Bodenuntersuchungen
Hi Ulla,
es geht mir auch nicht darum, Dir an den Karren zu fahren. Es geht mir darum, dass ich den Eindruck habe, dass Du mit „Gefunden!“ dem folgst, der die lauteste Werbung macht und mit einer übersichtlichen Preisliste (für ziemlich übersichtliche Analysen!) prunkt. Ich weiß nicht, was die LUFA in Deiner Gegend für die gleichen Analysen nimmt, aber ich fände es nicht so sehr überraschend, wenn das jedenfalls nicht mehr wäre.
Wenn eine (qualitative? quantitative?) Untersuchung auf
Arsen, Aluminium, Blei, Cadmium, Chrom, Kupfer, Nickel, Quecksilber, Thallium und Zink
angeboten wird, dann geht es um Stoffe, die aus Hausmüll und Bauschutt kaum in relevanten Konzentrationen in Deinen Gartenboden gekommen sein werden, übrigens zum Teil auch durch Verwendung handelsüblicher „Blumenerde“ und „biologischer“ Pflanzenschutzmittel in den Gartenboden gelangen. Gleichzeitig sind Nachweise und Analysen im Vergleich zu dem wundersamen Dschungel der organischen Chemie relativ einfach, d.h. auch relativ billig anzubieten.
Dazu kommt, dass das Vorliegen der genannten Stoffe im Boden und deren Aufnahme durch Gemüsepflanzen und Einlagerung in Blätter und Früchte (mit Ausnahmen) nicht in einem besonders engen Zusammenhang stehen, falls nicht die Bodenlösung ziemlich sauer ist - in diesem Fall gäbe es aber ohnehin ganz andere Baustellen zu bearbeiten.
Daher mein Vorschlag: Telefon oder Post statt Internet. Nimm Kontakt mit der nächst gelegenen (wichtig wegen Transportdauer!) LUFA auf, beschreibe die Situation in Deinem Garten und lass Dir Vorschläge unterbreiten.
Schöne Grüße
Dä Blumepeder