Huhu!
*ÖRKS* Vergiss bitte dieses Programm sofort!
Das kann Dir ABSOLUT KEINEN HbA1c-Wert sagen, sondern schlicht und einfach den Durchschnitt der von Dir gemessenen Werte ausrechnen. Wenn Du mir die mitteilst, kann ich das genauso.
Der HbA1c ist kein Durchschnittswert, den man errechnen kann. Das wäre ziemlich sinnlos, denn es geht dabei vor allem um die Werte, die man eben nicht misst! Was Du misst, hast Du vor Augen. Du weisst aber nicht, wie Deine Werte zum Beispiel mitten in der Nacht sind. Vielleicht hast Du dort Spitzen, von denen Du gar nichts ahnst, vielleicht sind aber auch alle Werte im Normbereich und der hohe Wert beim Toleranztest war Zufall oder ein wie auch immer gearteter Messfehler.
Der HbA1c, um es mal _ganz ganz ganz einfach und bildlich_ darzustellen, zeigt, wieviel Zucker sich im Lauf der Zeit ans Blut bindet. Je mehr Zucker im Blut, desto mehr bleibt am Ende auch über.
Allerdings habe ich grade eine Quelle gefunden, die besagt, dass der HbA1c nicht zur Diagnosestellung herangezogen wird:
http://www.uniklinikum-giessen.de/med3/leitlinien/di…
Dort steht übrigens noch so einiges zur Diagnosestellung, wenn es Dir zu fachchinesisch ist, melde Dich gerne nochmal.
Momentan lacht er noch. 
Mein Smiley würde da vermutlich momentan ziemlich weinen, trotzdem weiss ich, dass mein Langzeitwert im Rahmen ist. Die gemessenen Blutzuckerwerte sind immer nur eine Momentanaufnahme und sagen herzlich wenig über die Gesamtsituation aus.
Da ich nebenbei noch eine Excel-Tabelle mit den Werten
führe, habe ich festgestellt, daß mein Wert bisher IMMER ok
war, er tanzt immer nur dann aus der Reihe, wenn ich Frühstück
oder Abendbrot esse, also im Zusammenhang mit Brot.
Also eben nicht immer ok.
Und dass im Zusammenhang mit Essen der Wert aus der Reihe tanzt, deutet doch wieder in Richtung Diabetes. Bei einem Gesunden würde man keinen Wert haben, der aus der Reihe tanzt!
Nene, darum geht es nicht. Das Vertrauen, daß er richtig
misst, habe ich. Ansonsten wäre er auch zu dumm, ein kleines
piepsendes Gerät zu bedienen.
Och, da gibts so einiges, was man falsch machen kann. Geht los bei ungewaschenen Händen, die davor ein Stückchen Zucker in den Kaffee geworfen haben, über nicht ausreichende Wartezeit zwischen Handdesinfektion und Stechen, weiter zu zu festem Drücken, um einen ausreichend grossen Bluttropfen zu bekommen, weiter zu überlagerten oder falsch gelagerten Teststreifen, nicht kalibrierten Geräten bis hin zu Dingen, die der Arzt gar nicht in der Hand hat. Die Differenz zwischen einem normalen Messgerät für den Hausgebrauch zu aussagekräftigen Werten aus dem Labor kann immens sein, ohne dass man es selbst mitbekommt.
Mit Dummheit hat das alles wenig zu tun, ich will Deinem Arzt auch absolut nicht absprechen, dass er es ordentlich macht.
10.00 Uhr: 238 mg/dL
11.00 Uhr: 140 mg/dL
Diese beiden Werte, wurden die mit dem selben Gerät gemessen oder ist der zweite von Dir zu Hause?
Wenn von zu Hause, wie bist Du da hingekommen?
Wenn ich das als Laie betrachte, gehe ich davon aus, daß der
Wert zumindest annähernd Linear abfällt. Somit müsste ich ja
gegen 9.00 Uhr einen Wert von weit über 300 mg/dL gehabt
haben.
Linaer nicht, dazu sind es einfach zu viele Faktoren, die den BZ beeinflussen. Normalerweise sinkt der Wert, aber eben nicht so, dass man sagen kann, pro 15 Minuten um soundso viel mg/dl. Man kann es annähernd sagen, ja.
Es ist auch gut möglich, dass Du tatsächlich einen so hohen Wert hattest.
Und das ohne irgendetwas zu bemerken, das hat mich halt
skeptisch gemacht.
Man merkt hohe Werte nicht automatisch. Je öfter der Wert hoch ist, desto weniger bemerkt man Spitzen, der Körper „gewöhnt“ sich daran. Genauso übrigens auch umgekehrt, hat man immer einen sehr niedrigen Pegel, bemerkt man Unterzucker auch erst bei viel niedrigeren Werten, unter Umständen auch gar nicht.
Naja, ich warte mal ab, da ich am Montag den nächsten Termin
habe. Dann soll ich auch ein paar selbst gemessene Werte
präsentieren. Ich denke, von diesen Werten wird das weitere
Vorgehen abhängen.
Hat er Dir auch ein Schema mitgegeben, wann Du messen sollst?
Na das ist mir ja dann doch schon klar.
Ehrlich gesagt kommt es mir schon ein wenig so vor, als würdest Du nach „Ausflüchten“ suchen. Das soll kein Vorwurf sein, es ist bestimmt nicht angenehm, mit so einer Diagnose heimzugehen, zumal wenn man keinen definitiv aussagenden Wert hat, der einem sagt „Du hast Diabetes, Punkt.“, sondern eben so ein hin und her.
Wenn Du schon so fleissig surfst, such Dir am Besten ein paar wissenschaftlich angehauchte Seiten, die erklären, was es mit Typ 2-Diabetes auf sich hat, wodurch er verursacht wird, was die Mechanismen dahinter sind. Ich sage bewusst „wissenschaftlich angehaucht“, weil man durch die richtig wissenschaftlichen Seiten kaum durchsteigt. Selbst ich nicht, und ich beschäftige mich seit Jahren mit dem Thema und habe auch einen passablen medizinischen Wortschatz. Ausserdem gehts ja zunächst mal darum, dass Du Dir ein Bild machen kannst, worum genau es geht. Diabetes an sich kennt fast jeder, aber das Dahinter ist nicht ganz so einfach.
Liebe Grüsse
Bine