Bluthochdruck trotz sonst niedrigem Blutdruck?

Ich habe seit drei Wochen psychischen Stress und bemerke ein seltsames Verhalten meines Körpers.

Ich habe einige Symptome mal beobachtet und mir gleich notiert:

  • stechen in der Brust
  • Augenzucken
  • Schwindel
  • leichter Gleichgewichtsverlust
  • leichte Übelkeit
  • Benommenheit
  • plötzliche Hitzewallung

Bis auf Augenzucken und Hitzewallung hatte ich die restlichen Symptome zum selben Zeitpunkt.

Ich muss dazu sagen, das ich auch seit drei Wochen arbeite und es recht kraftzehrend ist, weil ich meist von frühs um 3 bis abends 16 Uhr unterwegs bin. Dazwischen dann noch einen Kaffee.
Ich übe diese Tätigkeit nicht zum ersten mal aus und weiß somit, dass das kein normales Verhalten meines Körpers ist.

Außerdem bin ich der Typ, der immer zu niedrigen Blutdruck hat. Stechen im Herzen hab ich recht selten. Allerdings hab ich schon lange das Gefühl, das mein Herz nicht ganz rund läuft. :smile: Muss auch schon seit ich denken kann zwischen dem normalen Atmen immer mal ganz tief Luft holen. Aber das ist wohl falsch erlerntes Atmen oder so und hat nix mit dem jetzigen Thema zu tun. :smile:

Zum Arzt trau ich mich nicht, weil ich denke, das es sicher was vorübergehendes und unbedeutendes ist. Zumal ich hoffe, das der psychische Stress bald ein Ende hat.
Aber ein bisschen Sorgen mach ich mir schon.

Aber ein bisschen Sorgen mach ich mir schon.

Die geschilderten Symptome passen - auch durch ihr zeitliches Auftreten - perfekt zur geschilderten Streßsituation.

Wie kommst Du eigentlich auf hohen Blutdruck? Hast Du ihn gemessen?

Und warum solltest Du nicht zum Arzt gehen? Selbst wenn die Probleme nur vorübergehend sind, kann Dir der Arzt ggf. durch Betablocker oder andere Maßnahmen helfen, den Streß zu bewältigen. Ein Dauerzustand sollte der Streß aber nicht werden. Auch kann der Arzt durch einfache Untersuchungen feststellen, ob es wirklich nur eine Streßreaktion Deines Körpers ist oder nicht.

Benni

Gemessen habe ich ihn nicht. Hat sich nur so angefühlt, da mein Herz dann ja auch schneller schlägt als sonst. Reine Vermutung. :smile:

Ich denke, das Problem mit Medikamenten wird sein, das mein (gefühlter) Blutdruck nur Zeitweise recht hoch ist.
Ich hätte Angst, das in Situationen, wo ich abschalten kann mein Blutdruck dann zu niedrig wird?
Als Kind war es bei mir mal so schlimm (ohne Medikamente), dass ich nicht mehr aufstehen konnte, weil ich dann Ohnmächtig geworden wäre.

So wie es aber aussieht, wird dieser Stresszustand noch eine ganze Weile andauern. :frowning:
Ich lös das Geheimnis auf, es ist eine Art Liebeskummer. Sehr konträre Situation, deswegen auch so kräftezehrend. Nix eindeutig, sonst könnte ich damit umgehen. Aber das soll nicht Gegenstand des Themas werden.

Zu welchem Arzt sollte ich dann gehen? Erstmal zum Hausarzt?

Danke übrigens, für die schnelle Antwort. :smile:

Gemessen habe ich ihn nicht. Hat sich nur so angefühlt, da
mein Herz dann ja auch schneller schlägt als sonst. Reine
Vermutung. :smile:

Miß ihn lieber mal.

Ich denke, das Problem mit Medikamenten wird sein, das mein
(gefühlter) Blutdruck nur Zeitweise recht hoch ist.
Ich hätte Angst, das in Situationen, wo ich abschalten kann
mein Blutdruck dann zu niedrig wird?

Das kann natürlich sein. Darum solltest Du Deinen Blutdruck ja mal messen - am besten mehrfach am Tag (unter Streß, in Ruhe). Ein Betablocker senkt den Blutdruck quasi als Nebenwirkung. Seine Hauptwirkung ist die Blockierung der Adrenalinrezeptoren. Adrenalin ist ein Streßhormon. Betablocker sind deshalb ideal, um einen (vorübergehend) vor den Auswirkungen des Stresses zu schützen. Bei ansonsten fehlender Indikation (zu hoher Blutdruck, diverse Herzprobleme) sollte das aber natürlich nicht unbedingt ein Dauerzustand werden.

Als Kind war es bei mir mal so schlimm (ohne Medikamente),
dass ich nicht mehr aufstehen konnte, weil ich dann Ohnmächtig
geworden wäre.

Sieh es mal positiv: Desto niedriger Dein Blutdruck, desto länger ist Deine statistische Lebenserwartung.

So wie es aber aussieht, wird dieser Stresszustand noch eine
ganze Weile andauern. :frowning:

Das ist schlecht.

Aber das soll nicht
Gegenstand des Themas werden.

Ist letztlich auch egal. (Negativer) Streß ist eine arge Belastung für den Körper. Du solltest auf die eine oder andere Weise lernen, damit umzugehen. Kurzfristig kann man sicher medikamentös etwas helfen. Auf längere Sicht mußt Du aber direkt damit umgehen.

Zu welchem Arzt sollte ich dann gehen? Erstmal zum Hausarzt?

Das kann nie schaden. Soweit Du privat versichert bist oder einen Arzt findest, der Dich auch als Kassenpatient kurzfristig nimmt, kannst Du auch gleich zum Internisten gehen. Der würde echte körperliche Erkrankungen mit Herz und Kreislauf ausschließen.

Sollte der Zustand aber weiter und längerfristig anhalten, kommt später aber ggf. auch ein Besuch beim Psychologen in Frage, der Dir dann helfen könnte, mit der Situation besser umzugehen.

Benni

Hab leider nix zum messen da. Werd aber mal bei meinen Großeltern anfragen.

Mit was müsste ich rechnen, wenn ich all diese Warnungen meines Körpers missachte?
(Muss mich nur abschrecken um mich zu motivieren zum Arzt zu gehen.)

Hallo Rica

Hab leider nix zum messen da. Werd aber mal bei meinen
Großeltern anfragen.

deinen Blutdruck kannst du in (fast) jeder Apotheke überprüfen lassen. Wenn du nur das Gefühl hast, dass er zu hoch sei, dann mach es doch erstmal. Bluthochdruck hat soweit ich weiß nur bedingt mit schnellem Puls zu tun.

Mit was müsste ich rechnen, wenn ich all diese Warnungen
meines Körpers missachte?
(Muss mich nur abschrecken um mich zu motivieren zum Arzt zu
gehen.)

Das kann ich dir leider nicht sagen, aber ich hatte ähnliche Symptome und war beim Arzt, der reißt einem nicht den Kopf ab, wenn man da hingeht weil man sich Sorgen macht:wink:

Ich wünsch dir alles Gute,
Johanna

Hallo Rica,

(Muss mich nur abschrecken um mich zu motivieren zum Arzt zu gehen.)

Stell dir einfach vor, das du wärend der Arbeit zusammenbrichst.

Gruß
Monika