Bluthochdruck

Hallo zusammen,

bin gestern beim Arzt gewesen, weil ich schon seit längerer Zeit in unregelmässigen Abständen Kopfschmerzen habe.

Der Arzt hat dann festgestellt, dass ich hohen Blutdruck (neu war mir das auch nicht) 180/120 habe. Er hat dann noch meine Nieren untersucht, hat da wohl eine Buckligkeit erkannt. Heute Morgen war ich dann zur Blutabnahme, etc. Heute hatte ich einen Bludruck von 160/90 o.ä. Morgen bekomme ich dann ein 24-Std. RR.

Er hat mir allerdings heute dann ein paar Tabletten mitgegeben (Novasc 5mg), davon sollte ich heute eine halbe nehmen und morgen ihm dann berichten. Des weiteren will er mich zu einem Kardiologen schicken und zu einem Nephrologen.

Er vermutet, so habe ich es glaub ich verstanden, das die Kopfschmerzen ggf. vom hohen Blutdruck bzw. von den Nieren her kommen könnten.

Meine Frage:

Was machen diese Ärzte mit mir? Was untersuchen die bzw. wie untersuchen sie es?
Was hat das mit der Buckligkeit meiner Niere auf sich?
Ist das mit den Tabletten nicht zu früh und sind die in Ordnung?

Danke
Gruß
Jens

PS: Gestern hatte der Arzt richtig Angst um mich und hat nochmal angerufen… owohl ich normaler Kassenpatient bin :smile:

Hallo Jens,

zuerst zum „PS“: Sehr gewissenhaft von Deinem Arzt! Aber so ungewöhnlich nun wieder auch nicht, da die Ärzte in ihrer überwiegenden Mehrheit nicht dem Negativklischee entsprechen, das die Politik ganz gezielt und auch nicht ohne bestimmte Absichten über sie verbreitet! „Normale Kassenpatienten“ sind übrigens die meisten Leute in diesem Land.

Zu Deinen Fragen:
Der Kardiologe wird zunächst ganz einfache Untersuchungen durchführen wie z.B. ein EKG (wenn es der Hausarzt nicht schon gemacht hat) und eine Echokardiographie (=Untersuchung des Herzens mittels Ultraschall). Durch beide Untersuchungen kann man darauf schließen, ob bereits eine hochdruckbedingte Verdickung des Herzmuskels vorliegt. Möglicherweise war es das dann auch schon beim Kardiologen, es sei denn er findet bei seinen einfachen Untersuchungen Hinweise, die weitere Untersuchungen angeraten sein lassen, z.B. die Veranlassung eines Belastungs-EKG´s o.ä.

Der Nephrologe wird Blut- und Urinuntersuchungen veranlassen mit dem Ziel, festzustellen, ob a) die Nieren bereits durch den Hochdruck geschädigt worden sind oder b) sie vielleicht sogar die Ursache des Hochdrucks sind oder ob sehr seltene andere organische Ursachen für den Hochdruck vorliegen. Sollte dies alles nicht der Fall sein, war es das dann auch schon beim Nephrologen.

Beide Fachärzte werden dann möglicherweise noch Empfehlungen abgeben, ob und wann Kontrolluntersuchungen notwendig sind und vielleicht auch Empfehlungen zur ergänzenden medikamentösen Behandlung.

Es gibt eine „Buckelung“ der Nieren. Wenn das mit „Buckligkeit“ gemeint war, handelt es sich um die Beschreibung eines sonographischen Befundes (=eines durch Ultraschall der Nieren gewonnen Befundes), dem meist kein krankhaftes Geschehen, sondern eine Normvariante zugrunde liegt.
Das von Dir genannte Medikament heißt Norvasc und ist neben vielen anderen Blutdruckmedikamenten gut geeignet, einen Bluthochdruck zu behandeln.

Mit freundlichen Grüßen

Wolf

zuerst zum „PS“: Sehr gewissenhaft von Deinem Arzt! Aber so
ungewöhnlich nun wieder auch nicht, da die Ärzte in ihrer
überwiegenden Mehrheit nicht dem Negativklischee entsprechen,
das die Politik ganz gezielt und auch nicht ohne bestimmte
Absichten über sie verbreitet! „Normale Kassenpatienten“ sind
übrigens die meisten Leute in diesem Land.

Hallo Wolf,
Ist ja prima, aber wo finde ich so einen Arzt?
Gibt es da vielleicht eine Geheimliste von netten, kompetenten, nicht arroganten Ärzten, die sich auch um ihre Kassenpatienten bemühen?

Crotalus

Hi,

und danke für Deine Antwort.

Ja, genau diese Buckelung war es, das hat er bei der UltraSchall Untersuchung festgestellt. Habe ich da was zu befürchten??

Die Untersuchungen bei den beiden Ärzten verursachen aber keine Schmerzen, oder? Die picksen nicht mit irgendwelchen Dingern in mich rein oder so?! Auch die Echokardiographie ist nicht schmerzhaft, oder?

Ich habe da nämlich so ein blödes Verhältnis zu Ärzten - ich bin zwar schon 25 Jahre, habe aber noch nie wirklich einen Arzt gebraucht (mal abgesehen vom Zahnarzt). Deswegen ist das alles Neuland für mich!

Danke
Jens

Hallo,

also wenn es nur eine Buckelung war, hast Du überhaupt nichts zu befürchten. Weh tut weder die Echokardiographie noch sonst irgendetwas, das ich beschrieben habe und „pieksen“ tun die nur, indem sie Dir Blut aus einer Armvene abnehmen. Der Kardiologe tut es wahrscheinlich gar nicht, sondern nur der Nephrologe. Ich kann nur sagen: Keep cool, wenn Du den Zahnarzt überstanden hast, ist das für Dich eine Kleinigkeit. Echt!

Wolf

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Hallo,

ich könnte es mir ja einfach machen und antworten: Frag doch zum Beispiel Jens, der hat so einen getroffen. Wahrscheinlich ist das leichter als Du denkst. Wenn Du nicht schon mit Vorbehalten zum Arzt gehst, wirst Du wohl auch nicht enttäuscht! Es wäre vielleicht besser, wenn Du dem Forum über Deine schlechten Erfahrungen mit „den Ärzten“ berichtest. Dann hätte man möglicherweise mehr Diskussionsstoff!

Mit freundlichen Grüßen

Wolf

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Hallo Jens,

ich habe vor vielen Jahren Bluthochdruck gehabt.
Auf die Frage ( zu einem Sportarzt ) ob es am vielen Kaffee liegen könne;
Sie können soviel Kaffee trinken wie sie wollen,
Salz raus , Salz raus aus der Speise.

Diese habe ich befolgt
( trinke heute noch leidenschaftlich gerne Kaffee )

und habe seit dieser Zeit zu niedrigen Blutdruck.

Mein heutiger Hausarzt sagt immer, den lassen wir so, besser zu niedrig als zu hoch.

In diesem Sinne
ein schönes Wochenende

Gruß Henry

hi wolf,

Wenn Du nicht schon mit
Vorbehalten zum Arzt gehst, wirst Du wohl auch nicht
enttäuscht!

ich kann mir meine bemerkung nicht verbeissen ;o) … schön wär’s!
ärzte sind auch ‚nur‘ menschen, es gibt also solche und solche, da spielen nicht nur eventuelle vorbehalte des patienten bzw. kunden rein. persönliche sympathie und antipathie, bedürfnisse und ausdrucksfähigkeit des patienten und so weiter, dazu die sparzwänge … endergebnis ist: einen arzt zu finden, der zu einem selbst passt ist und bleibt meiner meinung nach ein glücksfall.

Es wäre vielleicht besser, wenn Du dem Forum über
Deine schlechten Erfahrungen mit „den Ärzten“ berichtest. Dann
hätte man möglicherweise mehr Diskussionsstoff!

hab ich vorhin weiter oben getan ;o)

viele grüsse von muschel

erfahrungsberichte mit den untersuchungen
hi jens,
ich hab das alles erst ein paar wochen hinter mir und werd dich jetzt hiermit mal beruhigen ;o)
pieksen tut beim kardiologen vermutlich mal gar nix, ausser er nimmt nochmal blut für spezielle werte.

Die Untersuchungen bei den beiden Ärzten verursachen aber
keine Schmerzen, oder? Die picksen nicht mit irgendwelchen
Dingern in mich rein oder so?! Auch die Echokardiographie ist
nicht schmerzhaft, oder?

sonographie am herz/echokardiographie
der ultraschall am herz geht - für dich - so wie bei deinem bisherigen arzt. ‚machen sie sich frei‘, seitlich hinliegen, glibber drauf, mit diesem sonodingensteil wird über die brust gefahren. fertig. du kommst so zu dem - für mich interessanten - erlebnis, mal dein herz bei der arbeit betrachten zu können und, wenn der arzt bereit dazu ist (frag ihn danach, wenn dir dran liegt), ein wenig die funktionsweise erklärt zu kriegen.

ekg:
da kriegst du nur ein paar elektroden an dich geklebt. wenn sie dauermessung machen (gleichzeitig mit der langzeit-blutdruckmessung), dann ergibt das einen nur kurz gewöhnungsbedürftigen kabelsalat an dir. tip von mir: kleb dir daheim zusätzlich ein paar streifen leukoplast ran, dann merkst du die nicht so.

dauerblutdruckmessung:
tut - bei richtig angelegter manschette!!! - nicht weh. wenn die zu eng ist, dann wirds mit der zeit etwas unangenehm. diese dauermessung ist nur nervig, meiner meinung nach. aber sie ist nun mal sehr sehr aufschlussreich. bei mir wurde dabei zum beispiel festgestellt, dass die gegen zu hohen blutdruck eingenommenen medikamente phasenweise für einen viel zu niedrigen blutdruck sorgen, warum mir manchmal schwindlig wurde (es wurde davon ausgegangen, dass der schwindel mit blutdruckspitzen zu tun hat und das gegenteil war der fall, so kam ich um eine höherdosierung der bisher gegebenen medikamente herum). zu dieser untersuchung kann ich dir nur eines sagen: da musste durch, führt nix drumrum! achte einfach darauf, dass die die manschette nicht zu eng machen und … *zwinker*- die ärzte hier im forum mögen mich steinigen … lass dir zeigen, wie man das ding abmacht und ausschaltet. wenn du es nicht mehr aushalten solltest, mach es ab. sollte natürlich möglichst lange dran bleiben!!! ich bin froh, dass ich es 18 stunden durchgehalten habe.

zu den untersuchungen an den nieren kann ich dir nicht viel sagen, bei mir wurde nur ultraschall gemacht (siehe oben). laut aussage meines kardiologen wird heute bei genauerer untersuchung der nieren erst mal keine kontrastmitteluntersuchung wie früher gemacht, sondern im zweifelsfall ein MRT (kernspin). inwieweit die dir da auch kontrastmittel spritzen weiss ich nicht (hatte neulich ein schädel-MRT, da wurde eins gespritzt, aber davon war auch nur ein minipieks zu merken). das MRT selber ist dann nur laut (dagegen kriegste ohrenstöpsel) und langweilig (ich bin dabei eingepennt). weh tut das nicht.

Ich habe da nämlich so ein blödes Verhältnis zu Ärzten - ich
bin zwar schon 25 Jahre, habe aber noch nie wirklich einen
Arzt gebraucht (mal abgesehen vom Zahnarzt). Deswegen ist das
alles Neuland für mich!

keine sorge… zahnarzt schlägt alles ;o) … das jetzt mag lästig sein, ist aber wirklich kein vergleich auf der 'ätzend’skala zum zahnarzt ;o))

das alles kannst mir ruhig glauben *gg* die erfahrungen sind nur wenige tage bzw. wochen alt. und wenn das alles abgeklärt ist, dann hast vermutlich ne ganze weile ruhe. wirst per medikamenten eingestellt, das wird gelegentlich überwacht - neben den eigenmessungen - und gut ist.

toi toi toi wünscht muschel