Hallo!
Im Notfall kann man sich auch noch paar Sandsäcke oder
ähnliches in den Kofferaum legen, so 200 - 300 kg, dann geht
der BMW bei Schneee genauso gut wie ein Golf.
solltest dann aber auch den längeren Bremsweg durch das
zusätzliche Gewicht einkalkulieren.
Das zusätzliche Gewicht erhöht aber auch den Druck der Reifen auf die Fahrbahn,
so dass ich hier nicht unbedingt behaupten würde, dass der Bremsweg länger wird.
Er kann auch kürzer werden, aber so allgemein ist das schlecht zu sagen.
Ich denke da nur an einen LKW:
Leer wird der wie ein Schlitten über die Straße rutschen, vollbeladen , unter Umständen wohlbemerkt, kann er aber auch den Schnee mit den Rädern wegschieben, so dass die Reifen direkten Fahrbahnkontakt haben, und gut bremsen.
Wenn es sich um eine vereiste Fahrbahn handelt, kann das Mehrgewicht auch nachteilig sein.
Fakt ist aber, dass sich ein BMW mit Gewicht im Kofferraum besser bei schneebedeckter Straße fahren lässt. Darüber sind wir uns ja wohl alle einig, hoffe ich mal…und verboten ist das ja auch nicht.
Auch ist es nicht so problematisch, wenn man mal in einer
Kurve etwas zu schnell ist, und das Auto beginnt,
auszubrechen. Mit bischen Gegenlenken und Vollgas bekommt man
das beim Fronttriebler leicht wieder hin.
das musst du jetzt aber genauer erklären.
Ich versuche es:
Normalerweise
schiebt der Fronttriebler bei zu hoher Kurvengeschwindigkeit
über die Vorderräder zum Kurvenäußeren (untersteuert).
Gegenlenken bedeutet also stärker einschlagen was
gleichbedeutend ist mit zusätzlicher Seitenkraft auf den
Vorderreifen. Dann gebe ich noch Gas (Vollgas!) und bringe
damit weitere Längskraft auf die Reifen. D.h. den bereits im
Grenzbereich laufenden Reifen mute ich zusätzliche Kräfte und
damit zusätzlichen Schlupf zu. Und das soll das Problem lösen?
In meiner Jugendzeit, als ich mein erstes Auto hatte, (Trabi) bin ich damit nachts auf zugeschneiten Parkplätzen Runden gefahren, um zu wissen, wie das Auto im Winter zu beherrschen ist.
Ich bin dann immer schneller gefahren, bis was passiert.
Der Trabi ist immer mit den Hinterrädern nach aussen ausgebrochen.
Man konnte den dann wieder in die Spur bringen, indem man erstmal auch nach aussen gelenkt hat, dabei Vollgas, dann hat sich das Auto erstmal wieder in die Spur gedreht. Dann sofort nach der anderen Seite lenken, dann gab es noch bischen Geschlingere, und dann hatte ich immer wieder Kontrolle über das Auto.
Später dann der Golf:
Der hat tatsächlich vorn untersteuert.
Das war aber noch viel leichter zu beherrschen,
wie der schwer kontrollierbare Trabi.
Beim Fronttriebler kann man ja die Räder in Richtung der gewünschten Strecke drehen, oder noch ein bischen mehr. Wenn man dann noch Gas gibt, ziehen die durchdrehenden Vorderräder das Auto in die gewünschte Richtung.
Diese Fahrübungen auf Schnee haben mir wirklich viel gebracht,
und mich mindestens vor einem schweren Unfall bewahrt. Würde ich jedem empfehlen, das mal auszutesten,
wie es ist, wenn das eigene Fahrzeug völlig ausbricht, und wie man das wieder einfängt.
Zusammengefasst würde ich sagen:
Beim Fronttriebler hat man eine Hinterachse, die das Auto in der Spur hält, WICHTIG , ohne irgendwelche Antriebskräfte übertragen zu müssen.
Weiterhin hat man den Vorteil, dass man durch Gasgeben in Verbindung mit dem lenkbaren Vorderradantrieb noch einiges in gefährlichen Situationen retten kann.
Grüße, Steffen!