Hallo,
demnächst werde ich einen Partyraum herrichten. Der Boden besteht aus Beton (Estrich). Da dieser uneben ist, werde ich diesen mit Ausgleichsmasse ebnen.
Wie kann man den Boden dann beschichten? Die Beschichtung soll natürlich widerstandsfähig und Frostsicher sein. Ich habe schon mal solche gesprenkelten Beschichtungen gesehen. Wie heißt diese Beschichtung und muss ich des Gesprenkelte nachträglich aufbringen?
Gruß
Holger
Hallo,
schau mal hier rein —>
http://www.caparol.de/Portals/_de/upload/IMPProdukte…
Nun lese ich dort „Einstreuchips… abgeblasen“. Wie werden diese aufgebracht? Unter abblasen verstehe ich „im Raum verteilen und mit Druckluft die überreste wieder raus“!?
Gruß
Holger
Hallo!
Abgeblasen heißt das die Chip’s mit einer Spezielen, ich sage mal Spritzpistole aufgebracht werden, die Sache sieht gut aus wenn sie fertig ist, aber ich denke für den Laien ist es nicht einfach zu einem vernünftigen Ergebnis zu kommen, hier hast Du mal einen Link wie das Material verarbeitet wird http://www.caparol.de/Portals/_de/upload/IMPProdukte…
Gruß sepp.
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Boden beschichten
Hallo Holger,
einen Boden (hier: Estrich) zu beschichten ist bereits eine recht komplexe Angelegenheit für Spezialisten, geschweige denn für einen Laien.
Der Unterboden muss über die geeignete Festigkeit in Gefüge wie auch Oberfläche verfügen (Abreißwert der Estrichoberfläche im Privatbereich nicht unter 1N/mm²) und mit einem Reaktionsharz grundiert werden.
Da Du zuvor zwecks Egalisierung noch eine Ausgleichsmasse aufbringen willst oder musst, wird damit eine weitere mögliche Bruchebene geschaffen, wenn die Arbeiten nicht ordnungsgemäß ausgeführt werden.
Bei Ausbrüchen in der Estrichoferbläche und/oder toleranzüberschreitenden Unebenheiten müssten die Arbeitsschritte wie folgt sein:
- intensives Schleifen und Absaugen der Estrichoberfläche
- Kratzspachtelung zum Ausgleich und Verfüllung von Lunkeröffnungen
- Aufbringen einer Verlaufsbeschichtung bis 2mm Dicke im Rakelverfahren
- Entlüften mit der Stachelwalze
- Einwurf oder Einblasen von Farb-Chips
- ggf. Absiegeln der Oberfläche
-.-.-
Wie Du siehst, eine aufwändige (und kostenintensive Sache.
Für einen Partyraum reichte es möglicherweise auch aus, eine sogenannte „Betonfarbe“ im Rollverfahren aufzubringen. Eine kostengünstige und auch für den beschichtungstechnisch eher unerfahrenen DIY durchführbare Verfahrensweise.
-.-.-
Die Gründe, aus welchen der im Innenbereich verwendete Oberflächenschutz „frostsicher“ sein soll, entzieht sich zumindest mir.
Außerdem sind alle Beschichtungen frostsicher.
-.-.-.-.-.-
Gruß: Klaus Rauer; Sachverständigenbüro für Fußbodenkonstruktionen
Hallo Klaus,
Wie Du siehst, eine aufwändige (und kostenintensive Sache.
Für einen Partyraum reichte es möglicherweise auch aus, eine
sogenannte „Betonfarbe“ im Rollverfahren aufzubringen. Eine
kostengünstige und auch für den beschichtungstechnisch eher
unerfahrenen DIY durchführbare Verfahrensweise.
An Betonfarbe hatte ich auch schon gedacht (die kenne ich) jedoch wie strapazierfähig eine solche Beschichtung ist weiß ich nicht.
Die Gründe, aus welchen der im Innenbereich verwendete
Oberflächenschutz „frostsicher“ sein soll, entzieht sich
zumindest mir.
Außerdem sind alle Beschichtungen frostsicher.
Es ist zwar Innenbereich jedoch im Winter unbeheizt.
Gruß: Klaus Rauer
Den Zusatz hättest Du nicht dazu schreiben brauchen - ich habe auch auf deine Antwort gehofft
Gruß
Holger
Hallo Holger, hallo Klaus,
nur noch eine kleine Ergänzung. Die Restfeuchtigkeit des Untergrundes darf (unerheblich ob Fußbodenfarbe oder spezielle Betonbeschichtung)
dabei max. 3 % betragen (bei einigen ausgewählten Sachen max. 5%).
Sollte aufsteigende Feuchtigkeit nicht ganz ausgeschlossen werden, würde ich von der Beschichtung Abstand nehmen, da diese aufsteigende Feuchtigkeit die Betonfarbe/-beschichtung früher oder später zum Abplatzen bringen würde.
MfG BM
PS: Klaus weiß das mit Sicherheit.
Hallo Holger,
wir haben vor rund zehn Jahren den Boden im Gerätehaus unserer Löschgruppe mit einer zweikomponenten Epoxidfarbe/lack behandelt. Da wurden auch kleine Farbsprenkel eingearbeitet bzw. aufgestreut. Hält seitdem tadellos und wird tagtäglich arg belastet (Fahrzeugverkehr und harte, verdreckte Stiefelsohlen etc.)
Die Verarbeitung war allerdings nicht ganz so trivial, das hat ein Kamerad gemacht, der sich früher mal beruflich mit so was befasst hat.
Gandalf
Hallo,
Ich habe vor zehn Jahren den Kellerboden mit Betonfarbe bemalt, hat erstaunlich sehr gut ausgehalten. Das einzige Problem war, dass die Betonfarbe sehr dreckig wird und man diese kaum reinigen kann. Da strich ich noch darauf mit einer grauen Autolackfarbe. Diese lässt sich sehr gut mit einem Lappen wischen, glänzt seit dem wie neu. Seit etwa fünf Jahren kein Problem. Es war die billigste Loesung, erstaunlich bewährenswert, weiß allerdings nicht ob man diese Methode weiterempfehlen kann. Da habe ich die gleiche Methode auch in einem Gehweg im Freien benutzt, wo es dauernd regnet und sonstige Witterungen wie Schnee, Frost etc. gibt. Alles tadellos.
Ich habe vor zehn Jahren den Kellerboden mit Betonfarbe
bemalt, hat erstaunlich sehr gut ausgehalten. Das einzige
Problem war, dass die Betonfarbe sehr dreckig wird und man
diese kaum reinigen kann. Da strich ich noch darauf mit einer
grauen Autolackfarbe. Diese lässt sich sehr gut mit einem
Lappen wischen, glänzt seit dem wie neu. Seit etwa fünf Jahren
kein Problem. Es war die billigste Loesung, erstaunlich
bewährenswert, weiß allerdings nicht ob man diese Methode
weiterempfehlen kann. Da habe ich die gleiche Methode auch in
einem Gehweg im Freien benutzt, wo es dauernd regnet und
sonstige Witterungen wie Schnee, Frost etc. gibt. Alles
tadellos.
Vielleicht gibt es noch eine Versiegelung oder Klarlack zum für solche Betonfarben. Über die Reinigungsfreudlichkeit und die Laufspuren hatte ich mir (bisher) bei Betonfarbe noch keine Gedanken gemacht. Bei der Beschichtung (z.B. Autolack) sollte eine Rutschfestigkeit erhalten bleiben da dies auch der Zugang zum Garten ist.
Gruß
Holger
Party-Kellerboden beschichten
Hallo Holger,
(beim Lesen des letzten Abschnitts musste ich doch leicht grinsen …)
Nun, eine Betonfarbe ist eine Alternative zu der Verlaufsbeschichtung mit Farbchipsen. Für Letzteres muss man ca. 55,-- bis 65,–€/m² rechnen, für eine gute Betonfarbe nur einen Bruchteil hiervon.
Dauerhaft ist nichts! Die Abriebbeständigkeit einer (guten!) Betonfarbe dagegen ist für den Partybetrieb wahrscheinlich ausreichend. Und wenn sich nach 2-5 Jahren die ersten Laufstraßen bilden werden, dann wird halt die Prozedur nochmals wiederholt.
Aufsteigende Feuchtigkeit bzw. auch Restfeuchte im Estrich, das ist bei derartig dünnen Schichten nahezu bedeutungslos. Die meist nur rel. dünn aufgerollte Betonfarben bis 0,8mm (800µ) bieten einen nur geringen Wasserdampfdiffusionswiderstand, d.h. die Feuchte „geht durch“ (diffusionsoffen). Etwas anderes wäre das Raumklima, wenn Wasser stetig aus dem Erdreich über die Bodenplatte + Betonfarbe in den Raum hinein diffundieren würde. Aber wäre es so, hättest Du es mit Sicherheit bereits an schimmelnden Teppichen oder Möbelstücken bemerkt!
-.-.-
Zum Thema Frostsicherheit:
Es geht bei diesem Begriff um die Zerstörung des Estrichs oder auch eines Betons durch die Bildung von Eiskristallen (Eiskristallsprengungen) in der Bauteilmatrix.
Das setzt neben einem großen Feuchtegehalt im Bauteilgefüge auch eine länger anhaltende Temperatur deutlich
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Alternative
Hallo,
Wie kann man den Boden dann beschichten?
Hallo,
mir ist da noch was eingefallen, sollte die Beschichtung zu schwierig für Dich werden. Schau mal hier —> http://www.ambientashop.de/pi29/pi53/pd9.html
Das wäre nicht so schlicht wie herkömmliche Fliesen.
Gruss Netti
Hallo,
Wie kann man den Boden dann beschichten?
Hallo,
mir ist da noch was eingefallen, sollte die Beschichtung zu
schwierig für Dich werden. Schau mal hier —>
http://www.ambientashop.de/pi29/pi53/pd9.html
Das wäre nicht so schlicht wie herkömmliche Fliesen.
Für einen Partyraum wäre das zu Kostenintensiv.
Gefallen tun mir die „Flieschen“ jedoch eher im Bad.
Gruß
Holger