Bodenausgleichsmasse, vibrierender Holzdielenboden

Der Boden in meinem Altbauzimmer hängt 2,5 cm durch. Problem: Der Boden (Balkenhöhe 20 cm + 2 cm Dielen) vibriert beim Gehen, so dass die Nachbarn darunter es an der Deckenlampe sehen. Welche Bodenausgleichmasse wäre bei solchen Vibrationen geeignet?

hi,

naja.. du schreibst von ‚solchen Vibrationen‘
die sind aber gar nicht näher beschrieben.

Eine Lampe, vielleicht noch eine Pendellampe, kann minimalste Bewegungen sichtbar machen.
Ein Beispiel wäre ein selbstnivellierender Baulser der auf einem Estrich steht. Was denkste denn wie der wackelt, wenn man vorbei läuft. Und das ohne, dass sich der Boden stark bewegen würde.

So reiner Trittschall ist für Spachtelmassen unbedenklich.

Meinst du hingegen, dass der Boden richtig nachgibt, wenn er durch eine Person belastet wird, wäre das was anderes.
Da du aber selbst von Vibrationen sprichst, sei das nur vorsichtshalber erwähnt.

Rein um die 2,5cm auszugleichen?
Jede, die für Holz und diese Schichtstärke geeignet ist. Ardex K66F, Sopro VS 582 (das System könnte auch versteifen, je nach Schichtdicke)

Ich bin mir aber etwas unsicher, ob das mit der Lampe vielleicht der Hauptgrund der Frage ist und es gar nicht um das Ausgleichen, sondern um das vermindern des Trittschalls geht.

Es bleibt spannend.

grüße
lipi

Willst du das Durchbiegen verhindern oder nur den Boden ausgleichen oder beides?

Meine Befürchtung ist, dass die Massen nicht elastisch genug sind, um beim Biegen nicht zu reißen - und nicht genug Festigkeit bieten, um das Biegen zu verhindern.

2,5 cm Ausgleichsmasse werden jedenfalls ein teurer Spaß.

Rechne an den tiefen Stellen mit rund 40 kg trockenen Mixes Bedarf pro m². Da hast du schnell 80 + X Euro pro m².

Danke für euer Interesse und eure Antworten. Ich hätte mich früher gemeldet, wenn ich nicht vorher noch auf die Baustelle gewollt hätte, um genauer zu beschreiben:

Der Boden senkt sich nicht, wenn man darüber geht. Vibrationen sind bei einem Balkenboden wohl normal, wenn es kein Boden in einem Schloss mit 50 cm dicken Eichenbalken ist.

Die Gesamtfläche des Bodens ist geschliffen und in sich eben, abgesehen davon, dass sie zur Mitte des Zimmers hin auf maximal 2,5 cm unter Horizont abfällt. Meine Idee nun, um nicht Unmengen Ausgleichsmasse verteilen zu müssen: an den tiefsten Stellen mit maximal 2 cm verklebte und verschraubte Holzplatten aufdoppeln, zu den “Talrändern” natürlich weniger hoch. Alles in allem so hoch, dass das gesamte “Tal” mit Ausgleichsmasse bedeckt werden kann, natürlich faserarmierte und/oder netzarmierte

Ist das sinnvoll? Danke für eine Antwort.

nabend,

spricht an sich nix dagegen.

Unbedingt gewissenhaft alle Fugen verschließen und außen herum nen Randstreifen anbringen und auch den mit Acryl o.ä. unten herum abfugen.

Es empfiehlt sich, mindestens 3 oder 5mm für den Ausgleich zu lassen, dann läuft er besser. Darunter tut sich jede Masse schwer, einige sogar noch darüber (je nach Ebenheitsvorstellungen natürlich).

grüße
lipi

Danke, lipi, für den wertvollen Tip. Bisher habe ich Ausgleichsmasse nur dicker aufgetragen und ahnte nichts von den Verlaufsgrenzwerten.

Vielleicht drosch eine Frage: Gibt es Alternativen, die 0,5 mm breiten Fugen zwischen den Dielen zu schließen? Silikon, Acryl, die ich in eine “bodenlose” Lücke füllen würde, gehen auf der großen Fläche wohl sehr ins Geld.

Danke für deine Hilfe.

Wolfgang

moin,

das sind im Grunde keine Grenzwerte, aber wenn du auf eine Glasplatte mal paar Tropfen Wasser gibst, wird er sich auch 2mm hoch aufstauen und nicht verlaufen.
Eine Mindeststärke ist meist nur für eine direkte Nutzung wichtig. Sonst kannst du so eine Masse auch auf 0 ausziehen.

Das Beispiel, die K66F, läuft ganz hervorragend, aber bei lediglich 2-3mm geht da praktisch auch nix mehr.
(gilt auch für andere Firmen! Die Sopro 545 hatte ich speziell für einen Bereich mit sehr wenig Schichtstärke und war durchaus ein bisschen begeistert. Ist leider nicht für Holz freigegeben)

die Lücke muss nicht bis zum Untergeschoss aufgefüllt werden.
Das muss nur oberflächlich zu sein.
Acryl ist vermutlich mit Abstand das billigste. Beim Randstreifen kommt man damit viele Meter weit, bei kleinen Fugen am Holz wird der Verbrauch noch weiter sinken. Beim Randstreifen würde ich mal so 10-15 Meter schätzen. Das ist aber so ein typisches Material, von dem man einfach mal 3-5 Kartuschen mitnimmt und dann schaut, was gebraucht wurde ohne große Rechnungen anzustellen.

Die Düse passen abschneiden, bündig aufsetzen und wirklich nur die vorher ausgesaugten Risse füllen.
Wenn die Dielung Nut und Feder hat, ist sie vermutlich auch so schon dicht. Bei OSB würde man auch nix nacharbeiten.

Wenn die Fugen nur 0,5mm sind, wird das auch eine P4 Grundierung schon verschließen. Ich meinte wirkliche Fugen, die bei Dielen gern mal vorkommen.

Bei Ardex weiß ich, dass die eine ‚Grundierung‘ haben, die Löcher verfüllt und haftet.
P21 wäre das. Ich hab die noch nie verarbeitet.
Der Verbrauch wird im Vergleich zu einer herkömmlichen Grundierung natürlich massiv steigen - was in der Natur der Sache liegt.
Mir fehlt für sowas aber auch ein sinnvoller Anwendungszweck.

grüße
lipi