Wenn eine AG ankündigt, ihre Eigenkapitalbasis über Ausgabe neuer Aktien verbreitern zu wollen, gibt der Kurs ihrer Aktien i.d.R. deutlich nach.
Nach meinem laienhaften Verständnis will das Unternehmen doch damit die Grundlage für eine Ausweitung der Geschäftstätigkeit und/oder geringere Abhängigkeit von Krediten schaffen, was dem Unternehmenserfolg und damit den Ertragsaussichten für die Anteilseigner nützt.
Warum also diese spontanen Fluchtbewegungen?
Weil dadurch der Divisor für die Gewinnaufteilung größer wird?
Welche Logik steckt dahinter?
Geschäftsausweitung heisst nicht immer Gewinnmaximierung. Das Gegenteil kann der Fall sein wenn das Projekt schief geht.
Tatsächlich erfolgt meist Ausgabe neuer Aktien wenn die AG kein Geld mehr von Banken bekommt und auf andere Weise Geld beschaffen will oder muß.
Denn bei zukunftsträchtigen guten Projekten geben üblicherweise Banken den Kredit , bei großen Krediten auch im Konsortium.
Ein weitere Grund für Ausgabe neuer Aktien ist das das Management sich nicht dreinredenlassen will (Banken prüfen Ausweitungen und geben Regeln vor weil die ja auch Gewinn wollen damit eine Kreditrückführung erfolgt). Kleine Aktionäre dagegen haben nichts mitzureden.
Deshalb ist Aktienkauf immer ein Risiko denn den positiven Verlauf einer Geschäftsausweitung kann er nie steuern.
Tatsächlich erfolgt meist Ausgabe neuer Aktien wenn die AG
kein Geld mehr von Banken bekommt und auf andere Weise Geld
beschaffen will oder muß.
warum sollte jemand Eigenkapital in eine Bude geben, wenn andere das risikoärmere Fremdkapital nicht mehr geben wollen? Kurz: die Antwort ist so, wie sie da steht, falsch.
Ein weitere Grund für Ausgabe neuer Aktien ist das das
Management sich nicht dreinredenlassen will (Banken prüfen
Ausweitungen und geben Regeln vor weil die ja auch Gewinn
wollen damit eine Kreditrückführung erfolgt).
Kredit führt man nicht aus Gewinn zurück, sondern mit Liquidität.
Wenn eine AG ankündigt, ihre Eigenkapitalbasis über Ausgabe
neuer Aktien verbreitern zu wollen, gibt der Kurs ihrer Aktien
i.d.R. deutlich nach.
Nach meinem laienhaften Verständnis will das Unternehmen doch
damit die Grundlage für eine Ausweitung der Geschäftstätigkeit
und/oder geringere Abhängigkeit von Krediten schaffen, was dem
Unternehmenserfolg und damit den Ertragsaussichten für die
Anteilseigner nützt.
Warum also diese spontanen Fluchtbewegungen?
Das Nachgeben der Kurse hat nicht zwingend etwas mit Fluchtbewegungen zu tun. Bei einer ordentlichen Kapitalerhöhung (siehe http://www.finanz-lexikon.de/kapitalerhoehung_165.html) wird das Grundkapital der AG erhöht, indem neue Aktien ausgegeben werden. Die Anzahl der Aktien erhöht sich mit der Erhöhung des Grundkapitals. Demnach sind mehr Aktien am Markt im Umlauf, auf die das Grundkapital neu verteilt werden muss. Wie bereits erwähnt ändert sich also der Divisor.
Weil dadurch der Divisor für die Gewinnaufteilung größer wird?
Welche Logik steckt dahinter?
Die Altaktionäre erhalten im Rahmen der Kapitalerhöhung Bezugsrechte (http://www.finanz-lexikon.de/bezugsrecht_482.html), die zum Bezug neuer Aktien berechtigen. Wird das Recht ausgeübt, ist der Anteil der Aktionäre im Nachinnein der Gleiche, nur eben auf mehr Aktien verteilt, denn der Preis der alten Aktien ist ja gesunken und die neuen Aktien kommen hinzu, sodass letztlich der gleiche Wert vorhanden ist. das Bezugsrecht kann aber auch verkauft (gehandelt) werden, wobei der Altaktionär dann einen geringeren Anteil am Grundkapital hat, da er die neuen Aktien nicht bezogen hat. Soweit verstanden?
Für die Aktionäre hat es keinen Nachteil und für die AG bringt es den Vorteil neuer Einlagen und damit ein erhöhtes Grundkapital. Ist also schon logisch. Das Risiko, dass die Aktion fehlschlägt oder mehr Aufwand als Gewinn entsteht, bleibt natürlich bestehen.
Gruß
Cassius
Ich hoffe, ich konnte soweit etwas helfen. Ist schwer, das zu erklären.