Ich möchte mein Bad renovieren. Bin aber etwas ideenlos bezüglich des Bodenbelages. Der Boden besteht aus Gipskartonplatten (Fertighaus) und „lebt“ bei Belastung. Damit scheiden Fliesen aus. Linoleum fand ich gut, aber ist wohl für Feuchträume nicht geeignet. PVC ist auch eine schöne Alternative, wenn der Chemiecocktail nicht so gesundheitsgefährdend wäre. Tja, dann gibt´s noch Laminat und Holzfußböden, aber ist für ein Bad wohl auch nicht so toll. Zur Zeit liegt PVC, soll aber im Frühjahr raus. Hat noch irgendwer einen Tipp?
wenn es auch bloed klingt, ich habe selbst Erfahrung damit.
Vor Jahren hatte ich in Sued Afrika ein Haus bauen lassen. Dort gab es Nylon-Teppiche und ich habe mich damals entschieden, im ganzen Haus solche Teppiche auf Estrich zu verlegen. Das heisst, auch in der Kueche und in zwei Badezimmern.
Ich habe ein paar Jahre in dem Haus gewohnt und war sehr zufrieden mit dem Bodenbelag. In der Kueche konnte man ohne Schwierigkeiten, wenn etwas fettiges runtergefallen ist, den Teppich wieder reinigen.
In den zwei Badezimmern wurde der Teppich halt nass und ist wieder getrocknet.
Reinigung normal mit Staubsauger.
Ich weiss nicht ob solche Nylon-Teppiche noch und auch hier erzeugt werden. Jedenfalls koenntest Du es probieren, ob es solche gibt.
Viel Glueck mit der Auswahl Deines Bodenbelages, Gruesse, Rudolf
ich hatte mal ein ähnliches Problem, nur das es bei mir ein Holzbohlenboden war.
PVC ist auch immer eine Geschmackssache, ich mag diese Art des Bodenbelags einfach überhaupt gar nicht. Teppich geht zwar, wollte ich aber auch nicht unbedingt haben (Haustiere).
Geworden ist es ein Kork-Parkett, das schwimmend verlegt wurde, und um es, vor allem im Bad, wiederstandsfähiger zu machen, mit einer Versiegelung auf Wasserbasis 3 mal versiegelt wurde. Bis jetzt ist alles prima, der Boden kann viel ab, ist fußwarm (ich habe keine Fußbodenheizung), sieht toll aus und ist absolut pflegeleicht. Saugen ist kein Problem, feucht wischen auch nicht.
Sogar eine große Überschwemmung ließ sich spurlos wieder beseitigen.
Hallo Julia,
dank dir für den Tipp! Werde gleich das Internet durchforsten. Was hast du an den Übergängen zur Wand gemacht? Dauerelastische Verfugung und Fußleisten? Kannst du mir einen Link empfehlen?
Gruß,
Lotte
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Der Boden besteht aus
Gipskartonplatten (Fertighaus) und „lebt“ bei Belastung. Damit
scheiden Fliesen aus.
Was ist denn das für ein Fertighaus? Das Haus meiner Eltern steht inzwischen 25 Jahre und hat überall noch die ersten Bodenfliesen drin, und da hat es nie Probleme gegeben.
Ich würde mir mal den arbeitenden Untergrund vornehmen und dann ganz normal mit Flexkleber und Flexfuge und nicht zu großen Fliesen arbeiten. Es kann nicht angehen, dass man in einem Fertighaus keine Bodenfliesen verwenden kann.
Wie wär’s denn mit Kautschuk? Kommt in Bahnen oder Fliesen, ist nicht immer ganz billig, aber kann sehr schön sein.
Dann fallen mir noch Kunststoffgeflechte ein (sind solche in dem Haus in Afrika gemeint?), und bei gutem PVC hätte ich wegen der Ausdündtungen überhaupt keine Bedenken. Die Vorschriften sind mittlerweile ziemlich streng; gutes Zeug hat hier leider auch seinen Preis. Sehr schick ist z. B. „amtico“, aber eben teuer. Hält dafür ewig und gibt’s in abgefahrenen Variationen.
Ich wäre eher mit Laminat vorsichtig, mein Chef (der Bodenleger) hat das nie in Bädern verlegt, die Leute immer von was Anderem überzeugt.
Der Boden besteht aus Gipskartonplatten (Fertighaus)
und „lebt“ bei Belastung. Damit scheiden Fliesen aus.
> Was ist denn das für ein Fertighaus?
genau das habe ich mich auch gefragt.
Ich habe ein sogenantes „Fertighaus“, bloß Gipskarton-
platten auf dem Boden ???
Das kann evtl. nur der billigste Baustil aus DDR-Zeiten
sein, oder?
Gruß Uwi
Das Haus meiner Eltern
steht inzwischen 25 Jahre und hat überall noch die ersten
Bodenfliesen drin, und da hat es nie Probleme gegeben.
Ich würde mir mal den arbeitenden Untergrund vornehmen und
dann ganz normal mit Flexkleber und Flexfuge und nicht zu
großen Fliesen arbeiten. Es kann nicht angehen, dass man in
einem Fertighaus keine Bodenfliesen verwenden kann.
Was hast du an den Übergängen zur Wand gemacht?
Dauerelastische Verfugung und Fußleisten? Kannst du mir einen
Link empfehlen?
Für Untergrund in einem Fertighaus ist etwas Aufwand zu
treiben.
Alle Gipskartonflächen sollten zuerst mit Tiefgrund fürs
BAD vorbehandelt werden (z.B. von Fa. PCI).
In allen Naßbereichen (Wanne/Dusche) sollten die Wände und
auch der Fußboden mit „eleastischer Gummihaut“ (-> Elastogum
von PCI) dichtgemacht werden. Für alle Fugen und Rohrdurch-
führungen im Bodenbereich gibt es spezielle Gummistreifen
bzw. Manschetten (auf von PCI), die auch mit dem Elastogum
eingeklebt werden können. Erst dann können Fließen/Putz
oder andere Beläge aufgebracht werden.
Alle Bereiche, die „arbeiten“ (also z.B. Boden-Wandfuge)
müssen mit elastischem Mat. versiegelt werden
(-> hochwertiges Sanitärsilokon ).
Gruß Uwi
ich habe den Kork schwimmend verlegt, d. h. auch die Fußliesten (ganz normale, nur mit einer Sonderlackierung) nur einfach in der Wand verschraubt und nicht verklebt.
Wenn man das sorgfältig macht, sehe ich auch keine Probleme mit Wasser oder ähnlichem.
ich habe den Kork schwimmend verlegt, d. h. auch die
Fußliesten (ganz normale, nur mit einer Sonderlackierung) nur
einfach in der Wand verschraubt und nicht verklebt.
Naja, ist ja Deine Sache, wie Du das machst.
Wasser findet aber seinen Weg in jede Ritze rein, kommt
dann aber nicht mehr raus
Da kommt die Feuchte evtl. schon durch Diffusion in
Hohlräume und macht einen schönen Schimmelbelag auf
der Pappe vom Gipskarton und Holz, wenn die Oberfläche
nicht versiegelt ist.
Daß bei schwimmender Verlegung und einfach angeschraubten
Leisten alles dicht ist, das bezweifle ich.
Das ist umso fataler, wenn man ein Holzhaus hat mit
Gipskarton an Wänden und und sogar Boden (wie im
Frageposting beschrieben).
Wenn man das sorgfältig macht, sehe ich auch keine Probleme
mit Wasser oder ähnlichem.