Hallo,
Ein sehr lieber Freund von mir, 73 Jahre alt, wird von seinem Hausarzt wegen Bluthochdrucks behandelt. Zuweisungen zu Fachärzten sind erfolgt, bis auf ein Belastungs-EKG (Termin Ende Feb.) ist alles gemacht worden, und bis auf den Bluthochdruck gibt es keine Auffälligkeiten.
Er wollte ursprünglich eine Gesundenuntersuchung machen, und da war mit 190/120 (60 Puls) gleich mal die erste Auffälligkeit, die dann auch die einzige geblieben ist. Er hat bis knapp unter 70 regelmäßig Sport betrieben (laufen 10 km, 2x/Woche, Radfahren), ist körperlich immer noch fit, geht mind. 3x/Woche fast 10 km spazieren. Er ist nicht übergewichtig, ob in der Familie Neigung zu Bluthochdruck bestand lässt sich nicht mehr eruieren. Er hatte im Alter von ca. 40-50 auch mal eine Phase mit Hochdruck, die er aber mit Sport in den Griff bekam.
Jetzt nimmt er 3 verschiedene Medikamente, der Blutdruck hat sich auf 140/und schwankend(95 - 110), Puls 70-80 eingependelt, kurzzeitig bekam er ein viertes Med., das den Puls wieder auf 60 und den Blutdruck fast auf den Ausgangszustand gebracht hat. Das wurde wieder abgesetzt.
Ich habe den Eindruck, dass der Hausarzt überfordert ist, er ebenso, weiß aber nicht recht was er jetzt machen soll, neigt dazu das ganze nicht mehr so wichtig zu nehmen. Und ich würde ihm gerne einen Rat geben können, mir macht natürlich der zweite Wert Sorgen.
Wie seht ihr das?
Grüße
fliegerbaer
Hallo,
Du wirst hier kaum eine sinnvolle Antwort finden, da man aus der Ferne bei sovielen Einflußfaktoren (Welche Medis, Herzfunktion genau, welche Art der Blutdruckmessung, …) schlecht eine kompentente Meinung sich bilden sollte. Es kommt auf soviele Dinge an, die Dir aber der Hausarzt, wenn man überhaupt auf sowas schon angesprochen hat, beantworten kann…
Anja
Zweiter Versuch
Hallo zum zweiten,
ich gebe mich noch nicht ganz geschlagen. Also 73jähriger Pensionist mit Bluthochdruck, Nichtraucher, Antialkoholiker, Normalgewicht, sportlich.
Keine körperlichen Ursachen als Grund gefunden. Blutdruck dzt. etwa bei erster Wert 140, zweiter Wert zw. 90 - 110.
Besteht noch Handlungsbedarf? Oder kann man das so lassen. Bestehen Risiken wie Schlaganfall, o. ä.?
Gibt es darauf wirklich keine Antwort? Irgendwas, das mir und ihm weiterhilft?
Grüße
fb
Warum lässt er sich nicht vom Hausarzt an einen Kardiologen überweisen?
Internist oder Kardiologe?
Hallo,
Warum lässt er sich nicht vom Hausarzt an einen Kardiologen überweisen?
Weil er verunsichert ist? Soll er dem Arzt auch die Art der Untersuchung sagen, die auf die Überweisung zu schreiben ist? Hee, ich frage ja deswegen! Allerdings: EKG + Herzultraschall sind gemacht, Herzmuskel, Herzklappen, o.k., keine Rhythmusstörungen.
Habe jetzt zusätzlich etwas Information von hier. Da sehe ich auch, dass man bei seinem derzeitigen Stand von leichtem bis mäßigem Risiko ausgeht/spricht. Jetzt bleibt noch die Frage, da der Vertrauensverlust zum Hausarzt schon besteht…
Wenn es eine primäre Hypertonie ist, also keine Folgeerscheinung von Erkrankungen anderer Organe (sieht ja erstmal so aus, auch der Hausarzt schickt ihn nicht mehr weiter), welcher Facharzt ist für die Blutdruck-Einstellung zu bevorzugen?
Internist oder der von dir genannte Kardiologe?
fb
So bitter wie es ist - meine Erfahrung der letzten Jahre hat mir oft gezeigt, wenn ICH nicht dem Arzt gesagt hätte, was ICH will, wäre nicht viel passiert. Es gibt sicherlich auch andere Ärzte - aber in einen Fall Anfang 2011 hatte ich dem Arzt quasi meine Diagnose geliefert!
Sicherlich kann nicht jeder sich so intensiv mit dem Thema Gesundheit etc. befassen und manche suchen im WWW auch auf gefährlichen Seiten nach „ihrer Diagnose“ - was dann auch schnell ausarten kann. Ich wusste nun genau, wo ich suchen muss - und habe in entsprechenden Foren Fachleute gefragt.
Ja, damit habe ich auch den einen oder anderen dauerhaften Arztwechsel auf mich nehmen müssen - das fiel mir aber unter den genannten Voraussetzungen nicht schwer.
Es gibt manchmal Gemeinschaftspraxen, wo Internisten mit Kardiologen zusammenarbeiten. Das wäre ideal. Aber ansonsten würde ich einen Internisten aufsuchen und mich dann ggf. weiterüberweisen lassen. Viele Kardiologen arbeiten nur auf Überweisung.
Ansonsten kann ich dir dieses Forum empfehlen:
http://www.medizin-forum.de/phpbb/viewforum.php?f=30…
Der Arzt antwortet viel und relativ schnell und kompetent.
Gruß Maren
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Danke dir
Halo Maren,
Vielen Dank für die klaren Ausführungen und den Link. Wir haben selbst keinen Plan mehr woran es liegen könnte, darum ist es auch so schwierig vom Hausarzt etwas einzufordern. Der Entschluss zum Internisten zu gehen steht jedenfalls mittlerweile fest. Bislang wurden fachärztlich zwar Befunde erstellt, aber dann gings immer wieder zurück zum Hausarzt. Bin schon gespannt, was der Internist dazu meint, was der macht und wie es weitergeht.
*-chen & danke
fb