Blutzucker-Frage

Früher konnte ich es auch nicht ausstehen, viel Tee zu
trinken.
Aber… Dein Geschmackssinn sensibilisiert sich auch. Wenn Du
häufiger Tee trinkst und kaum mehr Säfte, dann schmeckt der
Tee mit der Zeit immer differenzierter und interessanter.
So gings zumindest mir und auch meinem Bruder.

Na da bin ich aber mal gespannt. Gibt es denn gar keine anderen Möglichkeiten als Wasser und ungezuckerten Tee? Der Markt ist so groß, da muss es doch irgendwas anderes geben, was schmeckt…

Ich mein, ich bin auch kein Fan von Werbung, aber wenn man der Werbung glauben darf, dann müssten doch so Chemie-Produkte wie Cola Light oder Cola Zero das Top-Mittel sein, da weder Kalorien noch Zucker?!? Ok, ich kann’s mir nicht wirklich vorstellen. Aber was ist es denn in einem Getränk, was so schädlich für mich ist?

Hallo!

Gibt es denn gar keine

anderen Möglichkeiten als Wasser und ungezuckerten Tee? Der
Markt ist so groß, da muss es doch irgendwas anderes geben,
was schmeckt…

Mhmm, solche Limonaden mit Süßstoffen sind oft äußerst sauer. Möglicherweise sind die deshalb recht schlecht für den Körper. Ich VERMUTE, das sind dir Hauptprobleme, denn die Nieren müssen mit der ganzen Säure klarkommen und die haben bei Diabetesstoffwechsellagen eh schon Probleme mit Azidosen.

Aber… das geht über meine Kompetenzen hinaus.

Wie stark Süßungsmittel in die Insulinproduktion eingreifen, das weiß ich nicht. Der ganz klassische Weg, der in den normalen Lehrbüchern steht, beschreibt eine solche Wirkung nicht. Allerdings könnten neurologische Effekte beim Geschmackssinn eine Rolle spielen. Das gleiche habe ich mal einen Prof bei uns gefragt, aber der war jetzt kein Klinikexperte für Diabetes und konnte dazu auch nichts sagen.

Huhu, ich nochmal *g*

Die, die ich kenne, spritzen
alle. Davon hat einer Typ I (ca. 25 Jahre alt?) und einer Typ
II (ca. 70 Jahre alt). Beide fressen alles wahllos
durcheinander nach dem Motto „och, dann spritz ich halt was
mehr“.

Beim Typ 1 ohne Übergewicht kann man das meiner Meinung nach auch gut so handhaben. Ich esse ähnlich wie Du, tagsüber kaum, abends wenn mein Mann heimkommt die erste (und einzige) richtige Mahlzeit. Frühstück mag ich gaaaar nicht. Gesund ist das nicht, aber es schadet mir nicht mehr als jedem, der insgesamt gesund ist.
ABER: ich kann meinen Insulinspiegel durch Ernährung auch nicht mehr beeinflussen. Typ 2-Diabetiker können das im Allgemeinen, deswegen wird da wesentlich mehr auf die Ernährung geachtet.
Ich finde, beides sind zwar ähnlich geartete Krankheiten, unterscheiden sich aber heftig in der Therapie.
Übrigens, einen Diabetiker erkennen ist gar nicht so einfach, die wenigsten messen oder spritzen in der Öffentlichkeit. Diabetes ist keine Krankheit, die man jemandem ansehen kann. Vermutlich wäre man erstaunt, wieviele Leute in der direkten Umgebung tatsächlich Diabetes haben, ohne dass man davon weiss. Viele wollen auch gar nicht darüber reden, wobei das in meinem Fall sicher damit zusammenhängt dass ich mich besser auskenne als sie und sie wohl denken, dass ich jedes „falsche“ Essen als Schwäche und sonstwas interpretieren würde. Schade drum, ich bin mit Sicherheit niemand, der sich erlauben kann anderen was vorzuschreiben. Aber ein Austausch mit jemandem, dem es ähnlich wie mir geht, wäre schon schön. Wobei es sowieso immer Typ 2-Diabetiker sind. Die haben auch einen ganz anderen Redebedarf, ich sehe es an meiner Mailingliste, die Leute dort haben ganz andere Sorgen und Probleme als ich. Aber da merkt man dann auch, wie schlecht die Versorgung durch Hausärzte ist. Diejenigen, die gut eingestellt sind, werden fast durchweg von Diabetologen betreut.

Liebe Grüsse
Bine :smile:

Hallo Stefan!

Ich kenne es vor allem so, dass der Süssstoff dem Körper Zucker vorgaukelt und der Körper mit Insulinausschüttung reagiert, in der Tat aber gar kein Zucker da ist, der verstoffwechselt werden könnte. Das wiederum löst Heisshunger (für mich ists zwar eher Unterzucker, aber egal) aus, was zu Ess-Willen führt und einem Abnehmen dadurch entgegensteht.
Da ja der Insulin"haushalt" bei Diabetikern sowieso schon durcheinander ist, könnte ich mir vorstellen, dass genau dieser Effekt zusätzlich schadet.
Genaueres weiss ich aber auch nicht. Ich finde eh, dass solche Getränke den Durst nicht nehmen, mich machen sie eher zusätzlich durstig.

Liebe Grüsse
Bine :smile:

Huhu!

Da ich in naher Zukunft sowieso den Arzt wechseln werde,
erspare ich mir das (und dem Arzt auch). Ich habe in der
Vergangenheit oft die Erfahrung gemacht, daß dort auf
Nachfragen oder eigene Recherchen sehr allergisch reagiert
wird. Scheinbar fühlt man sich in der eigenen Kompetenz
untergraben.

Manche Patienten übertreiben es auch sehr. Es ist sehr anstrengend, wenn man jemandem ständig erklären muss, warum das angelesene genau auf seinen Fall nicht zutrifft. Das Internet bietet eine abartige Fülle an Informationen, aber leider keinerlei Möglichkeit, zu differenzieren welche Infos nun gut oder richtig sind und welche einfach nur Schrott.
Ist nur eine von vielen Möglichkeiten, warum Dein Arzt damit nicht gut zurechtkommt. Ich seh immer erstmal das Gute im Menschen :wink:

Daher gibt es bei meinem Hausarzt auch überhaupt erst seit ca.
1 Jahr ein Messgerät. Vorher wurde die Messung mit einer Art
extrem dünnem Glasröhrchen durchgeführt. Keine Ahnung wie das
genau funktioniert, habe nie dabei zugesehen. Weiß nur noch,
daß es immer elendig lange gedauert hat.

Die Röhrchen sind Kapillaren. Bei meinem Diabetologen wird das Blut in einem Laborgerät (die sind recht gross und sehen so richtig nach Labor aus) untersucht, dort wird es auch in Kapillaren aufgefangen.

Ich hab ja
wenigstens gehofft, daß ich mir zwischendurch mal nen Apfel
reindrücken darf oder so, aber ist nicht. Auch keinerlei
Milchprodukte, Joghurt ist also auch gestorben.

Ein vernünftiger Ernährungsplan gehört meiner Meinung nach mit demjenigen abgesprochen, der ihn einhalten soll. Was nutzt es, wenn Äpfel drinstehen, derjenige die aber nicht verträgt…als Beispiel.
Und Brot mit Marmelade find ich auch recht seltsam, aber vielleicht hat sich der Doc ja was dabei gedacht. Keine Ahnung. So eine Art von Diätplan hab ich vor mindestens 10 Jahren das letzte Mal ansehen müssen, damals ging es los, dass auch Diabetiker selbst entscheiden dürfen, was sie essen :wink:

Also mit dem
Essensplan kann ich ja noch gut leben, aber die Getränke
bringen mich um.

Zumindest bis zum nächsten Arzttermin bitte trotzdem viel trinken. Gerade bei hohen BZ-Werten ist es sehr wichtig, weil der Körper den Zucker über den Urin ausschwemmt.

Ich hoffe ja, daß ich auch was besseres finde. Ist aber
leichter gesagt als getan. Kann ja nicht einfach nen Termin
zum Kennenlernen machen.

Das nicht, aber Du kannst ihm schon gegenübertreten und ihm sagen, dass Du bisher diese und jene Erfahrung gemacht hast und dass Du dieses und jenes von einem guten Arzt-Patienten-Verhältnis erwartest. So weiss er, woran Du bist, und worauf er achten sollte.

Danke soweit…

Keine Ursache, ich helfe gerne! :smile:

Liebe Grüsse
Bine

Hallo Bine!

Die von Dir genannte Hypothese ist mir bekannt. Genau das meinte ich. Aber die klassische Art, wie der Körper die Glucosekonzentrationen misst und wie (nach Lehrbuch) dann die Insulinmenge kontrolliert wird die hat nichts mit dem süßen Geschmack zu tun.
Da geht es um den Glucoseabbau in den entsprechenden Drüsenzellen und der gesteigerte Glucoseabbau führt über gesteigerte ATP-Konzentrationen in diesen Zellen zu einer Membrandepolarisation und dann zur Insulinausschüttung.
Die Fähigkeit intrazelluläre ATP-Produktion in den Drüsenzellen zu steigern, die sollten Süßungsmittel eher nicht haben.
Daher spreche ich von eventuellen neurologischen Effekten beim Geschmacksempfinden, die höhere Regelkreise beeinflussen könnten.

Gruß, Stefan

Hallo Kathi,

ja da hast du irgenwie schon recht. ich kann dicke und raucher
echt nicht verstehen!, wie sie so langsam ihren körper
zerstören, obwohl jeder weiß wie schädlich das ganze ist. das
ist durch zig studien belegt, die folgen kann man jeden tag
sehen, richtig wohl fühlen sie sich auch nicht mehr… naja
vielleicht kann ich das erst verstehen, wenn ich mal selbst im
dieser lage bin.

Ich konnte Dicke auch nicht verstehen. Raucher verstehe ich immer noch nicht, da das ja noch nicht mal beim „Verzehr“ schmeckt, aber Dicke, die versteh ich jetzt besser.
Ich war durch eine OP ausgeschaltet, habe in der Situation eine Hormonbehandlung bekommen, die mich in die Wechseljahre versetzt hat, bei einer unerkannten Rickettsieninfektion und hatte dann noch einen mittelschweren Fahrradunfall und einen Arbeitsalltag von ca 90 bis 100 h pro Woche, an dem ich zu dem Zeitpunkt nichts ändern konnte, ohne die Ausbildung zu schmeissen und das macht man nicht mal eben so, da reißt man sich doch sehr zusammen.
Wenn man dann durch OP und Unfall seinen geliebten Sport nicht ausüben kann und zusehen muss, wie man bei Essen „wie ein Spatz“,(habe vorher mein Traumgewicht gehabt und normal wenig gegessen) doch 3 kg pro WOCHE zunimmt. Das ist bitter.

Da ich aber doch schlanke Beine habe und sich das ganze nur am Bauch sammelte, ist es, für einige erkennbar, das es nicht die übliche angefressene Dicke ist. Von vielen wird man aber dennoch „verurteilt“.

Es hat mir geholfen, es mehr zu verstehen.
Gruß
Kathy

Ernährungsplan

Ich seh immer erstmal das Gute im Menschen :wink:

Das hab ich mir abgewöhnt…

Die Röhrchen sind Kapillaren. Bei meinem Diabetologen wird das
Blut in einem Laborgerät (die sind recht gross und sehen so
richtig nach Labor aus) untersucht, dort wird es auch in
Kapillaren aufgefangen.

Ok, dann hat mein HA wohl einen Abstieg hingelegt, vom Laborgerät zum Piepsdings. Wird wohl kaputt gewesen sein, war ja auch schon über 20 Jahre alt… :smile:

Ich hab ja wenigstens gehofft, daß ich mir zwischendurch mal
nen Apfel reindrücken darf oder so, aber ist nicht. Auch
keinerlei Milchprodukte, Joghurt ist also auch gestorben.

Ein vernünftiger Ernährungsplan gehört meiner Meinung nach mit
demjenigen abgesprochen, der ihn einhalten soll. Was nutzt es,
wenn Äpfel drinstehen, derjenige die aber nicht verträgt…als
Beispiel.

Naja, wurde ja schon mehr oder weniger abgesprochen. Da ich kein Fisch mag, wurde das mit 2x pro Woche Ei ersetzt. Aber insgesamt find ich den Plan komisch. Wobei mir auch gesagt wurde, daß das erst mal vorläufig ist, bis ich eine Schulung bekomme.

Und Brot mit Marmelade find ich auch recht seltsam, aber
vielleicht hat sich der Doc ja was dabei gedacht. Keine

Naja, soll angeblich sein, um den Stoffwechsel in Schwung zu bringen. Also das Frühstück generell. Ob das auf die Marmalde auch zutrifft, weiß ich nicht. Ich schreib spaßeshalber mal den Plan unten ans Ende…

Also mit dem Essensplan kann ich ja noch gut leben, aber
die Getränke bringen mich um.

Zumindest bis zum nächsten Arzttermin bitte trotzdem viel
trinken. Gerade bei hohen BZ-Werten ist es sehr wichtig, weil
der Körper den Zucker über den Urin ausschwemmt.

Jo, ich versuch es. Wobei mir inzwischen regelmäßig übel ist von dem vielen Wasser (deswegen hab ich vorher auch kein Wasser getrunken). Und wenn ich ehrlich bin, kommt mir das ganze Brot inzwischen auch schon fast hoch beim Essen.

Ich hoffe ja, daß ich auch was besseres finde. Ist aber
leichter gesagt als getan. Kann ja nicht einfach nen Termin
zum Kennenlernen machen.

Das nicht, aber Du kannst ihm schon gegenübertreten und ihm
sagen, dass Du bisher diese und jene Erfahrung gemacht hast
und dass Du dieses und jenes von einem guten
Arzt-Patienten-Verhältnis erwartest. So weiss er, woran Du
bist, und worauf er achten sollte.

Naja, dazu muss ich aber erst mal was haben…

So, hier mal der ganze provisorische „Ernährungsplan“ (mit Grünzeug ist immer Tomaten, Gurken, Paprika usw. gemeint und der Schrägstrich heißt „oder“):

Frühstück:
200g Brot, dünn Butter, 2 TL Marmelade, Grünzeug

Mittag:
150g Reis/Nudeln oder 600g Kartoffeln, immer Gemüse/Salat (1 TL Rapsöl oder Olivenöl erlaubt), 1-2x pro Woche 150-200g Fleisch, 2x pro Woche Ei, 1 Stück Obst als Nachtisch

Mittag alternativ:
200g Brot, dünn Butter, 1 Scheibe Schinken/Käse, 1 Portion Grünzeug

Abendessen:
2 Scheiben Brot, dünn Butter, 1 Scheibe Putenbrust/Sülze/RoastBeef/CornedBeef, 1 Portion Grünzeug/Gemüse

Das ist das einzige, was ich z.Zt. esse. Ok, ich gebe zu, daß ich statt 1 Scheibe Schinken auch evtl. mal 2 Scheiben nehme, weil das Brot zu groß ist oder so.