Ist man wenn man blutverdünnende Medikamente einnimmt anfälliger für Hämatome? Wenn ja, warum ist das so?
Danke im Voraus für die InfO!
Hallo Klaus,
Die Erklärung ergibt sich logisch aus der Wirkung: „Blutverdünnende“ Medikamente sollen die Blutgerinnung herabsetzen, um das Risiko von Blutgerinnseln zu verringern; diese könnten wichtige Verbindungen blockieren und z.B. Herzinfarkt auslösen.
Hämatome andererseits entstehen durch Einströmen von Blut ins umgebende Gewebe, wenn ein Blutgefäss durch z.B. Stoss platzt. Kleinste Gefässdefekte werden bei normaler Gerinnung schnell durch Gerinnsel gedichtet, verzögerte Gerinnung lässt also eher Hämatombildung zu.
Gruss von Julius
Guten Tag,
der Begriff „Blutverdünnung“ ist irreführend, weil solche Medikamente keineswegs dafür sorgen, dass vermehrt Flüssigkeit in die Gefäße gelangt, sondern dass das die entsprechenden Blutbestandteile nicht mehr in einem ausreichendem Maße gerinnen können. Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Medikamentenklassen, die an der Gerinnungshemmung in enzymatische (Gerinnungsfaktoren) sowie zelluläre (Thrombozyten) Prozeße eingreifen. Wird unter gerinnungshemmenden Einfluss ein Gefäß durch eine Verletzung eröffnet, können sich Thrombozyten und Gerinnungsfaktoren nicht organisieren und damit die Gefäßöffnung verschließen.
Hämatome sind grob gesagt Blutansammlungen durch Gefäßeröffnungen unter der Haut (subkutan). Die entstehen z.B. schon durch mechanische Einwirkungen (Sturz, Anstoßen). Da die Gerinnungszeiten verlängert sind, entstehen Hämatome leichter bzw. sind stärker ausgeprägt, als bei nicht-therapierten Menschen.
Herzliche Grüße
sunconure
Ja ist man, wenn man sich stößt reißt das Blutgefäß, so wie bei jemendem der keinen Blutverdünner nimmt, aber dein Blut gerinnt ja nicht so schnell daher tritt viel mehr Blut aus und dein Bluterguss ist viel größer bzw sieht viel schlimmer aus.