Blutschrift

Hallo,
In einer Geschichte die ich schreibe gibt es eine „Blutschrift“, also eine Schrift die erst sichtbar wird wenn sie mit Blut in Kontakt kommt. Wie zB. Schriften die man erst sieht wenn man es warm macht oder mit Zitrone beträufelt.

Wollte jetzt rein aus Interesse fragen ob sowas wirklich möglich wäre. Vielleicht eine Flüßigkeit die mit Eisen sichtbar wird…

Hoffe das ist das richtige Brett.

liebe Grüße
erbse

P.S. Nein ich habe keie Blutorgien zu Hase vor, ich wollte nur fragen ob sowas theoretisch möglich ist, könnte damit meine Geschichte vll realistischer machen…

Hallo Erbse,

bringt man Blut mit Wasserstoffperoxid und Fluorescin zusammen, gibt es eine schöne Fluoreszens

Wäre das ne Möglichkeit?

Dazu wäre aber wichtig zu wissen, in welcher Zeit der Roman spielt, weil Fluorescin noch nicht allzu lange existiert.

Gandalf

Hallo Gandalf

bringt man Blut mit Wasserstoffperoxid und Fluorescin
zusammen, gibt es eine schöne Fluoreszens

Ist diese Flüssigkeit farblos? Sollte ja für eine Geheimschrift verwendet werden.

Wäre das ne Möglichkeit?

Durchaus.

Dazu wäre aber wichtig zu wissen, in welcher Zeit der Roman
spielt, weil Fluorescin noch nicht allzu lange existiert.

Das ganze ist Fantasy, aber es spielt in der Gegenwart, ist also von daher kein Problem.
Vielen Dank
Liebe Grüße
Erbse

Quatsch!!!
Hallo Erbse,

das was isch eben geschrieben hab ist Quatsch!
Der Farbstoff heißt Luminol und ist hell gelblichgrünlich.

Gandalf

Hallo,
In einer Geschichte die ich schreibe gibt es eine
„Blutschrift“, also eine Schrift die erst sichtbar wird wenn
sie mit Blut in Kontakt kommt. Wie zB. Schriften die man erst
sieht wenn man es warm macht oder mit Zitrone beträufelt.

Wollte jetzt rein aus Interesse fragen ob sowas wirklich
möglich wäre. Vielleicht eine Flüßigkeit die mit Eisen
sichtbar wird…

Hi!

Dazu muss man noch beachten, dass das Eisen im Blut, soweit ich weiß, in zweiwertiger Form vorliegt. Fe2+ Ionen bilden mit Kaliumhexacyanoferrat-III einen dunkelblauen Farbkomplex. Das Kaliumhexacyanoferrat-III selbst bildet gelbliche Lösungen - also zumindest auf gelblichem Papier fast nicht sichtbar.

Gruß

Sven

Ok vielen Dank
owT

Hallo,

egal welche Geheimschrift, wenn du Blut drüberschüttest, kannst du garantiert NICHTS mehr lesen. Schnapsidee.

Gruss Reinhard

Vielleicht wenn man mit einer Desferal-Lösung schreibt?

Das ist ein Medikament für Leute, die zu viel Eisen im Blut haben bzw. für akute Eisen und Aluminiumvergiftungen

Die Lösung ist klar, extrem schwach gelblich. Wenn man etwas aus Eisen
reingibt wird es erst rostrot, dann ein rötliches Braunschwarz.
Gibt man Desferal in ebenfalls gelbe, klare Eisenchloridlösung wird es sofort zu einem rötlichen dunkelbraun.
Also verbindet sich Desferal sowohl mit elementarem, als auch mit Ionischem Eisen.

Somit könnte man einen dünnen Blutfilm über das beschriebene Blatt geben und würde die Schrift ev. an den dunkleren Stellen erkennen
(muss ich mal im Labor auprobieren xD )

Hi,
schau mal in das was ist:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kastle-Meyer-Test

Gruß
Joey

egal welche Geheimschrift, wenn du Blut drüberschüttest,
kannst du garantiert NICHTS mehr lesen. Schnapsidee.

Wieso „Schnapsidee“? Blut ist bekanntermaßen nicht schwarz und selbst wenn so könnte es weiß aufscheinen. Es muss nur einen anderen Rotton annehmen und ist schon sichtbar. Daran wüde es nun wirklich nicht scheitern…
Eher daran dass Blut nicht die einzige Lösung sein wird die es sichtbar macht.

Hallo!

Bei CSI weisen sie immer kleinste Blutspuren mit einer Phenolphthalien-Lösung (im sauren und neutralen Medium farblos) und Wasserstoffperoxid, ebenfalls farblos, nach. Das ergibt dann eine pinkfarbene Lösung.

Wenn man Blut direkt über die Reagentien gibt, kann man die Schrift mit Sicherheit nicht lesen, aber vielleicht funktioniert es mit einer verdünnten Blut-Lösung? Müßte man mal ausprobieren.

Grüßle
Regina

In einer Geschichte die ich schreibe gibt es eine
„Blutschrift“, also eine Schrift die erst sichtbar wird wenn
sie mit Blut in Kontakt kommt. Wie zB. Schriften die man erst
sieht wenn man es warm macht oder mit Zitrone beträufelt.

Du hast vielleicht schon vom Nachweis von Blut im Stuhl gehört. Man sucht im Stuhl nach sogenanntem „okkultem Blut“, das sind Spuren von Blut, die meist durch einen Darmtumor oder eine Entzündung des Darms oder durch eine Magenblutung kommt. Das sind Reagenzpapiere die sich durch die Anwesenheit winzigster Mengen Blut verfärben. Man benötigt dazu Wasserstoffperoxid, Phenylendiamin und eine Azo- Kupplungskomponente. Die im Blut (Erythrozyten) enthaltene Peroxidase setzt dann eine Farbreaktion in Gang. Wollte nur sagen, nachdem Du das ja nur theoretisch untermauern willst, sowas ist natürlich möglich.
Udo Becker