Geheimtips für dezember gesucht:
-kleine Galerien
-Töpfer
-Museen
-skurriles
-besondere Lokale
-weingüter…
-kleinkunstbühnen
-leute
-weihnachtsmärkte
alles was man nicht so ohne weiteres im touriplaner findet
vielen dank
miss
Geheimtips für dezember gesucht:
-kleine Galerien
-Töpfer
-Museen
-skurriles
-besondere Lokale
-weingüter…
-kleinkunstbühnen
-leute
-weihnachtsmärkte
alles was man nicht so ohne weiteres im touriplaner findet
vielen dank
miss
Hi Miss,
wo am Bodensee bist du denn unterwegs? CH, D oder A? Oder alles? Und wie lange? Und wie mobil bist du?
Grüße,
JPL
Hallo ,
das erste mal in Friedrichshafen alos D ca 10 TAge und das zweite mal in der Nähe von Bregenz also A ca 4 Tage. Und mobil immer mit dem Auto
danke mfg miss
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Servus,
nun, die schöneren Orte am See liegen grad am anderen Ende: Die Reichenau, die Mettnau, die Höri, der Schienerberg, der Bodanrück mitsamt Bodman, dem Mindelsee und natürlich Möggingen (Gästehaus/Galerie Vayhinger, eine Art Gesamtkunstwerk aus Küche, Wein, Galerie und schön restaurierten Zimmerchen), die Birnau etc.
„Dr Hafa“ (Friedrichshafen) ist eine sehr späte Gründung, und vom alten Buchhorn ist nimmer viel übrig geblieben, seit die Alliierte Städtesanierung Ltd. & Co KG dort arg gründlich aufgeräumt hat.
Wenn es im Dezember früh genug kalt wird und nicht so arg viel schifft, kann es bei zurückgehendem Wasserstand zwischen Wasserburg und der österreichischen Grenze reizvolle Uferpartien geben. Das Eriskircher Ried an der Schussenmündung ist außerhalb der Schwertlilienblüte vor allem für Ornithologen attraktiv.
Sonst kann man bei ordentlichem Wetter vom Hafen auf den Gehrenberg hinauf, von wo aus man den See so ziemlich vor sich ausgebreitet sieht, im Hintergrund der breite Dreispitz des Säntis.
Ein sehr schönes Museum - klein und noch ganz jung (1976), aber oho - ist in Langenargen (Feininger, Purrmann, Jan Balet, Julius Herburger etc.).
Obwohl es natürlich auch in jedem Touristenführer steht, ist das Lindauer Museum zum Cavazzen einen Besuch wert. Erinnerung an dort: Ein Flugblatt aus der Reformationszeit, darauf abgebildet ein großer Haufen Unrat, ein Text drunter gedruckt „Unter diesem Kutter / findst Du den Martin Luther“ und handschriftlich dazugefügt „und wenn Du weiter grabst / findst Du auch noch den Papst“ (Orthographie angepasst).
Beim Bergpracht-Milchwerk Halder in Siggenweiler kann man Mo-Fr 6-14h von einem Besuchersteg aus zuschauen, wie Käse gemacht wird - falls man einen Winterföhntag erwischt, hat es von da oben übrigens auch bezaubernde Blicke. Das ganze Gebiet Siggenweiler - Tannau - Steinenbach ist einen Ausflug wert, optisch interessant die Grafik der leeren Hopfengärten im Winter. In Elmenau (Ulrichskapelle) wertvolle Fresken aus dem 12.-13. Jahrhundert (Schlüssel gibts beim Nachbarn, besser vorher vor Ort klären). Ein kleines Stück die Argen aufwärts auch Schloss Achberg mit einer netten Sammlung zum Anschauen drin.
Die kleinen Seen in der Drumlinlandschaft Schleinsee - Degersee - Kreuzweiher auch scharmant.
Einer meiner liebsten Plätze am See ist der alte Lindauer Pestfriedhof bei Unterreitnau (Vorsicht beim Weg-Erfragen: Das heißt in Wirklichkeit Onderroadna): Ursprünglich nur eine Kapelle und eine Mauer rund um ein Stück Wiese mit vielen anonymen Gräbern, ohne Grabsteine und Namen - auch nach der Pest noch verwendet für namenlose Landfahrer, fremde Soldaten etc. -, heute ein wenig (aber nicht arg) gestört durch einige Leute, die da unbedingt unter einem dicken Grabstein liegen wollten.
Ab Fußach bei Bregenz schöne Fußwege zu Rohrspitz und Rheinspitz.
Im Winter außer Betrieb und schon vor vielen Jahren durch eine Mure ohnehin arg verstümmelt das Bregenzer Wälderbähnle nach Bezau (dort noch ein Restlein von gut 6km übrig).
Zurück zum Hafa: In Leimbach bei Markdorf eine Wirtschaft, die schon wegen ihrem Namen das Hineinschauen wert ist: Die Wirtschaft „Zur Letze“ war das letzte Haus vor der Grenze zu Vorderösterreich, dort wurde der Wegzoll erhoben.
Ein kaum bekannter und noch nicht lang wieder zugänglicher Ort für Erinnerung ist der Überlinger Stollen (Führungen jeden ersten Freitag im Monat 17h, aber auch auf Verabredung möglich), von KZ-Häftlingen in die weiche Molasse gegrabener Anfang eines größer geplanten Stollensystems, in das die Friedrichshafener Rüstungsproduktion ausgelagert werden sollte.
–
Wegen Seewein nach Meersburg, Hagnau, auf die Reichenau oder nach Bodman. Für das weit und breit beste Bier, Walder Bräu, ein gutes Stück ins Hinterland nach Königseggwald.
Wenn angeboten: Hecht kann man hie und da bekommen, sonst Felchen (die kleine, feine Bodensee-Version von Forellen) und Kretzer - auch Egli oder Flußbarsch - (ein recht guter Fisch, kommt in den Wirtschaften fast bloß filetiert auf den Tisch, weil er ein wenig freundliches Gesicht hat).
Schöne Grüße
MM
MM
super vielen Dank vorab !!
Mfg
Miss