Blutzucker-Messgerät

Hallo

Bei mir wurde vor einiger Zeit Typ 2 Diabetes festgestellt. In den ersten Jahren waren meine Werte auch alle in Ordnung, doch im letzten halben Jahr sind sie konstant höher geworden so das mir mein Arzt jetzt Tabletten verschrieben hat, die ich aber nicht einnehmen will, weil ich das ganze lieber so in Griff kriegen möchte.
Also: Ernährung umstellen, Abnehmen, Spaziergänge.

Nun würde ich gerne meinen Blutzucker öfters am Tag messen (nach den größeren Mahlzeiten also). Ich habe zwar die Urin-Teststreifen, aber die zeigen ja eigentlich nur dann an, wenn es viel zu viel ist.
Ich würde aber gerne genauer wissen, welches Essen den Blutzucker mehr erhöht und welchen weniger, so das ich für mich besser entscheiden kann, was für mich gut ist und was nicht.

Daher wollte ich hier mal fragen, welche Geräte da geeignet sind, bzw. auf was man besonders achten muß. Wie wird eigentlich gemessen?
Ich habe mal gehört, das man sich mit einer Nadel in den Daumen stechen muß bis Blut kommt. Das stelle ich mir eigentlich ziemlich Schmerzhaft vor, vor allen Dingen, wenn man das mehrmals die Woche tut…

Vielleicht möchte mich ja mal jemand darüber aufklären.

Vielen Dank schon mal.

Gruß
Andreas

Hallo

weil ich das ganze lieber so in Griff
kriegen möchte. Also: Ernährung umstellen, Abnehmen, Spaziergänge.

Sehr vernünftig!

Ich würde aber gerne genauer wissen, welches Essen den
Blutzucker mehr erhöht und welchen weniger, so das ich für
mich besser entscheiden kann, was für mich gut ist und was
nicht.
Daher wollte ich hier mal fragen, welche Geräte da geeignet
sind, bzw. auf was man besonders achten muß. Wie wird
eigentlich gemessen?

Die Geräte sind eigentlich für Insulin-abhängige Patienten gedacht und sehr teuer. Kassenpatienten bekommen diese nach einer Schulung über die Krankenkasse sofern der Arzt das befürwortet. In das Gerät wird ein Teststreifen eingeführt auf den der Blutstropfen kommt.

Bei dir scheint der Diabetes jedoch schwächer ausgeprägt zu sein, daher bekommst du Tabletten.

Ich habe mal gehört, das man sich mit einer Nadel in den
Daumen stechen muß bis Blut kommt. Das stelle ich mir
eigentlich ziemlich Schmerzhaft vor,

Man entnimmt den Blutstropfen bevorzugt aus der Beere von Ring- und Mittelfinger, da diese weniger belastet werden und die kleine Verletzung dadurch weniger Probleme bereitet. Direkt schmerzhaft ist das nicht, wenn es richtig gemacht wird, man spürt das kaum und es verheilt auch schnell. Manche Diabetiker müssen sich nach jeder Mahlzeit Blut abnehmen. Man gewöhnt sich auch daran.

Gruß,
p+p

Hallo!

Am besten redest Du darüber mit Deinem Arzt. Blutzuckermessgeräte bekommt man nämlich üblicherweise gratis beim Arzt, und je nach Therapie bewilligt die Krankenkasse dann die Menge der Teststreifen pro Quartal.

In den Daumen sticht man sich eigentlich eher nicht. Meine „Favoriten“ sind kleiner Finger und Ringfinger. Viele Neulinge machen den Fehler, direkt in die Mitte der Fingerbeere zu stechen, gerade dort wo die meisten Nerven sind. Das ist natürlich etwas schmerzhaft, aber auch auszuhalten. Wenn man aber - wie das bei jeder Diabetes-Schulung gezeigt wird, etwas mehr an der Außenseite sticht, spürt man das meistens gar nicht. Ich habe seit 30 Jahren Diabetes, seit 12 Jahren jetzt auch Insulin, und ich habe keinerlei Probleme damit. Wenn man Insulin und Messen zusammenzählt, komme ich locker auf 12 x Stechen pro Tag. Ist überhaupt kein Problem!

Wie hoch ist denn Dein Langzeitwert, der HbA1c? Und wie hoch sind Deine Nüchternwerte? Von diesen beiden Werten hängt es doch in erster Linie ab, ob Du tatsächlich mit einer Umstellung Deiner Essens- und Lebensgewohnheiten auskommen wirst.

Die Ernährung umzustellen und mehr Bewegung zu machen, ist auf jeden Fall sehr, sehr gut, aber vertrau nicht zu sehr darauf, dass es dann ohne Medikamente geht. Außerdem ist da sehr oft der innere Schweinehund im Weg! :smile:

Ich bekam Diabetes Typ2 bei Normalgewicht - musste also nichts abnehmen - und ernährte mich auch mit sehr viel Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten. Bei mir hätte also Dein Vorsatz nichts gebracht.

Ich würde Dir vorschlagen, dass Du zuerst nochmals mit Deinem Arzt die ganze Angelegenheit besprichst. Wenn er grünes Licht gibt für Dein Vorhaben, dann mach das und lass alle drei Monate (besser alle zwei) das Blut untersuchen nach Nüchternwert und HbA1c. Wenn das kontinuierlich geringer wird, dann spricht sicher nichts dagegen, dass Du so weiter machst, andernfalls wirst Du dann zur Unterstützung Deiner Bemühungen noch Medikamente bekommen.

Beste Grüße

Waldi

Hallo

Die Geräte sind eigentlich für Insulin-abhängige Patienten
gedacht und sehr teuer. Kassenpatienten bekommen diese nach
einer Schulung über die Krankenkasse sofern der Arzt das
befürwortet.

die Geräte werden meist sehr preiswert oder gar umsonst abgegeben. Dadurch darf man sich nicht täuschen lassen. Teuer sind dann die Teststreifen, die man nur in einer 50-Stück-Packung bekommt. Ich habe kaum die Hälfte verbraucht, wenn sie verfallen. Das ist reichlich unrentabel. Aber kleinere Packungen habe ich bisher nicht gefunden; gibt es wohl auch nicht.
Ob Krankenkassen oder Ärzte kleinere Mengen abgeben, weiß ich allerdings nicht. Das müsste man nachfragen.

Gruß
Montanus

1 „Gefällt mir“

Hallo Andreas,

ich kann zwar deine eigentliche Anfrage nicht beantworten, möchte dir aber bezüglich deiner Bemühungen, das Problem durch Ernährung und Bewegung in den Griff zu bekommen nocht Ansätze Tipps nennen:

  1. Insulin-Trennkost nach Dr. Pape
  2. Chromium Piccolinate zur Nahrungsergänzung (Regulierung des Blutzuckerspiegels)

Lg und alles Gute,
sine