des Herzzeitvolumens und des peripheren Widerstandes.
Bei einem Aderlaß würde sich bei geringerer Menge der periphere Widerstand erhöhen.
Bei größerer Menge veringert sich das Herzzeitvolumen zusätzlich, die darauf folgende Blutdrucksenkung dürfte ziemlich endgültig sein.

Zur Unverträglichkeit blutdrucksenkender Arzneimittel wäre so einiges zu sagen, aber davon wollen Sie ja nichts hören.

Hi,

Blutdruckeinstellung ist oft eine langwierige und deswegen belastende Angelegenheit.
In deinem Alter wäre es aber besonders wichtig dass du schnellstmöglich gute Werte hast denn der Zahn der Zeit nagt zweimal so schnell wenn der Blutdruck zu hoch ist.
Ich bin ja nicht so fürs Ärztehopping aber wie wäre es wenn du jetzt für den zweiten Anlauf einen neuen Arzt - vorzugsweise einen Internisten mit kardiologischer Ausrichtung suchst? Und dann brauchst du Geduld… Ursachenforschung wurde ja hoffentlich schon betrieben? Vor allem der Zusammenhang zwischen Niere und Blutdruck ist hier wichtig!
Und - wie die anderen schon gesagt haben - kein Aderlass weil es eher kontraproduktiv ist.

viele Grüße
Susanne