Blutzucker-Frage

Hallöle…

Als erstes möchte ich anmerken, daß ich extrem übergewichtig bin, mein BMI liegt bei ca. 39. Ich bekomme bei meinem Arzt regelmäßig zu hören, daß ich gaaaaaanz dringend zu einer Ernährungsberatung muss (rein zufällig wird diese kostenpflichtig von der Arzt-Tochter angeboten) und egal welche Beschwerden ich habe, es liegt (ohne Untersuchung) daran, daß ich zu dick bin.

Da bei mir vor Kurzem bei einem Urintest auf Blutzucker mehr als 300 mg/dL festgestellt wurden, musste ich nun bei meinem Hausarzt zur Kontrolle, es sollte sich aber höchstwahrscheinlich um ein falsches Ergebnis eines unzuverlässigen Tests handeln.

Erstmal möchte ich anmerken, daß ich zu KEINER Zeit Probleme hatte, wie z.B. Übelkeit, Schwindel, Zittern, Sehprobleme usw. Ich fühle mich rund um die Uhr topfit.

Am 05.06. waren bei mir alle Werte normal, bis auf einen Ausreißer, 2 Stunden nach dem Frühstück hatte ich einen Wert von 175 mg/dL.

Am 06.06. sollte ich zu einem Glucose-Test. Um 8.00 Uhr hatte ich nüchtern einen Wert von 96 mg/dL. Danach habe ich die Glucose getrunken. 2 Stunden später hat mein Arzt angeblich einen Wert von 238 mg/dL gemessen (ich habe das Ergebnis nicht zu sehen bekommen, habe allerdings einen Diätplan bekommen mit der Aussage, das wäre Diabetes mellitus, aber wenn ich 10kg abnehme bin ich kein Diabetiker mehr?!?). Auch hier zu keiner Zeit Probleme, topfit, auch während des Tests. Nun bin ich nach Hause gekommen und habe nochmal nachgemessen (nochmal 1 Stunde später) und ich hatte einen Wert von 140 mg/dL.

Kann es wirklich sein, daß der Zuckerwert so dramatisch abfällt?
08.00 Uhr: 096 (nüchtern, danach Glucose)
10.00 Uhr: 238
11.00 Uhr: 140
14.45 Uhr: 113 (trotz fettiger Henkersmahlzeit um 11.30h)

Ich möchte nun keine Belehrungen wie ungesund ich lebe oder daß ich wirklich zu dick bin. Das weiß ich alles selber. Ich will mich nur über Diabetes informieren.

Ich weiß auch, daß das fettige Essen nicht sinnvoll war, aber ich wollte mir eine letzte Henkersmahlzeit gönnen und habe mich danach auch strikt an den Plan gehalten (obwohl meine Freundin schon über meine Laune klagt).

Hallo!

Die Werte zwei und drei Stunden nach dem Test sind alle nicht mehr grenzwertig, sondern liegen in dem Bereich, den man als sehr deutlich krankhaft bezeichnet. Das fällt lägst nicht mehr in den Bereich der Grenzwertigkeit.
Auch die Messung nach dem Frühstück sieht nicht gut aus.

Ob man nach einem Glucosetoleranztest mit krankhaften Werten die Diagnose Diabetes mellitus stellen kann, darüber streiten sich die Gelehrten. Die Bedeutung der Werte hängt natürlich auch von der genauen Glucosemenge ab usw. Um genauer zu bewerten wie ungünstig die Stoffwechsellage ist, müssten weitere Untersuchungen vorgenommen werden.
Ein manifester Diabetes mellitus wird bei Vorliegen von Zuständen wie Hyperglycämie, Glucosurie, Ketonurie und pathologisch erhöhter Glycosylierung des Hämoglobis klar nachgewiesen und in der Stärke bewertet.

Aber wie gesagt: Normal oder Grenzwertig sind die Werte nicht mehr.
Der Rat des Arztes, dass Abnehmen die Glucosetoleranz i.d.R. wieder verbessern kann und dass Du das deshalb auch unbedingt tun solltest, war durchaus richtig.

Dein Arzt-Patientenverhältnis scheint alles andere als gut zu sein. Vielleicht solltest Du darüber nachdenken, den Arzt zu wechseln. Am besten einen der sich mit Diabetes gut auskennt. Du könntest ja mal bei Deiner Krankenkasse nachfragen. Manche Qualifikationen bzw. Spezialisierungen kann man von denen erfragen. Aber ob das bei Diabetes relevant ist, keine Ahnung.

Viele Grüße, Stefan

Hi,

wie schon unten erwähnt wird, ist dein verhältnis zu deinem HA wohl nicht das beste.
Leider, so scheint mir, geht das aber eher von dir aus. Es klingt ein wenig so, als ob du da eine arzt-tochter-verschwörung wähnst, mit dem ziel dir das geld aus der tasche zu ziehen, indem man dich (ungerechtfertigt) als krank „abstempelt“.

Dem ist aber nicht so. Du BIST krank. Die ermittelten werte sprechen da eine recht eindeutige sprache.

10kg abnehmen un du hast keinen diabetes mehr ist kein "marketing"sprruch um dir die diätberatung der tochter schmackhaft zu machen. Da steckt schon wahrheit hinter.

All diese krankheitswerte, wo du dich selbst doch top fit fühlst. Da muss was im busch sein…

Ist es auch. Die aufgabe deines arztes ist nicht nur, dich im krankheitsfall zu heilen, sondern auch, und vor allen dingen, dich vor krankheit zu bewahren.

Aber zu deiner eigentlichen frage:
Nun, du bist knappe 30. Hast einen bmi von >30 und nun schon zucker. In deinem fall nennt man das dann „metabolisches syndrom“. Solltest du nicht schon von kindheit an diabetes haben (das wär’ dann typ1), ist deine gesundheitliche lage mehr als erschreckend.
Diabetes Typ2 ist schon sehr mit übergewicht verhaftet. Oder kurz gesagt: Das übergewicht ist die ursache. Dein körper produziert zwar noch insulin, dieses wirkt an den zielzellen aber nicht mehr so, wie bei einem gesunden.
Gewichtsreduktion ist hier das mittel der wahl. Medikamentöse therapie ist nur ein aufschieben schlimmerer komplikationen.

Diabetes Typ2 wurde früheer alterszucker genannt, da früher halt eher alte menschen betroffen waren. Die jungen hats erst mit der wohlstandswampe erwischt.
Der „vorteil“ bei den älteren ist, dass sie die ernsten folgeerkrankungen in aller regel nicht mehr erleben.
Du mit deinen 30 wirst, ohne einschneidende lebensstil-änderung aber eine volle breitseite abkriegen.
Mit ca 40 könntest du dann bereits eine polyneuropathie entwickelt haben. In verbindung mit deinem bmi macht dein gefäßsystem irgendwann auch dicht (im wahrsten sinne des wortes). Das bedeutet, dass deine sensibilität abnimmt. Meißt mit stark brennenden füßen. Der diabetische fuß (bei rauchern auch „raucherbein“), ist eine durchaus realistische zukunftsperspektive.
Das gleiche passiert im auge. Die gefäßversorgung ist gestört, was zu visusverlust führt. Im schlimmsten fall zur blindheit.

Herzinfarkt, nierenschäden etc. sind weitere düstere aussichten.

DAS ALLES versucht dein arzt zu vermeiden. Leider kann er das aber nicht allein, sondern ist extrem auf deine mitarbeit angewiesen…

Ich hoffe ich konnte helfen

LG Alex:smile:

hallo mr moods,
wenn du deinem arzt nicht vertraust, lass doch einfach deinen blutzucker in der apotheke messen oder wechsel den hausarzt.
steht dir bei dem gewicht nicht auch schon eine kur zu?(welche,die krankenkasse übernimmt)

ein bisschen hat dein arzt schon recht: wenn du normalgeweicht erreichst, reicht dein insulin wieder aus, um alle deine körperzellen zu versorgen und dein bz hat dann auch wieder normalwerte.

ich denke nicht, dass du eine ernährungsberatung nötig hast, denn dein gewicht kommt ja nicht von ungefähr. machst du bei dem bmi noch was anderes als den ganzen tag zu essen? lass die cola weg, tv+pc nicht mehr den ganzen tag an, schwimmen/rad fahren/walken gehen, kein mcdonalds mehr und mal obst und gemüse und deine pfunde werden purzeln.

was du da mit den symptomen geschrieben hast (dass du keine hättest): gerade das ist ja auch das gefährliche an diabetes. hast du kurzfristig mal einen hohen bz ist es nicht so schlimm. am anfang hat man nur eventuell unspezifische symptome wie vermehrter durst, schwäche, müdigkeit, vermehrter hunger…
erst nach jahren/monaten zeigen sich die schlimmen folgen wie diabetisches koma, erblinden, herzinfarkt, diabetischer fuß / amputation, nierenversagen, schlaganfall, schädigung der blutgefäße…

guck mal bei wikipedia.de. alles ganz ausführlich beschrieben.

ich hoffe auf jeden fall, dass ich nicht die arme krankenschwester bin, die dich dann in 10 jahren versorgen muß!!!

gute besserung
kathi

Das fällt lägst nicht mehr in den Bereich der Grenzwertigkeit.
Auch die Messung nach dem Frühstück sieht nicht gut aus.

Streite ich gar nicht ab. Ich wollte nur wissen, ob der Wert wirklich so stark innerhalb einer Stunde abfallen kann.

Ob man nach einem Glucosetoleranztest mit krankhaften Werten
die Diagnose Diabetes mellitus stellen kann, darüber streiten
sich die Gelehrten.

Naja, ich finde es sehr merkwürdig, die Diagnose Diabetes mellitus zu stellen und zu sagen, wenn ich 10kg abnehme, bin ich kein Diabetiker mehr. Ich bin kein Arzt und kein Fachmann, aber ich dachte immer einmal Diabetiker, immer Diabetiker. Zumal laut Aussage des Arztes die Bauchspeicheldrüse einwandfrei funktioniert, die „Verarbeitung“ des Insulin aber durch das vorhandene Bauchfett verhindert wird. Ich finde es auch faszinierend, daß man solch eine Diagnose nach einem „Schluck aus der Pulle“ stellen kann.

Der Rat des Arztes, dass Abnehmen die Glucosetoleranz i.d.R.
wieder verbessern kann und dass Du das deshalb auch unbedingt
tun solltest, war durchaus richtig.

Habe ich auch vor. Wobei ich da auch sehr skeptisch bin, da es mir bei dem innerhalb von 3 Minuten erstellten Ernährungsplan vorkommt, als würde ich mehr essen als vorher.

Dein Arzt-Patientenverhältnis scheint alles andere als gut zu
sein. Vielleicht solltest Du darüber nachdenken, den Arzt zu
wechseln. Am besten einen der sich mit Diabetes gut auskennt.

Ich habe schon vorher über einen Wechsel nachgedacht. Gerade auf Grund der angesprochenen Werbung für eine Ernährungsberatung. Das Ganze hat angefangen, als diese Beratung in der Praxis eingerichtet wurde. Vorher hat man niemals eine solche Empfehlung bekommen. Ich möchte zu einem Arzt und nicht zu einem Werbefachmann.

Du könntest ja mal bei Deiner Krankenkasse nachfragen. Manche
Qualifikationen bzw. Spezialisierungen kann man von denen
erfragen. Aber ob das bei Diabetes relevant ist, keine Ahnung.

Danke für den Tipp.

Leider, so scheint mir, geht das aber eher von dir aus. Es
klingt ein wenig so, als ob du da eine arzt-tochter-verschwörung
wähnst, mit dem ziel dir das geld aus der tasche zu ziehen,
indem man dich (ungerechtfertigt) als krank „abstempelt“.

Nene, von ungerechtfertigt ist nicht die Rede. Daß bei mir was nicht stimmt bei diesen Werten, das ist mir klar. Ich fand es eben nur merkwürdig, weil ich mich schon desöfteren habe auf Zucker testen lassen. Es war nie etwas. Ich habe mir sogar irgendwann innerhalb des letzten Jahres einen Zuckertester gekauft, weil ich das im Auge behalten wollte. NIE Probleme gehabt. Irgendwann waren die Teststreifen leer und neue waren mir zu teuer (da es ja nix auffälliges gab). Und jetzt auf einmal hab ich halt von heut auf morgen Probleme. Das gab mir zu denken. Dazu kommt aber, daß das, was Du oben beschrieben hast (bis auf das „als krank abstempeln“) zutrifft. Diese ständige Nerverei mit der Ernährungsberatung hat erst angefangen, als diese in der Praxis eingerichtet wurde. Egal, welche Beschwerden, man muss unbedingt mal zur Ernährungsberatung. Und das ist nichts, was ich mir einbilde, das ist etwas, was mir von anderen Patienten schon in Unterhaltungen bestätigt wurde. Auch von Patienten, die nicht grade aussehen, als hätten sie zuviel auf den Rippen.

Auf der anderen Seite wiederum gehe ich hin und bitte darum, mich mal durchzuchecken und bekomme nur die Antwort „nee, das zahlt die Kasse nicht“.

Also entweder liegt meinem Arzt was an meiner Gesundheit oder nicht. Aber sowas zwiespältiges weckt Mißtrauen.

Dem ist aber nicht so. Du BIST krank. Die ermittelten werte
sprechen da eine recht eindeutige sprache.

Das habe ich doch gar nicht abgestritten.

10kg abnehmen un du hast keinen diabetes mehr ist kein
"marketing"sprruch um dir die diätberatung der tochter
schmackhaft zu machen. Da steckt schon wahrheit hinter.

Ja, aber wie gesagt, diese „Werbung“ ertrage ich ja nun schon etwas länger, auch zu gesunden Zeiten.

wenn du deinem arzt nicht vertraust, lass doch einfach deinen
blutzucker in der apotheke messen oder wechsel den hausarzt.

Den kann ich auch selber messen.

steht dir bei dem gewicht nicht auch schon eine kur
zu?(welche,die krankenkasse übernimmt)

Das weiß ich nicht, das interessiert mich auch nicht. Zum Abnehmen braucht man keine Kur, sondern nur einen starken Willen.

ein bisschen hat dein arzt schon recht: wenn du normalgeweicht
erreichst, reicht dein insulin wieder aus, um alle deine
körperzellen zu versorgen und dein bz hat dann auch wieder
normalwerte.

Naja, aber dann bin ich doch kein Diabetiker, oder? Es mag sein, daß das System bei mir gestört ist, aber Diabetiker heißt für mich, daß da was so kaputt ist, daß ich da nicht mehr heil rauskomme und Insulin spritzen muss. Aber wie gesagt, ich bin kein Fachmann, kann ja auch sein, daß ich das falsch interpretiere.

ich denke nicht, dass du eine ernährungsberatung nötig hast,
denn dein gewicht kommt ja nicht von ungefähr. machst du bei
dem bmi noch was anderes als den ganzen tag zu essen? lass die
cola weg, tv+pc nicht mehr den ganzen tag an, schwimmen/rad
fahren/walken gehen, kein mcdonalds mehr und mal obst und
gemüse und deine pfunde werden purzeln.

Naja, Du musst mich ja ziemlich gut kennen. Also um Dir mal was zu erklären: Ich bin seit ca. 2 Wochen arbeitslos. Vorher habe ich jeden Tag körperlich hart gearbeitet oder war (noch einen Job vorher) im Außendienst tätig und bin jeden Tag mehrere Kilometer gelaufen, auch in Hochhäusern, Treppe hoch und Treppe runter, nix Aufzug. Obst und Gemüse esse ich regelmäßig (wobei das Obst laut meinem Arzt falsch ist). McDonald’s besuche ich nicht regelmäßig, ich denke es ist/war 1x im Monat.

Zum Thema den ganzen Tag essen: Mein Problem war scheinbar, daß ich NICHT den ganzen Tag gegessen habe. Ich habe nämlich grundsätzlich nur 1x am Tag gegessen, das dann warm und das abends gegen 17 oder 18 Uhr.

symptome wie vermehrter durst, schwäche, müdigkeit, vermehrter
hunger…

Naja, einige dieser Symptome hatte ich ja. Und zwar schon öfter und über längere Zeit. Daher habe ich mich ja auch schon öfter auf Zucker testen lassen. Es waren aber immer alle Werte in Ordnung. Irgendwann habe ich mir dann selbst einen Tester gekauft und auch mal nach dem Essen usw. gemessen… Immer alles in Ordnung.

ich hoffe auf jeden fall, dass ich nicht die arme
krankenschwester bin, die dich dann in 10 jahren versorgen
muß!!!

Also so ganz im Allgemeinen (ohne Dir was unterstellen zu wollen) hört sich dein ganzer Text an als wärst Du so ein typischer „Dicken-Hasser“. Tut mir leid, falls ich Dir da was falsches unterstelle, aber sachlich hat sich das nicht grade angehört, der Ton macht die Musik.

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Das fällt lägst nicht mehr in den Bereich der Grenzwertigkeit.
Auch die Messung nach dem Frühstück sieht nicht gut aus.

Streite ich gar nicht ab. Ich wollte nur wissen, ob der Wert
wirklich so stark innerhalb einer Stunde abfallen kann.

Das weiß ich nicht. Dazu müsste man vielleicht in einem spezielleren Buch nachsehen, dass ich hier nicht habe.

Ob man nach einem Glucosetoleranztest mit krankhaften Werten
die Diagnose Diabetes mellitus stellen kann, darüber streiten
sich die Gelehrten.

Naja, ich finde es sehr merkwürdig, die Diagnose Diabetes
mellitus zu stellen und zu sagen, wenn ich 10kg abnehme, bin
ich kein Diabetiker mehr.

Prognosen für die Zukunft sind schwierig. Das stimmt. Aber besser wird die Problematik damit bestimmt. Davon kann man ausgehen.

Ich bin kein Arzt und kein Fachmann,

aber ich dachte immer einmal Diabetiker, immer Diabetiker.

Das ist so nicht richtig. Das trifft per se zwingendermaßen nur bei einem Diabetes Typ I zu, also „juvenilem“ Diabetes, also der Autoimmunerkrankung.

Zumal laut Aussage des Arztes die Bauchspeicheldrüse
einwandfrei funktioniert, die „Verarbeitung“ des Insulin aber
durch das vorhandene Bauchfett verhindert wird.

Gerade deshalb ist die Krankheit wahrscheinlich noch reversibel. Du hast noch genug Insulin. Nur nimmt die Antwort des Körpers auf das Insulin ab. Hättest Du kein Insulin mehr (wie bei Diabetes Typ I), dann wäre da natürlich keine Chance auf Normalisierung. Bei Dir sollte Abnehmen die Insulinantwort wieder erhöhen.
Besteht aber ein Diabetes Typ II oder eine Vorläufererkrankung zu lange, dann könnten deine BETA-Zellen in der Bauchspeicheldrüse auch irgendwann schlapp machen… Dann sind die Probleme immens.

Ich finde es

auch faszinierend, daß man solch eine Diagnose nach einem
„Schluck aus der Pulle“ stellen kann.

Naja… Ganz aus dem Zauberhut hat der Arzt die Idee nicht geholt. Es wird an vielen Hochschulen so gelehrt, dass man so eine Diagnose stellt.

Der Rat des Arztes, dass Abnehmen die Glucosetoleranz i.d.R.
wieder verbessern kann und dass Du das deshalb auch unbedingt
tun solltest, war durchaus richtig.

Habe ich auch vor. Wobei ich da auch sehr skeptisch bin, da es
mir bei dem innerhalb von 3 Minuten erstellten Ernährungsplan
vorkommt, als würde ich mehr essen als vorher.

Mhmm, weshalb hast Du dann noch die „fettreiche Henkersmahlzeit“ gebraucht? Außerdem kommt es ja nicht immer auf die Menge, sondern auch auf den Inhalt an. Und eine zu radikale Diät mit extremen Kalorieeinsparungen macht auch keiner mit aus verschiedenen Gründen. Deshalb muss man doch so abnehmen dass es keine Qual ist.

Dein Arzt-Patientenverhältnis scheint alles andere als gut zu
sein. Vielleicht solltest Du darüber nachdenken, den Arzt zu
wechseln. Am besten einen der sich mit Diabetes gut auskennt.

Ich habe schon vorher über einen Wechsel nachgedacht. Gerade
auf Grund der angesprochenen Werbung für eine
Ernährungsberatung. Das Ganze hat angefangen, als diese
Beratung in der Praxis eingerichtet wurde. Vorher hat man
niemals eine solche Empfehlung bekommen. Ich möchte zu einem
Arzt und nicht zu einem Werbefachmann.

Aber auch der nächste Arzt wird Dir genau diese Empfehlungen geben (müssen) die Dir der bisherige Arzt gegeben hat. Das sollte Dir auch klar sein.

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Huhu!

wenn du deinem arzt nicht vertraust, lass doch einfach deinen
blutzucker in der apotheke messen oder wechsel den hausarzt.

Den kann ich auch selber messen.

Messen ist aber nur die halbe Sache. Interpretieren können ist das, was wichtig ist!!

Naja, aber dann bin ich doch kein Diabetiker, oder? Es mag
sein, daß das System bei mir gestört ist, aber Diabetiker
heißt für mich, daß da was so kaputt ist, daß ich da nicht
mehr heil rauskomme und Insulin spritzen muss. Aber wie
gesagt, ich bin kein Fachmann, kann ja auch sein, daß ich das
falsch interpretiere.

Ja, Du interpretierst es falsch. Nicht jeder Diabetiker muss Insulin spritzen, bei manchen reichen Tabletten oder eine Diät.
Der Diabetes, den Du vor Augen hast, ist Typ1-Diabetes. Der ist in der Tat ohne Insulin nicht in den Griff zu bekommen, und es gibt auch kein Zurück.
Beim Typ 2 kommt es sehr darauf an, wie man ihm gegenübertritt. Ob er wirklich heilbar ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber im Grunde ist das auch egal, denn wann man die alten Gewohnheiten wieder einreissen lässt, wird er wiederkommen.

Zum Thema den ganzen Tag essen:

Das Problem ist, dass Du eine Ernährungsberatung brauchst. Nicht um abzunehmen, sondern um Dein Leben generell in den Griff zu bekommen. D.h. Gewicht reduzieren und vor allem mit dem Diabetes klarzukommen. Diät ist nicht immer gleich Abnehmen. Es gibt Diäten für die unterschiedlichsten Dinge.
Das Abnehmen ist selbstverständlich auch immens wichtig. Aber Du darfst eine Ernährungsberatung eben nicht als Kampf gegen die Kilos ansehen, sondern als Mittel, um grösstmögliche Gesundheit zu erreichen. Um den Diabetes in den Griff zu bekommen.
Das Abnehmen passiert von ganz alleine, quasi nebenbei.
Dazu gehört, wie Du schon erkannt hast, eine Umstellung der essgewohnheiten. Mit Diabetes sollte man regelmäßig essen, und bewusst essen. Nicht abends heimkommen und vor Hunger reinschlingen, was einem alles in den Weg kommt.
Und das schreibe ich nicht, weil ich was gegen Dicke habe. Ich bin selbst übergewichtig, allerdings mit einem BMI so um die 26-28 (genau weiss ich es nicht, kommt auch nicht auf die ein pder zwei Punkte an im Moment), und ich habe Diabetes. Ich bin ein ganz normaler Mensch, und ich bin HEILFROH, dass ich Typ 1 Diabetes habe. Typ 2 ist eine viel grössere Einschränkungen der Lebensumstände und eine heftige Verantwortung, weil derjenige so direkt über Wohl und Übel entscheiden kann. Das Problem hab ich nicht, ich bin krank, egal wie ich esse, egal, wie dick ich bin.
Aber ich kenne auch das Problem mit den Folgeerkrankungen. Ich bin etwas jünger als Du, aber ich kann Dir so einiges erzählen. Bei Bedarf, frage ruhig.

Naja, einige dieser Symptome hatte ich ja. Und zwar schon
öfter und über längere Zeit.

In Deinem Ursprungsposting klang das aber nicht so…
Übrigens sind viele Symptome absolut nicht eindeutig. Durst hat jeder mal, aber jemand, der nicht parallel dazu seinen Blutzuckerwert weiss, kann oft nicht unterscheiden, woher dieser Durst kommt.
Hunger oder Appetitlosigkeit hat jeder Gesunde - wer denkt da an Diabetes?
So kann man das mit allen Symptome durchspielen…das ist das Fatale. Das Krankheitsbewusstsein kommt erst dann richtig raus, wenn man sich so scheisse fühlt, dass man nicht mehr kann. Und das dauert beim Typ 2 meistens extrem lange und ist dann schon ein sehr heftiges Warnsignal.
Wenn Du Dich mal anders als normal fühlst, miss Deinen Blutzucker. Egal ob Du schwitzt, Kopfschmerzen hast, keinen Hunger, viel Durst, was auch immer. Und auch egal, ob Du zig andere Begründungen hast.

Irgendwann habe ich mir dann selbst einen Tester
gekauft und auch mal nach dem Essen usw. gemessen… Immer
alles in Ordnung.

Es ist schwer zu beurteilen, ob Deine Messungen sinnvoll waren. Nicht umsonst gibt es die Glucose-Toleranztests. Nicht umsonst gibt es „Regeln“, wann man messen sollte, um einen Überblick über die Werte zu bekommen. Irgendwann nach dem Essen zu messen reicht nicht aus, man muss den Wert vorher wissen, man muss eine definierte Menge an Kohlenhydraten essen, den Fettgehalt im Essen berücksichtigen und vieles mehr, um einen aussagekräftigen Wert zu erhalten.
Und, welche Werte sind denn für Dich in Ordnung?

Also so ganz im Allgemeinen (ohne Dir was unterstellen zu
wollen) hört sich dein ganzer Text an als wärst Du so ein
typischer „Dicken-Hasser“. Tut mir leid, falls ich Dir da was
falsches unterstelle, aber sachlich hat sich das nicht grade
angehört, der Ton macht die Musik.

Aus ihr spricht die Trauer und Verzweiflung derer, die mitansehen müssen, wie sich die Menschen selbst zugrunde richten. Da werden Ausreden noch und nöcher gesucht und auch gefunden, und irgendwann hat man dann jemanden vor sich stehen, der tieftraurig und deprimiert ist, weil er nicht früher angefangen hat, auf sich zu achten.
Glaub mir, Du selbst hast es in der Hand, was weiter passieren wird.
Ich habe mich schon so dermassen oft über mich selbst geärgert, weil es mir an Disziplin gefehlt hat, mich um meine Werte zu kümmern. Die Quittung ist grausam, und ich habe bisher zum Glück nur einen kleinen Vorgeschmack erleben müssen. Der erste Augenarztbesuch, bei dem Dir gesagt wird dass Du auf dem Weg dazu bist, Dein Augenlicht zu verlieren (überspitzt gesagt, der Weg dahin ist weit, aber ist er einmal betreten, gibt es kein zurück!), ist heftig. Ist nur ein kleines Beispiel von vielen. Es klingt heftig, aber es ist Alltag. Und je eher und gewissenhafter Du Dich darum kümmerst, desto besser ist es. Und desto länger kannst Du in den Spiegel schauen und Dir selbst sagen „Ich tue alles dafür, dass es mir gut geht!“.
Nimm meiner Vorantworterin das, was sie geschrieben hat, nicht übel!

Liebe Grüsse und alles Gute!
Bine

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essgewohnheiten. Mit Diabetes sollte man regelmäßig essen, und
bewusst essen. Nicht abends heimkommen und vor Hunger
reinschlingen, was einem alles in den Weg kommt.

Ich frage mich nur, wie das bei Leuten funktioniert, die keinen geregelten Tagesablauf haben. Im Moment kann ich mir die Zeit nehmen. Aber es gibt auch Leute, die 10 Stunden am Tag ohne Pause arbeiten (hab ich auch schon gemacht bzw. machen müssen).

Naja, einige dieser Symptome hatte ich ja. Und zwar schon
öfter und über längere Zeit.

In Deinem Ursprungsposting klang das aber nicht so…

Naja, das lag daran, daß die darauffolgenden Tests immer negativ waren. Ich habe auch bewusst bei Durst oder anderen Auffälligkeiten gemessen, ich hatte immer werte zwischen 90 und 125.

Übrigens sind viele Symptome absolut nicht eindeutig. Durst
hat jeder mal, aber jemand, der nicht parallel dazu seinen
Blutzuckerwert weiss, kann oft nicht unterscheiden, woher
dieser Durst kommt.

Wenn Du Dich mal anders als normal fühlst, miss Deinen
Blutzucker. Egal ob Du schwitzt, Kopfschmerzen hast, keinen
Hunger, viel Durst, was auch immer. Und auch egal, ob Du zig
andere Begründungen hast.

s.o.

Und, welche Werte sind denn für Dich in Ordnung?

Nüchtern 80-100 und 2 Std. nach dem Essen bis maximal 140.

Huhu!

Ich frage mich nur, wie das bei Leuten funktioniert, die
keinen geregelten Tagesablauf haben. Im Moment kann ich mir
die Zeit nehmen. Aber es gibt auch Leute, die 10 Stunden am
Tag ohne Pause arbeiten (hab ich auch schon gemacht bzw.
machen müssen).

Das GEHT. Es MUSS gehen, wenn man krank ist. Ganz schlicht und einfach. Eben etwas zwischen die Kiemen schieben dauert nur einen kurzen Moment, den hat man immer. Es dauert genauso lange, wie man braucht, um aufs Klo zu gehen. Diese Zeit hat man auch.
Es ist nicht einfach, und in einem eher turbulenten Arbeitsalltag glaubt man oft, es geht nicht. Wenn man sich aber vor Augen hält, was es bedeutet, es bei diesem geht nicht zu belassen, merkt man schnell, dass es doch geht.

Nüchtern 80-100 und 2 Std. nach dem Essen bis maximal 140.

Ich habe den Wert nicht im Kopf, ab dem man definitiv sagen kann, es ist Diabetes.
Mein Vorschlag wäre, einen HbA1c-Wert bestimmen zu lassen. Das ist der Langzeitwert, der bei Diabetikern herangezogen wird, um zu beurteilen, wie gut die Blutzuckerwerte sind. Der Wert bezieht sich auf die letzten etwa 3 Monate. Allerdings weiss ich nicht genau, ob die Krankenkasse das Ganze bezahlt. ABER, so teuer kann die Bestimmung nicht sein, dass man sie selbst nicht bezahlen könnte.
Wenn Du Deinem Hausarzt nicht vertraust, dass er richtig misst, lass Dir eine Überweisung zum Diabetologen geben. Dort bist Du auf jeden Fall in fachkundigen Händen, und ich rate jedem Diabetiker, sich einen Facharzt für sein Gebiet zu suchen. Ausflüchte dürfte Dein Hausarzt keine suchen, denn wenn seine Diagnose stimmt, ist es auf jeden Fall das Richtige, die weitere Behandlung einem Kollegen zu übergeben, der sich tagtäglich ausführlich damit beschäftigt. Und für Dich bietet es maximale Sicherheit bei der Diagnosestellung und ggf. eine adäquate Behandlung und Beratung. Zumal es sicher auch sinnvoll ist, bei einer gesicherten Diagnose zu überprüfen, ob sich schon irgendwelche Folgeschäden anbahnen oder gar schon vorhanden sind. Das würde ich auch nicht in die Hände eines Hausarztes geben wollen.

Übrigens…grade vorhin in einer Zeitschrift für Diabetiker gelesen, und an Dich gedacht: Du tust das alles nicht für (oder gegen) den Arzt, sondern für Dich. Behalte das immer im Hinterkopf. Und lass es auch zu, etwas für Dich zu tun!

Liebe Grüsse
Bine

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Mein Vorschlag wäre, einen HbA1c-Wert bestimmen zu lassen. Das
ist der Langzeitwert, der bei Diabetikern herangezogen wird,
um zu beurteilen, wie gut die Blutzuckerwerte sind. Der Wert
bezieht sich auf die letzten etwa 3 Monate. Allerdings weiss
ich nicht genau, ob die Krankenkasse das Ganze bezahlt. ABER,
so teuer kann die Bestimmung nicht sein, dass man sie selbst
nicht bezahlen könnte.

Ich hab eben mal ein bissel im Internet gestöbert und eine kostenlose 30-Tage-Testversion von „SiDiary“ gefunden. Dort kann man seine Werte eintragen und es wird automatisch ein HbA1c-Wert berechnet und dann durch einen Smiley dargestellt. Momentan lacht er noch. :smile: Aber es sind ja auch erst Werte über 3 Tage.

Da ich nebenbei noch eine Excel-Tabelle mit den Werten führe, habe ich festgestellt, daß mein Wert bisher IMMER ok war, er tanzt immer nur dann aus der Reihe, wenn ich Frühstück oder Abendbrot esse, also im Zusammenhang mit Brot.

Wenn Du Deinem Hausarzt nicht vertraust, dass er richtig
misst, lass Dir eine Überweisung zum Diabetologen geben. Dort

Nene, darum geht es nicht. Das Vertrauen, daß er richtig misst, habe ich. Ansonsten wäre er auch zu dumm, ein kleines piepsendes Gerät zu bedienen. Ich war eben nur verwundert über die Konstellation der verschiedenen Werte. Man führe sich das mal vor Augen:
08.00 Uhr: 096 mg/dL (danach Glucose getrunken)
10.00 Uhr: 238 mg/dL
11.00 Uhr: 140 mg/dL
14.43 Uhr: 113 mg/dL (trotz des miesen Essens)
Wenn ich das als Laie betrachte, gehe ich davon aus, daß der Wert zumindest annähernd Linear abfällt. Somit müsste ich ja gegen 9.00 Uhr einen Wert von weit über 300 mg/dL gehabt haben. Und das ohne irgendetwas zu bemerken, das hat mich halt skeptisch gemacht.

bist Du auf jeden Fall in fachkundigen Händen, und ich rate
jedem Diabetiker, sich einen Facharzt für sein Gebiet zu
suchen. Ausflüchte dürfte Dein Hausarzt keine suchen, denn
wenn seine Diagnose stimmt, ist es auf jeden Fall das
Richtige, die weitere Behandlung einem Kollegen zu übergeben,
der sich tagtäglich ausführlich damit beschäftigt. Und für

Naja, ich warte mal ab, da ich am Montag den nächsten Termin habe. Dann soll ich auch ein paar selbst gemessene Werte präsentieren. Ich denke, von diesen Werten wird das weitere Vorgehen abhängen.

gelesen, und an Dich gedacht: Du tust das alles nicht für
(oder gegen) den Arzt, sondern für Dich. Behalte das immer im
Hinterkopf. Und lass es auch zu, etwas für Dich zu tun!

Na das ist mir ja dann doch schon klar.

Huhu!

*ÖRKS* Vergiss bitte dieses Programm sofort!
Das kann Dir ABSOLUT KEINEN HbA1c-Wert sagen, sondern schlicht und einfach den Durchschnitt der von Dir gemessenen Werte ausrechnen. Wenn Du mir die mitteilst, kann ich das genauso.
Der HbA1c ist kein Durchschnittswert, den man errechnen kann. Das wäre ziemlich sinnlos, denn es geht dabei vor allem um die Werte, die man eben nicht misst! Was Du misst, hast Du vor Augen. Du weisst aber nicht, wie Deine Werte zum Beispiel mitten in der Nacht sind. Vielleicht hast Du dort Spitzen, von denen Du gar nichts ahnst, vielleicht sind aber auch alle Werte im Normbereich und der hohe Wert beim Toleranztest war Zufall oder ein wie auch immer gearteter Messfehler.
Der HbA1c, um es mal _ganz ganz ganz einfach und bildlich_ darzustellen, zeigt, wieviel Zucker sich im Lauf der Zeit ans Blut bindet. Je mehr Zucker im Blut, desto mehr bleibt am Ende auch über.

Allerdings habe ich grade eine Quelle gefunden, die besagt, dass der HbA1c nicht zur Diagnosestellung herangezogen wird:
http://www.uniklinikum-giessen.de/med3/leitlinien/di…

Dort steht übrigens noch so einiges zur Diagnosestellung, wenn es Dir zu fachchinesisch ist, melde Dich gerne nochmal.

Momentan lacht er noch. :smile:

Mein Smiley würde da vermutlich momentan ziemlich weinen, trotzdem weiss ich, dass mein Langzeitwert im Rahmen ist. Die gemessenen Blutzuckerwerte sind immer nur eine Momentanaufnahme und sagen herzlich wenig über die Gesamtsituation aus.

Da ich nebenbei noch eine Excel-Tabelle mit den Werten
führe, habe ich festgestellt, daß mein Wert bisher IMMER ok
war, er tanzt immer nur dann aus der Reihe, wenn ich Frühstück
oder Abendbrot esse, also im Zusammenhang mit Brot.

Also eben nicht immer ok.
Und dass im Zusammenhang mit Essen der Wert aus der Reihe tanzt, deutet doch wieder in Richtung Diabetes. Bei einem Gesunden würde man keinen Wert haben, der aus der Reihe tanzt!

Nene, darum geht es nicht. Das Vertrauen, daß er richtig
misst, habe ich. Ansonsten wäre er auch zu dumm, ein kleines
piepsendes Gerät zu bedienen.

Och, da gibts so einiges, was man falsch machen kann. Geht los bei ungewaschenen Händen, die davor ein Stückchen Zucker in den Kaffee geworfen haben, über nicht ausreichende Wartezeit zwischen Handdesinfektion und Stechen, weiter zu zu festem Drücken, um einen ausreichend grossen Bluttropfen zu bekommen, weiter zu überlagerten oder falsch gelagerten Teststreifen, nicht kalibrierten Geräten bis hin zu Dingen, die der Arzt gar nicht in der Hand hat. Die Differenz zwischen einem normalen Messgerät für den Hausgebrauch zu aussagekräftigen Werten aus dem Labor kann immens sein, ohne dass man es selbst mitbekommt.
Mit Dummheit hat das alles wenig zu tun, ich will Deinem Arzt auch absolut nicht absprechen, dass er es ordentlich macht.

10.00 Uhr: 238 mg/dL
11.00 Uhr: 140 mg/dL

Diese beiden Werte, wurden die mit dem selben Gerät gemessen oder ist der zweite von Dir zu Hause?
Wenn von zu Hause, wie bist Du da hingekommen?

Wenn ich das als Laie betrachte, gehe ich davon aus, daß der
Wert zumindest annähernd Linear abfällt. Somit müsste ich ja
gegen 9.00 Uhr einen Wert von weit über 300 mg/dL gehabt
haben.

Linaer nicht, dazu sind es einfach zu viele Faktoren, die den BZ beeinflussen. Normalerweise sinkt der Wert, aber eben nicht so, dass man sagen kann, pro 15 Minuten um soundso viel mg/dl. Man kann es annähernd sagen, ja.
Es ist auch gut möglich, dass Du tatsächlich einen so hohen Wert hattest.

Und das ohne irgendetwas zu bemerken, das hat mich halt
skeptisch gemacht.

Man merkt hohe Werte nicht automatisch. Je öfter der Wert hoch ist, desto weniger bemerkt man Spitzen, der Körper „gewöhnt“ sich daran. Genauso übrigens auch umgekehrt, hat man immer einen sehr niedrigen Pegel, bemerkt man Unterzucker auch erst bei viel niedrigeren Werten, unter Umständen auch gar nicht.

Naja, ich warte mal ab, da ich am Montag den nächsten Termin
habe. Dann soll ich auch ein paar selbst gemessene Werte
präsentieren. Ich denke, von diesen Werten wird das weitere
Vorgehen abhängen.

Hat er Dir auch ein Schema mitgegeben, wann Du messen sollst?

Na das ist mir ja dann doch schon klar.

Ehrlich gesagt kommt es mir schon ein wenig so vor, als würdest Du nach „Ausflüchten“ suchen. Das soll kein Vorwurf sein, es ist bestimmt nicht angenehm, mit so einer Diagnose heimzugehen, zumal wenn man keinen definitiv aussagenden Wert hat, der einem sagt „Du hast Diabetes, Punkt.“, sondern eben so ein hin und her.
Wenn Du schon so fleissig surfst, such Dir am Besten ein paar wissenschaftlich angehauchte Seiten, die erklären, was es mit Typ 2-Diabetes auf sich hat, wodurch er verursacht wird, was die Mechanismen dahinter sind. Ich sage bewusst „wissenschaftlich angehaucht“, weil man durch die richtig wissenschaftlichen Seiten kaum durchsteigt. Selbst ich nicht, und ich beschäftige mich seit Jahren mit dem Thema und habe auch einen passablen medizinischen Wortschatz. Ausserdem gehts ja zunächst mal darum, dass Du Dir ein Bild machen kannst, worum genau es geht. Diabetes an sich kennt fast jeder, aber das Dahinter ist nicht ganz so einfach.

Liebe Grüsse
Bine

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Dort steht übrigens noch so einiges zur Diagnosestellung, wenn
es Dir zu fachchinesisch ist, melde Dich gerne nochmal.

Hab’s mir mal durchgelesen, fand’s ganz verständlich. Und jetzt versteh ich auch endlich mal, was Sache ist. Wenn mein Arzt mir das mal vernünftig erklärt hätte… naja.

Also eben nicht immer ok.

Naja, aber es erklärt, warum bisher nie etwas festgestellt wurde. Da ja scheinbar solche Sachen wie Brot der Auslöser sind, dann ist logisch, daß mein Nüchtern-Zucker immer ok war und niemand etwas gemerkt hat. Wobei ja dann meine nach dem Essen gemessenen Werte innerhalb des letzten Jahres dafür sprechen, daß es noch nicht lange so ist.

Och, da gibts so einiges, was man falsch machen kann. Geht los
bei ungewaschenen Händen, die davor ein Stückchen Zucker in
den Kaffee geworfen haben, über nicht ausreichende Wartezeit
zwischen Handdesinfektion und Stechen, weiter zu zu festem
Drücken, um einen ausreichend grossen Bluttropfen zu bekommen,
weiter zu überlagerten oder falsch gelagerten Teststreifen,
nicht kalibrierten Geräten bis hin zu Dingen, die der Arzt gar
nicht in der Hand hat. Die Differenz zwischen einem normalen
Messgerät für den Hausgebrauch zu aussagekräftigen Werten aus
dem Labor kann immens sein, ohne dass man es selbst
mitbekommt.

Also um genau zu sein: Die Messung wurde von der MTA durchgeführt. Ich kann natürlich auch nur für das sprechen, was ich gesehen habe (ich weiß ja nicht, was sie außerhalb des Raumes tut), aber was ich NICHT gesehen habe ist Händewaschen und Desinfektion. Was ich aber GEMERKT habe war ein sehr festes Drücken am Finger. Und ich denke nicht, daß das ein spezielles Labor-Gerät war. Es sah zumindest genau so aus, wie die Haushaltsgeräte.

10.00 Uhr: 238 mg/dL
11.00 Uhr: 140 mg/dL

Diese beiden Werte, wurden die mit dem selben Gerät gemessen
oder ist der zweite von Dir zu Hause?
Wenn von zu Hause, wie bist Du da hingekommen?

Also der 2. Wert ist von zu Hause. Allerdings waren es 30m bis zum Auto, dann 30m bis zu Apotheke und 30m zurück und zu Hause dann nochmal die Treppe bis in den ersten Stock. Allerdings bin ich trotz meines BMI nicht so „fett“, daß mich sowas großartig außer Atem bringt :smile: Eine Differenz bedingt durch die verschiedenen Messgeräte halte ich für ausgeschlossen, da ich gleiche Situation bereits einen Tag vorher hatte (erst Messung beim Arzt und 30 min Später Messung zu Hause) und die Werte nur 6 mg/dL differierten.

Linaer nicht, dazu sind es einfach zu viele Faktoren, die den
BZ beeinflussen. Normalerweise sinkt der Wert, aber eben nicht
so, dass man sagen kann, pro 15 Minuten um soundso viel mg/dl.
Man kann es annähernd sagen, ja.

Wobei ich aber 100 mg/dL pro Stunde bei wenig Bewegung sehr viel finde.

Naja, ich warte mal ab, da ich am Montag den nächsten Termin
habe. Dann soll ich auch ein paar selbst gemessene Werte
präsentieren. Ich denke, von diesen Werten wird das weitere
Vorgehen abhängen.

Hat er Dir auch ein Schema mitgegeben, wann Du messen sollst?

Ich soll erst mal gar nicht messen, mit der Begründung, daß die Teststreifen teuer sind (die musste ich selber kaufen). Ich soll dann einen Tag vor dem Termin nüchtern und jeweils 2 Stunden nach den Mahlzeiten messen und am Untersuchungstag dann nur den Nüchternzucker direkt nach dem Aufstehen.

Ehrlich gesagt kommt es mir schon ein wenig so vor, als
würdest Du nach „Ausflüchten“ suchen. Das soll kein Vorwurf
sein, es ist bestimmt nicht angenehm, mit so einer Diagnose
heimzugehen, zumal wenn man keinen definitiv aussagenden Wert
hat, der einem sagt „Du hast Diabetes, Punkt.“, sondern eben
so ein hin und her.

Naja, es gab und gibt da halt ein paar Ungereimtheiten, die mich skeptisch werden lassen. Sicher ist das nicht angenehm und ich hoffe insgeheim immer noch, daß sich das alles über kurz oder lang in Luft auflöst (wobei die Chance wohl gering ist). Aber wenn Du schon Jahre vorher mit Werbung für die Hauseigene Ernährungsberatung bombardiert wirst, kommt Dir als erstes mal der Gedanke „aha, nu haste also doch Deinen Willen bekommen“.

auch einen passablen medizinischen Wortschatz. Ausserdem gehts
ja zunächst mal darum, dass Du Dir ein Bild machen kannst,
worum genau es geht. Diabetes an sich kennt fast jeder, aber
das Dahinter ist nicht ganz so einfach.

Was ich immer noch nicht abschließend weiß: Daß ich Diabetes Typ II habe ist ja nun scheinbar offensichtlich. Wenn ich denn nun abnehme und meine Werte wieder völlig in Ordnung sind, zähle ich denn dann immer noch als Diabetiker oder bin ich dann „endgültig geheilt“? Endgültig natürlich nur insofern, daß ich nicht wieder so weit zunehme, daß das gleiche Problem nochmal auftritt.

Ernährungsberatung
Hallo MrMoods,

Diese
ständige Nerverei mit der Ernährungsberatung hat erst
angefangen, als diese in der Praxis eingerichtet wurde. Egal,
welche Beschwerden, man muss unbedingt mal zur
Ernährungsberatung. Und das ist nichts, was ich mir einbilde,
das ist etwas, was mir von anderen Patienten schon in
Unterhaltungen bestätigt wurde. Auch von Patienten, die nicht
grade aussehen, als hätten sie zuviel auf den Rippen.

Mensch, MrMoods, um ein BMI Wert von 39 zu bekommen, müsste ich fast das doppelte wiegen, als jetzt, und ich bin kein Hungerhaken.

Von daher kann ich überhaupt nicht verstehen, dass du für dich eine Ernährungsberatung als nicht notwendig siehst, zumal auch dein Gesundheitszustand darunter leidet.
Wenn dir die Tochter deines Arztes nicht behagt, es gibt von Krankenkassen genügend Angebote.

Und eine Kur bei deinem Gewicht und bei deinem Gesundheitszustand, wäre wirklich eine Überlegung wert.

Damit kannst du nichts verlieren (außer das Zuviel an Gewicht :wink: und auch wenn du dich jetzt real nicht krank fühlst, solltest du wenigstens den Tatsachen in den Augen sehen, die Spätfolgen bedenken, und was für dich und deine Gesundheit unternehmen.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass dein Arzt Zuckerwerte vortäuscht, um seiner Tochter Kunden zu beschaffen, aber DAS sollte dich jetzt nicht beschäftigen.

Fakt ist dass DU ein Problem hast, kümmer dich drum. Warte nicht, bis es zu spät ist.
Denke nicht an den Arzt und seiner Tochter, denke an dich.

Viel Glück und Gruß,
Maja

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Hallo nochmal!

Hab’s mir mal durchgelesen, fand’s ganz verständlich. Und
jetzt versteh ich auch endlich mal, was Sache ist. Wenn mein
Arzt mir das mal vernünftig erklärt hätte… naja.

Schön, dass Dir das weitergeholfen hat!
Frag den Arzt doch am Montag einfach mal, warum er es Dir nicht so gut erklärt hat! Manche Ärzte tun sich etwas schwer damit, ihren Patienten alles ausführlich zu erklären, weil viele Patienten das gar nicht wollen. Manchen ist es scheins auch relativ egal oder zu viel Mühe. Oder sie können es einfach nicht in gut verständliche Worte packen.

Ich kann natürlich auch nur für das sprechen,
was ich gesehen habe (ich weiß ja nicht, was sie außerhalb des
Raumes tut), aber was ich NICHT gesehen habe ist Händewaschen
und Desinfektion.

War etwas blöd ausgedrückt, beim Hände waschen und der Desinfektion geht es um Deine eigene Haut. Da sollte nichts drauf sein, was den Wert verändern kann. Zu hohe Werte können durch z.B. Zuckerreste oder Desinfektionsmittel vorgetäuscht werden.
Desinfiziert wird übrigens nicht in jeder Arztpraxis, keine Ahnung, obs dafür Richtlinien gibt, die da was empfehlen.

Was ich aber GEMERKT habe war ein sehr
festes Drücken am Finger.

Wenn das sehr feste Drücken in Richtung Ausmelken geht, kann das den Wert falsch niedrig beeinflussen. Dabei werden Zellen zerstört und austretende Flüssigkeit „verdünnt“ das Blut. Ausserdem tuts weh, und allein das muss schon nicht sein. Aber erstaunlich viele Arzthelferinnen und Krankenschwestern sind da seeeeehr robust und drücken und quetschen wie blöde, obwohl ein erneutes Stechen viel weniger weh tun würde :stuck_out_tongue:

Und ich denke nicht, daß das ein
spezielles Labor-Gerät war. Es sah zumindest genau so aus, wie
die Haushaltsgeräte.

Für eine normale Hausarztpraxis lohnen sich vermutlich die teuren „Spezialmessgeräte“ nicht…

Allerdings
bin ich trotz meines BMI nicht so „fett“, daß mich sowas
großartig außer Atem bringt :smile:

Nein, auf das ausser Atem sein wars auch nicht bezogen, sondern einfach generell auf eine Messdifferenz und auf Bewegung zwischen den beiden Messungen. Auch eher geringe Bewegung kann den Wert positiv beeinflussen. Wie sehr, ist aber individuell verschieden.

Eine Differenz bedingt durch

die verschiedenen Messgeräte halte ich für ausgeschlossen, da
ich gleiche Situation bereits einen Tag vorher hatte (erst
Messung beim Arzt und 30 min Später Messung zu Hause) und die
Werte nur 6 mg/dL differierten.

Miss mal, wenn es Dir ums Geld nicht zu schade ist, zweimal direkt nacheinander mit Deinem eigenen Messgerät. Die Differenz allein zwischen zwei solchen Messungen kann schon so eingies betragen.
Übrigens, je höher die Werte sind, desto grösser auch die Varianz der Werte, ich hatte schon Differenzen um etwa 70mg/dl, das allerdings bei wirklich extrem hohen Werten.

Wobei ich aber 100 mg/dL pro Stunde bei wenig Bewegung sehr
viel finde.

Da kann ich Dir nichts zu sagen, weil ich nicht weiss, wie schnell bei Gesunden der Wert sinkt. Bei mir wird ja jede Blutzuckerveränderung in so grossen Höhen durch Insulinmangel oder -gabe verursacht, da läufts dann sowieso anders.

Ich soll dann einen Tag vor dem Termin nüchtern und jeweils 2
Stunden nach den Mahlzeiten messen und am Untersuchungstag
dann nur den Nüchternzucker direkt nach dem Aufstehen.

Immerhin, also nicht in den blauen Dunst. Vielleicht wäre es hilfreich, wenn Du Dir auch notierst, was Du gegessen hast. Sehr fettreiche Mahlzeiten verzögern die Aufnahme der Kohlenhydrate, so dass der Wert unter Umständen anders ausfällt als wenn Du etwas sehr fettarmes isst.

Naja, es gab und gibt da halt ein paar Ungereimtheiten, die
mich skeptisch werden lassen.

Ich kanns gut verstehen, wenn ich beim Arzt war, mache ich mich hinterher auch erstmal noch in aller Ruhe schlau und gehe alles in Gedanken und im Gespräch mit meinem Mann durch. Manchmal (er)klären sich Dinge auch in der Zusammenarbeit mit dem Arzt, weil man selbst ihn auf etwas aufmerksam macht. Mein Hausarzt z.B. liest sich auch ausgedruckte Internetartikel durch und geht auf Behandlungsvorschläge meinerseits ein, spricht mit mir durch, was gut ist, was nicht geht usw.
Mein Diabetologe übrigens auch. Es ist eine ganz andere Art von Arzt-Patientenverhältnis, seit ich Ärzte gefunden habe, bei denen ich mich ernst genommen fühle und die mir nicht mit der moralischen Keule kommen. Bei Vorwürfen mache ich nämlich absolut dicht und gehe erstmal gar nicht mehr hin, bis es nicht mehr anders geht. Insofern kann ich Dich auch gut verstehen, dass Dir diese Ernährungsberatung sauer aufstösst, so gehts mir bei Zahnärzten. Die sind ein rotes Tuch für mich, weil ich mich nicht in der Lage sehe, beurteilen zu können welche selbst zu bezahlenden Leistungen notwendig sind und welche nur ein Goodie für den Doc darstellen.
Andererseits, vielleicht hat Dein Hausarzt ja wirklich Deine Gesundheit im Sinn und stellt sich nur ein wenig ungeschickt an, indem er Dir seine Tochter empfiehlt statt Dich zu jemand unabhängigem zu schicken?

Was ich immer noch nicht abschließend weiß: Daß ich Diabetes
Typ II habe ist ja nun scheinbar offensichtlich. Wenn ich denn
nun abnehme und meine Werte wieder völlig in Ordnung sind,
zähle ich denn dann immer noch als Diabetiker oder bin ich
dann „endgültig geheilt“? Endgültig natürlich nur insofern,
daß ich nicht wieder so weit zunehme, daß das gleiche Problem
nochmal auftritt.

Ich weiss es leider nicht. Ich vermute allerdings, dass es drauf ankommt, warum letztendlich der Diabetes aufgetreten ist. An sich gibts ja klare Definitionen, wann jemand als Diabetiker gilt. Aber ob die auch für „Wieder-Diabetiker“ zutreffen, weiss ich nicht.

Wenn Du übrigens noch Fachinformationen von unabhängiger Seite haben willst, die meisten Krankenkassen bieten so eine Art Gesundheits-Hotline an, wo man sich informieren und beraten lassen kann. Vielleicht wäre das etwas für Dich.

Liebe Grüsse
Bine :smile:

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Frag den Arzt doch am Montag einfach mal, warum er es Dir
nicht so gut erklärt hat! Manche Ärzte tun sich etwas schwer

Da ich in naher Zukunft sowieso den Arzt wechseln werde, erspare ich mir das (und dem Arzt auch). Ich habe in der Vergangenheit oft die Erfahrung gemacht, daß dort auf Nachfragen oder eigene Recherchen sehr allergisch reagiert wird. Scheinbar fühlt man sich in der eigenen Kompetenz untergraben.

Ich kann natürlich auch nur für das sprechen,
was ich gesehen habe (ich weiß ja nicht, was sie außerhalb des
Raumes tut), aber was ich NICHT gesehen habe ist Händewaschen
und Desinfektion.

War etwas blöd ausgedrückt, beim Hände waschen und der
Desinfektion geht es um Deine eigene Haut. Da sollte nichts

Achso. Naja, Desinfiziert wurde bei mir nicht. Hat auch nicht sonderlich interessiert, daß ich Druckerschwärze von einem Rätselheft an den Fingern hatte.

Für eine normale Hausarztpraxis lohnen sich vermutlich die
teuren „Spezialmessgeräte“ nicht…

Daher gibt es bei meinem Hausarzt auch überhaupt erst seit ca. 1 Jahr ein Messgerät. Vorher wurde die Messung mit einer Art extrem dünnem Glasröhrchen durchgeführt. Keine Ahnung wie das genau funktioniert, habe nie dabei zugesehen. Weiß nur noch, daß es immer elendig lange gedauert hat.

Miss mal, wenn es Dir ums Geld nicht zu schade ist, zweimal
direkt nacheinander mit Deinem eigenen Messgerät. Die
Differenz allein zwischen zwei solchen Messungen kann schon so
eingies betragen.

So, grade getan. 2 Stunden nach dem „Abendessen“:
Bei der ersten Messung 128, bei der zweiten Messung 129. Jo, Vollkornbrot mit Wurst. Sieht doch gut aus. :smile:

Immerhin, also nicht in den blauen Dunst. Vielleicht wäre es
hilfreich, wenn Du Dir auch notierst, was Du gegessen hast.

Bin ich schon dabei, dadurch ist mir die Geschichte mit dem Brot aufgefallen, die ich vorher mal erwähnt habe.

Sehr fettreiche Mahlzeiten verzögern die Aufnahme der
Kohlenhydrate, so dass der Wert unter Umständen anders
ausfällt als wenn Du etwas sehr fettarmes isst.

Naja, wenn ich mich an den „Ernährungsplan“ halte, kann ich solche Mahlzeiten eh vergessen. Morgens Brot mit Marmelade, Abends Brot mit Wurst und Gemüse, Mittags Nudeln/Reis/Kartoffeln und 1 Stück Obst (1-2x pro Woche auch Fleisch, nach Möglichkeit Pute) und das war’s. Ich hab ja wenigstens gehofft, daß ich mir zwischendurch mal nen Apfel reindrücken darf oder so, aber ist nicht. Auch keinerlei Milchprodukte, Joghurt ist also auch gestorben.

Aber was mich am meisten stört, ist das Wasser. Ich darf nur Wasser oder ungezuckerten Tee trinken. Ungezuckerter Tee ist nu ehrlich menschenunwürdig, das krieg ich nicht runter. Und wenn ich zuviel Wasser trinke, wird mir übel. Also mit dem Essensplan kann ich ja noch gut leben, aber die Getränke bringen mich um.

Manchmal (er)klären sich Dinge auch in der Zusammenarbeit mit
dem Arzt, weil man selbst ihn auf etwas aufmerksam macht. Mein
Hausarzt z.B. liest sich auch ausgedruckte Internetartikel
durch und geht auf Behandlungsvorschläge meinerseits ein,
spricht mit mir durch, was gut ist, was nicht geht usw.

Naja, s.o.

bei denen ich mich ernst genommen fühle und die mir nicht mit
der moralischen Keule kommen. Bei Vorwürfen mache ich nämlich
absolut dicht und gehe erstmal gar nicht mehr hin, bis es
nicht mehr anders geht. Insofern kann ich Dich auch gut
verstehen, dass Dir diese Ernährungsberatung sauer aufstösst,

Ich hoffe ja, daß ich auch was besseres finde. Ist aber leichter gesagt als getan. Kann ja nicht einfach nen Termin zum Kennenlernen machen.

Andererseits, vielleicht hat Dein Hausarzt ja wirklich Deine
Gesundheit im Sinn und stellt sich nur ein wenig ungeschickt
an, indem er Dir seine Tochter empfiehlt statt Dich zu jemand
unabhängigem zu schicken?

Naja, wie gesagt, es ist ja nicht nur das. Die Beratung ist der eine Teil, wobei mir auch schon „BMI-normale“ Patienten bestätigt haben, daß das nervt. Der andere Teil sind dann Geschichten wie das Durchchecken, was mir verweigert wird, weil’s die Kasse nicht zahlt.

Danke soweit…

Wegen des ungezuckerten Tees
Hallo!

Früher konnte ich es auch nicht ausstehen, viel Tee zu trinken.
Aber… Dein Geschmackssinn sensibilisiert sich auch. Wenn Du häufiger Tee trinkst und kaum mehr Säfte, dann schmeckt der Tee mit der Zeit immer differenzierter und interessanter.
So gings zumindest mir und auch meinem Bruder.

Übrigens: Wenn die Problematiken nach Gewichtsreduzierung und Ernährungsumstellug verschwinden, dann wird man das nicht mehr als Diabetes bezeichnen. Allerdings solltest Du die Problematik nicht als Schwarz-Weiß-Angelegenheit betrachten. Genauso wie der Blutzucker Werte zwischen 100mg/dl und 160mg/dl haben kann, genauso gibt es eben auch Bereiche zwischen krank oder gesund.
Du bist doch Techniker. Mit der Gesundheit beim Diabetes Typ II verhält es sich wie mit einer stetigen Verteilung. Die Klassifizierung krank gesund ist diskret, bildet damit die Wirklichkeit nur sehr begrenzt ab.

Tschau, Stefan

Gruß, Stefan

wenn du deinem arzt nicht vertraust, lass doch einfach deinen
blutzucker in der apotheke messen oder wechsel den hausarzt.

Den kann ich auch selber messen.

und wie sind da die werte? wenn du konsequent über einen bestimmten zeitraum vor und nach dem essen misst kann man das doch sicher leicht beurteilen.

steht dir bei dem gewicht nicht auch schon eine kur
zu?(welche,die krankenkasse übernimmt)

Das weiß ich nicht, das interessiert mich auch nicht. Zum
Abnehmen braucht man keine Kur, sondern nur einen starken
Willen.

ein bisschen hat dein arzt schon recht: wenn du normalgeweicht
erreichst, reicht dein insulin wieder aus, um alle deine
körperzellen zu versorgen und dein bz hat dann auch wieder
normalwerte.

Naja, aber dann bin ich doch kein Diabetiker, oder? Es mag
sein, daß das System bei mir gestört ist, aber Diabetiker
heißt für mich, daß da was so kaputt ist, daß ich da nicht
mehr heil rauskomme und Insulin spritzen muss. Aber wie
gesagt, ich bin kein Fachmann, kann ja auch sein, daß ich das
falsch interpretiere.

nein du zählst auch schon als diabetiker, wenn dein blutzuckerspiegel gestört ist. spritzen muß man nur im schlimmsten fall. erst fängt der diabetes leicht an, dann kann man ihn noch mit einer diät und tabletten unter kontrolle kriegen. wusstest du, dass auch wenn du spritz trotzdem eine strenge diät einhalten mußt? keine tollen aussichten!

ich denke nicht, dass du eine ernährungsberatung nötig hast,
denn dein gewicht kommt ja nicht von ungefähr. machst du bei
dem bmi noch was anderes als den ganzen tag zu essen? lass die
cola weg, tv+pc nicht mehr den ganzen tag an, schwimmen/rad
fahren/walken gehen, kein mcdonalds mehr und mal obst und
gemüse und deine pfunde werden purzeln.

Naja, Du musst mich ja ziemlich gut kennen. Also um Dir mal
was zu erklären: Ich bin seit ca. 2 Wochen arbeitslos. Vorher
habe ich jeden Tag körperlich hart gearbeitet oder war (noch
einen Job vorher) im Außendienst tätig und bin jeden Tag
mehrere Kilometer gelaufen, auch in Hochhäusern, Treppe hoch
und Treppe runter, nix Aufzug. Obst und Gemüse esse ich
regelmäßig (wobei das Obst laut meinem Arzt falsch ist).HÄ??? spinnt der? ok ein kilo kirschen hat (wegen dem hohen zuckeranteil) schon ordentlich kalorien; aber äpfel,melone, birnen, kiwi etc. sollten doch jeden tag auf dem speiseplan stehen.
McDonald’s besuche ich nicht regelmäßig, ich denke es ist/war
1x im Monat.

Zum Thema den ganzen Tag essen: Mein Problem war scheinbar,
daß ich NICHT den ganzen Tag gegessen habe. Ich habe nämlich
grundsätzlich nur 1x am Tag gegessen, das dann warm und das
abends gegen 17 oder 18 Uhr.

das sind ja allerbeste vorraussetzungen. hattest du den als du noch gearbeitet hast normalgewicht? hast du dein gewicht erst seit du arbeitslos bist?

symptome wie vermehrter durst, schwäche, müdigkeit, vermehrter
hunger…

Naja, einige dieser Symptome hatte ich ja. Und zwar schon
öfter und über längere Zeit. Daher habe ich mich ja auch schon
öfter auf Zucker testen lassen. Es waren aber immer alle Werte
in Ordnung. Irgendwann habe ich mir dann selbst einen Tester
gekauft und auch mal nach dem Essen usw. gemessen… Immer
alles in Ordnung.

ich hoffe auf jeden fall, dass ich nicht die arme
krankenschwester bin, die dich dann in 10 jahren versorgen
muß!!!

Also so ganz im Allgemeinen (ohne Dir was unterstellen zu
wollen) hört sich dein ganzer Text an als wärst Du so ein
typischer „Dicken-Hasser“. Tut mir leid, falls ich Dir da was
falsches unterstelle, aber sachlich hat sich das nicht grade
angehört, der Ton macht die Musik.

ja da hast du irgenwie schon recht. ich kann dicke und raucher echt nicht verstehen!, wie sie so langsam ihren körper zerstören, obwohl jeder weiß wie schädlich das ganze ist. das ist durch zig studien belegt, die folgen kann man jeden tag sehen, richtig wohl fühlen sie sich auch nicht mehr… naja vielleicht kann ich das erst verstehen, wenn ich mal selbst im dieser lage bin.

Den kann ich auch selber messen.

und wie sind da die werte? wenn du konsequent über einen
bestimmten zeitraum vor und nach dem essen misst kann man das
doch sicher leicht beurteilen.

Naja, konstante Messungen mache ich ja nun erst seit ein paar Tagen, aber aufgefallen ist mir, daß alle Werte soweit ok sind bis auf einige Ausreißer. Diese Ausreißer treten meist nur auf, wenn ich Stuten gegessen habe. Ich denke, der ist vergleichbar mit Weißbrot. Mein Arzt sagte mir, ich kann ruhig Weißbrot essen, solange ich das nicht dauerhaft tue. Nun hab ich den mal weggelassen und seitedem liegen die Werte im Normalbereich. Aber wie gesagt, wir reden hier von 3 Tagen, daher halte ich diese Werte nicht für aussagekräftig. Mal die nächsten Tage abwarten.

nein du zählst auch schon als diabetiker, wenn dein
blutzuckerspiegel gestört ist. spritzen muß man nur im
schlimmsten fall. erst fängt der diabetes leicht an, dann kann
man ihn noch mit einer diät und tabletten unter kontrolle
kriegen. wusstest du, dass auch wenn du spritz trotzdem eine
strenge diät einhalten mußt? keine tollen aussichten!

Ok, das habe ich dank eines Links von Loussy nun auch verstanden, habe mich da mal ein bissel eingelesen. Das Problem, warum ich das alles falsch interpretiert habe: Ich kenne nicht viele Diabetiker. Die, die ich kenne, spritzen alle. Davon hat einer Typ I (ca. 25 Jahre alt?) und einer Typ II (ca. 70 Jahre alt). Beide fressen alles wahllos durcheinander nach dem Motto „och, dann spritz ich halt was mehr“. Mir ist bisher noch nie ein Diabetiker über den Weg gelaufen, der nicht spritzt. Was aber wohl auch daran liegen kann, daß man es bei diesen Personen wegen der fehlenden Injektionen nicht wirklich mitbekommt.

und Treppe runter, nix Aufzug. Obst und Gemüse esse ich
regelmäßig (wobei das Obst laut meinem Arzt falsch ist).

HÄ??? spinnt der? ok ein kilo kirschen hat (wegen dem hohen :zuckeranteil) schon ordentlich kalorien; aber äpfel,melone, birnen, :kiwi etc. sollten doch jeden tag auf dem speiseplan stehen.

Jo, sehe ich auch so, aber ich darf jeden Tag maximal 1 Stück Obst als Nachtisch zum Mittagessen.

das sind ja allerbeste vorraussetzungen. hattest du den als du
noch gearbeitet hast normalgewicht? hast du dein gewicht erst
seit du arbeitslos bist?

Nein, ich bin schon übergewichtig, seit ich 16 oder 17 Jahre alt war. Nur war es halt nie so viel. Ich hatte mit 16 Jahren einen Unfall und dort hat mich der Gutachter schon als „fettleibig“ eingestuft. Zwar nicht wörtlich, ich erinnere mich aber, daß es so interpretiert wurde. Das hat jetzt nix mit dem Unfall zu tun, wollte nur den Anlass der Feststellung nennen. Nur seit ich ab und zu zwischendurch mal arbeitslos bin, hat es zugenommen (mangelnde Bewegung). Dazu kommt noch, daß ich auf Grund der Arbeitslosigkeit (finanzielle Gründe) mit dem Rauchen aufgehört habe. Da prallen also 2 Gründe aufeinander. Ich hab mir immer eingeredet, daß ich durch das Nichtrauchen nicht zunehme, da kam mir die leere Batterie der Waage zugute.

ja da hast du irgenwie schon recht. ich kann dicke und raucher
echt nicht verstehen!, wie sie so langsam ihren körper
zerstören, obwohl jeder weiß wie schädlich das ganze ist. das
ist durch zig studien belegt, die folgen kann man jeden tag
sehen, richtig wohl fühlen sie sich auch nicht mehr… naja
vielleicht kann ich das erst verstehen, wenn ich mal selbst im
dieser lage bin.

Nunja, beides ist eine Sucht, das gebe ich ehrlich zu.

Beim Rauchen ist es die „Beschäftigungstherapie“. Wenn Du keine Kippe zwischen den Fingern hast, weißt Du nicht, was Du mit den leeren Händen anfangen sollst.

Und so albern sich das auch anhört, genau so eine Sucht ist es beim Essen. Wenn ich richtig leckere Sachen esse, genieße ich das auch. Und wenn man das genießt, dann ist einem scheißegal, was die Folgen sind. Dazu kommen noch die unregelmäßigen Zeiten, welche einfach mit Faulheit/Bequemlichkeit zusammenhängen.

Als ich im Außendienst gearbeitet habe, hatte ich zwar eine Menge Möglichkeiten, Mittagspausen zu machen, aber jede Minute Pause muss ich ja im Prinzip wieder hintendran hängen. Und wenn ich kein Hungergefühl habe, habe ich auch keine Lust Pause zu machen und bin lieber früher zu Hause.

Auf dem Bau als Handwerker habe ich teilweise 10,5 Stunden ohne Pause gearbeitet. Zitat Chef: „Datt hier einer Pause macht allein auffm Bau da hab ich kein Verständnis für. Willste die Wand angucken oder was? Und wenn Du meinst Du müsstest watt essen, dann drückste Dir datt rein und die Zeit hängste gefälligst hintendran (an die 10,5 Stunden).“

Überleg mal schwer, bist Du wirklich völlig suchtfrei? Auch wenn Du es nicht als Sucht siehst, gibt es nicht doch irgendwas, was Du gerne tust und wofür Du schonmal andere Sachen vernachlässigst, obwohl Du weißt, daß die Folgen schlecht sein könnten? Klar, sich dick fressen ist nichts harmloses, da geht’s um die Gesundheit, aber sag mal nem Junkie, daß Heroin ungesund ist… :smile:

Aber ich hab’s geschafft, von heut auf morgen mit dem Rauchen aufzuhören, dann werd ich’s wohl auch schaffen, von heut auf morgen mit dem Essen aufzuhören. Hab gestern abend an nem Nutella-Glas geschnüffelt(!) um zumindest mal den Eindruck zu haben, ich hätt grad was leckeres gegessen… :smiley:

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