Bluthochdruck - Verödung der Nierennerven

Hallo liebe Wissenden,

ein Freund von mir leidet unter Bluthochdruck und hatte vor zwei Jahren im Alter von 41 Jahren einen Schlaganfall, dessen Folgen aber glücklicherweise kaum noch ersichtlich sind.

Er verträgt die Medikamente (keine Ahnung, welche, aber es wurde schon häufig gewechselt) nicht. Er bekommt Magenkrämpfe, muss nach der Einnahme ständig auf die Toilette, wird ab frühen Nachmittag plötzlich total müde etc. Trotz Medikamente hat er große Schwankungen.

Er hat nach dem Schlaganfall mit dem Rauchen aufgehört und macht sehr viel Sport.

Jetzt habe ich zufällig gelesen, dass eine Verödung der Nierennerven zu einer anhaltenden Senkung führen kann. Im Internet kann man auch viel dazu lesen, aber die meisten Artikel sind von 2010, und Langzeitergebnisse scheint es noch nicht zu geben.

Kann jemand hier den Erfolg dieses Eingriffs aus Erfahrung bestätigen?

Danke und liebe Sonntagsgrüße

Kathleen

Servus, Kahtleen,

aber die meisten
Artikel sind von 2010, und Langzeitergebnisse scheint es noch
nicht zu geben.

Kann jemand hier den Erfolg dieses Eingriffs aus Erfahrung
bestätigen?

Das kann ich nicht, aber such’ mal mit dem Stichwort „renale Sympathikusdenervation“. Da findest du neuere Ergebnisse.

Ich nehme an, dass dein Freund auf alle möglichen Ursachen des Bluthochdrucks hin untersucht wurde (z.B. Nieren).

Nicht immer ist der Hochdruck Ursache von Krankheit - manchmal ist es auch umgekehrt: Krankheit ist die Ursache von Hypertonie.

Alles Gute und auch dir einen schönen Restsonntag,
Maresa

Hallo,

das Verfahren ist erst 2008/09 in die Routine eingeführt worden. Es KANN also noch keine Langzeitergebnisse geben. Der mittlere systolische Blutdruck ist nach 2 Jahren etwa 30mmHg niedriger als vor der Denervation.

Das Verfahren sollte nur im Rahmen von Studien oder Registern an ausgewählten Patienten angewendet werden. Dein Freund könnte so einer sein. Am besten er läßt sich in eine Hochschulambulanz überweisen, die dieses Verfahren im Repertoire hat.

Auch alle nicht medikamentösen Mittel, wie Entspannungsübungen, Biofeedback neben den Dingen, die er jetzt schon macht, sollten in Betracht gezogen werden.

Gruß,

Manticor