die OP meiner Mum (Gebärmutter-Entnahme) wurde gestern abgesagt, da sie zu wenig Eigenblut hat.
Der HB-Wert ist ca. 6,5 und würde während der OP gefährlich sinken, sodass sie Fremdblut bekommen müsste.
Das möchte meine Mum aber nicht und so wollten mein Bruder und ich spenden. Familienangehörige dürfen aber nicht.
Wieso nicht? Ist es sowas ähnliches wie Inzest?
Habe die Frage schon im Plauderbrett mit einfließen lassen, aber ich denke, hier bin ich damit besser aufgehoben.
Meine Mum hat jetzt 9 Tage, um ihren Wert zu stabilisieren.
Hat dafür 2 verschiedene Eisenpräparate verschrieben bekommen und eine Essumstellung.
Ist das in den paar Tagen überhaupt machbar? Hat da jemand Erfahrung?
Freue mich auf eure Antworten.
LG, Bomba
P.s.:Wo ist der Unterschied zwischen Blut und Blutplasma? Außer, dass das Plasma dicker ist…
Nein, man gibt doch auch eine Niere an Verwnadte ab!
Meine Mum hat jetzt 9 Tage, um ihren Wert zu stabilisieren.
Hat dafür 2 verschiedene Eisenpräparate verschrieben bekommen
und eine Essumstellung.
Ist das in den paar Tagen überhaupt machbar? Hat da jemand
Erfahrung?
Meinst Du nicht, dass die Ärzte genug Erfahrung haben?
Verwandte haben nicht unbedingt gleiche Blutgruppen, deshalb ist die Blutspende unter Verwandten wohl nicht möglich bzw nicht immer möglich.
Wir wollten unsere Blutgruppen testen lassen und uns wurde
gesagt, das bringe eh nichts, weil es zu gefährlich sei, unser
Blut zu verwenden.
wenn die Möglichkeit der Eigenblutspende gegeben ist, besteht (quasi) NULL Infektionsrisiko an irgendwelchen Krankheiten und Abstoßungsreaktionen. JEDES andere Blut hat dies aber.
Frage: warum sollte ich das sinnlose Risiko einer Fremdblutspende eingehen?
wenn die Möglichkeit der Eigenblutspende gegeben ist, besteht
(quasi) NULL Infektionsrisiko an irgendwelchen Krankheiten und
Abstoßungsreaktionen. JEDES andere Blut hat dies aber.
Frage: warum sollte ich das sinnlose Risiko
einer Fremdblutspende eingehen?
Das stimmt schon, aber das Blut von Bomba und ihrem Bruder ist ja immerhin weniger „fremd“ als eine Spende von jemand ganz anders.
Doch die beiden wurden von den Ärzten abgelehnt. Die totale Fremdspende lehnte aber die Mutter selbst ab, -wäre also möglich.
also, meine Frage ist, warum verwandtes Blut gefährlich ist (für meine Mum), sprich, wenn mein Bruder und ich spenden würden. Vorausgesetzt, wir haben die richtige Gruppe.
Es wurde sofort „untersagt“, da es zu gefährlich ist.
Fremdblut möchte meine Mutter nicht, aus Angst vor Infektionskrankheiten.
Wobei „fremd“ hier für jegliches Blut von unbekannten Menschen steht.
Eigenblutzüchtung dauert zu lange. Was mich zu dem Grund bringt, warum ich der Erfahrung des Krankenhauses nicht so einfach traue:
Vor der ganzen Untersuchungssache, also vor dem Termin, fragte meine Mum bzgl. Blut. Ihr wurde gesagt, dass eine Anlagerung nicht nötig sei.
Dann wird gesagt, „Sie haben unterschrieben, wir machen jetzt die OP und die HIV- bzw. Hepatitis-Ansteckungsgefahr ist ja nicht sooo hoch“.
Dann nochmal die andere Frage: Kann man seinen HB-Wert in so kurzer Zeit, 9 Tage, aufbauen?
Bedanke mich für wirklich ernstgemeinte und hilfreiche Antworten.
danke für den Link.
Jetzt ärger ich mich noch mehr darüber, dass wir nicht „aufgeklärt“ wurden, was das betrifft.
Plasma = Blut minus die festen Bestandteile (rote, weiße
Blutkörperchen, Thrombozyten)
Das hab ich mir so auch sagen lassen, aber wieso wird mal das eine und mal das andere gebraucht?
Die Frage geht vielleicht zu sehr in die Zellbiologie…?
Blutkonserven werden bei Anämien gegeben (niedriger Hämoglobin-Gehalt des Blutes). Die roten Blutkörperchen bzw. das in ihnen enthaltene Hämoglobin transportiert den Sauerstoff zu den Geweben und gibt ihn dort ab. Vorher haben sich die roten Blutlörperchen in der Lunge mit dem Sauerstoff aufgeladen. Zuwenig Hämoglobin: das Blut kann diese Aufgabe nicht mehr so gut erfüllen, und die Blutkonserven sollen also diese Fähigkeit des Blutes verbessern.
Plasma wird bei Gerinnungsstörungen gegeben, weil im Plasma die löslichen Bestandteile des Blutes enthalten sind, wie z. B. die Gerinnungsfaktoren.
meiner Erfahrung nach nicht. Ich weiss ja nicht, was für Referenzwerte die Blutergebnisse haben. Wenn ich mich recht erinnere, sollten die Eisenwerte normal bei 13 oder 14 sein. Nach einer OP mit hohem Blutverlust im letzten Jahr hatte ich noch genau die Hälfte vom Referenzwert. Und es hat Monate gedauert, um diese Werte wieder fit zu bekommen. Nach etwa einem halben Jahr habe ich sie kontrollieren lassen, da waren sie normal. Vorher halt steigend, aber eben noch deutlich unter den Normwerten.
Man hat mich aber trotzdem etwa vier Wochen nach der ersten OP erneut operiert (nicht lebensnotwendig oder so). Von daher würde ich eben den Arzt fragen, was er für Maßnahmen vorschlägt. Nach der ersten OP habe ich noch fleissig Eisenpillen genommen, nach der zweiten habe ich wg. der Nebenwirkungen (nach Absprache für und wider mit dem Arzt) damit aufgehört.
Der Blutverlust im Zusammenhang mit der ersten OP hat mich schlichtweg umgehauen. War wohl so, dass es sich um eine grenzwertige Entscheidung bzgl. Transfusion oder nicht handelte. Ich bin ein Mensch mit starker Konstitution, aber nach dieser Geschichte ging es mir echt schlecht. Von daher will es einfach gut überlegt sein. Mit heutigem Wissensstand würde ich auch keine Blutttransfusion mehr ablehnen (habe ich damals getan).
Ist also denke ich eine sehr individuelle Geschichte. Ich kann mir aber einfach nicht vorstellen, dass man die Blutwerte ohne Transfusion in den paar Tagen wieder hoch bekommt.
der Normalwert ist 12 und meine Mum hat 6,5.
Ab 5 muss eine Transfusion hinzugezogen werden, um eine Verblutung zu verhindern. Und dazu wird es auf jeden Fall kommen, da alles, woran da operiert wird, sehr gut durchblutet wird.
Meine Mum hat jetzt 2 verschiedene Eisenpräparate bekommen, die bei Überdosiereung gefährlich werden können.
Durch den erheblichen Blutverlust von einem Periodenzyklus mit mind. 10 „Bluttagen“ hat sie so einen niedrigen Wert.
In den folgenden Tagen bleibt diese aber aus, was auch noch dem Aufbau gut tun soll.
Wir hoffen, dass der Wert wenigstens auf 8 oder 9 kommt, aber so dran glauben kann ich auch nicht.
Plasma wird bei Gerinnungsstörungen gegeben, weil im Plasma
die löslichen Bestandteile des Blutes enthalten sind, wie z.
B. die Gerinnungsfaktoren.
Das ist so nicht ganz richtig. Plasma wird auch gegeben, bei hohem Blutverlust, damit überhaupt der Druck aufrecht erhalten werden kann. Vollkonserven müssen ja nur soweit gegeben werden, dass eben genügend von den festen Bestandteilen da ist, ansonsten reicht Plasma.
Der HB-Wert ist ca. 6,5 und würde während der OP gefährlich
sinken, sodass sie Fremdblut bekommen müsste.
Bei Zeugen Jehovas ist man manchmal gezwungen, ohne Frendblut zu operieren, auch wenn eine Blutarmut vorliegt. Das Risiko ist eben höher. Ein Hb von 6,5 ist unter den gegebenen Umständen sicher nicht anzuheben, da das Knochemark schon auf Hochtouren produziert, aber nicht nachkommt.
Das möchte meine Mum aber nicht und so wollten mein Bruder und
ich spenden. Familienangehörige dürfen aber nicht.
Die Spende von Verwandten wird meines Wissens tatsächlich nicht gemacht. Zum einen ist das Blut zwar verwandt, muss aber nicht passen, da ja bestenfalls nur halb verwandt. Man sucht sich deshalb unter den vielen Spendern den mit dem passendsten Blut heraus, der kann dann auch Afrikaner, Eskimo… sein. Die Infektionsgefahr ist mittlerweile tatsächlich vernachlässigbar. Man sagt weniger als 1 : 1 Million für HIV und Hepatitis. Da kann man sich drauf einlassen, weil schon das OP Risiko sicher größer ist, das Risiko auf der Hin- oder Rückfahrt schwer zu verunfallen usw. Das größte Risiko bei der Blutspende ist - der Arzt. Nämlich wenn im stressigen Nachtdienst eine Konserve vertauscht wird, oder Frau Meier gefragt wird, ob sie die Frau Müller sei, die Blut bekommen soll. Viele Patienten antworten dann trotzdem mit ja. Aber auch hier sind in der letzten Zeit viele Sicherheitsmechanismen eingebaut worden.
Also, eure Bedenken kann ich verstehen, aus medizinischer Sicht sind sie weitestgehend unbegründet.
Das möchte meine Mum aber nicht und so wollten mein Bruder und
ich spenden.
wenn ihr euch eh schon innerlich dazu entschlossen habt zu spenden, warum spendet ihr dann nicht einfach trotzdem? Zwar nicht für DEINE Mutter, aber für eine andere Person? Das Fremdblut das deine Mutter unter Umständen bekommt muss ja auch irgendwoher kommen, da wäre es doch nur fair dem System auch wieder was zurück zu geben…